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Die Olympischen Spiele in der Kunst und Kultur der griechischen Antike

Title: Die Olympischen Spiele in der Kunst und Kultur der griechischen Antike

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 24 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Frank Stüdemann (Author)

Sport - Sport History
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Insofern man von Kontinuität in der menschlichen Geschichte und Kultur sprechen kann, muss man die Olympischen Spiele erwähnen. So ist es nicht nur die Vorstellung von Olympia selbst, die noch heute einen so hohen Bekanntheitsgrad in unserer Gesellschaft genießt, sondern auch die Idee, die sie trägt und dahinter steht. Denn unter den vielen Bräuchen der griechischen Kultur leben die Olympischen Spiele in besonderer Art und Weise fort. Der Geist und das Zeremonial dieser Veranstaltung verleihen diesem globalen und völkerumfassenden Sportfest ein besonderes Flair, das die Athleten einschlägig prägt und einen besonderen Stellenwert in ihrem Leben erhält. Die Ausstrahlung und die dominierende Rolle, welche die Olympischen Spiele bis in die Gegenwart hin einnehmen, scheinen unerklärlich. Die einende Wirkung der Spiele in der Antike, die im Gefühl von Gemeinsamkeit und Stolz einer überlegenden Kultur zum Ausdruck kam, hat die Zeit überlebt. Der friedliche Wettkampf förderte damals wie heute bei den Teilnehmern und den Zuschauern Achtung und gegenseitiges Verstehen für den Anderen, das Unbekannte.
Aber solange die Olympischen Spiele existierten, existierte auch die Kritik an ihnen. So hoch das Lob für die Athleten auch war, so groß war auch die Kritik an ihnen. Wenn heute über ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Hochleistungssport und Breitensport diskutiert wird, kommt das der Situation im Altertum recht nahe. In diesem Sinne behält die Auseinandersetzung mit dem Sport der Antike ihre Aktualität und hat dazu geführt die Geschichte des griechischen Sports in zwei Phasen zu unterteilen: in die „heile Welt der Frühzeit“ und in die „Dekadenz der Spätzeit“. In dieser Belegarbeit wird die Faszination für die Olympischen Spiele im antiken Griechenland, aber besonders ihre materielle Wiedergabe, dargestellt werden. Wie manifestierten sich die Olympischen Spiele in der antiken Kunst und Kultur der Griechen? Diese Frage wird im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Stellvertretend kann immer nur ein kleiner Teil der Quellen betrachtet werden. Die hierbei ausgewählten Beispiele sind in meinen Augen als elementar anzusehen. Bei der Beschreibung wird die griechische Antike als Ganzes betrachtet werden. Es wird keine spezielle Unterteilung in Archaische Zeit, Klassik oder Hellenismus vorgenommen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung der Olympischen Spiele für das antike Griechenland

3. Die Widerspiegelung der Olympischen Spiele in Kunst und Kultur

3.1 Literatur und Musik

3.1.1 Pindar

3.1.2 Pausanias

3.2 Bildende Künste (Standbilder und Statuen)

3.3 Gebrauchsgegenstände (Geschirr, Vasen, Teller, Pokale etc.)

3.4 Münzen

4. Abschließende Betrachtung

5. Quellen und Literatur

5.1 Quelle

5.2 Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Faszination der antiken Olympischen Spiele und deren materielle Manifestation in der griechischen Kunst und Kultur. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie sich die Olympischen Spiele in den verschiedenen künstlerischen und kulturellen Ausdrucksformen der Griechen widerspiegelten und welche Rolle sie im gesellschaftlichen Leben einnahmen.

  • Die religiöse und gesellschaftliche Bedeutung Olympias für das antike Griechenland.
  • Die literarische Verarbeitung des Sports durch Autoren wie Pindar und Pausanias.
  • Die Darstellung von Athleten in der Bildenden Kunst und ihre Funktion als Siegerstatuen.
  • Die Rolle von Gebrauchsgegenständen wie Vasen als Informationsträger über den Sport.
  • Die Nutzung sportlicher Motive auf antiken Münzen zur politischen und sozialen Repräsentation.

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Pindar

„Und der Ruhm leuchtet weithin, der bei den Olympischen Spielen auf der Rennbahn des Pelops gewonnen wird, wo die Schnelle der Füße kämpft und mühewagendes Höchstmaß der Kraft, wer dort siegt hat für sein weiteres Leben honigsüße Heiterkeit, soweit Kampfpreise sie gewähren können.“

Dem Dichter Pindar haben schon die antiken Literaturkritiker eine außerordentliche Stellung zuerkannt. Die Humanisten der Renaissance bezeichneten ihn als den ersten unter den neun großen Lyrikern der griechischen Antike. Er war der bedeutendste Vertreter der Chorlyrik. Er wurde um 522 v. Chr. in Böotien geboren und soll um 446 v. Chr. in Argos gestorben sein. Pindars Ruhm war in Griechenland legendär gewesen. Viele Zeitgenossen maßen Pindars Versen eine ungeahnt inspirierende Wirkung bei, die zum Vorbild einer eigenen Literaturgattung, der Siegeslieder (Epinikien), wurde. Die Bewunderung für ihn wurde sprichwörtlich, denn wann immer jemand ein wunderbares Gedicht verfasst hatte, „pindarisierte“ er.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Kontinuität und Bedeutung der Olympischen Spiele sowie deren Doppelrolle zwischen Hochleistungssport und gesellschaftlicher Kritik im Altertum.

