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Die Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank

Título: Die Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank

Trabajo de Seminario , 2002 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Stefan Falk (Autor)

Economía - Teoría y política monetaria
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Offenmarktgeschäfte sind Teil des Instrumentariums der Europäischen Zentralbank zur Erfüllung des ihr vorgegebenen Auftrags. Dieser ist in Artikel 2 des Statuts des ESZB geregelt. Danach ist es das vorrangige Ziel die Preisstabilität zu gewährleisten. Da mit dem Instrumentarium nur auf den monetären Sektor Einfluss genommen werden kann, muss die Übertragung der Impulse mittels Transmissionsmechanismen in den realwirtschaftlichen Sektor erfolgen. Daneben soll eine Unterstützung der allgemeinen Wirtschaftspolitik insoweit erfolgen, als das Ziel Preisniveaustabilität nicht beeinträchtigt wird. Diese Formulierung ist gegenüber der alten Regelung des Bundesbankgesetzes eindeutiger, da hier nur vom Ziel die Währung zu sichern die Rede war. Wegen der Verlagerung von Kompetenzen auf die EZB und dem Vorrang des EZB-Statuts mussten entsprechende Änderungen an einigen Stellen des Bundesbankgesetzes vorgenommen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 - Offenmarktgeschäfte

2 - Hauptrefinanzierungsgeschäfte

3 - Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte

4 - Feinsteuerungsoperationen

4.1 - Devisenswapgeschäfte

4.2 - Hereinnahme von Termineinlagen

4.3 - Endgültige Käufe und Verkäufe

5 - Strukturelle Operationen

6 - Sicherheiten

7 - Wirkungen der Offenmarktpolitik und Beurteilung der Wettbewerbsneutralität in Zusammenhang mit der Größe

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert die Instrumente und Wirkungsweisen der Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank (EZB) und untersucht kritisch deren Einfluss auf den Geldmarkt sowie die potenzielle Wettbewerbsverzerrung in Abhängigkeit von der Größe der teilnehmenden Kreditinstitute.

  • Grundlagen und Rahmenbedingungen der Offenmarktgeschäfte im Eurosystem
  • Differenzierung der verschiedenen Instrumente wie Hauptrefinanzierungs- und Feinsteuerungsoperationen
  • Anforderungen an Sicherheiten und deren Risikokontrolle
  • Analyse der geldpolitischen Transmissionsmechanismen
  • Diskussion der Wettbewerbsneutralität unter Berücksichtigung empirischer Erkenntnisse

Auszug aus dem Buch

4 - Feinsteuerungsoperationen

Feinsteuerungsoperationen dienen dem Ausgleich von nicht vorgesehenen Schwankungen bei der Bargeldhaltung der Nichtbanken. Es sollen Auswirkungen unerwarteter Liquiditätsschwankungen auf die Zinssätze vermieden werden. Die Feinsteuerungsoperationen wirken dabei in beidseitiger Richtung d.h. mit ihnen kann sowohl Liquidität bereitgestellt als auch Liquidität entzogen werden. Da lediglich unerwartete Schwankungen ausgeglichen werden sollen finden diese Geschäfte auch nicht regelmäßig statt. „Die Mindestreserve in ihrer Funktion als individueller und genereller Liquiditätspuffer am Geldmarkt dürfte aber bewirken, dass der Bedarf an Feinsteuerungsmaßnahmen sich in engen Grenzen hält, da die Folgen von vorübergehenden Schwankungen der Bankenliquidität für den Tagesgeldsatz aufgrund der Durchschnittsmindestreserve abgefedert werden.“ Entsprechend wurde dieses Instrument auch von 1999 bis Mitte 2001 auch nur bisher dreimal eingesetzt. Die Laufzeit ist nicht standardisiert, umfasst in der Regel aber einen Zeitraum von wenigen Tagen. Die Durchführung der Feinsteuerungsoperationen erfolgt sowohl über bilaterale Geschäften als auch über Schnelltender.

Zusammenfassung der Kapitel

1 - Offenmarktgeschäfte: Einführung in die rechtliche Grundlage und die Rolle der Offenmarktgeschäfte im Instrumentarium der EZB zur Sicherung der Preisstabilität.

