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Entfesselte Finanzmärkte. Der Versuch einer soziologischen Erklärung

Titel: Entfesselte Finanzmärkte. Der Versuch einer soziologischen Erklärung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Felix Schramm (Autor:in)

Soziologie - Wirtschaft und Industrie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte, dass der Finanzsektor einen
derartigen Grad an Entfesselung und Deregulierung erreichen konnte. Erklärungsansätze für diese Fragestellung gibt es einige und genauso umstritten ist auch die Beantwortung. Daher basiert der Anspruch dieser Arbeit auf dem eines Versuches einer möglichen Erklärung der de-regulativen Expansion.

Methodisch wird dem Problem auf drei unterschiedlichen Ebenen begegnet. Zum einen wird, um die Rolle des Finanzgeschäfts in den gesamtwirtschaftlichen Kontext einordnen zu können, eine Bestandsaufnahme der aktuellen Situation gemacht und die Bedeutung des Finanzwesens im System untersucht. Weiterhin werden auf der zweiten Untersuchungsebene die politischen Deregulierungsmaßnahmen aufgezeigt und diskutiert. Diese stehen im Zeichen der damaligen neoliberalen Wirtschaftsorientierung, welche mit dem Aufkündigen des Bretten-Woods Abkommens und dem Übergang zu flexiblen Wechselkursen zeitlich einzuordnen sind.

Mit Bezug auf die Fragestellung ist dieser Erklärungsansatz vor allem von Bedeutung, da sich durch die zunehmende Deregulation der Handlungsspielraum der einzelnen Finanzmarktakteure enorm ausweiten konnte. Die Dritte zu untersuchende Ebene durchleuchtet den Finanzmarkt im Hinblick auf seine Internationalität und globale Tragweite, wobei die möglichen Schwierigkeiten nationaler Regulierung ins Auge gefasst werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktuelle Systemrelevanz des Finanzmarktes

3. Deregulierung

4. Internationalisierung und Globalisierung der Finanzmärkte

5. Ein ausführliches Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht die soziologischen Hintergründe für die massive Ausbreitung deregulierter Finanzmärkte seit den 1970er Jahren und analysiert, wie politische Ideologien, strukturelle Deregulierung und die zunehmende Globalisierung die Handlungsfähigkeit der Nationalstaaten beeinflusst haben.

  • Die systemische Rolle und Bedeutung des Finanzsektors im Kapitalismus.
  • Die historische Entwicklung der Deregulierung seit dem Ende der Bretton-Woods-Ära.
  • Die Auswirkungen der Internationalisierung auf die staatliche Regulierungsfähigkeit.
  • Die Entstehung komplexer Finanzprodukte und deren Rolle in globalen Krisen.
  • Der Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Ideologie (Neoliberalismus) und Marktaktivitäten.

Auszug aus dem Buch

3. Deregulierung

Das vorliegende Kapitel beschäftigt sich mit den Deregulierungsmaßnahmen im Bezug auf den Finanzmarkt mit dem zeitlichen Rahmen vom Ende der Bretton-Woods-Ära 1973 bis hin zur globalen Finanzkrise von 2007/2008. Die Eingrenzung wurde so gewählt, da man am Markt nach der Krise einen Einschnitt in dieser Phase beobachten konnte. Denn mit dem Dodd-Frank-Act als Konsequenz auf die Kulmination des Krisenpotenzials des entfesselten Finanzmarktes wurden tiefe neue Richtlinien für das Finanzwesen gesetzlich konstituiert. Um an die Forschungsfrage anzuknüpfen, stehen wir nun der Frage gegenüber, welche Rolle der Verlauf der Deregulierung bei der Entwicklung dieses Marktes spielte, welche in jüngerer Vergangenheit eine Wirtschaftskrise produzieren konnte, die im 21. Jahrhundert bisher ohne Beispiel bleibt.

