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Die klischeebehaftete, parodistische Darstellungsweise im Musical "The Producers" des Staatstheaters Mainz

Titel: Die klischeebehaftete, parodistische Darstellungsweise im Musical "The Producers" des Staatstheaters Mainz

Hausarbeit , 2020 , 15 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Angelina Marx (Autor:in)

Theaterwissenschaft, Tanz
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Analyse dieser Hausarbeit wird sich auf einzeln herausgegriffene Szenen beschränken und versucht die Frage zu erläutern, mit welchen semiotischen und phänomenologischen Mitteln unterschiedliche Stereotype eingesetzt werden. Ein Teil davon ist die Untersuchung, wie die Hauptkostüme der Darsteller zu diesen Klischees des Stücks beitragen, ebenso wie der phänomenale Leib und der semiotische Körper die Figuren der Aufführung verstärken und welche Rolle die akustischen Zeichen dabei spielen. Die leibliche Ko-Präsenz der Semiotik sowie die Intentionalität, Responsivität und Fremdheit der Phänomenologie werden im Hinblick auf die Wahrnehmungsprozesse des Publikums untersucht. Zum Ende soll der Blick besonders auf die politische Botschaft und den unterschiedlichen Codes unseres kulturellen Systems liegen.

Als Ausgangspunkt für diese Hausarbeit dient die Vorstellung vom 21.11.2019 im Großen Haus des Staatstheaters Mainz.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse von Kostüm und Maske

2.1. Die Körperlichkeit

2.2. Akustische Zeichen

2.3. Die Wahrnehmungsprozesse

2.4. Die internen und externen Codes im Hinblick auf Geschichte und Politik

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht am Beispiel der Inszenierung des Musicals „The Producers“ am Staatstheater Mainz, wie durch spezifische semiotische und phänomenologische Mittel gesellschaftliche Stereotype parodistisch dargestellt werden. Dabei wird analysiert, wie Kostüme, Masken, Körpersprache und akustische Zeichen zusammenwirken, um politische Botschaften zu vermitteln und das Publikum in den performativen Prozess einzubinden.

  • Semiotische und phänomenologische Analyse theatraler Mittel
  • Einsatz von Kostüm und Maske zur Stereotypisierung
  • Die Rolle der Körperlichkeit und akustischer Zeichen
  • Interaktion zwischen Bühne und Publikum (autopoietische Feedbackschleife)
  • Verarbeitung politischer Codes und deren parodistische Überarbeitung

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Körperlichkeit

Die Flüchtigkeit des Körpers und seine permanente Transformation ist im Hinblick auf die Aufführung, immer auch ein Leib der Doppelheit. In Abstand zu sich selbst treten die Schauspieler*innen aus ihren Körpern heraus und stellen aus dem Material ihres eigenen Leibes eine Figur dar. Somit entsteht die Dopplung und die Spannung zwischen dem phänomenalen Leib und dem semiotischen Körper.

In dem Musical „The Producers“ ist der phänomenale Leib und der semiotische Körper stark mit einander vereint. Es wird nicht wie in manch anderen Stücken allein der semiotische Körper exaltiert aufgezeigt, in dem die Schauspieler versuchen sich möglichst weit von ihrem eigenen Körper und der eigenen Existenz zu lösen. In dem vorliegenden Stück geht es darum, die eigene Körperlichkeit, zwar auch übertrieben, aber auf der Basis des vorhandenen phänomenalen Leibes darzustellen und diese theatralen Codes in die internen Codes der Parodie und Satire zu übertragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Musical „The Producers“ am Staatstheater Mainz ein und skizziert das methodische Vorgehen mittels semiotischer und phänomenologischer Analyse zur Untersuchung von Stereotypen.

2. Analyse von Kostüm und Maske: Dieses Kapitel befasst sich mit der visuellen Gestaltung der Figuren, die durch den Stil der Zwanziger Jahre sowie spezifische Klischees die internen Codes der Gesellschaft aufgreift und parodiert.

