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Die Frauenbewegung in den 1920er Jahren

Title: Die Frauenbewegung in den 1920er Jahren

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sandra Hein (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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In dieser Hausarbeit werde ich auf die allgemeine Situation der Frauen während der 1920er Jahre in Deutschland eingehen. Dieses Thema ist für mich von besonderem Interesse, da die erste Frauenbewegung am Anfang des 19. Jahrhunderts viele Rechte „erkämpft“ hat, die für die Frauen der heutigen Zeit von immenser Größe sind. Zu diesen Rechten gehören zum Beispiel das Frauenwahlrecht sowie das Recht auf Frauenerwerbsarbeit. Zudem bin ich der Ansicht, dass die erste Frauenbewegung in Deutschland nur wenig bekannt ist und die damals erreichten Ziele heutzutage als selbstverständlich gelten.
Des Weiteren ist gerade die Zeit zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg von besonderer Bedeutung, da der erste Krieg einen enormen Einfluss auf die Frauenbewegung hatte und den Frauen gleichzeitig neue Möglichkeiten bot. Die Zeit des Nationalsozialismus hingegen machte nahezu alles Erreichte zunichte. Meine Fragestellung lautet daher: Inwiefern hat sich das (Selbst)Bild der Frau in den 1920er Jahren in Deutschland verändert?

Darüber hinaus finde ich interessant, wie wenig wirklich über diese Zeit des „Aufbruchs“ bekannt ist. Den Zweiten Weltkrieg nimmt jeder Schüler sehr ausführlich im Geschichtsunterricht durch, und auch der Erste Weltkrieg wird nicht vergessen. Jedoch erfahren wir heutzutage kaum etwas über die Zeit „zwischen“ den zwei Weltkriegen. Sicherlich weiß man um die Anfänge der Weimarer Republik und den großen Börsencrash von 1929. Ich finde jedoch, dass die damals erkämpften Ziele der ersten Frauenbewegung heutzutage als zu selbstverständlich hingenommen werden beziehungsweise man überhaupt nicht Bescheid weiß über die tatsächlichen Geschlechtsunterschiede der damaligen Zeit. Die große Diskussion um den Paragraphen §218 habe ich zum Beispiel immer mit der zweiten Frauenbewegung während der 1970er Jahre in Verbindung gebracht, wahrscheinlich auch wegen der groß angelegten SPIEGEL Aktion „Ich habe abgetrieben“. Dass dieser Paragraph schon zu Beginn des Jahrhunderts stark umstritten war, ist meiner Meinung nach kaum einer Frau bewusst. Nebenbei gehen heute sehr viele Frauen arbeiten, egal ob sie Kinder haben und/oder verheiratet sind. Wenn sich die Frauen im Zuge der ersten Frauenbewegung nicht das Recht auf Frauenerwerbsarbeit erkämpft hätten, wäre das heutzutage nicht selbstverständlich. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Kurze Einleitung in das Thema

2.2 Die Frau während des Ersten Weltkrieges

3 Die politische Situation in Deutschland ab 1918

4 Frauenwahlrecht

5 Die „Goldenen Zwanziger“

5.1 „Die neue Frau“

5.2 Frauenstudium

6 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftliche und rechtliche Situation der Frau in Deutschland während der 1920er Jahre und analysiert, inwieweit sich das (Selbst-)Bild der Frau in dieser Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs gewandelt hat.

  • Die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Erwerbstätigkeit und Rolle der Frau.
  • Die politische Partizipation durch das Frauenwahlrecht in der Weimarer Republik.
  • Das Phänomen der „Neuen Frau“ in Mode, Kultur und Alltag.
  • Die Entwicklung des Zugangs zu akademischer Bildung für Frauen.
  • Die Diskrepanz zwischen verfassungsrechtlicher Gleichstellung und patriarchaler Realität.

Auszug aus dem Buch

Die neue Frau

Das Schlagwort „die neue Frau“ wird für konservativ Eingestellte zum Schimpfwort.

Die Büroangestellten und Verkäuferinnen, die allmorgendlich zur Arbeit eilten, hatten keine Zeit mehr für aufwendige Frisuren - einmal durch die kurzen Haare gekämmt, modisch und praktisch, beim Bubikopf kam beides zusammen. Auch die Mode der 1920er Jahre passte zum Bubikopf, sie ist eckig, bequem, erlaubt Bewegungsfreiheit und lehnt sich an männliche Bekleidung an. Zu der Zeit gab es die ersten Hosen für Frauen, wenngleich sie sich noch nicht ganz durchsetzten. Der Bubikopf verwischte die Geschlechtergrenzen; Bubikragen, Krawatte und der Smoking für den Abend taten ein Übriges. Mit zum Abendoutfit gehörten meist auch Perlenketten, Boas, Stirnbänder und Handtaschen. Ein weiteres Novum: die „neue Frau“ rauchte sogar in der Öffentlichkeit. Dieser Genuss kam sonst nur Männern zugute. Als oft gesehenes Accessoire diente eine lange Zigarettenspitze, die der modernen Frau ein leicht mondänes Aussehen verlieh. Alles schien möglich, alles war in Bewegung- zumindest für eine kurze Zeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert das Forschungsinteresse an der Situation der Frau in den 1920er Jahren und hinterfragt das (Selbst-)Bild der Frau im Kontrast zur ersten Frauenbewegung.

