Im Prinzip dreht sich alles in einem Unternehmen um Kommunikation. Ohne Kommunikation würden keine Unternehmen existieren. Insbesondere die Weitergabe von Wissen ist ohne Kommunikation undenkbar. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat Kommunikation rapide an Komplexität gewonnen. Dies ist insbesondere auf die Einführung des Internets zurückzuführen und wird durch kabellose Verbindungen verstärkt, da so weitere Kommunikationswege gefunden wurden. In einem Unternehmen verliert der einzelne Mitarbeiter sehr leicht den Überblick über Informationen, die an ihn gerichtet sind. Die Aufgabe von Unified Communication ist es, dem Mitarbeiter einen Überblick zu verschaffen, seinen Arbeitsalltag zu erleichtern und dadurch die Unternehmensproduktivität zu fördern. In den letzten Jahren ist man immer mehr von dem traditionellen Arbeitsplatz im Büro hinter dem Schreibtisch abgekommen. Vielmehr sind heute mobile Arbeitsplätze gefragt. Umso wichtiger ist es für mobile Mitarbeiter mit dem Unternehmen in Kontakt zu bleiben und ortsungebunden zu kommunizieren.
Zunächst wird in dieser Arbeit beschrieben, was man unter Unified Communication verstehen kann. So kann sich der Leser einen ersten Eindruck verschaffen. In einem nächsten Kapitel wird näher erläutert, weshalb heute jedes Unternehmen über eine Unified Communication Lösung verfügen sollte. Die Notwendigkeit einer solchen Implementierung erklären drei unterschiedliche Perspektiven. Diese Arbeit geht insbesondere auf die Sicht des Endbenutzers und auf die Unternehmensperspektive ein, um die wirtschaftliche Bedeutung in den Vordergrund zu stellen. Mit dem Begriff „Unified Communication“ (ohne s) wird speziell die Endbenutzer-Perspektive angesprochen im Gegensatz zur rein funktionalen, technologischen Perspektive, die mit „Unified Communications“ betitelt werden kann.
Unified Communication ist als Verbesserung und Erweiterung von Unified Messaging zu sehen. Ein Vergleich zu Unified Messaging betont die Vorteile von Unified Communication.
Im dritten Kapitel werden die besonderen Fähigkeiten von Unified Communication vorgestellt. Diese Charakteristika findet man in Umsetzungen von Siemens und Avaya wieder, die im letzten Kapitel erläutert werden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. WAS UMFASST UNIFIED COMMUNICATION?
3. NOTWENDIGKEIT VON UNIFIED COMMUNICATION
3.1. Drei Perspektiven
3.1.1. Unified Communication aus Sicht des Endbenutzers
3.1.2. Technologische Perspektive
3.1.3. Unternehmensperspektive
3.2. Unified Messaging
4. DIE WESENTLICHEN MERKMALE VON UNIFIED COMMUNICATIONS
4.1. Presence & Availability Mangement / Instant Messaging
4.2. One-Number Service
4.3. Conferencing
4.4. Integration anderer Applikationen
4.5. Live Reply
5. DIE UMSETZUNG
5.1. HiPath von Siemens
5.2. Unified Communication Center von Avaya
5.2.1. Message Management
5.2.2. Calling and Conferencing Management
5.2.3. Contact and Information Management
5.2.4. Personal Efficiency Management
6. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht das Konzept Unified Communication als eine effiziente Lösung zur Bewältigung der steigenden Komplexität der betrieblichen Kommunikation. Dabei wird analysiert, wie durch die Bündelung verschiedener Kommunikationswege die Unternehmensproduktivität gesteigert und die Erreichbarkeit mobiler Mitarbeiter verbessert werden kann.
- Grundlagen und Definition von Unified Communication
- Notwendigkeit einer integrierten Kommunikationsstrategie
- Vergleich und Abgrenzung zu Unified Messaging
- Wesentliche technologische Merkmale und Funktionalitäten
- Praxisbeispiele der Implementierung durch Siemens und Avaya
Auszug aus dem Buch
3.2. Unified Messaging
Spricht man über Unified Communication, fällt auch öfter der Begriff Unified Messaging. Manche setzen die beiden Begriffe sogar gleich. Man sollte aber ein differenziertes Bild davon haben. Viel sinnvoller ist es, Unified Messaging als einen Teil von Unified Communication zu bezeichnen oder zu sagen, dass Unified Communication auf Unified Messaging aufbaut. Unified Messaging ist nämlich den meisten auch deshalb eher geläufig, da UM vor UC eingeführt wurde. Mit Hilfe von Unified Messaging, welches man am ehesten mit „einheitlicher Nachrichtenbehandlung“ übersetzen kann, gelingt es Voicemail, E-Mail und Fax in einen einzigen dynamischen Informationsspeicher zu betten. Unified Messaging ermöglicht dem Nutzer ein effektives Nachrichtenmanagement und flexiblere Reaktionsmöglichkeiten, da er sowohl über seinen PDA, sein Telefon oder über den PC seine Nachrichten verwalten kann. Der mobile Arbeitsplatz wird möglich, da man unterwegs über das Telefon erreichbar ist und im Büro bequem auch seinen E-Mail Zugang nutzen kann. Eine weitere Fähigkeit, über welche Unified Messaging verfügt, ist das Konvertieren von Nachrichten. Faxnachrichten können als E-mail auf dem Bildschirm empfangen werden. Diese Möglichkeit findet eine weite Verbreitung in vielen Unternehmen. Außerdem können Voicemails in E-Mails mit Audio-Datei konvertiert werden. Umgekehrt können E-Mails über das Telefon abgehört werden. Dies geschieht durch TTS (Text-to-Speech). Mittels OCR (Optical Character Recognition) kann man sich auch Faxe über das Telefon vorlesen lassen. Weiterhin unterstützt Unified Messaging den mobilen Mitarbeiter durch die User-Outcall Funktion oder die SMS-Notification. Dabei teilt das System dem Nutzer den Eingang neuer Nachrichten mit und leitet ihn bei Nutzung von User-Outcall sogar in das Menü der Nachrichtenbearbeitung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Komplexität der betrieblichen Kommunikation und definiert den Zweck der Arbeit, die Vorteile von Unified Communication aufzuzeigen.
