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Der Grundsatz der Öffentlichkeit bei Sitzungen kommunaler Gremien. Die rechtlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die kommunalpolitische Arbeit in hessischen Gemeinden

Title: Der Grundsatz der Öffentlichkeit bei Sitzungen kommunaler Gremien. Die rechtlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die kommunalpolitische Arbeit in hessischen Gemeinden

Term Paper , 2022 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Niklas Gries (Author)

Organisation and administration - Public administration
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Diese Hausarbeit behandelt den Grundsatz der Öffentlichkeit bei Sitzungen kommunaler Gremien während der Covid-19-Pandemie in den Jahren 2020 bis 2022 und die daraus resultierenden rechtlichen Auswirkungen auf die kommunalpolitische Arbeit in hessischen Gemeinden.

Die Jahre 2020-2021 haben aufgrund der Covid-19-Pandemie für das gesellschaftliche Zusammenleben und den Berufsalltag schwerwiegende Folgen. Aufgrund der Infektionsgefahr haben sich die Landesgesetzgeber Gedanken gemacht, wie kommunale Gremien weiter handlungsfähig bleiben und haben hierbei verschiedene Möglichkeiten rechtlich verankert, um solchen Herausforderungen zu begegnen. Zentrale Frage dieser Hausarbeit ist, welche Anforderungen der Öffentlichkeitsgrundsatz an die Durchführung von kommunalen Gremiensitzungen stellt, und inwiefern ein Abweichen von regulären Präsenzsitzungen in Pandemiezeiten – insbesondere in Hessen – möglich ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Herleitung des Grundsatzes der Öffentlichkeit kommunaler Gremiensitzungen

2.1 Allgemeine Anforderungen an Sitzungen kommunaler Gremien

2.2 Grundsatz der Öffentlichkeit

2.2.1 Öffentlicher Zugang zur Sitzung

2.2.2 Hinreichende Größe der Räumlichkeit

2.2.3 Teilnahme von Presse, Funk und Fernsehen

2.3 Ausschluss der Öffentlichkeit

3 Schaffung von Sonderregelungen während der Covid-19-Krise durch die Länder

3.1 Gesetzesänderung

3.2 Handeln durch Verordnung

3.3 Handeln durch Erlass

4 Rechtliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die kommunalpolitische Arbeit in hessischen Gemeinden

4.1 Historische Einordnung von Eilzuständigkeiten in Hessen

4.2 Einrichtung einer Eilentscheidungskompetenz und Ermöglichung von Umlaufbeschlüssen

4.3 Anwendung des § 51 a HGO

4.4 Kritik an der Regelung des § 51 a HGO

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Anforderungen, die der Öffentlichkeitsgrundsatz an kommunale Gremiensitzungen stellt, und analysiert die rechtlichen Spielräume sowie Einschränkungen für diese Sitzungen während der Covid-19-Pandemie, mit einem besonderen Fokus auf die Entwicklungen in Hessen.

  • Grundlagen des Öffentlichkeitsgrundsatzes in kommunalen Gremien
  • Rechtliche Sonderregelungen der Bundesländer zur Pandemiebekämpfung
  • Die Eilentscheidungskompetenz nach § 51 a HGO in Hessen
  • Problematiken des Öffentlichkeitsausschlusses und der demokratischen Legitimation
  • Diskussion von Alternativen wie Videokonferenzen und Umlaufverfahren

Auszug aus dem Buch

2.2 Grundsatz der Öffentlichkeit

Kommunale Gremiensitzungen erfolgen grundsätzlich öffentlich. Die Sitzungsöffentlichkeit rührt aus dem allgemeingültigen Demokratieprinzip. Dieses geht als anerkannter Grundsatz des Kommunalrechts aus Art. 20 GG hervor. Das Demokratieprinzip findet im Kommunalrecht Anwendung, weil hierdurch wichtige Repräsentations-, Integrations- und insbesondere Kontrollfunktionen gewährleistet werden (kommunale Anwendung durch Art. 28 Abs. 1 und 2 GG).

