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Der Warnschussarrest gemäß Paragraph 16a JGG. Die Zielgruppe des Jugendarrestes neben Jugendstrafe

Title: Der Warnschussarrest gemäß Paragraph 16a JGG. Die Zielgruppe des Jugendarrestes neben Jugendstrafe

Seminar Paper , 2021 , 33 Pages , Grade: 16 Punkte

Autor:in: Lara Sophie Lüttjohann (Author)

Law - Penology
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In dieser Arbeit werden die besonderen Voraussetzungen des Warnschussarrestes, auch im Vergleich zum allgemeinen Jugendarrest, geschildert. Zudem werden die Legalbewährungschancen unter Aspekten wie Gebotensein und Verhältnismäßigkeit mit Beispielen aus der Rechtsanwendungspraxis und unter Berücksichtigung der ersten Evaluationsergebnisse 2016 (Abschlussbericht im Auftrag des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz) diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

B. Voraussetzungen der Verhängung

I. Der allgemeine Jugendarrest, § 16 JGG

II. Der Warnschussarrest, § 16a JGG

1. Verdeutlichungsarrest, § 16a Abs. 1 Nr. 1 JGG

2. Herausnahmearrest, § 16a Abs. 1 Nr. 2 JGG

3. Auffangarrest, § 16a Abs. 1 Nr. 3 JGG

III. Anforderungen an die Verhältnismäßigkeit

C. Zielgruppe des Warnschussarrestes

D. Legalbewährungschancen

I. Therapiemaßnahmen

II. Präventive Wirkung

III. Nachsorge und Übergangsmanagement

IV. Rückfallstatistiken

E. Fazit

F. Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die rechtliche Ausgestaltung, die praktische Anwendbarkeit sowie die Wirksamkeit des sogenannten Warnschussarrestes gemäß § 16a JGG mit dem Ziel zu klären, inwiefern dieses Sanktionsinstrument tatsächlich zu einer positiven Legalbewährung bei jungen Straftätern beitragen kann.

  • Rechtliche Grundlagen und Anordnungsvoraussetzungen des § 16a JGG
  • Differenzierung der drei Fallgruppen des Warnschussarrestes
  • Evaluation der präventiven Wirkung auf junge Straffällige
  • Anforderungen an die Nachsorge und das Übergangsmanagement
  • Kritische Analyse der Rückfallstatistiken und der Erfolgsaussichten

Auszug aus dem Buch

A. Einführung

Durch das Gesetz zur Erweiterung der jugendgerichtlichen Handlungsmöglichkeiten, welches am 04. September 2012 in Kraft getreten ist, wurde das bis dahin geltende Kopplungsverbot von Jugendarrest und Jugendstrafe gem. § 8 Abs. 2 JGG a.F. aufgehoben und ein sog. „Warnschussarrest“ nach § 16a JGG ins Leben gerufen. Damit wurden die jugendgerichtlichen Sanktionsmöglichkeiten um eine Kombination dieser beiden Maßnahmen erweitert. Seit dem Inkrafttreten des § 16a ist es den Jugendrichtern somit möglich, gegen Jugendliche, bzw. Heranwachsende nach § 105 Abs. 1 neben einer Jugendstrafe, welche entweder gem. § 21 zur Bewährung ausgesetzt wurde oder deren Entscheidung über die Verhängung nach § 27 zur Bewährung ausgesetzt wurde oder wenn eine Vorbewährung gem. § 61 Abs. 1 ausgesprochen wird, einen Jugendarrest zu verhängen.

In verschiedenen vorangegangenen Gesetzesinitiativen wurde eine Einführung des Warnschussarrestes unter rechtlichen, kriminologischen und politischen Gesichtspunkten diskutiert, erstmals wurde ein Einstiegarrest im Referentenentwurf des Bundesministeriums für Justiz zum 1. JGGÄndG im Jahr 1983 vorgetragen. Zwischen dem ersten Entwurf eines Gesetzes und der tatsächlichen Einführung des Warnschussarrestes vergingen somit 30 Jahre, begleitet von stetigen Forderungen nach der Reformierung von jugendstrafrechtlichen Handlungsmöglichkeiten. Aufgrund der in Wissenschaft, Politik und Rechtspraxis bestehenden unterschiedlichen Ansichten hinsichtlich der Notwendigkeit und Effektivität des Warnschussarrestes, drängt sich die Frage nach der rechtlichen Umsetzung und Wirksamkeit des § 16a auf. Zu problematisieren sind folglich die Anordnungsvoraussetzungen des Warnschussarrestes, sowie praktische Umsetzbarkeit in unserer Justizpraxis, vor allem im Hinblick auf die Frage, ob und inwiefern sich der Warnschussarrest zu einer positiven Legalbewährung von jungen Straftätern eignet.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Dieses Kapitel erläutert die gesetzliche Einführung des Warnschussarrestes durch das Reformgesetz von 2012 und umreißt die wissenschaftliche sowie rechtliche Problemstellung der Arbeit.

