Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Studentenbewegungen der 1960er Jahre in Deutschland als Beispiel einer Jugendkultur. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem zu diesem Zeitpunkt noch sehr jungen Universitätsstandort Bochum und seiner Umgebung, dem Ruhrgebiet.
Das erste Kapitel möchte dabei zunächst einen Überblick über politische, soziale und allgemein ideologische Vorstellungen der so genannten „68er-Generation“ geben. In einem zweiten Schritt geht es auf bedeutsame Ereignisse rund um den Höhepunkt der Studentenbewegung in Deutschland in den Jahren 1967-1969 ein, beispielsweise auf die Attentate auf Benno Ohnesorg und Rudi Dutschke.
Im zweiten Kapitel soll dann untersucht werden, zu welchen Vorkommnissen es im Rahmen der 68er-Bewegung in Bochum kam. Abschnitt 2.1 beschäftigt sich dabei mit Protesten, Demonstrationen, etc. an der damals gerade neu gegründeten Ruhr-Universität. Der Abschnitt 2.2 beschreibt, was an anderen Orten im Ruhrgebiet geschah. So sind etwa der legendäre Besuch von Rudi Dutschke in Wattenscheid, die Blockaden des Springer-Hauses in Essen oder die Essener Songtage von besonderem Interesse.
Kommt den ersten beiden Kapiteln also eine eher deskriptive Funktion zu, so soll Kapitel Drei Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Studentenbewegungen in Bochum und an anderen Universitätsstandorten in Deutschland analysieren. Im Abschnitt 3.1 sollen diese Übereinstimmungen und Differenzen aufgezählt, im Unterkapitel 3.2 dann nach ihren Ursachen geforscht werden.
Inhaltsverzeichnis
- 0. Einleitung
- 1. Die Studentenbewegung der 1960er Jahre in Deutschland
- 1.1 Zur Ideologie der 68er-Generation
- 1.2 Chronologie der Ereignisse auf dem Höhepunkt der Studentenbewegung
- 2. Die 68er-Bewegung in Bochum und im Ruhrgebiet
- 2.1 Die Studentenbewegung in der Stadt Bochum und an der neu gegründeten Ruhr-Universität
- 2.2 Die 68er-Bewegung im Ruhrgebiet
- 3. Das Beispiel Bochum im deutschen Vergleich
- 3.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Studentenbewegungen in Bochum und im Rest Deutschlands
- 3.2 Ursachen für Gemeinsamkeiten und Unterschiede
- 4. Schlussbemerkung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit den Studentenbewegungen der 1960er Jahre in Deutschland und untersucht diese als Beispiel einer Jugendkultur. Sie konzentriert sich dabei auf den Universitätsstandort Bochum und seine Umgebung, das Ruhrgebiet, und analysiert die spezifischen Ereignisse und Entwicklungen der 68er-Bewegung in diesem Kontext.
- Ideologie und politische Positionen der 68er-Generation
- Bedeutende Ereignisse auf dem Höhepunkt der Studentenbewegung in Deutschland
- Protestformen und Ereignisse der 68er-Bewegung in Bochum und im Ruhrgebiet
- Vergleich der Studentenbewegungen in Bochum mit anderen Universitätsstandorten in Deutschland
- Ursachen für Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Studentenbewegungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert den Fokus der Arbeit auf die Studentenbewegungen der 1960er Jahre in Deutschland, insbesondere in Bochum und dem Ruhrgebiet. Das erste Kapitel beleuchtet die Ideologie der 68er-Generation und wichtige Ereignisse auf dem Höhepunkt der Bewegung in Deutschland. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Protesten und Demonstrationen der 68er-Bewegung in Bochum und im Ruhrgebiet. Das dritte Kapitel analysiert Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Studentenbewegungen in Bochum im Vergleich zu anderen Universitätsstandorten in Deutschland.
Schlüsselwörter
Studentenbewegung, 68er-Bewegung, Jugendkultur, Bochum, Ruhrgebiet, Ideologie, politische Positionen, Protest, Demonstrationen, Hochschulreform, Notstandsgesetze, Generationenkonflikt, Vergleich, Gemeinsamkeiten, Unterschiede.
Häufig gestellte Fragen
Was war die Ideologie der 68er-Studentenbewegung?
Die Bewegung war geprägt von Kritik am Kapitalismus, Protesten gegen die Notstandsgesetze, Forderungen nach Hochschulreformen und einer Aufarbeitung der NS-Vergangenheit.
Was geschah während der 68er-Bewegung in Bochum?
An der damals jungen Ruhr-Universität kam es zu zahlreichen Protesten und Demonstrationen. Auch Ereignisse im Umland, wie Blockaden in Essen, spielten eine wichtige Rolle.
Welche Rolle spielte Rudi Dutschke im Ruhrgebiet?
Rudi Dutschke besuchte unter anderem Wattenscheid, was als legendäres Ereignis der lokalen Studentenbewegung gilt.
Wie unterschied sich Bochum von anderen Universitätsstandorten?
Da die Ruhr-Universität Bochum erst 1965 gegründet wurde, traf die Bewegung hier auf eine ganz andere institutionelle Struktur als an Traditionsuniversitäten wie Berlin oder Frankfurt.
Welche Ereignisse waren bundesweit für die Bewegung entscheidend?
Die Attentate auf Benno Ohnesorg (1967) und Rudi Dutschke (1968) markierten die Höhepunkte und Radikalisierungspunkte der Studentenbewegung.
- Arbeit zitieren
- Florian Reifenrath (Autor:in), 2008, Die 68er-Studentenbewegung als Jugendkultur in Deutschland am Beispiel Bochums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118888