Als wichtigster Bestandteil des Demokratieprinzips gilt die Gewährleistung der Saalöffentlichkeit, durch welche „[…] die Bürger in die Lage versetzt, aus dem Verhalten von Ratsmitgliedern oder Fraktionen politische Konsequenzen bei den nächsten Wahlen zu ziehen.“ Der Öffentlichkeitsgrundsatz ist ein nach außen gerichtetes Recht (Außenrecht) für „[…] Personen, die Interesse an der Sitzungsteilnahme haben.“

Gern/Brüning zufolge beschränkt sich der Öffentlichkeitsgrundsatz auf interessierte Personen, die an kommunalen Gremiensitzungen (Außenrecht) teilnehmen möchten. Laut Meyer müsse im Wege der Saalöffentlichkeit „[…] die Möglichkeit bestehen, sowohl an der Beratung wie an der Entscheidung als Zuhörer teilzunehmen.“

Nichtsdestotrotz ist auch die Innenwirkung des Öffentlichkeitsgrundsatzes zu beachten, denn laut Meyer sei die „physische Präsenz als Regelfall unverzichtbar“, da die Anwesenheit der Gremienmitglieder fester Bestandteil einer „Diskussions-, Überzeugungs- und Entscheidungskultur“ sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema unter Berücksichtigung der pandemiebedingten Herausforderungen für die Handlungsfähigkeit kommunaler Gremien.

2 Herleitung des Grundsatzes der Öffentlichkeit kommunaler Gremiensitzungen: Erläuterung der rechtlichen Grundlagen der Sitzungsöffentlichkeit und deren Bedeutung für das demokratische Prinzip.

3 Schaffung von Sonderregelungen während der Covid-19-Krise durch die Länder: Darstellung der gesetzgeberischen Maßnahmen und Verordnungen zur Sicherung der kommunalen Beschlussfähigkeit in verschiedenen Bundesländern.

4 Rechtliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die kommunalpolitische Arbeit in hessischen Gemeinden: Detaillierte Analyse der Eilentscheidungsregelungen in Hessen und der damit verbundenen kritischen Aspekte bezüglich Transparenz und Demokratie.

5 Fazit: Kritische Würdigung der temporären Regelungen und Ausblick auf künftige Anforderungen an die kommunale Arbeit in einer digitalisierten Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Öffentlichkeitsgrundsatz, Kommunalrecht, Covid-19-Pandemie, Hessen, § 51 a HGO, Eilentscheidungskompetenz, Demokratieprinzip, Saalöffentlichkeit, Kommunalvertretung, Infektionsschutz, Umlaufbeschluss, Handlungsfähigkeit, Gemeindevertretung, Verwaltungsvorschriften, Videokonferenzen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den rechtlichen Herausforderungen, denen sich kommunale Gremien während der Covid-19-Pandemie gegenüber sahen, insbesondere im Hinblick auf den Grundsatz der Öffentlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Kommunalverfassungsrecht, die Wahrung des Demokratieprinzips unter Pandemiebedingungen und die verschiedenen Wege, wie Landesgesetzgeber auf die Krise reagiert haben.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Handlungsfähigkeit hessischer Gemeinden gesichert wurde und inwieweit die dabei getroffenen Sonderregelungen, wie der Ausschluss der Öffentlichkeit, rechtlich sowie demokratisch zu bewerten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten juristischen Literatur- und Quellenanalyse, die durch die Auswertung von Gesetzen, Landtagsdrucksachen und verwaltungsgerichtlichen Beschlüssen gestützt wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen und aktuellen Eilzuständigkeiten, die spezielle hessische Regelung des § 51 a HGO sowie die damit verbundenen kritischen Stimmen aus Literatur und Rechtsprechung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Öffentlichkeitsgrundsatz, § 51 a HGO, Eilentscheidungskompetenz und der Ausgleich zwischen Infektionsschutz und demokratischer Teilhabe.

Warum wurde in Hessen keine dauerhafte Eilzuständigkeit vor der Pandemie in die HGO aufgenommen?

Hessen entschied sich aufgrund der historischen Aufarbeitung nationalsozialistischer Rechtsstrukturen bewusst gegen ein Eilentscheidungsrecht, um Entscheidungen der gewählten Gemeindevertretung nicht durch andere Gremien zu ersetzen.

Welche Kritik wird an der Anwendung des § 51 a HGO geübt?

Die Kritik richtet sich vor allem gegen die pauschale Möglichkeit des Öffentlichkeitsausschlusses und die Sorge, dass ein solches Instrument die demokratische Debattenkultur untergraben könnte.

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Details

Title
Der Grundsatz der Öffentlichkeit bei Sitzungen kommunaler Gremien. Die rechtlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die kommunalpolitische Arbeit in hessischen Gemeinden
Course
Modul Verwaltungsrecht
Grade
1,0
Author
Niklas Gries (Author)
Publication Year
2022
Pages
30
Catalog Number
V1189527
ISBN (PDF)
9783346622303
ISBN (Book)
9783346622310
Language
German
Tags
Öffentlichkeitsgrundsatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Niklas Gries (Author), 2022, Der Grundsatz der Öffentlichkeit bei Sitzungen kommunaler Gremien. Die rechtlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die kommunalpolitische Arbeit in hessischen Gemeinden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1189527
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