B. Voraussetzungen der Verhängung: Hier werden die verschiedenen Varianten des Warnschussarrestes (Verdeutlichungs-, Herausnahme- und Auffangarrest) und die Anforderungen an die Verhältnismäßigkeit detailliert dargestellt.

C. Zielgruppe des Warnschussarrestes: Dieses Kapitel analysiert, für welche spezifische Gruppe von jugendlichen Straftätern die Kombination aus Bewährungsstrafe und Jugendarrest in Betracht kommt.

D. Legalbewährungschancen: Der Hauptteil untersucht die Wirksamkeit durch eine Analyse von Therapiemaßnahmen, die präventive Wirkung, die Bedeutung der Nachsorge und die bisherigen Rückfallstatistiken.

E. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass eine eindeutige präventive oder abschreckende Wirkung des Warnschussarrestes empirisch bisher kaum nachweisbar ist.

F. Ausblick: Dieses Kapitel diskutiert mögliche Reformansätze zur Verbesserung der Anwendungspraxis und der Nachsorge, um den Warnschussarrest effektiver zu gestalten.

Schlüsselwörter

Warnschussarrest, § 16a JGG, Jugendarrest, Jugendstrafrecht, Legalbewährung, Bewährungsstrafe, Sanktionsinstrument, Kriminalprävention, Rückfallquote, Nachsorge, Übergangsmanagement, Jugendgericht, Jugendhilfe, Strafvollzug, Erziehungsmaßnahme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem 2012 eingeführten Warnschussarrest (§ 16a JGG), der es ermöglicht, neben einer zur Bewährung ausgesetzten Jugendstrafe einen Jugendarrest zu verhängen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die gesetzlichen Anordnungsvoraussetzungen, die Zielgruppendefinition, die Wirksamkeit hinsichtlich der Legalbewährung sowie die Rolle der Nachsorge und des Übergangsmanagements.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob der Warnschussarrest tatsächlich zur positiven Legalbewährung bei jungen Straftätern beiträgt oder ob die gesetzgeberische Erwartung einer abschreckenden Wirkung empirisch nicht gedeckt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine rechtswissenschaftliche Analyse sowie eine kriminologische Auswertung bestehender Studien und Evaluationsberichte zur Praxis des Jugendarrestes.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die rechtliche Einordnung der drei Fallgruppen des Warnschussarrestes, die Prüfung der Verhältnismäßigkeit sowie eine kritische Auswertung zur präventiven Wirkung und zu Rückfallstatistiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Warnschussarrest, Legalbewährung, Jugendarrest, § 16a JGG, Kriminalprävention und Rückfallquote.

Warum wird die Wirksamkeit des Warnschussarrestes im Fazit kritisch betrachtet?

Die Analyse zeigt, dass die Rückfallquoten bei Warnschussarrestanten nicht signifikant niedriger sind als bei Vergleichsgruppen, was die gesetzgeberische Intention in Frage stellt.

Welche Rolle spielt die Nachsorge laut der Autorin?

Die Autorin betont, dass eine effektive Legalbewährung ohne eine qualifizierte und engmaschige Nachsorge bzw. ein strukturiertes Übergangsmanagement nach der Arrestentlassung kaum zu erreichen ist.

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Details

Title
Der Warnschussarrest gemäß Paragraph 16a JGG. Die Zielgruppe des Jugendarrestes neben Jugendstrafe
College
University of Hamburg
Grade
16 Punkte
Author
Lara Sophie Lüttjohann (Author)
Publication Year
2021
Pages
33
Catalog Number
V1190299
ISBN (PDF)
9783346631039
ISBN (Book)
9783346631046
Language
German
Tags
Warnschussarrest Einstiegsarrest § 16a JGG Jugendstrafe Jugendarrest Kopplungsverbot Zielgruppe Wirksamkeit des Warnschussarrestes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lara Sophie Lüttjohann (Author), 2021, Der Warnschussarrest gemäß Paragraph 16a JGG. Die Zielgruppe des Jugendarrestes neben Jugendstrafe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190299
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