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Das Fernsehen im ,Global Village’ des 21. Jahrhunderts

Title: Das Fernsehen im ,Global Village’ des 21. Jahrhunderts

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Ferdinand Tannwald (Author)

Communications - Movies and Television
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Summary Excerpt Details

Noch in diesem Jahr werden die Änderungen zum Rundfunkstaatsvertrag verabschiedet, in denen es um die Integration des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in das neue Medium Internet geht. So definierte sich Fernsehen ursprünglich noch dadurch, dass eine gewisse Sendung zu einer festgelegten Uhrzeit an einem bestimmten Ort verfolgt wurde; also zum Beispiel die Tagesschau um 20 Uhr im Wohnzimmer. Der Vormarsch der Digitalisierung und die technische Innovationen im Onlinesektor haben jedoch eine grundlegende Veränderung bezüglich der ursprünglichen Fernsehgewohnheiten initiiert. Fernsehen meint heute auch, sich einen Fernsehfilm, eine Nachrichtensendung oder eine Unterhaltungsshow zu einer beliebigen Zeit, an irgendeinem Ort, am Computer anzusehen. Vor allem das Internet wird zum Abruf von Filmen, Serien und Beiträgen aller Art genutzt und avanciert damit zum unerschöpflichen Archiv der bewegten Bilder. Individuelle Programmgestaltung und permanente Verfügbarkeit televisueller Inhalte entsprechen den Neuerungen des 21. Jahrhunderts und machen den Kontrast zum ursprünglichen Konzept des Fernsehens mittlerweile deutlich spürbar. Schon seit 1964 beobachtete Marshall McLuhan, dass wir immer mehr in einem globalen Dorf leben, welches so groß wie unser Planet und gleichzeitig so klein ist, dass es in unser Wohnzimmer, ja sogar auf den Schreibtisch passt. McLuhans Idee vom ‚Global Village’ scheint im World Wide Web von Tag zu Tag wirklicher zu werden. Gerade die omnimediale Kollektion und instantane Kommunikation des Internets scheinen der Vorstellung einer elektronisch vernetzten ‚Earth City’ noch viel näher zu sein als Mc-Luhan es je für möglich gehalten hätte. Internet-TV und Abruffernsehen sind aufstrebende Sprösslinge dieser Entwicklung, die McLuhans Fernsehbegriff offensichtlich in ein neues Zeitalter zu verschieben scheinen. Aber gerade auch das ursprüngliche Fernsehen verändert mehr und mehr seine originären Strukturen um gegenüber dieser neuen rechnerbasierten Umgebung konkurrenzfähig seine Strukturen aufrechterhalten zu können. Um Schritt zu halten, versucht das Fernsehen im Wohnzimmer heute beispielsweise durch größere, flachere und hochauflösendere Bildschirme attraktiv zu bleiben, um den Zuschauer auch weiterhin für das traditionelle Fernsehdispositiv begeistern zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die televisuellen Charakteristika nach McLuhan

2.1 Auflicht und Durchlicht

2.2 Heiß und kalt

2.3 Taktilität und Synästhesie

2.4 Prämissen im ‚Global Village’

3 Das Fernsehen im ‚Global Village’ des 21. Jahrhunderts

3.1 Fernsehen im ‚Rear-View-Mirror’

3.2 Onlinekonzepte telemedialer Beteiligung

3.2.1 Nonlineare Rezeption nach McLuhans Idee vom Mosaik

3.2.2 McLuhans televisuelle Temperaturen im Netz

3.2.3 Zur Aktualität des akustischen Raumes

3.3 Bleibt verbessertes Fernsehen noch Fernsehen?

3.4 McLuhans ‚Laws of Media’ bezüglich moderner Fernsehkultur

4 Zusammenfassung: McLuhan heute

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Medientheorien von Marshall McLuhan für das Fernsehen im digitalen Zeitalter des 21. Jahrhunderts. Dabei wird analysiert, wie sich das ursprüngliche Fernsehdispositiv durch die Integration ins Internet sowie durch neue technologische Entwicklungen verändert hat und inwieweit McLuhans Konzepte wie das „Global Village“, die „Taktilität“ oder das „Mosaik“ zur Beschreibung dieser neuen Medienlandschaft beitragen können.

  • Analyse der televisuellen Charakteristika nach McLuhan (Auflicht/Durchlicht, heiß/kalt, Taktilität).
  • Untersuchung der Auswirkungen von Internet-TV und Abruffernsehen auf das ursprüngliche Fernsehkonzept.
  • Anwendung des „Rear-View-Mirror“-Prinzips auf moderne Online-Medien.
  • Analyse der mosaikhaften, nonlinearen Rezeption im Zeitalter der vernetzten Medien.
  • Anwendung der „Laws of Media“ (Tetrade) auf das Phänomen Internet-Fernsehen.

