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Dialekte in Marokko. Eine Übersicht

Titel: Dialekte in Marokko. Eine Übersicht

Wissenschaftliche Studie , 2022 , 9 Seiten

Autor:in: P. H Hamid Baalla (Autor:in)

Orientalistik / Sinologie - Arabistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Über die Dialekte (oder Mundarte) und das Hocharabisch in den arabischen Ländern schreibt Abu-Hattab: "Jeder
Araber beherrscht einen bestimmten Dialekt vollkommen. Sein Dialekt ist seine eigentliche und wahre Muttersprache, die er schon viele Jahre gebraucht hat, wenn er in der Schule von der Existenz des Hocharabischen erfährt." Während der Dialekt unbewusst erlernt wird, muss das Hocharabisch in der Schule bewusst unterrichtet werden, so dass die Kompetenz im Hocharabischen in erster Linie von der Schulbildung abhängt. In Anbetracht dieser Tatsache ist das Hocharabisch als Sprache des Schreibens oder der Aufzeichnung zu bewerten. Die Dialekte hingegen finden wir vorwiegend im Bereich der gesprochenen Sprache.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in die Dialekte von Marokko

2. Das marokkanische Berberisch

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die komplexe sprachliche Situation in Marokko, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen dem Hocharabischen als Schriftsprache, den regionalen Dialekten als Alltagssprache sowie der Rolle des marokkanischen Berberischen liegt.

  • Differenzierung zwischen dem unbewusst erlernten Dialekt und dem bewusst erlernten Hocharabischen
  • Die soziolinguistische Funktion von Dialekten in verschiedenen sozialen Schichten
  • Struktur und Untergliederung des marokkanischen Berberischen in Tamazigh, Tarifit und Tachelhit
  • Die Rolle von Fremdsprachen wie Französisch und Spanisch im marokkanischen Kontext
  • Der Beitrag der Sprachvielfalt zur kulturellen und nationalen Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

1. Einführung in die Dialekte von Marokko.

Über die Dialekte (oder Mundarte) und das Hocharabisch in den arabischen Ländern schreibt Abu-Hattab: "Jeder Araber beherrscht einen bestimmten Dialekt vollkommen. Sein Dialekt ist seine eigentliche und wahre Muttersprache, die er schon viele Jahre gebraucht hat, wenn er in der Schule von der Existenz des Hocharabischen erfährt." (Abu-Hattab 1982:.9)

Während der Dialekt unbewusst erlernt wird, muss das Hocharabisch in der Schule bewusst unterrichtet werden, so dass die Kompetenz im Hocharabischen in erster Linie von der Schulbildung abhängt. In Anbetracht dieser Tatsache ist das Hocharabisch als Sprache des Schreibens oder der Aufzeichnung zu bewerten. Die Dialekte hingegen finden wir vorwiegend im Bereich der gesprochenen Sprache.

Lecommte schreibt dazu: " ... le résultat est que tous les Arabophones disposent d'une langue -écrite- commune dont la structure est encore; vaille, celle de la langue coranique, mais parlent une foule de dialecte." (Lecommte 1985:5)

Es ist anzumerken, dass der Dialekt mit der sozialen Umgebung zu tun hat. Es gibt z.B. in den arabischen Ländern drei Schichten (Klassengesellschaft). Die hohen Schichten sind die Elite, die sich wir mit dem Hocharabischen beschäftigen und betrachten die Fremdsprache als eine privilegier Sprache. Dann die Mittelschicht und daneben die Unterschicht. Diese sind die Leute, die fast ausschließlich die Standardsprache bzw. den Dialekt sprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung in die Dialekte von Marokko: Dieses Kapitel erläutert die Diglossie-Situation zwischen dem erlernten Hocharabischen und dem natürlich erworbenen Dialekt sowie die soziokulturelle Bedeutung der Sprachverwendung.

2. Das marokkanische Berberisch: Hier wird das Berberische als eigenständige Sprache mit ihren drei Hauptdialekten vorgestellt und von den arabischen Sprachformen abgegrenzt.

3. Fazit: Das Kapitel reflektiert die linguistischen und soziologischen Herausforderungen der marokkanischen Sprachsituation und betont die Bedeutung der Vielfalt für die nationale Identität.

4. Literaturverzeichnis: Dies ist eine Zusammenstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen, Wörterbücher und Studien, die zur Untermauerung der Argumentation herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Marokko, Dialekte, Hocharabisch, Berberisch, Tamazigh, Tarifit, Tachelhit, Soziolinguistik, Identität, Mehrsprachigkeit, Sprachwandel, Darija, Diglossie, Sprachunterricht, Fremdsprachen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine Übersicht über die vielfältige Sprachlandschaft in Marokko, wobei insbesondere das Verhältnis zwischen dem Hocharabischen, den lokalen Dialekten und dem Berberischen analysiert wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Unterschiede zwischen gesprochener und geschriebener Sprache, die soziale Schichtung in Bezug auf Sprachgebrauch sowie die historische und aktuelle Bedeutung des Berberischen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das komplexe Zusammenspiel der verschiedenen Sprachformen in Marokko zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie diese zur Identitätsfindung beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive linguistische Analyse und wertet soziolinguistische Fachliteratur aus, um die Existenzformen des Arabischen und Berberischen gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundunterschiede zwischen Standard- und Dialektsprache erläutert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der drei großen Teildialekte des Berberischen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Marokko, Berberisch, Darija, Diglossie, soziolinguistische Schichtung und nationale Identität.

Warum ist die Unterscheidung zwischen „Arbeitersprache“ und „Studentensprache“ in dieser Arbeit relevant?

Diese Begriffe illustrieren, wie sich Sprachregister situativ verändern und dass Individuen in Marokko je nach Kontext zwischen dem Dialekt als Identitätsmerkmal und dem Hocharabischen als Bildungssprache wechseln.

Was zeichnet das marokkanische Berberisch aus?

Es wird als eigenständige, nicht aus dem Arabischen abstammende Sprache betrachtet, die regional in Tamazigh, Tarifit und Tachelhit unterteilt ist und stark mündlich geprägt bleibt.

Welche Rolle spielen französische Einflüsse?

Durch die Geschichte als ehemaliges Protektorat prägt das Französische weiterhin das Bildungssystem und dient in bestimmten Sektoren als wichtige Verkehrssprache neben den lokalen Dialekten.

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Details

Titel
Dialekte in Marokko. Eine Übersicht
Hochschule
Universität Hassan II. Casablanca  (Faculté des lettres et sciences humains Ain chock 2 Mars casablanca)
Veranstaltung
Kontrastive Linguistik
Autor
P. H Hamid Baalla (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
9
Katalognummer
V1190074
ISBN (PDF)
9783346632234
ISBN (Buch)
9783346632241
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dialekt Arabisch Marokkanisch Berberisch Mundart Tamazigh Tarifit Tachelheit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
P. H Hamid Baalla (Autor:in), 2022, Dialekte in Marokko. Eine Übersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190074
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