2 Hauptteil: Der Hauptteil bietet einen Überblick über die historische Entwicklung der Frauenbewegung, unterteilt in die Zeit vor, während und nach dem Ersten Weltkrieg.

2.1 Kurze Einleitung in das Thema: Dieses Kapitel skizziert die drei Grundrichtungen der Frauenbewegung und die zentralen Forderungen der Vorreiterinnen nach rechtlicher Gleichstellung.

2.2 Die Frau während des Ersten Weltkrieges: Hier wird der Einfluss des Krieges auf die Erwerbstätigkeit von Frauen sowie die zunehmende staatliche Reglementierung ihres Lebensalltags und ihrer Sexualität dargestellt.

3 Die politische Situation in Deutschland ab 1918: Das Kapitel analysiert die politische Lage nach der Novemberrevolution und den Einfluss von Frauen auf die Rätebewegung.

4 Frauenwahlrecht: Dieses Kapitel behandelt den Kampf für das Stimmrecht und dessen Verankerung am Ende des Ersten Weltkriegs sowie die politische Repräsentanz von Frauen im Parlament.

5 Die „Goldenen Zwanziger“: Die Analyse des wirtschaftlichen Aufschwungs und der damit verbundenen neuen Lebensweisen, sowie die Ambivalenz zwischen Selbstentfaltung und fortdauernder Benachteiligung.

5.1 „Die neue Frau“: Untersuchung des kulturellen Wandels, modischer Trends und der gesellschaftlichen Wahrnehmung der veränderten weiblichen Identität.

5.2 Frauenstudium: Darstellung der Hürden und Erfolge von Frauen an Universitäten sowie der wachsenden Anzahl weiblicher Studierender in der Weimarer Republik.

6 Ausblick: Eine abschließende Betrachtung der Widersprüchlichkeiten der Weimarer Republik und der teilweisen Nichterfüllung der frauenpolitischen Hoffnungen.

Schlüsselwörter

Frauenbewegung, Weimarer Republik, Erster Weltkrieg, Frauenwahlrecht, Neue Frau, Frauenerwerbsarbeit, Geschlechterrollen, Emanzipation, Frauenstudium, Patriarchat, Bubikopf, Muttertag, Gleichberechtigung, Sozialgeschichte, 1920er Jahre

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der allgemeinen Lebenssituation der Frauen in Deutschland in den 1920er Jahren und analysiert deren politische, soziale und ökonomische Stellung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen der Einfluss des Ersten Weltkriegs auf Frauen, das Frauenwahlrecht, die kulturelle Erscheinung der „Neuen Frau“ und die Entwicklung des Frauenstudiums.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Fragestellung lautet, inwiefern sich das (Selbst-)Bild der Frau in den 1920er Jahren in Deutschland verändert hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Die Autorin stützt sich auf eine historische Literaturanalyse, um die Rolle und die rechtlichen Errungenschaften der Frauenbewegung zu dokumentieren.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in chronologische und thematische Abschnitte, die von den Folgen des Ersten Weltkriegs über die politische Lage nach 1918 bis hin zum gesellschaftlichen Bild der Frau in den „Goldenen Zwanzigern“ reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt am besten?

Frauenbewegung, Weimarer Republik, Emanzipation, Frauenerwerbsarbeit und Geschlechterrollen sind die wesentlichen Begriffe, die den Inhalt definieren.

Wie wirkte sich der Erste Weltkrieg spezifisch auf den Arbeitsmarkt für Frauen aus?

Der Krieg führte zum kurzfristigen Einsatz von Frauen in männerdominierten Industrien (z.B. Munitionsfabriken), was jedoch nach dem Krieg durch Demobilisierungsmaßnahmen und gesellschaftliche Rückbesinnung auf die Hausfrauenrolle wieder stark eingeschränkt wurde.

Welche Rolle spielte der „Bubikopf“ für das Bild der Frau in den 1920er Jahren?

Der Bubikopf fungierte als Symbol für die „neue Frau“; er war modisch praktisch, verwischte Geschlechtergrenzen und stellte einen sichtbaren Bruch mit traditionellen, aufwendigen weiblichen Frisuren und Rollenbildern dar.

Inwieweit war die Gleichberechtigung in der Weimarer Zeit tatsächlich realisiert?

Obwohl die staatsbürgerliche Gleichberechtigung verfassungsrechtlich verankert war, blieb die patriarchale Vormachtstellung in Beruf und Familie oft unangetastet; die Gleichberechtigung war laut der Arbeit oft nur auf dem Papier vorhanden.

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Details

Title
Die Frauenbewegung in den 1920er Jahren
College
University of Göttingen  (Pädagogisches Seminar)
Course
Die historische Frauenbewegung in ihrer Bedeutung für die Reform des Bildungswesens
Grade
2,0
Author
Sandra Hein (Author)
Publication Year
2007
Pages
12
Catalog Number
V118996
ISBN (eBook)
9783640225538
Language
German
Tags
Frauenbewegung Jahren Frauenbewegung Bedeutung Reform Bildungswesens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Hein (Author), 2007, Die Frauenbewegung in den 1920er Jahren, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/118996
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