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Gleichwertigkeit von Brüchen. Bedeutung von digitalen Lernumgebungen für das inhaltliche Verständnis

Titel: Gleichwertigkeit von Brüchen. Bedeutung von digitalen Lernumgebungen für das inhaltliche Verständnis

Bachelorarbeit , 2021 , 46 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Alessio Cirnigliaro (Autor:in)

Didaktik - Mathematik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem inhaltlichen Verständnis der Gleichwertigkeit von Brüchen. Hierzu werden vier digitale Lernumgebungen untersucht und anhand von ausgewählten und begründeten Kriterien analysiert. Dank digitalen Lernumgebungen stehen Lernenden abrufbare Hilfen, direkte Rückmeldungen, Tests sowie Veranschaulichungen zur Verfügung. Dies optimiert den Lernprozess. Dennoch ist die Qualität von Lernumgebungen entscheidend. Aus diesem Grund wird die Qualität von solchen Angeboten untersucht. Hierzu werden theoriebasierte Kriterien entwickelt, mit denen man Lernumgebungen untersuchen kann. Daraus ergibt sich das Ziel dieser Arbeit.

Sie soll offenlegen, inwieweit digitale, interaktive Lernumgebungen zum Aufbau eines inhaltlichen Verständnisses im Bereich der Gleichwertigkeit von Brüchen beitragen können. Das erste Kapitel stellt die theoretische Grundlage dieser Arbeit dar. Dazu werden zunächst die Grundlagen der Bruchrechnung erläutert. Anschließend wird das von Rudolf vom Hofe erarbeitete didaktische Konstrukt der Grundvorstellung vorgestellt. Das erste Unterkapitel dieser Arbeit wird mit einer Erklärung der unterschiedlichen Wissensarten abschließen. Das zweite Unterkapitel befasst sich mit den mathematikdidaktischen Prinzipien. Hierbei werden unter anderem das „entdeckende Lernen“ und das „operative Prinzip“ näher beleuchtet. Anschließend wird die Arbeit das didaktische Prinzip „Inhaltliches Denken vor Kalkül“ nachzeichnen. Darauf aufbauend wird ein Weg zur schrittweisen und eigenständigen Erstellung eines Kalküls vorgestellt – die „fortschreitende Schematisierung“.

Anschließend werden die „Begründungen im Mathematikunterricht“ thematisiert. In diesem Kapitel werden die unterschiedlichen Funktionen von Begründen genannt und erläutert. Das theoretische Kapitel endet mit dem Darstellungswechsel und seiner Vernetzung. Im Anschluss der theoretischen Überlegungen wird das Forschungsinteresse des Autoren genannt. Alsdann werden in Kapitel 4 die Methoden der Datenauswertung vorgestellt und erläutert. Darüber hinaus werden in diesem Kapitel die zu untersuchenden Lernumgebungen vorgestellt. Das Kapitel ist das Kernstück dieser Arbeit. In diesem Kapitel erfolgt die Untersuchung der digitalen Lernumgebungen. Auf Grundlage des erarbeiteten Analyserasters werden die Plattformen nacheinander analysiert. Bevor die Arbeit mit einem Fazit abschließt, werden die Ergebnisse der Untersuchung verglichen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorieteil

2.1. Grundlagen der Bruchrechnung

2.1.1. Grundvorstellungen

2.1.2. Arten des Wissens

2.2. Mathematikdidaktische Prinzipien

2.2.1. Entdeckendes Lernen

2.2.2. Das operative Prinzip

2.2.3. Inhaltliches Denken vor Kalkül & fortschreitende Schematisierung

2.2.4. Begründungen im Mathematikunterricht

2.2.5. Der Darstellungswechsel und seine Vernetzung

3. Forschungsinteresse

4. Methoden der Datenauswertung

5. Datenauswertung

5.1. Bettermarks

5.2. Alice:Bruchrechnen

5.3. KLSoft

5.4. GeoGebra

5.5. Ergebnisse der Untersuchung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial digitaler Lernumgebungen zur Förderung des inhaltlichen Verständnisses der Gleichwertigkeit von Brüchen bei Schülerinnen und Schülern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Auswahl entscheidender fachdidaktischer Kriterien für die Analyse solcher Angebote, um zu klären, wie diese den Aufbau inhaltlichen Wissens statt rein formaler Kalkülanwendung unterstützen können.