2. Die Bedeutung der Olympischen Spiele für das antike Griechenland: Dieses Kapitel erläutert die religiösen Ursprünge der Spiele als kultisches Zeusfest und ihre Funktion als kulturelles sowie politisches Bindeglied für die verschiedenen griechischen Poleis.

3. Die Widerspiegelung der Olympischen Spiele in Kunst und Kultur: Hier wird der Einfluss des Sports als zentrales Motiv auf verschiedene Kunstgattungen wie Literatur, Malerei und Bildhauerei analysiert.

3.1 Literatur und Musik: Dieses Kapitel behandelt die Verbindung von sportlichen Leistungen mit dichterischen Formen, insbesondere in der Chorlyrik und der historiographischen Prosa.

3.1.1 Pindar: Der Abschnitt konzentriert sich auf die Person und das Werk Pindars als bedeutenden Lyriker, der durch seine Epinikien den Ruhm der Sieger in Olympia verewigte.

3.1.2 Pausanias: Es wird die Rolle von Pausanias als Periheget beleuchtet, dessen Beschreibungen Griechenlands eine essenzielle kulturhistorische Quelle für die Wettkampfstätten darstellen.

3.2 Bildende Künste (Standbilder und Statuen): Dieses Kapitel widmet sich der Entwicklung der Statuen von Olympiasiegern und deren Bedeutung für das Prestige der Heimatstädte.

3.3 Gebrauchsgegenstände (Geschirr, Vasen, Teller, Pokale etc.): Hier wird aufgezeigt, wie Keramikwaren, insbesondere Preisamphoren, als Alltagsmedien zur Verbreitung sportlicher Motive dienten.

3.4 Münzen: Der Fokus liegt auf der Münzprägung als Medium, welches sportliche Szenen und Wettkampfdisziplinen als Symbol der jeweiligen Stadtstaaten verbreitete.

4. Abschließende Betrachtung: Das Fazit fasst zusammen, wie der Sport die griechische Kunst förderte und durch das Streben nach dem idealen Menschen eine dauerhafte Wirkung im kollektiven Gedächtnis hinterließ.

5. Quellen und Literatur: Dieses Verzeichnis listet sämtliche verwendeten antiken Primärquellen und die moderne fachwissenschaftliche Sekundärliteratur auf.

Schlüsselwörter

Olympia, Olympische Spiele, Antikes Griechenland, Pindar, Pausanias, Kunstgeschichte, Sportgeschichte, Epinikien, Bildhauerei, Vasenmalerei, Münzprägung, Polis, Agon, Athletik, Siegerstatuen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen den Olympischen Spielen und den verschiedenen kulturellen Ausdrucksformen im antiken Griechenland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Schwerpunkte sind Literatur, Bildende Kunst, Keramik und Münzprägung als Medien der Darstellung sportlicher Wettkämpfe.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie die Faszination für den Sport und die Olympischen Spiele durch Künstler und Autoren in der griechischen Antike materiell manifestiert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse antiker literarischer Quellen sowie archäologischer und kunsthistorischer Funde, um den Stellenwert des Sports zu rekonstruieren.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Rolle der Lyrik (Pindar), die perihegetische Literatur (Pausanias) sowie die bildliche Darstellung durch Statuen, Keramik und Münzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Olympia, Epinikien, Polisgesellschaft, antike Kunst und die Symbiose zwischen Sport und Kultur.

Welche Bedeutung hatten Siegesstatuen für die damalige Gesellschaft?

Sie dienten sowohl als religiöse Weihgeschenke an die Götter als auch als politisches Prestigemittel, um den Ruhm der Heimatpolis zu festigen.

Warum spielt die Literatur von Pausanias eine so wichtige Rolle für das Verständnis Olympias?

Pausanias hinterließ eine detaillierte, objektive Beschreibung der antiken Stätten, die es ermöglicht, die damalige Wirklichkeit über die rein klassizistische Verklärung hinaus zu erfassen.

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Details

Title
Die Olympischen Spiele in der Kunst und Kultur der griechischen Antike
College
University of Rostock  (Institut für Sportwissenschaften)
Course
Sportgeschichte Hauptseminar
Grade
1,2
Author
Frank Stüdemann (Author)
Publication Year
2003
Pages
24
Catalog Number
V118802
ISBN (eBook)
9783640221288
ISBN (Book)
9783640223268
Language
German
Tags
Olympischen Spiele Kunst Kultur Antike Sportgeschichte Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Frank Stüdemann (Author), 2003, Die Olympischen Spiele in der Kunst und Kultur der griechischen Antike, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118802
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