Als Ausgangslage wird das Setting der Grundschule gewählt. Dabei werden die aktuelle Datenlage, sowie die zentralen Gesundheitsprobleme und -verhalten von Grundschulkindern analysiert. Somit liegt die Altersspanne, der in der folgenden Analyse betrachteten Kinder, zwischen 6 und 11 Jahren.
Inhaltsverzeichnis
1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION
1.1 Gesundheitsbezogene Datenlage
1.1.1 Zentrale Gesundheitsprobleme von Grundschulkindern
1.1.2 Gesundheitsverhalten von Grundschulkindern
1.1.3 Grundschule geeignet als Schlüsselsetting?
1.2 Ableitung von Handlungsansätzen
1.2.1 Schaffen eines positiven Ernährungsverhaltens
1.2.2 Förderung und Aufrechterhaltung von körperlicher Aktivität
1.2.3 Reduzierung des Infektionsrisikos durch positives Hygieneverhalten
2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM SETTING SCHULE
3 RECHERCHE MODELLPROJEKT
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis einer Analyse der gesundheitsbezogenen Datenlage von Grundschulkindern (6-11 Jahre) ein gezieltes Präventionsprojekt für das Setting Schule zu konzipieren. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch Maßnahmen der Verhaltens- und Verhältnisprävention ein gesundheitsförderlicher Lebensraum geschaffen werden kann, der insbesondere das Ernährungsverhalten, die körperliche Aktivität und das Hygieneverhalten adressiert.
- Analyse gesundheitlicher Problemlagen von Grundschulkindern
- Identifikation der Grundschule als Schlüsselsetting für Gesundheitsförderung
- Ableitung konkreter Interventionsansätze zur Ernährungs- und Bewegungsförderung
- Evaluation eines "Good Practice"-Modellprojekts ("Iss dich clever")
- Verknüpfung von pädagogischer Wissensvermittlung mit praktischer Umsetzung im Setting Schule
Auszug aus dem Buch
1.1.1 Zentrale Gesundheitsprobleme von Grundschulkindern
Zur Analyse der zentralen Gesundheitsprobleme von Grundschulkindern liefert eine bundesweite Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen (KiGGS) aufschlussreiche Ergebnisse. Es lässt sich feststellen, dass bereits 15,4% der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3-17 Jahren übergewichtig (Holling et al., 2012) und davon 6% adipös sind (Ellert, Brettschneider & Ravens-Sieberer, 2014). Wird nun nur das zu analysierende Alter von 6-11 Jahren betrachtet, so sind 6,4% der Kinder mit einer steigenden Tendenz, bereits adipös (Kurth & Schaffrath Rosario, 2007).
Zudem muss die sozioökonomische Struktur betrachtet werden. Bei Kindern aus bildungsschwächeren Familien ist das Risiko für einen mittleren bis schlechten allgemeinen Gesundheitszustand um ein 3,6-faches erhöht (Lampert, Müters, Stolzenberg & Kroll, 2014). Somit lässt sich bereits im Grundschulalter eine negative Richtung feststellen, welche sich bis ins Erwachsenenalter weiter verschärft. Häufig ist der Krankheitsverlauf im Erwachsenenalter sogar noch schwerer, wenn sich die Adipositas bereits im Kindes- oder Jugendalter entwickelt hat (Zeiher, Starker & Kuntz, 2018). Wird diese Grundkenntnis nun in den Zusammenhang mit dem im nächsten Abschnitt folgenden Gesundheitsverhalten und die mangelnde körperliche Aktivität gesetzt, so veranschaulicht dies die Dringlichkeit der Präventionsmaßnamen. Ein weiteres Gesundheitsproblem, das sich im Grundschulalter ergibt, ist der ständige Kontakt zu anderen Schülern, der das Infektionsrisiko erhöht. Die häufigsten Erkrankungen sind dabei Atemwegserkrankung, die sich zu 88,5% in Form von grippalen Infekten äußern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 ANALYSE DER AUSGANGSSITUATION: Dieses Kapitel wertet aktuelle Gesundheitsdaten von Grundschulkindern aus und definiert die Schule als prädestiniertes Setting für gesundheitsfördernde Maßnahmen.
2 SCHWERPUNKTTHEMA FÜR EIN PROJEKT ZUR GESUNDHEITSFÖRDERUNG IM SETTING SCHULE: Hier wird ein konkretes Konzept für ein Projekt zur bedarfsgerechten Ernährung entwickelt, das sowohl Verhaltens- als auch Verhältnisprävention umfasst.
3 RECHERCHE MODELLPROJEKT: In diesem Kapitel wird das Projekt "Iss dich clever" als praktisches Beispiel analysiert, um dessen Eignung als "Good Practice"-Ansatz zu bewerten.
Schlüsselwörter
Gesundheitsförderung, Prävention, Grundschule, Setting-Ansatz, Ernährungsverhalten, Adipositas, körperliche Aktivität, KiGGS-Studie, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Grundschulkinder, Iss dich clever, Infektionsrisiko, soziale Ungleichheit, Gesundheitskompetenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Gesundheitsförderung und Prävention bei Kindern im Grundschulalter unter besonderer Berücksichtigung des schulischen Umfelds.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Arbeit fokussiert sich auf die Gesundheitsprobleme (wie Adipositas und Infektionsrisiken), das Gesundheitsverhalten sowie die Interventionsmöglichkeiten in den Bereichen Ernährung und Bewegung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, ein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Konzept zur Gesundheitsförderung in der Grundschule zu entwerfen und durch die Analyse eines Modellprojekts zu validieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine deskriptive Analyse auf Basis bestehender Literatur und Studien (z. B. KiGGS-Daten) sowie eine Einzelfallanalyse eines Modellprojekts durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bedarfsanalyse, die Ableitung von Handlungsansätzen (Ernährung, Bewegung, Hygiene) und die detaillierte Auswertung des Modellprojekts "Iss dich clever".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gesundheitsförderung im Setting Schule, Adipositasprävention, sozioökonomische Faktoren und Ernährungskompetenz charakterisiert.
Warum wird die Grundschule als "Schlüsselsetting" bezeichnet?
Die Grundschule bietet optimalen Zugang zu Kindern in einer Entwicklungsphase, in der sie Sozialkompetenzen erlernen und durch einen geregelten Tagesablauf gesundheitsförderliche Rituale leichter etablieren können.
Was macht das Projekt "Iss dich clever" zu einem "Good Practice"-Beispiel?
Das Projekt verknüpft theoretisches Ernährungswissen mit praktischer Bewegung und erreicht Kinder in sozial benachteiligten Strukturen, wobei es zusätzlich Lehrer und Eltern einbindet.
Welche Rolle spielt der sozioökonomische Status bei der Kindergesundheit?
Die Studie zeigt, dass Kinder aus bildungs- oder einkommensschwächeren Familien ein deutlich höheres Risiko für Adipositas und einen schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand aufweisen.
Wie trägt Hygiene zur schulischen Gesundheitsförderung bei?
Durch die Vermittlung von regelmäßigem Händewaschen, korrektem Lüften und Flächendesinfektion soll das Risiko für häufige Atemwegs- und Magen-Darm-Infekte innerhalb der Schülerschaft reduziert werden.
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- Jaqueline Schmehl (Autor), 2021, Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1189544