  • Analyse digitaler Lernumgebungen auf Basis fachdidaktischer Kriterien
  • Vergleich von prozeduralem und konzeptuellem Wissen
  • Evaluation der Förderung von Grundvorstellungen und inhaltlichem Denken
  • Untersuchung des Prinzips "Inhaltliches Denken vor Kalkül" in digitalen Medien
  • Bedeutung der Vernetzung von Repräsentationen für den Lernerfolg

Auszug aus dem Buch

2.1. Grundlagen der Bruchrechnung

Mathematisch lässt sich eine Bruchzahl als die Menge aller äquivalenten Paare von Zahlen (x1/x2) ∈ ℤ × ℤ \ 0 definieren, die die Gleichung x2 · x = x1 lösen.

Es finden sich zahlreiche Unterschiede zwischen den natürlichen Zahlen und den Bruchzahlen, die zu erheblichen Schwierigkeiten führen können. Hierzu erklären beispielsweise Padberg und Wartha, dass die natürlichen Zahlen „viele unterschiedliche Gesichter“, die sogenannten Zahlaspekte, haben. Beispiele für Zahlaspekte der natürlichen Zahlen sind der Kardinalzahlaspekt, Ordinalzahlaspekt oder Vielfachheitsaspekt. Die Autoren erklären, dass sich Zahlaspekte auch bei Bruchzahlen finden, diese unterscheiden sich jedoch grundlegend. Einige Zahlaspekte aus den natürlichen Zahlen müssten überarbeitet werden, andere hingegen werden gar nicht übernommen. Darüber hinaus finden sich völlig neue Zahlaspekte, wie z.B. die Deutung des Bruches als relativer Anteil oder Vergleichsoperator (vgl. Padberg/Wartha 2017, S. 151).

Aber auch die Zahldarstellung unterscheidet sich grundlegend. Während jede natürliche Zahl eindeutig ist, besitzen Bruchzahlen in Form von äquivalenten Brüchen „viele verschiedene Darstellungen“ (Padberg/Wartha 2017, S. 152). Ein weiterer Unterschied betrifft die „Dichte“ von Brüchen. Während jede natürliche Zahl genau einen Nachfolger sowie – bis auf die 1 – genau einen Vorgänger hat, finden sich zwischen zwei Brüchen unbegrenzt viele weitere Brüche.

Neben Unterschieden in der Zahldarstellung beider Zahlbereiche gibt es eklatante Unterschiede bei den Rechenoperationen. Eine zentrale Vorstellung in der Multiplikation von natürlichen Zahlen ist die Vorstellung der wiederholten Addition gleicher Summanden. Dies ist im Bereich der Bruchzahlen lediglich ein Sonderfall, nämlich dann, wenn eine natürliche Zahl mit einem Bruch multipliziert wird.

Insgesamt ist dieses Themenfeld besonders anfällig für Fehler. Günther Malle erklärt, dass „Bruchrechnen ohne dahinterstehende Vorstellungen [...] ein totes Wissen [ist], das man nicht anwenden kann“ (Malle 2004, S. 4). Der größte Fehler im Mathematikunterricht sei das zu schnelle Wechseln auf eine „formal-regelhafte Ebene“, ohne eine ausreichende inhaltliche Vorstellung vom jeweiligen Stoff erworben zu haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Schwierigkeiten beim Übergang zur Bruchrechnung und definiert das Ziel, Kriterien für die Analyse digitaler Lernumgebungen hinsichtlich der Förderung inhaltlichen Verständnisses zu entwickeln.

2. Theorieteil: In diesem Kapitel werden mathematikdidaktische Grundlagen der Bruchrechnung sowie zentrale Prinzipien wie entdeckendes Lernen und der Vorrang des inhaltlichen Denkens vor dem Kalkül theoretisch fundiert.

