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Was ist Auftrag einer Übersetzung?

Christiane Nords Modell des funktionalen Übersetzens

Titel: Was ist Auftrag einer Übersetzung?

Seminararbeit , 2007 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Sandra Holte (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unsere Welt rückt immer enger zusammen und die Globalisierung ist zu einem der
wichtigsten Themen überhaupt geworden. Wie schaffen es hunderte von Kulturnationen
miteinander zu kommunizieren ohne dieselbe Sprache zu sprechen? Häufig
werden Übersetzer und Dolmetscher zu Rate gezogen, wenn es darum geht interkulturell
zu agieren. Wie handeln diese Translatoren? Wie gehen sie vor?
Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, konzentriere ich mich auf die
Übersetzungsmodelle der schriftlichen Translation und gehe nicht näher auf die des
Dolmetschens ein. Bei Interesse verweise ich hier auf Margareta Bowens Beitrag
auf den Seiten 43-46 in Snell-Hornbys Handbuch Translation.
Schon 3.000 v. Chr. wurden erste Übersetzungen angefertigt. Die Übersetzungsforschung
intensivierte sich schließlich im 19. und 20. Jahrhundert als Linguisten sowie
Übersetzungsforscher zahlreiche Übersetzungsmodelle entworfen und wieder und
wieder verfeinert. Neben den sprachlichen Modellen, in denen Übersetzen als
Ersetzen von ausgangssprachlichen Wörtern durch zielsprachliche Äquivalente
betrachtet wird, und den textuellen Modellen, die einen Schritt weitergehen und das
Äquivalenzprinzip auf den gesamten Text ausweiten und somit eine Wahrung des
Textinhalts, der Textform, der Textfunktion etc. fordern, gibt es die Handlungsmodelle.
Diese machen die Translation selbst zur kommunikativen Handlung zwischen
verschiedenen Kulturgemeinschaften und berücksichtigen neben den sprachlichen
Strukturen handlungstheoretische und kulturwissenschaftliche Aspekte. Der Übersetzer
fertigt also aus einem Ausgangstext einer Kultur einen Zieltext für eine
andere Kultur an.
Christiane Nord ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der funktionalen Handlungsmodelle,
bei denen die Wahrung der Textfunktion bzw. die Funktion der Übersetzung
im Vordergrund steht. Ihr funktionales Übersetzungsmodell soll in dieser Arbeit
näher vorgestellt und untersucht werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Zirkelmodell des Übersetzens

2.1 Interpretation des Übersetzungsauftrags

2.1.1 Dokumentarische Übersetzung

2.1.2 Instrumentelle Übersetzung

2.1.3 Der Übersetzungsauftrag

2.2 Analyse des Ausgangstexts

2.2.1 Das 4-Funktionen-Modell

2.2.1.1 Darstellungsfunktion

2.2.1.2 Ausdrucksfunktion

2.2.1.3 Appellfunktion

2.2.1.4 Phatische Funktion

2.2.2 Übersetzungsrelevante Textanalyse

2.2.2.1 Lasswell-Formel

2.2.2.2 W-Fragen

2.2.2.2.1 Textexterne Faktoren

2.2.2.2.2 Textinterne Faktoren

2.3 Entwurf einer Übersetzungsstrategie

2.3.1 Das Hürdenmodell

2.3.2 Top-Down-Strategie

2.4 Produktion des Zieltexts

2.4.1 Übersetzerische Hilfsmittel

3 Übersetzungskompetenz im erweiterten Zirkelmodell

3.1 Kompetenz Wissen einzusetzen

3.2 Interkulturelle Kompetenz

3.3 Textverarbeitungskompetenz

3.4 Kompetenz zur Analogiebildung

3.5 Übersetzungskompetenz als eigenständige Kompetenz

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, Christiane Nords Modell des funktionalen Übersetzens zu analysieren und dessen Bedeutung für den professionellen Übersetzungsprozess darzulegen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie durch den Einsatz eines Zirkelmodells ein funktionsgerechter Zieltext erstellt werden kann, der den Anforderungen des Übersetzungsauftrags und der Zielkultur gerecht wird.

  • Funktionale Handlungsmodelle in der Translationswissenschaft
  • Struktur und Prozessabläufe des Zirkelmodells von Christiane Nord
  • Methodik der übersetzungsrelevanten Textanalyse
  • Ableitung der notwendigen Übersetzungskompetenzen
  • Prospektive vs. retrospektive Übersetzungsstrategien

Auszug aus dem Buch

2.2.2.2.1 Textexterne Faktoren

Erst genannte befassen sich mit allen äußeren Umständen der Kommunikationshandlung:

Es gilt also zu klären wer den AT verfasst hat. Handelt es sich um einen Firmenangestellten der den Jahresbericht verfasst hat oder aber um einen stark rechtsorientierten Parteivorsitzenden, der eine Rede hielt? In zuletzt genanntem Fall muss der Übersetzer eine kurze Erläuterung einfügen, falls die ZT-Empfänger diesen Politiker und seine Einstellung nicht kennen.

