Diese Hausarbeit aus dem Modul "Management von Innovation und Veränderung" umfasst ein Lerntagebuch sowie ein Essay mit dem Titel „Nachhaltige Unternehmenslösungen“.
Aus dem Inhalt:
- Lerntagebuch;
- Essay „Nachhaltige Unternehmenslösungen“;
- Problemexposition;
- Forscherfrage;
- Chartbild;
- Principal-Agent-Theorie;
- Balanced Scorecard;
- Konzept der Balanced Scorecard;
- BSC als strategisches Führungsinstrument
Inhaltsverzeichnis
1. Problemexposition
1.1. Forscherfrage
2. Chartbild
3. Principal-Agent-Theorie
4. Balanced Scorecard
4.1. Konzept der Balanced Scorecard
4.2. BSC als strategisches Führungsinstrument
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Unternehmensführung bei Nokia unter besonderer Berücksichtigung der Principal-Agent-Theorie und stellt diese einer nachhaltigen Unternehmensführung gegenüber, wobei die Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Ausrichtung unter Einbeziehung verschiedener Stakeholder evaluiert wird.
- Analyse der Nokia-Unternehmensgeschichte und der Gründe für den Aufstieg sowie Fall
- Untersuchung von Managemententscheidungen und deren Auswirkungen auf die strategische Flexibilität
- Diskussion über die Auswirkungen einer finanzmarktgetriebenen Unternehmensführung
- Vorstellung der Principal-Agent-Theorie im Kontext von Interessenskonflikten
- Erläuterung der Balanced Scorecard als strategisches Führungsinstrument
Auszug aus dem Buch
1. Problemexposition
Nokia gestaltete die Unternehmensführung bereits 1980 bevorzugt nach finanziellen Aspekten. In den Folgejahren blieb innerhalb Nokia dies auch weiterhin die dominante Ausprägung nach der die Unternehmensführung bevorzugt gestaltet wurde. Die Ressourcenallokation innerhalb Nokias wurde nicht strategisch, sondern ausschließlich strikt nach finanziellen Aspekten gestaltet. Nokia hatte immer schon eine strikte Kostenfokussierung. Ollila konzentrierte sich überwiegend auf die Finanzen und die Anteilseigner und bewirkte durch die Etablierung der Matrixstruktur, dass der Konzern wieder wie ein finanzielles Konglomerat geführt werden konnte getreu dem Motto “managing by numbers“ und verstärkte dadurch gleichzeitig seinen Machtanspruch als unumstrittene Führungskraft im Konzern gegenüber Alahuhta der als Leiter von NMP gleichzeitig mit dem rasanten Wachstum und dem Erfolg des Geschäftsbereichs einflussreicher wurde und bereits innerhalb Nokia als de facto CEO betrachtet wurde.
Durch die Matrixstruktur wurden die Machtverhältnisse von den Geschäftsbereichen, vor allen Dingen von NMP zu der Konzernleitung transferiert und der Konzern konnte erneut nach finanziellen Aspekten durch die Konzernleitung geführt und gesteuert werden. Auch wenn die Matrixstruktur ebenfalls die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns und das einst Nokia auszeichnende dynamische, innovativ visionäre unternehmerische Denken und Handeln gewährleisten und wiederbeleben sollte, obwohl die Matrixstruktur letztlich das Gegenteil bewirkte und von den Autoren als der Hauptgrund für den Verfall von Nokia sowie als der Wendepunkt von Erfolg zu Misserfolg in der Unternehmensgeschichte betrachtet wird, wurde sie auch etabliert und das darf nicht vernachlässigt werden um Machtverhältnisse und Kontrolle zu sichern und um die Unternehmensführung nach finanziellen Aspekten zu gestalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Problemexposition: Dieses Kapitel erläutert die historisch gewachsene, rein finanzorientierte Unternehmensführung bei Nokia und wie die Etablierung einer Matrixstruktur als Machtinstrument fungierte, was letztlich zum strategischen Verfall beitrug.
2. Chartbild: Die visuelle Darstellung des Aktienkursverlaufs verdeutlicht den Wendepunkt der Unternehmensgeschichte ab 2007 und korreliert diesen mit den Fehlentscheidungen der Konzernführung.
3. Principal-Agent-Theorie: Hier wird der fundamentale Interessenskonflikt zwischen Eigentümern und Managern analysiert, um zu erklären, warum Nokia den Anforderungen der Finanzmärkte zulasten nachhaltiger Strategien folgte.
4. Balanced Scorecard: Das Kapitel führt die Balanced Scorecard als alternatives Managementkonzept ein, das durch eine Interessenbalance verschiedener Stakeholder eine nachhaltigere Unternehmensführung ermöglichen soll.
Schlüsselwörter
Nokia, Strategie, Unternehmensführung, Principal-Agent-Theorie, Balanced Scorecard, Stakeholder, Matrixstruktur, Finanzmanagement, Unternehmenserfolg, Innovation, Transformation, Kostenfokussierung, Managementlehre, Wettbewerbsfähigkeit, Marktdynamik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die strategischen Fehlentwicklungen Nokias, indem sie das Managementhandeln kritisch hinterfragt und den Fokus auf die negative Auswirkung einer einseitigen Ausrichtung auf finanzielle Kennzahlen legt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die historische Unternehmensanalyse von Nokia, die theoretische Fundierung durch die Principal-Agent-Theorie und die praktische Anwendung strategischer Management-Tools wie der Balanced Scorecard.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: „Ist die Unternehmensführung nach bevorzugt finanziellen Aspekten ökonomisch sinnvoll und ethisch vertretbar?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse der Unternehmensgeschichte, kombiniert mit theoretischen Managementansätzen (Principal-Agent-Theorie und Balanced Scorecard), um Schlussfolgerungen über nachhaltige Unternehmensführung abzuleiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil beleuchtet die Problemexposition bei Nokia, die Problematik der Matrixstruktur, die ökonomischen Abhängigkeiten durch die Principal-Agent-Theorie sowie Lösungsansätze mittels der Balanced Scorecard.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Nokia, Strategie, Finanzmarktorientierung, Principal-Agent-Theorie und Balanced Scorecard geprägt.
Welche Rolle spielt Ollila in der Analyse?
Ollila wird als die Führungskraft dargestellt, die durch die Einführung der Matrixstruktur eine rein finanzielle Steuerung implementierte, was Nokia zwar kurzfristig stabilisierte, aber langfristig die Innovationskraft zerstörte.
Was ist der Kern der "Principal-Agent-Problematik" bei Nokia?
Der Konflikt lag darin, dass das Management aufgrund des Drucks der Anteilseigner kurzfristige finanzielle Ziele verfolgte, anstatt in langfristige, softwareorientierte Innovationen zu investieren, die Nokia vor dem Untergang hätten bewahren können.
Warum konnte die Matrixstruktur bei Nokia nicht erfolgreich umgesetzt werden?
Die Matrixstruktur scheiterte an der unzureichenden Integration in die Unternehmenskultur, internen Machtkämpfen zwischen den Geschäftsbereichen und einem Mangel an Kooperationsbereitschaft im mittleren Management.
Welchen Ausweg bietet die Balanced Scorecard laut Autor?
Sie ermöglicht eine multidimensionale Leistungsbetrachtung, die über rein finanzielle Kennzahlen hinausgeht und somit die Interessen aller relevanten Stakeholder einbindet, um nachhaltige Unternehmensergebnisse zu sichern.
- Arbeit zitieren
- Tobias N. J. Causevic (Autor:in), 2020, Management von Innovation und Veränderung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188413