2 - Hauptrefinanzierungsgeschäfte: Erläuterung der wöchentlichen Standardtender zur Liquiditätsbereitstellung, die den geldpolitischen Kurs des Eurosystems maßgeblich steuern.

3 - Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte: Darstellung der monatlichen Tender mit dreimonatiger Laufzeit, die als ergänzendes Instrument zur Liquiditätsversorgung dienen.

4 - Feinsteuerungsoperationen: Beschreibung der unregelmäßigen und kurzfristigen Maßnahmen zur Abfederung unerwarteter Liquiditätsschwankungen am Geldmarkt.

5 - Strukturelle Operationen: Untersuchung der langfristigen Maßnahmen zur Steuerung der Bankenliquidität und zur Beeinflussung der Refinanzierungsabhängigkeit.

6 - Sicherheiten: Detaillierte Analyse der Anforderungen an Sicherheiten, deren Kategorisierung und der notwendigen Risikokontrollmaßnahmen.

7 - Wirkungen der Offenmarktpolitik und Beurteilung der Wettbewerbsneutralität in Zusammenhang mit der Größe: Kritische Reflexion der geldpolitischen Transmissionsmechanismen und der empirischen Evidenz für Wettbewerbsvorteile großer Kreditinstitute.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, Offenmarktgeschäfte, Geldpolitik, Liquiditätssteuerung, Hauptrefinanzierungsgeschäfte, Tenderverfahren, Mindestreserve, Zentralbankgeld, Sicherheiten, Transmissionsmechanismus, Wettbewerbsneutralität, Preisstabilität, Geldmarkt, Kreditinstitute, Refinanzierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit dem Instrumentarium der Offenmarktpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im Kontext der einheitlichen Geldpolitik im Eurosystem.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Liquiditätssteuerung durch verschiedene Tenderarten, die Anforderungen an Sicherheiten sowie die Auswirkungen dieser Geldpolitik auf den Geldmarkt.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise der verschiedenen Offenmarktgeschäfte zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, ob diese in Bezug auf die Größe der teilnehmenden Banken wettbewerbsneutral wirken.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse auf Basis geldpolitischer Literatur sowie die Einbeziehung empirischer Untersuchungsergebnisse zur Kreditinstitutsgröße und Refinanzierungsvorteilen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Instrumente (Hauptrefinanzierungs-, längerfristige und Feinsteuerungsoperationen), die Anforderungen an Sicherheiten sowie die Wirkungsanalyse der Geldpolitik.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Offenmarktgeschäfte, Eurosystem, Liquiditätsbereitstellung, Tenderverfahren, Sicherheitenkategorien und Wettbewerbsneutralität.

Wie unterscheiden sich die Hauptrefinanzierungsgeschäfte von Feinsteuerungsoperationen?

Während Hauptrefinanzierungsgeschäfte regelmäßig wöchentlich zur Steuerung der Liquidität und Zinssignale eingesetzt werden, dienen Feinsteuerungsoperationen nur dem kurzfristigen Ausgleich unerwarteter Marktschwankungen.

Welche Rolle spielen die "Kategorie-1-" und "Kategorie-2-Sicherheiten"?

Diese Kategorien dienen der Klassifizierung der von den Banken zu hinterlegenden Sicherheiten. Sie stellen sicher, dass das Eurosystem vor Verlusten geschützt ist, wobei zwischen EZB-eigenen Schuldverschreibungen und anderen markt- sowie nicht marktfähigen Titeln differenziert wird.

Warum wird die Wettbewerbsneutralität der Offenmarktgeschäfte infrage gestellt?

Empirische Untersuchungen deuten darauf hin, dass größere Institute aufgrund ihrer Marktstellung und Möglichkeiten zu Arbitragegeschäften einen relativen Kostenvorteil bei der Refinanzierung gegenüber kleineren Instituten haben könnten.

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Detalles

Título
Die Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank
Universidad
Pforzheim University  (Volkswirtschaftslehre)
Calificación
1,7
Autor
Stefan Falk (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
15
No. de catálogo
V11908
ISBN (Ebook)
9783638179508
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geldpolitik EZB Offenmarktgeschäfte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Falk (Autor), 2002, Die Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11908
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