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Johannes Brahms' Streichquintett G-Dur op. 111. Musikalische Analyse und gattungsästhetische Überlegung

Title: Johannes Brahms' Streichquintett G-Dur op. 111. Musikalische Analyse und gattungsästhetische Überlegung

Scientific Study , 2022 , 41 Pages

Autor:in: Hsing-Hua Fang (Author)

Musicology - Historical musicology
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Summary Excerpt Details

In seiner Entwicklungsgeschichte steht das Streichquintett fast immer im Schatten des Streichquartetts. Ist das Streichquintett eine eigenständige musikalische Gattung? Der Autor nimmt das zweite Streichquintett von Brahms als Beispiel und versucht zu zeigen, wie sich das Streichquintett satztechnisch und musikästhetisch von dem Streichquartett abgrenzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die gattungsgeschichtliche Entwicklung des Streichquintetts

3. Das Streichquintett als eine musikalische Gattung

4. Das Streichquintett in G-Dur op. 111

4.1 Die Entstehungsgeschichte

4.2 Musikalische Analyse

4.2.1 Der erste Satz Allegro non troppo, ma con brio

4.2.2 Der zweite Satz Adagio

4.2.3 Der dritte Satz Un poco Allegretto

4.2.4 Der vierte Satz Vivace ma non troppo presto

5. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, das zweite Streichquintett von Johannes Brahms (op. 111) hinsichtlich seiner satztechnischen, stilistischen und klanglichen Eigenschaften umfassend zu untersuchen und seine gattungsgeschichtliche Position im Kontext der Streichquintett-Tradition einzuordnen.

  • Historische Entwicklung des Streichquintetts als eigenständige Gattung.
  • Entstehungsgeschichte und Kontextualisierung von Brahms' Streichquintett in G-Dur op. 111.
  • Detaillierte musikalische Analyse aller vier Sätze des Werkes.
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen kammermusikalischer Feinheit und orchestralem Gestus.
  • Reflexion über die gattungsästhetische Stellung der Brahms'schen Quintette.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Der erste Satz Allegro non troppo, ma con brio

Der Anfang des Satzes wird in zwei Instrumentengruppen geteilt. Die vier oberen Instrumente (die erste und zweite Violine und die erste und zweite Bratsche) bilden eine Gruppe und erzeugen mit den zackigen Sechzehnteln einen erregten Klangteppich. Ihre Funktion ist gegenüber dem Violoncello deutlich auszumachen als Begleitung mit klanglichem Effekt. Die zweite Gruppe besteht dann lediglich aus dem Violoncello und hat die Aufgabe, das Hauptthema vorzutragen. Das energische Hauptthema bringt das Violoncello ab der siebten Zählzeit im ersten Takt mit einem großen Ambitus (D bis h´), einer ungewöhnlich hohen Tonlage und dem Doppelgriff in Takt 4 und 5 zum Ausdruck. Allerdings ist in der Aufführungspraxis die hauptthemaführende Cellostimme gegenüber dem akustischen Gewoge der Begleitstimmen der übrigen Streicher schwer zu hören.

Brahms´ vertrauter Freund Max Kalbeck berichtete: „Joachim, der Erfahrene, wünschte sich ‚drei Cellisten in einem‘, um das Thema bei dem wogenden Forte der andern Instrumente (zwei Violinen und zwei Bratschen) herauszubringen. Überall, wo das werk zur Aufführung kam, wurde daran herumgeredet und -experimentiert. Kein Cellist, weder die beiden Tonriesen: der Berliner Hausmann und der Wiener Hummer, noch andere konnten dem sempre forte, das sich ihnen in der Unterströmung des Satzes entgegenstemmte, Oberwasser abgewinnen. Bei der ersten Probe, die Brahms in Wien mit dem Rosé-Quartett veranstaltete, gab der in seinem Violoncell gekränkte Hummer seiner stummen Verzweiflung anfangs keinen anderen Ausdruck, als daß er den Meister wie ein treue geprügelte Dogge vorwurfsvoll anblickte.“ Aufgrund dieser aufführungspraktischen Schwierigkeiten schuf Brahms eine Alternativfassung, die eine dünnere Begleitstimme durch die in Violinen und Bratschen wechselnd eingesetzte Pause aufweist, wobei der Rhythmus komplexer wird und damit auch schwerer auszuführen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Brahms' Kammermusikschaffen und die besondere Rolle der Streichquintette in seinem Œuvre.

