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Gender-Pay-Gap. Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede und die Einflussnahme von familienpolitischen Maßnahmen

Titel: Gender-Pay-Gap. Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede und die Einflussnahme von familienpolitischen Maßnahmen

Studienarbeit , 2022 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Geschlechterstudien / Gender Studies
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit soll sich mit der Forschungsfrage beschäftigen, wie sich der Gender-Pay-Gap erklären lässt und welchen Einfluss familienpolitische Maßnahmen auf den Gender-Pay-Gap nehmen. Zu diesem Zweck werden im zweiten Kapitel zunächst grundlegende Begriffe definiert und erläutert. In Kapitel drei werden die Gründe der geschlechterspezifischen Diskriminierung und der strukturellen Benachteiligung von Frauen beleuchtet. Anschließend werden familienpolitische Maßnahmen hinsichtlich ihrer Einflussnahme auf familienbedingte Erwerbsunterbrechung und somit auch auf den Gender-Pay-Gap in Kapitel vier kritisch betrachtet.

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, dies ist nach Art. 3 Abs. 2 des Grundgesetzes ein festgeschriebenes Gesetz. Als es im Mai 1957 vom Deutschen Bundestag verabschiedete wurde, war dies eine wichtige Wegmarke und ein Fortschritt für Frauen in Deutschland. In den letzten 60 Jahren gab es unabweisbare Besserungen in der Gleichstellung von Mann und Frau. Dennoch ist es heutzutage fraglich, inwiefern dieser Rechtsanspruch durchgesetzt wird.

Ungleichheiten im Zusammenhang mit dem Geschlecht ziehen sich wie ein roter Faden durch den gesamten Lebenslauf von Männern und Frauen. Dabei zeigt sich eine strukturelle Benachteiligung (in Industrieländern wie Deutschland) am eindeutigsten in der Entgeltungleicheit zwischen Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt – der sogenannte „Gender-Pay-Gap“. Die Lohnungleichheit belegt damit, dass eine Gleichstellung der Geschlechter immer noch nicht vorhanden ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärungen

2.1 Gender Pay Gap

2.1.1 Unbereinigter Gender Pay Gap

2.1.2 Bereinigter Gender Pay Gap

2.2 Familienpolitische Maßnahmen

3 Ursachen des Gender Pay Gaps

3.1 Beschäftigungsumfang

3.2 Familienbedingte Erwerbsunterbrechungen

3.3 Geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation

3.3.1 Horizontale Arbeitsmarktsegregation

3.3.2 Vertikale Arbeitsmarktsegregation

4 Einfluss der familienpolitischen Maßnahmen

4.1 Elterngeld

4.1.1 Varianten des Elterngelds

4.1.2 Berechnung

4.1.3 Auswirkungen

4.2 Ehegattensplitting

4.3 Kinderbetreuung

4.4 Beitragsfreie Mitversicherung

5 Ausblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ursachen für geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede in Deutschland, den sogenannten Gender Pay Gap, und analysiert kritisch, inwieweit bestehende familienpolitische Maßnahmen diese Lohnungleichheit beeinflussen oder verstärken.

  • Definition und Abgrenzung von bereinigtem und unbereinigtem Gender Pay Gap.
  • Analyse struktureller Ursachen wie Beschäftigungsumfang und Arbeitsmarktsegregation.
  • Kritische Untersuchung des Einflusses von Elterngeld und Ehegattensplitting.
  • Bedeutung der Kinderbetreuungsinfrastruktur für die Erwerbsbeteiligung.
  • Auswirkungen der beitragsfreien Mitversicherung auf die Erwerbsbiografien von Frauen.

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Auswirkungen

Die prozentuale Bemessung des Elterngelds hat einige Auswirkungen, die in einer Gesellschaft, in der die Gleichberechtigung von Mann und Frau gesetzlich festgeschrieben ist, nicht als erstrebenswert gelten können. Um dies zu veranschaulichen, wird ein Beispiel angeführt: Ein Ehepaar erwartet ihr Kind. Beide Elternteile lieben ihre Arbeit und arbeiten daher auch in Vollzeit. Die beiden wären im gleichen Maße dazu bereit, ihre Berufstätigkeit für die Erziehung ihres gemeinsamen Kindes befristet zu pausieren. An diesem Punkt stellt sich die Frage, wer von ihnen in welchem Umfang die Erziehungsarbeit übernehmen wird. Da beide im gleichen Ausmaß bereit dazu sind, werden sie finanzielle Faktoren bei der Entscheidung berücksichtigen, um über möglichst viel Einkommen verfügen wollen. Aufgrund der prozentualen Berechnung des Elterngelds, wird die Familie dann am wenigsten Verluste erzielen, wenn die Person, die weniger verdient, den Großteil der Erziehungsarbeit übernimmt, während die besserverdienende Person ihrer Berufstätigkeit weiter nachgehen wird.