Auszug aus dem Buch

2. 2 Heiß und kalt

Fernsehen ist nach McLuhan zudem ein kaltes Medium. Kalte Medien „[…] liefern spezifische Sinnesreize mit geringer Trennschärfe. Sie induzieren Sinnesreaktionen, die das ergänzen, was der Eingabe mangelt.“4 Ein kaltes oder kühles Medium arbeitet hochkomprimiert und liefert nur wenig Information, welche zum maximalen Detailreichtum menschlichen Erlebens erst aufbereitet werden muss.5 Das Fernsehbild ist visuell datenarm und letztendlich nur ein ‚Maschennetz’ aus vielen hellen und dunklen Punkten. Beim kleinen Bild des Fernsehens haben wir daher auch mehr zu ergänzen als beispielsweise beim lauten und klaren Erlebnis riesiger Kinoleinwände. Das Fernsehen bietet uns also nicht wie der Film, ein vollständiges Bild im Paket, sondern lediglich viele Millionen kleiner Bildpunkte an, die wir wie ein Mosaik zusammen zu setzen haben. Fernsehen als kaltes Medium erfordert damit hohe Aufmerksamkeit und Beteiligung vom Rezipienten, um die Lücken im ‚Maschennetz’ zu schließen bzw. die fehlenden Details zu ergänzen.6

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die thematische Transformation des Fernsehens im digitalen Zeitalter ein und stellt die Forschungsfrage nach der Anwendbarkeit von McLuhans Theorien.

2 Die televisuellen Charakteristika nach McLuhan: Dieses Kapitel erläutert die medientheoretischen Grundlagen von McLuhan, insbesondere seine Kategorisierungen von Fernsehen als kaltes, taktiles und das „Global Village“ prägendes Medium.

3 Das Fernsehen im ‚Global Village’ des 21. Jahrhunderts: Dieser Hauptteil analysiert die aktuelle Situation des Fernsehens unter dem Einfluss des Internets, indem er Konzepte wie den „Rear-View-Mirror“, die mosaikhafte Rezeption und den akustischen Raum auf moderne digitale Formate überträgt.

4 Zusammenfassung: McLuhan heute: Das Fazit zieht eine Bilanz über die anhaltende Relevanz von McLuhans Thesen und diskutiert die notwendige Revision oder Einordnung seiner Postulate angesichts einer sich wandelnden Medienwirklichkeit.

Schlüsselwörter

Marshall McLuhan, Fernsehen, Global Village, Internet-TV, Medientheorie, Taktilität, Mosaik, Rear-View-Mirror, Laws of Media, digitale Medien, Rezeption, akustischer Raum, Medienwandel, Partizipation, Fernsehdispositiv.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der Medientheorien von Marshall McLuhan auf das moderne Fernsehen im 21. Jahrhundert, das zunehmend durch das Internet und digitale Plattformen geprägt ist.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Charakteristika des Fernsehens (wie „kaltes Medium“), das „Global Village“, die mosaikhafte Rezeption von Inhalten und die Auswirkungen des Internets auf die Struktur des Fernsehens.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt, inwiefern McLuhans Vorstellungen vom Fernsehen im Kontext heutiger technologischer Entwicklungen wie Internet-TV und Abruffernsehen noch Bestand haben und Orientierung bieten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf eine theoretische Medienanalyse, bei der klassische Medientheorien von Marshall McLuhan auf aktuelle Phänomene der modernen Medienlandschaft angewendet und kritisch hinterfragt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das „Rear-View-Mirror“-Prinzip im Online-Kontext, die mosaikhafte Rezeption von digitalen Medien, die Bedeutung des „akustischen Raumes“ sowie die Anwendung der „Laws of Media“ auf Internet-Fernsehen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Marshall McLuhan, Fernsehen, Global Village, Internet-TV, Medientheorie, Taktilität, Mosaik und „Laws of Media“.

Wie unterscheidet sich die mosaikhafte Rezeption nach McLuhan von der klassischen Fernsehnutzung?

Während klassisches Fernsehen oft linear und vorgestaltet wahrgenommen wurde, betont McLuhan beim „Mosaik“ die aktive Einbeziehung des Nutzers, der unvollständige Informationen zu einem Ganzen zusammenfügt, was heute durch die Internetnutzung noch verstärkt wird.

Was besagt die Tetrade „Laws of Media“ im Kontext dieser Arbeit?

Die „Laws of Media“ bieten ein Werkzeug (Enhance, Obsolescence, Retrieval, Reversal), um zu analysieren, welche Aspekte ein neues Medium (hier: Internet-TV) verstärkt, was es ersetzt, was es aus der Vergangenheit wieder aufleben lässt und in welche Extreme es umkehren kann.

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Details

Title
Das Fernsehen im ,Global Village’ des 21. Jahrhunderts
College
University of Regensburg  (Institut für Medien-, Informations- und Kulturwissenschaft)
Course
McLuhan und die digitalen Medien
Grade
2,0
Author
Ferdinand Tannwald (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V118955
ISBN (eBook)
9783640225385
ISBN (Book)
9783640227082
Language
German
Tags
Fernsehen Global Village’ Jahrhunderts McLuhan Medien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ferdinand Tannwald (Author), 2008, Das Fernsehen im ,Global Village’ des 21. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118955
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