Des Weiteren muss der Übersetzer die „Intention des Senders“ herausfinden. Gerade in der Werbung ist es beispielsweise sehr wichtig, dass sich der potentielle Kunde angesprochen fühlt – ein Deutscher gewichtet die Eigenschaften eines Autos, wie etwa Komfort oder Preis, anders als ein Südafrikaner.

Die dritte sogenannte W-Frage beschäftigt sich mit dem ZT-Empfänger. An wen soll sich der ZT richten? Auch hier muss der Übersetzer in der Zielkultur unbekannte Personen oder Gegebenheiten in einer Fußnote oder einem Zusatz erläutern.

In ihrer W-Frage „über welches Medium“ greift Nord einen Teil der Lasswell-Formel direkt auf. Geschieht die Übermittlung des ZT mündlich oder schriftlich? Handelt es sich z. B. um einen viersprachigen Touristenprospekt, bei dem für jede Sprache nur eine bestimmte Anzahl von Zeilen vorgesehen ist, so müssen Passagen eventuell abweichend formuliert oder gestrichen werden.

Darüber hinaus gilt es zu analysieren wo der AT geschrieben wurde und wo er in der Zielkultur rezipiert wird. Wo kann hier für einen Ort, jedoch ebenso für eine Kultur stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Translation in einer globalisierten Welt und führt in die funktionalen Handlungsmodelle ein.

2 Das Zirkelmodell des Übersetzens: Dieses Kapitel erläutert den Kern des Modells von Christiane Nord, bestehend aus Auftragsinterpretation, Analyse, Strategieentwurf und Produktion.

3 Übersetzungskompetenz im erweiterten Zirkelmodell: Hier werden die notwendigen Teilkompetenzen für Übersetzer analysiert und in das Zirkelmodell integriert.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Übersetzen eine komplexe Umwandlung ist, die durch Nords Modell systematischer und funktionsgerechter gestaltet werden kann.

Schlüsselwörter

Funktionales Übersetzen, Zirkelmodell, Christiane Nord, Übersetzungsauftrag, Textanalyse, Zieltext, Ausgangstext, Übersetzungskompetenz, Translationswissenschaft, Kulturtransfer, Kommunikationsmodell, Strategie, Hürdenmodell, Top-Down-Strategie, Sprachnormen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Vorstellung und Untersuchung des funktionalen Übersetzungsmodells nach Christiane Nord, das den Übersetzungsprozess als eine zielgerichtete, interkulturelle Kommunikationshandlung begreift.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Analyse des Übersetzungsauftrags, die methodische Textanalyse, die Entwicklung von Übersetzungsstrategien sowie die Definition erforderlicher Übersetzungskompetenzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Nutzen des Zirkelmodells für die Erstellung funktionsgerechter Übersetzungen aufzuzeigen und zu erläutern, wie dieses Modell den Übersetzer bei der Überwindung von Kulturbarrieren unterstützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin verwendet eine literaturgestützte Analyse theoretischer Ansätze der Translationswissenschaft, insbesondere die funktionalen Theorien von Christiane Nord.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung des Zirkelmodells sowie die Erweiterung dieses Modells um spezifische Übersetzungskompetenzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie funktionales Übersetzen, Zirkelmodell, Textanalyse und Übersetzungskompetenz charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die dokumentarische von der instrumentellen Übersetzung?

Bei der dokumentarischen Übersetzung fungiert der ZT-Empfänger als Beobachter einer Kommunikationshandlung zwischen anderen Partnern, während er bei der instrumentellen Übersetzung direkt an der Kommunikation teilnimmt.

Was besagt das Hürdenmodell nach Christiane Nord?

Das Hürdenmodell besagt, dass ein Übersetzer zunächst die Barrieren der Kultur überwinden muss, bevor er den Text an die spezifischen Anforderungen der Zielkultur anpasst.

Welche Bedeutung haben die sogenannten W-Fragen für den Übersetzer?

Die W-Fragen (basierend auf der Lasswell-Formel) dienen dem Übersetzer als systematisches Analysewerkzeug, um textexterne und textinterne Faktoren des Ausgangstextes zu erfassen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Was ist Auftrag einer Übersetzung?
Untertitel
Christiane Nords Modell des funktionalen Übersetzens
Hochschule
Universität Passau  (Lehrstuhl für Romanische Literaturen und Kulturen)
Veranstaltung
Kultur und Übersetzung
Note
2,0
Autor
Sandra Holte (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
20
Katalognummer
V118860
ISBN (eBook)
9783640221578
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Auftrag Kultur Übersetzung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Holte (Autor:in), 2007, Was ist Auftrag einer Übersetzung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118860
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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