Um vereinfachte Zahlen zu bekommen, wird angenommen, dass die Frau in diesem Beispiel ein Nettoeinkommen von 2.000€ und der Mann eines von 2.200€ hat. Beide würden 65% des vorherigen Einkommens als Elterngeld beziehen. Bei der Mutter wären dies 1.300€ und bei dem Vater 1.430€ Elterngeld. Würde die Frau Zuhause bleiben, stünden den beiden 700€ weniger zur Verfügung als zuvor. Bezieht jedoch der Vater das Elterngeld, sinkt das gemeinsame Einkommen um 770€. Somit wird das Paar sich mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür entscheiden, dass die Partnerin das Elterngeld (überwiegend) in Anspruch nimmt, damit sie ein möglichst hohes gemeinsames Einkommen zur Verfügung haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verortet das Thema im Kontext der gesetzlichen Gleichberechtigung und führt in die zentrale Forschungsfrage nach den Ursachen des Gender Pay Gaps und der Rolle familienpolitischer Maßnahmen ein.

2 Begriffserklärungen: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe des unbereinigten sowie des bereinigten Gender Pay Gaps und erläutert das Konzept familienpolitischer Maßnahmen in Deutschland.

3 Ursachen des Gender Pay Gaps: Es werden die wesentlichen Faktoren analysiert, die zur Lohnungleichheit beitragen, darunter der Beschäftigungsumfang, familienbedingte Erwerbsunterbrechungen sowie horizontale und vertikale Segregation am Arbeitsmarkt.

4 Einfluss der familienpolitischen Maßnahmen: In diesem Hauptteil wird kritisch untersucht, wie spezifische Instrumente wie Elterngeld, Ehegattensplitting, Kinderbetreuung und beitragsfreie Mitversicherung die Erwerbsbiografien von Frauen beeinflussen.

5 Ausblick und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert die Diskrepanz zwischen der gesetzlichen Gleichberechtigung und den Anreizstrukturen der aktuellen Familienpolitik.

Schlüsselwörter

Gender Pay Gap, Lohnungleichheit, Familienpolitik, Elterngeld, Ehegattensplitting, Teilzeitbeschäftigung, Erwerbsunterbrechung, Arbeitsmarktsegregation, Gleichberechtigung, Sorgearbeit, Kinderbetreuung, Beitragsfreie Mitversicherung, Gender Care Gap, Vereinbarkeit, Strukturwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse geschlechtsspezifischer Einkommensunterschiede in Deutschland und untersucht den Einfluss staatlicher familienpolitischer Rahmenbedingungen auf diese Lohnlücke.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den zentralen Feldern gehören die Definition des Gender Pay Gaps, die Analyse struktureller arbeitsmarktbezogener Ursachen sowie die Bewertung politischer Instrumente wie Elterngeld und Ehegattensplitting.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu klären, wie der Gender Pay Gap entsteht und inwieweit die derzeitige Familienpolitik die Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern möglicherweise ungewollt zementiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische und empirische Analyse unter Einbeziehung aktueller statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes sowie Fachliteratur zu arbeitsmarktsoziologischen Themen.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse des Gender Pay Gaps (wie Teilzeit und Segregation) und eine kritische Betrachtung ausgewählter familienpolitischer Maßnahmen auf ihre Auswirkungen auf die Erwerbsbiografien.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Gender Pay Gap, Familienpolitik, Erwerbsunterbrechung, Arbeitsmarktsegregation und Gleichberechtigung charakterisiert.

Wie beeinflusst das Elterngeld nach Ansicht der Autorin die Lohnlücke?

Das Elterngeld kann aufgrund seiner einkommensabhängigen Berechnung dazu führen, dass vorwiegend Frauen mit geringerem Einkommen ihre Erwerbstätigkeit länger unterbrechen, was den Gender Pay Gap verstärkt.

Warum wird das Ehegattensplitting im Kontext des Gender Pay Gaps kritisiert?

Es wird kritisiert, da das Splitting vor allem für den Hauptverdiener attraktiv ist und für den Sekundärverdiener – meist die Frau – hohe Abgabenlasten bei einer Arbeitsaufnahme schafft, was den Anreiz zur Erwerbstätigkeit mindert.

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Details

Titel
Gender-Pay-Gap. Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede und die Einflussnahme von familienpolitischen Maßnahmen
Hochschule
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
24
Katalognummer
V1189882
ISBN (PDF)
9783346624505
ISBN (Buch)
9783346624512
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gender Studies Gender Pay Gap Familienpolitische Maßnahmen Genderwissen Genderkompetenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Gender-Pay-Gap. Geschlechtsspezifische Einkommensunterschiede und die Einflussnahme von familienpolitischen Maßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1189882
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Leseprobe aus  24  Seiten
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