2.1. Die Körperlichkeit: Hier wird das Spannungsfeld zwischen dem phänomenalen Leib der Schauspieler und dem semiotischen Körper der dargestellten Figuren im Kontext parodistischer Übertreibung erläutert.

2.2. Akustische Zeichen: Das Kapitel untersucht, wie durch Stimmfärbung, Dialekte und Gesang die parodistische Prägung der Stereotype akustisch untermauert und verstärkt wird.

2.3. Die Wahrnehmungsprozesse: Dieser Abschnitt thematisiert die autopoietische Feedbackschleife zwischen Bühne und Publikum und analysiert, wie Zuschauerreaktionen den Verlauf und die Atmosphäre der Aufführung beeinflussen.

2.4. Die internen und externen Codes im Hinblick auf Geschichte und Politik: Das Kapitel analysiert, wie historische Symbole der NS-Zeit und externe Klischees über Deutschland in einen internen parodistischen Code überführt werden, um eine klare politische Botschaft zu transportieren.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Inszenierung durch die Verbindung von Kostüm, Körperlichkeit und Zuschauerinteraktion eine gelungene Parodie darstellt, die gleichzeitig ein aktuelles politisches Statement gegen Rechtsradikalismus setzt.

4. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten theoretischen Grundlagen und des Kritikerlinks.

Schlüsselwörter

The Producers, Staatstheater Mainz, Musical, Semiotik, Phänomenologie, Stereotype, Parodie, Satire, Kostüm, Maske, Körperlichkeit, autopoietische Feedbackschleife, NS-Zeit, politische Botschaft, Theaterwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die parodistische Darstellungsweise von Stereotypen in der Inszenierung des Musicals „The Producers“ am Staatstheater Mainz.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die visuelle und körperliche Umsetzung von Klischees, die akustische Charakterisierung der Figuren sowie die Wechselwirkung zwischen der Aufführung und dem Publikum.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu erläutern, mit welchen semiotischen und phänomenologischen Mitteln Stereotype im Stück eingesetzt werden, um parodistische Effekte und politische Aussagen zu erzeugen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden theaterwissenschaftliche Analysemethoden angewandt, insbesondere die Semiotik des Theaters (nach Erika Fischer-Lichte) sowie phänomenologische Ansätze (nach Jens Roselt).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Kostüm/Maske, Körperlichkeit der Darsteller, den Einsatz akustischer Zeichen, die Wahrnehmungsprozesse des Publikums sowie die Analyse politischer und historischer Codes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Musical-Analyse, Parodie, Semiotik, Phänomenologie, Stereotypisierung und performative Feedbackschleifen charakterisiert.

Warum spielt die „autopoietische Feedbackschleife“ eine wichtige Rolle?

Sie beschreibt die Wechselwirkung zwischen Bühne und Publikum, bei der die Reaktionen der Zuschauer (z. B. Lachen) die Darbietung der Schauspieler unmittelbar beeinflussen und formen.

Wie geht die Autorin mit dem sensiblen Thema der NS-Symbolik im Stück um?

Die Arbeit analysiert, wie diese Symbole im Musical als Mittel des Schocks genutzt werden, um sie unmittelbar darauf durch parodistische Übersteigerung ins Lächerliche zu ziehen und somit zu enttabuisieren.

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Details

Titel
Die klischeebehaftete, parodistische Darstellungsweise im Musical "The Producers" des Staatstheaters Mainz
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Veranstaltung
Theaterwissenschaft, Analysemethoden
Note
1,0
Autor
Angelina Marx (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
15
Katalognummer
V1190900
ISBN (PDF)
9783346632555
ISBN (Buch)
9783346632562
Sprache
Deutsch
Schlagworte
darstellungsweise musical producers staatstheaters mainz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Angelina Marx (Autor:in), 2020, Die klischeebehaftete, parodistische Darstellungsweise im Musical "The Producers" des Staatstheaters Mainz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1190900
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  15  Seiten
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