2. Die gattungsgeschichtliche Entwicklung des Streichquintetts: Darstellung der historischen Entwicklungslinien und der Problematik des Streichquintetts im Schatten des Quartetts.

3. Das Streichquintett als eine musikalische Gattung: Erörterung der Gattungsmerkmale und der ästhetischen Unsicherheiten, die das Verständnis des Streichquintetts prägten.

4. Das Streichquintett in G-Dur op. 111: Detaillierte Betrachtung der Entstehungsgeschichte und systematische musikalische Analyse des gesamten Werkes.

5. Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse über die gattungsgeschichtliche Position der Streichquintette von Brahms.

Schlüsselwörter

Johannes Brahms, Streichquintett, G-Dur op. 111, Kammermusik, Musiktheorie, Gattungsgeschichte, Musikalische Analyse, Violoncello, Satztechnik, Instrumentalmusik, Wiener Klassik, Streichinstrumente, Klangtechnik, Orchestraler Gestus, Kompositionslehre.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Streichquintett G-Dur op. 111 von Johannes Brahms aus musikwissenschaftlicher Sicht und analysiert dessen satztechnische sowie ästhetische Merkmale.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Gattungsgeschichte des Streichquintetts, die Entstehungsgeschichte des Werkes op. 111 und der stilistische Wandel hin zu einem orchestraler wirkenden Kammermusikstil.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist eine detaillierte Analyse der musikalischen Struktur des Werkes und die Einordnung der Brahms'schen Streichquintette in die Musikgeschichte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische musikalische Analyse (Analyse von Satztechnik, Harmonik und Form) kombiniert mit gattungsgeschichtlicher Quellenforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich intensiv der Entstehungsgeschichte und einer satzweisen Analyse des Streichquintetts op. 111, inklusive der Exposition, Durchführung und Reprise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben Brahms und Streichquintett sind Begriffe wie musikalische Analyse, Satztechnik und Gattungsästhetik prägend für das Werk.

Warum wirkt das G-Dur-Streichquintett laut dem Autor fast wie eine Symphonie?

Der Autor verweist auf die Dominanz eines vollstimmigen Satzes, große Klangflächen und einen symphonischen Tonfall, der sich besonders in den Ecksätzen bemerkbar macht.

Welche Rolle spielt das Motiv "frei aber einsam" in op. 111?

Laut Hans Kohlhase hat Brahms den Wahlspruch von Joseph Joachim (f-a-e) im Hauptthema versteckt, wobei dieser jedoch in Dur gewendet und rhythmisch variiert erscheint.

Wie bewerten Zeitgenossen wie Elisabet von Herzogenberg das Werk?

Sie zeigten sich begeistert und beschrieben die Musik als lebensvoll, sonnenbeschienen und von besonderer Lieblichkeit, wobei sie das Finale und das Adagio besonders hervorhoben.

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Details

Title
Johannes Brahms' Streichquintett G-Dur op. 111. Musikalische Analyse und gattungsästhetische Überlegung
Author
Hsing-Hua Fang (Author)
Publication Year
2022
Pages
41
Catalog Number
V1188493
ISBN (eBook)
9783346627520
ISBN (Book)
9783346627537
Language
German
Tags
johannes brahms streichquintett g-dur musikalische analyse überlegung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hsing-Hua Fang (Author), 2022, Johannes Brahms' Streichquintett G-Dur op. 111. Musikalische Analyse und gattungsästhetische Überlegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188493
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