Der Ausgangspunkt bildet das Jahr 1973. Das Bretton-Woods-System basierte auf dem US-Dollar als starke Ankerwährung. Der Dollar aber konnte durch ein hohes ökonomisches Haushaltsaufkommen der Vereinten Staaten, welches unter anderem bedingt war durch die o.g. politischen Ereignisse, dieser Funktion nicht mehr gerecht werden. Weiterhin bewiesen neuere wirtschaftswissenschaftliche Publikationen, dass eine Einlage der umlaufenden Währung in Gold nicht zwangsläufig nötig war, um der Inflation der Währung entgegenzuwirken. So konnten Staaten nach Ende des Bretten-Woods-Abkommen mehr Geld in Umlauf bringen ohne Gold als Gegenpol bei den Banken zu hinterlegen. Dies spielte vor allem den kriegführenden Staaten entgegen, da Kriege bekanntlich keine ökonomischen Profite generieren und trotzdem ein hohes Maß an Kapital benötigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der historischen Entwicklung entfesselter Finanzmärkte und legt die methodische Vorgehensweise anhand von drei Untersuchungsebenen dar.

2. Aktuelle Systemrelevanz des Finanzmarktes: Dieses Kapitel analysiert die gewachsene ökonomische Bedeutung des Finanzsektors in den USA und beleuchtet dessen Funktion innerhalb einer funktional differenzierten Gesellschaft.

3. Deregulierung: Hier wird der Prozess der marktliberalisierenden Maßnahmen seit 1973 beleuchtet und der Zusammenhang zwischen politischer Ideologie und dem Abbau von Kontrollmechanismen aufgezeigt.

4. Internationalisierung und Globalisierung der Finanzmärkte: Das Kapitel untersucht, wie grenzüberschreitende Verflechtungen und neue Finanzprodukte die nationale Regulierung erschwerten und den Finanzsektor global transformierten.

5. Ein ausführliches Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und diskutiert die schwierige Rolle des Nationalstaates in einem hochkomplexen, globalisierten Finanzsystem.

Schlüsselwörter

Finanzmärkte, Deregulierung, Globalisierung, Systemrelevanz, Neoliberalismus, Finanzkrise, Bretton-Woods, Kapitalverkehrskontrollen, Nationalstaat, Finanzprodukte, Profitmaximierung, Wirtschaftssoziologie, Handlungsspielraum, Risikopotenzial, Finanzsektor.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die soziologischen und politischen Ursachen für die Entfesselung der Finanzmärkte in den letzten Jahrzehnten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Rolle des Finanzsektors im Kapitalismus, der Prozess der Deregulierung seit den 1970er Jahren und die Herausforderungen der Globalisierung für Nationalstaaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Gründen für den enormen Grad an Deregulierung im Finanzsektor und wie dieser trotz der damit verbundenen Krisenpotenziale zustande kommen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein methodischer Ansatz verfolgt, der das Problem auf drei Ebenen beleuchtet: ökonomische Bestandsaufnahme, politische Deregulierungsmaßnahmen und die Internationalisierung des Finanzwesens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die empirische Entwicklung der Profitanteile des Finanzsektors, die ideologischen Hintergründe der Deregulierung und die Auswirkungen der Globalisierung auf die staatliche Handlungsfähigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Finanzmärkte, Deregulierung, Globalisierung, Systemrelevanz und Neoliberalismus.

Welche Rolle spielt das Jahr 1973 in der Analyse?

1973 markiert mit dem Ende des Bretton-Woods-Systems und der Einführung flexibler Wechselkurse den Beginn der untersuchten Deregulierungsphase.

Wie beeinflusst die Globalisierung die staatliche Regulierung?

Die Globalisierung führt laut Arbeit zu einer erhöhten Mobilität des Finanzkapitals, wodurch Nationalstaaten durch die Drohung des Kapitalabzugs bei regulativen Eingriffen unter Druck gesetzt werden.

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Details

Titel
Entfesselte Finanzmärkte. Der Versuch einer soziologischen Erklärung
Hochschule
Universität Trier
Note
1,3
Autor
Felix Schramm (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
17
Katalognummer
V1190711
ISBN (PDF)
9783346630131
ISBN (Buch)
9783346630148
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entfesselte finanzmärkte versuch erklärung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Schramm (Autor:in), 2017, Entfesselte Finanzmärkte. Der Versuch einer soziologischen Erklärung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190711
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Leseprobe aus  17  Seiten
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