3. Forschungsinteresse: Hier wird die Motivation für die Untersuchung erläutert, die durch die Notwendigkeit entstand, digitale Lernangebote theoretisch begründet auf ihre Eignung zur Förderung inhaltlichen Verständnisses zu prüfen.

4. Methoden der Datenauswertung: Dieses Kapitel stellt die Auswahl der untersuchten Lernplattformen sowie den auf didaktischen Kriterien basierenden Analyserahmen zur Untersuchung der Angebote vor.

5. Datenauswertung: Die Plattformen Bettermarks, Alice:Bruchrechnen, KLSoft und GeoGebra werden anhand des entwickelten Rasters auf ihre didaktische Eignung und Adaptivität hin untersucht und miteinander verglichen.

6. Fazit: Die Ergebnisse zeigen, dass nicht alle untersuchten Lernumgebungen in gleicher Weise das inhaltliche Verständnis fördern, wobei insbesondere solche mit handlungsorientierten Aufgaben und der Förderung von Grundvorstellungen positiv hervorstechen.

Schlüsselwörter

Bruchrechnung, Digitales Lernen, Mathematikdidaktik, Grundvorstellungen, inhaltliches Denken, Kalkül, prozedurales Wissen, konzeptuelles Wissen, Darstellungswechsel, Entdeckendes Lernen, adaptive Lernumgebungen, Vernetzung, Lernplattformen, Begründungsfähigkeit, Mathematikunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Eignung digitaler Lernplattformen für die Bruchrechnung im Hinblick auf die Förderung eines inhaltlichen Verständnisses anstatt rein formaler Regelanwendung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen mathematikdidaktische Prinzipien der Bruchrechnung, die Bedeutung von Grundvorstellungen sowie der Vergleich zwischen prozeduralem und konzeptuellem Wissen bei der Nutzung digitaler Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Entwicklung fachdidaktischer Kriterien, um zu bewerten, inwiefern digitale, interaktive Lernumgebungen zum Aufbau eines inhaltlichen Verständnisses der Gleichwertigkeit von Brüchen beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor wählt einen theoriegeleiteten Ansatz und entwickelt einen Analyserahmen, der auf fachdidaktischen Kriterien basiert, um vier ausgewählte digitale Lernumgebungen systematisch zu untersuchen und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Theorieteil, die Darlegung des Forschungsinteresses, die methodische Erläuterung des Analyserasters und die detaillierte Auswertung der Lernumgebungen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bruchrechnung, mathematikdidaktische Prinzipien, digitale Lernumgebungen, Grundvorstellungen und inhaltliches Denken präzise beschreiben.

Warum unterscheidet der Autor zwischen prozeduralem und konzeptuellem Wissen?

Die Unterscheidung ist zentral, da die Untersuchung zeigt, dass viele Lernprogramme zu stark auf prozedurales Wissen (reines Ausführen von Algorithmen) setzen, während für ein tiefes Verständnis die Entwicklung konzeptueller Einsichten essenziell ist.

Welche Rolle spielt die "Darstellungsvernetzung" bei der Analyse?

Die Vernetzung zwischen verschiedenen Repräsentationen (z.B. bildhaft, symbolisch, sprachlich) wird als entscheidendes Kriterium bewertet, da sie Schülern hilft, die inhaltliche Bedeutung von mathematischen Begriffen über verschiedene Abstraktionsebenen hinweg zu erschließen.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Gleichwertigkeit von Brüchen. Bedeutung von digitalen Lernumgebungen für das inhaltliche Verständnis
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Fakultät für Mathematik)
Note
2,0
Autor
Alessio Cirnigliaro (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
46
Katalognummer
V1188197
ISBN (PDF)
9783346619228
ISBN (Buch)
9783346619235
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gleichwertigkeit Brüche digital Lernumgebung Gleichnamig Erweitern Kürzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alessio Cirnigliaro (Autor:in), 2021, Gleichwertigkeit von Brüchen. Bedeutung von digitalen Lernumgebungen für das inhaltliche Verständnis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188197
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Leseprobe aus  46  Seiten
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