2. WAS UMFASST UNIFIED COMMUNICATION?: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die vielfältigen Kommunikationsmittel in Unternehmen und verdeutlicht die Notwendigkeit einer individuellen Anpassung an die Unternehmensbedürfnisse.
3. NOTWENDIGKEIT VON UNIFIED COMMUNICATION: Hier wird begründet, warum Unternehmen aufgrund von Mobilität und steigender Informationsflut auf moderne IP-Standards setzen sollten, wobei unterschiedliche Perspektiven von Endbenutzern und Unternehmen eingenommen werden.
4. DIE WESENTLICHEN MERKMALE VON UNIFIED COMMUNICATIONS: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Funktionalitäten wie Presence Management, One-Number Services und Conferencing, die UC über die Möglichkeiten von Unified Messaging hinaus heben.
5. DIE UMSETZUNG: Hier werden praxisnahe Lösungen wie das HiPath-System von Siemens und das Unified Communication Center von Avaya detailliert vorgestellt.
6. FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass Unified Communication einen ständigen Anpassungsprozess erfordert und ein entscheidender Faktor für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ist.
Schlüsselwörter
Unified Communication, Unified Messaging, Unternehmenskommunikation, Echtzeitkommunikation, Mobilität, Presence & Availability Management, One-Number Service, Konferenzsysteme, IP-Telefonie, Produktivitätssteigerung, Systemintegration, Nachrichtentechnik, Informationsmanagement, Endbenutzer-Perspektive, Unternehmenseffizienz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit primär?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Unified Communication, das darauf abzielt, die komplexen Kommunikationswege innerhalb von Unternehmen zu bündeln, um Abläufe effizienter zu gestalten.
Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?
Im Fokus stehen die Notwendigkeit mobiler Erreichbarkeit, das Nachrichtenmanagement, die Integration von Softwareapplikationen und die technologische Umsetzung in Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unified Communication den Arbeitsalltag erleichtert, die Erreichbarkeit verbessert und so die allgemeine Produktivität eines Unternehmens steigert.
Welche methodische Vorgehensweise wurde gewählt?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Untersuchung der verschiedenen Perspektiven (Endbenutzer, Technologie, Unternehmen) sowie der Analyse konkreter Marktlösungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Notwendigkeit von UC, definiert die wesentlichen Merkmale der Technologie und präsentiert beispielhafte Implementierungen von Siemens und Avaya.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe wie Unified Communication, Mobilität, Echtzeitkommunikation, Systemintegration und Produktivitätssteigerung beschreiben den Kerninhalt treffend.
Worin besteht der wesentliche Unterschied zwischen UC und Unified Messaging?
Während Unified Messaging primär eine einheitliche Nachrichtenbehandlung („Ein-Weg“) darstellt, zeichnet sich Unified Communication durch eine „Zwei-Wege“-Kommunikation aus, die Interaktivität in Echtzeit ermöglicht.
Warum spielt die Makroproduktivität laut Autor eine größere Rolle als die Mikroproduktivität?
Der Autor argumentiert, dass der Erfolg eines Unternehmens als Ganzes (Makroproduktivität) durch systemweite Effizienzgewinne wichtiger ist als die rein individuelle Zeitersparnis einzelner Mitarbeiter (Mikroproduktivität).
Welche Rolle spielt der „Personal Assistant“ in den UC-Lösungen von Avaya?
Der Personal Assistant analysiert die aktuelle Situation und den Aufenthaltsort des Nutzers, um automatisiert die richtigen Kommunikationsregeln anzuwenden und so die Erreichbarkeit intelligent zu steuern.
Was wird im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen im Fazit empfohlen?
Es wird betont, dass UC einem ständigen Wandel unterliegt und Lösungen kontinuierlich an neue technologische Standards und veränderte Umweltbedingungen angepasst werden müssen.
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- Dipl.-Volkswirtin Birgit Strunck (Autor), 2005, Unified Communication, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118960