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Wie kann man aus buddhistischer Perspektive für oder gegen Abtreibung argumentieren?

Título: Wie kann man aus buddhistischer Perspektive für oder gegen Abtreibung argumentieren?

Trabajo Escrito , 2017 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Kim Henn (Autor)

Teología - Budismo
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Das Thema der Abtreibung ist ungemein kontrovers. In dieser Diskussion gibt es viele verschiedene Ansichtspunkte und Meinungen, die sich aus unterschiedlichen Gründen voneinander abheben. Die ersten Überlieferungen über Verhütungs- oder eher Abtreibungsmethoden reichen bis in die Antike zurück und bis heute ist dieses Thema nicht weniger verbreitet.
Viele Frauen und Paare müssen sich der Frage stellen, ob sie ihr heranwachsendes Kind behalten oder abtreiben wollen. Dies kann verschiedene Gründe haben, wie zum Beispiel das Resultat einer pränatalen Diagnostik oder fehlende Voraussetzungen, um das Kind nach der Geburt, ordnungsgemäß aufzuziehen. Es geht in dieser Arbeit nicht darum zu bestimmen, ob jemandem einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen soll oder nicht, vielmehr geht es darum aufzuzeigen in welcher Position der Buddhismus zum Schwangerschaftsabbruch steht.

In dieser Arbeit wird sich hauptsächlich auf die traditionelle Sicht bzw. die Lehre des historischen Buddhas bezogen, da diese der Ursprung des Buddhismus ist und somit die anfängliche Meinung darstellt. Begonnen wird mit den Hauptpunkten, die für die Debatte über Abtreibung im Buddhismus wesentlich sind. Zu diesen Punkten werden verschiedene Ansätze und mögliche Interpretationen vorgestellt und erklärt, warum diese nicht stichhaltig sind. Auf die buddhistischen Hauptpunkte folgen dann die wichtigsten Diskussionspunkte in der westlichen Philosophie. Hier wird anschließend versucht zu veranschaulichen, warum diese Argumentationen und Problempunkte in der buddhistischen Position nicht relevant sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Leben ist Leiden

3. „Karma“ und das erste Gebot

4. Argumentation in westlicher Philosophie

4.1. Das Selbstbestimmungsrecht der Frau

4.2. Der (moralische) Status des Fötus

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische Position des traditionellen Buddhismus zum Schwangerschaftsabbruch und setzt diese in einen kritischen Vergleich zur westlichen Philosophie, insbesondere zu den Themen des Selbstbestimmungsrechts der Frau und dem moralischen Status des Fötus.

  • Die Lehre vom Leiden (Dukkha) und ihre Bedeutung für die ethische Bewertung
  • Die Relevanz des Karma-Konzepts und der Wiedergeburt für die Ablehnung von Abtreibung
  • Die buddhistische Ontologie (Anatta und Khandhas) im Kontrast zum westlichen Selbstverständnis
  • Vergleich der buddhistischen „Pro-life“-Perspektive mit westlichen moralethischen Ansätzen

Auszug aus dem Buch

3. „Karma“ und das erste Gebot

Der beschriebene Kreis des Leidens ist zudem der Kreislauf des Karmas. So spielt das Leiden, nach buddhistischer Auffassung, eine Rolle im Leben eines jeden Menschen. Zudem regelt das Karma jedes Leben: man versucht gutes Karma zu sammeln, um das Glück zu steigern und schlechtes Karma zu vermeiden. Unter diesem Gesichtspunkt kann der Schwangerschaftsabbruch diskutiert werden.

Aus der Perspektive des Buddhismus bringt jede Abtreibung, unabhängig von Gründen und Intentionen, massiv negative Konsequenzen mit sich. Wie zum Beispiel, aus buddhistischen Geschichten, „[…] the loss of offspring in future lives, acts of revenge and rebirth in hell. […]“6. Die Abtreibung ist aus traditionell buddhistischer Sicht unmoralisch und verstößt gegen das erste Gebot des Buddhismus. Dieses verbietet es Buddhisten Lebewesen zu töten oder zu verletzen. Damien Keown erläutert dies im Kapitel über Abtreibung in seinem Buch „Buddhist Ethics. A very Short Introduction“ genauer:

„[…] As already noted, the precept prohibits causing harm to anything which has pāna (Skt. prāna), which means both ´life´ and ´breath´. […] The sense oft the term pāna, however, is not restricted to respiration and rather connotes the idea of ´vital breath´or the ´breath of life´. […]“7

Ein weiterer Aspekt, der mit dem Kausalnexus des Karmas einhergeht, ist die Wiedergeburt. Aus diesem Grund endet das Leiden nicht mit dem Tod und bildet, aus buddhistischer Sichtweise, ein weiteres Argument gegen einen Schwangerschaftsabbruch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Kontroverse um den Schwangerschaftsabbruch dar und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die buddhistische Sichtweise im Kontext zu philosophischen Debatten zu beleuchten.

2. Leben ist Leiden: Dieses Kapitel erläutert das buddhistische Konzept des Leidens (Dukkha) und verdeutlicht, warum eine rein leidvermeidende Argumentation aus buddhistischer Sicht nicht als Rechtfertigung für eine Abtreibung ausreicht.

3. „Karma“ und das erste Gebot: Hier wird der Konflikt zwischen dem Tötungsverbot und der Abtreibung thematisiert, wobei die negativen karmischen Folgen sowie die Wiedergeburt zentral als Argumente gegen den Abbruch angeführt werden.

4. Argumentation in westlicher Philosophie: Dieser Abschnitt analysiert das Selbstbestimmungsrecht der Frau sowie den moralischen Status des Fötus und stellt diese den buddhistischen Lehren von Anatta und den Khandhas gegenüber.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass der traditionelle Buddhismus Abtreibung aufgrund der karmischen Konsequenzen ablehnt und eine Position einnimmt, die am ehesten mit einer „Pro-life“-Haltung vergleichbar ist.

Schlüsselwörter

Buddhismus, Schwangerschaftsabbruch, Karma, Leiden, Dukkha, Wiedergeburt, Ethik, Selbstbestimmung, Fötus, Anatta, Khandhas, Moralphilosophie, Abtreibung, Lebensrecht, Moral

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die moralische Bewertung des Schwangerschaftsabbruchs aus der Sicht des traditionellen Buddhismus.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen buddhistische Ethik, das Gesetz des Karmas, die Lehre von der Wiedergeburt und den Vergleich mit westlichen ethischen Diskursen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie der Buddhismus zum Schwangerschaftsabbruch steht und ob Argumente für oder gegen eine Abtreibung aus dieser Tradition herleitbar sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um buddhistische Lehren und westliche philosophische Positionen zueinander in Bezug zu setzen und kritisch zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Konzepte von Leid und Karma, das Tötungsverbot, sowie die westlichen Konzepte des Selbstbestimmungsrechts und den moralischen Status des Fötus im Kontrast zur buddhistischen Anatta-Lehre.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Buddhismus, Karma, Dukkha, Lebensrecht, Anatta und ethische Abwägung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die buddhistische Sichtweise von der liberalen westlichen Position?

Während liberale westliche Positionen häufig das Selbstbestimmungsrecht der Frau betonen, sieht der Buddhismus durch die Anatta-Lehre das Konzept eines unabhängigen „Selbst“ als Illusion, was die Relevanz individueller Rechte in diesem Kontext stark relativiert.

Gibt es Ausnahmen im Buddhismus, in denen ein Abbruch akzeptiert wird?

Ein Schwangerschaftsabbruch wird auch im traditionellen Buddhismus am ehesten akzeptiert, wenn das Leben der Mutter unmittelbar bedroht ist, wobei die karmische Schwere der Tat dennoch bestehen bleibt.

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Detalles

Título
Wie kann man aus buddhistischer Perspektive für oder gegen Abtreibung argumentieren?
Universidad
University of Trier
Calificación
2,0
Autor
Kim Henn (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
14
No. de catálogo
V1190326
ISBN (PDF)
9783346626196
ISBN (Libro)
9783346626202
Idioma
Alemán
Etiqueta
perspektive abtreibung buddhismus ethik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Kim Henn (Autor), 2017, Wie kann man aus buddhistischer Perspektive für oder gegen Abtreibung argumentieren?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190326
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