In dieser Arbeit sollen einige Herausforderungen beschrieben werden, die der steuerberatende Berufsstand durch die Corona-Pandemie zu bewältigen hat. Seit Beginn des Jahres 2020 hat sich das Corona-Virus, ausgehend von China, in Deutschland verbreitet. Am 11. März 2020 hat die WHO das Infektionsgeschehen für "pandemisch" erklärt. Die Pandemie bestimmt seitdem die tägliche Arbeit in den Steuerkanzleien. Trotz einiger Hilfen des Bundes sind viele Unternehmer in Not geraten – nicht nur im finanziellen. Teilweise haben Sie um ihre sowie um Existenzen ihrer Familien gekämpft. Die Welle schwappte auch auf andere Branchen über. Gerade im Bereich der steuerberatenden Berufe ergeben sich daraus neue Herausforderungen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Herausforderungen
2.1 Arbeitsschutzverordnung
2.2 zusätzlicher Arbeitsaufwand
2.3 Unterschiede zwischen Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht
2.4 Umsatzeinbußen der Steuerberater
3 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen Herausforderungen, mit denen Steuerberater und deren Kanzleien im Kontext der Corona-Pandemie konfrontiert sind. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie die Branche unter veränderten Rahmenbedingungen ihre Arbeitsabläufe anpassen und die Betreuung der Mandanten weiterhin qualitativ hochwertig sicherstellen kann.
- Auswirkungen staatlicher Arbeitsschutzverordnungen auf den Kanzleibetrieb.
- Zunahme des administrativen Arbeitsaufwands durch Förderprogramme und Hilfspakete.
- Herausforderungen in der steuerlichen Beratung bei Liquiditätsengpässen der Mandanten.
- Bedeutung der Digitalisierung als strategischer Erfolgsfaktor für Steuerberatungskanzleien.
Auszug aus dem Buch
2.2 zusätzlicher Arbeitsaufwand
Durch die Corona-Pandemie ist die Beratung durch den Steuerberater erheblich mehr gefragt als zuvor. Im Rahmen der verschiedenen Verordnungen durch die Schließungen von ganzen Unternehmen sind vom Bund einige Hilfspakete beschlossen worden, unter anderem neue Regelungen zum Kurzarbeitergeld und die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung. Vor allem ist aber die aktuell zuletzt beschlossenen Hilfe zu benennen – die Überbrückungshilfe III. Neben den beiden Vorgängern gibt es auch noch eine sogenannte November- und Dezemberhilfe. Die Antragstellung hat durch einen prüfenden Dritten zu erfolgen. Diese sind in § 3 StBerG geregelt und sind unter anderem Steuerberater. Die Steuerberater haben die Antragsvoraussetzungen zu prüfen und den Antrag zu stellen.
Doch nicht nur die sehr umfangreiche Antragstellung ist zu bewältigen, auch die Beratung rund um das Thema der Förderungen sind zu bewerkstelligen. Bei der Überbrückungshilfe III werden bspw. auch Investitionen, die später folgen, gefördert. So müssen Steuerberater den Mandanten auch hier mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das stellt vor allem bei der Menge der beschlossenen Hilfen und der Menge der Antragsteller einen erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand dar, denn neben den allgemeinen Änderungen müssen sich die Steuerberater nun noch in andere Gebiete einarbeiten und diese nahezu vollumfänglich beherrschen, damit eine qualitativ hochwertige Betreuung und Beratung möglich sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung des Corona-Virus, die daraus resultierenden staatlichen Einschränkungen und die damit verbundene wirtschaftliche Belastung für Unternehmen sowie Steuerberater.
2 Herausforderungen: Dieses Kapitel thematisiert die komplexen Anforderungen an die Steuerberatungsbranche, darunter veränderte Arbeitsschutzregeln, erhöhte Arbeitsbelastung durch Hilfspakete und finanzielle Risiken.
2.1 Arbeitsschutzverordnung: Es wird erörtert, welche Auswirkungen die Pflicht zur Home-Office-Anbietung und die Einhaltung betrieblicher Abstandsregeln auf die technische Infrastruktur und den Datenschutz in Kanzleien haben.
2.2 zusätzlicher Arbeitsaufwand: Dieses Kapitel erläutert, wie durch die Vielzahl an staatlichen Förderprogrammen wie Überbrückungshilfen der Beratungsbedarf und die Arbeitslast für Steuerberater massiv gestiegen sind.
2.3 Unterschiede zwischen Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht: Hier wird auf die Schwierigkeiten eingegangen, die sich aus unterschiedlichen Regelungen und Fälligkeiten im Lohnsteuer- und Sozialversicherungsrecht während der Krise ergaben.
2.4 Umsatzeinbußen der Steuerberater: Dieses Kapitel beschreibt, wie die wirtschaftliche Not der Mandanten und deren fehlende Liquidität zu indirekten Umsatzeinbußen bei den beratenden Steuerberatern führen.
3 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Krise trotz aller Belastungen eine Chance zur Prozessoptimierung bietet und die Digitalisierung zur zentralen Anforderung für die Zukunft der Branche macht.
Schlüsselwörter
Corona-Pandemie, Steuerberater, Arbeitsschutzverordnung, Home-Office, Überbrückungshilfe, Steuerberatung, Digitalisierung, Liquidität, Lohnsteuer, Sozialversicherungsrecht, Mandantenbetreuung, Krisenmanagement, Kurzarbeitergeld, Mehrwertsteuersenkung, Kanzleimanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die spezifischen Herausforderungen und Belastungen für Steuerberater durch die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden gesetzlichen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?
Die Untersuchung umfasst die Themengebiete Arbeitsschutz im Kanzleibetrieb, administrativer Mehraufwand durch Förderprogramme, rechtliche Differenzen in der Besteuerung und die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Steuerberatungskanzleien.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Herausforderungen zu identifizieren, denen der steuerberatende Berufsstand in der Corona-Pandemie gegenüberstand, und aufzuzeigen, wie diese bewältigt wurden.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um einen wissenschaftlichen Essay, der auf einer Auswertung relevanter Fachliteratur, aktueller Verordnungen und Internetquellen basiert.
Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die praktischen Umsetzungen der Arbeitsschutzverordnung, die Bewältigung der Flut an Förderanträgen und die Problematik von Liquiditätsengpässen sowohl bei Mandanten als auch Kanzleien.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Zu den prägenden Schlagworten zählen Corona-Pandemie, Steuerberatung, Digitalisierung, Fördermaßnahmen und betriebliche Anpassungsstrategien.
Warum stellt die Überbrückungshilfe III eine so große Hürde dar?
Aufgrund ihrer Komplexität erfordert sie nicht nur eine sorgfältige Prüfung der Antragsberechtigung, sondern bindet auch erhebliche Kapazitäten für die fortlaufende Beratung zur Investitionsförderung.
Wie wirkt sich die Krise langfristig auf die Kanzleistruktur aus?
Die Krise fungiert laut Autor als Katalysator für Digitalisierungsprozesse, wie die Etablierung des papierlosen Büros und eine stärkere Fokussierung auf moderne Mitarbeiterführung.
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- Fabian Telgenkemper (Author), 2021, Herausforderungen der Covid-19-Pandemie im Bereich der steuerberatenden Berufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1188766