Die Darstellung und das Verhältnis der Geschlechter in ausgewählten Romanen von Elfriede Jelinek, Marlene Streeruwitz und Sibylle Berg


Bachelorarbeit, 2008
58 Seiten, Note: 1,50

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Geschlechterbilder in Jelineks ,Lust’
1.1 Der machtgierige, gewalttätige, sexsüchtige Patriarch
1.2 Das konsumgierige „Gefühlswesen“ Frau
1.3 Das sexuelle Machtverhältnis als Folge ökonomischer Verhältnisse
1.4. ,Lust’ als entmythologisierende Groteske

2. Geschlechterbilder in Streeruwitz’ ,Verführungen.’
2.1 Verführende Männer
2.2 Verführte Frauen
2.3 Die „Poetik des Banalen“ – Ausdruck weiblicher Subjektivität
2.4 Frauen als gelernte Opfer

3. Geschlechterbilder bei Sibylle Berg
3.1 Bergs Männerfiguren – „harte Schale, weicher Kern“
3.2 Singlefrauen im Liebesrausch
3.3 Bekannte Themen und Techniken – neue Verhältnisse
3.4 Überschneidungen der Geschlechterbilder

Fazit

Literaturverzeichnis

Einleitung

Das von der französischen Philosophin und Schriftstellerin Simone de Beauvoir 1949 veröffentlichte Werk Le Deuxième Sexe („Das andere Geschlecht“)1 mit der These „Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es“2 beeinflusste sowohl die Literaturwissenschaft als auch die Literaturproduktion. Die Annahme, dass gesellschaftliche Vorstellungen von Weiblichkeit „in der irrigen Vorstellung einer natürlich gegebenen Ordnung wurzeln“3 und zu hierarchischen Geschlechts- beziehungen, Frauendiskriminierung und -unterdrückung führen, richtete die Aufmerksamkeit der Literaturwissenschaft auf neue Arbeitsfelder. Der von männlichen Autoren dominierte traditionelle Literaturkanon4 wurde in Frage gestellt, literarisch vermittelte Frauenbilder wurden herausgearbeitet5, auch patriarchatskritisch analysiert6, und Theorien zu einer spezifisch weiblichen Schreibweise (Écriture feminine) entwickelt7. In dieser Arbeit, die auf der Erkenntnis des Konstruktionscharakters von ,Geschlecht’ aufbaut, soll nicht wie in der so genannten „feministischen Literaturwissenschaft“8 Partei für das weibliche Geschlecht ergriffen werden. Die Analyse-Kategorie ,Geschlecht’, im Sinne von „soziales Rollenmuster“9 soll hier, wie es Jutta Osinski als Merkmal einer gender -orientierten Literaturwissenschaft hervorhebt10, auch literarisch vermittelte Männerbilder umgreifen. Außerdem soll das in den Werken dargestellte Verhältnis zwischen den Geschlechtern in den Blick genommen werden. Wie bereits angedeutet, beeinflusste der Gender -Diskurs auch die Literaturproduktion selbst, und zwar nicht nur durch die stärkere Präsenz von Autorinnen. In einigen Werken der Gegenwartsliteratur wird auf den Konstruktionscharakter von Geschlechterbildern direkt oder indirekt Bezug genommen. In dieser Arbeit soll deshalb nicht, wie in den so genannten „literaturwissenschaftlichen Gender Studies11, untersucht werden, wie soziokulturelle Zuschreibungen literarische Texte beeinflussen12, sondern vielmehr, wie literarisch mit diesen Geschlechterkonstruktionen umgegangen wird. Untersucht werden Elfriede Jelineks Werk „Lust“13, Marlene Streeruwitz’

„Verführungen.“14 und Sibylle Bergs „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“15. Die Wahl der Autorinnen liegt zum einen in ihrem feministischen Erkenntnisinteresse begründet, das aus ihren Werken und außerliterarischen Äußerungen hervorgeht, und das von einer Reflexion über soziokulturell geprägte Vorstellungen von ,Geschlecht’ zeugt. Bei Jelinek finden sich feministische Aussagen in Essays16 und Interviewaussagen, bei Streeruwitz zudem in Poetikvorlesungen17, Berg befasste sich vor allem als Journalistin mit dem Thema Emanzipation der Frau.18 Zum anderen kann ein Vergleich dieser Autorinnen eine eventuelle Entwicklung im literarischen Umgang mit Geschlechterkonstruktionen innerhalb der Gegenwartsliteratur aufzeigen, da Jelinek, Streeruwitz und Berg verschiedenen Autorinnengenerationen angehören. Jelinek und Streeruwitz stammen zwar beide aus Österreich, doch wurde die vier Jahre ältere Jelinek stärker von den in der Nachkriegszeit aufkommenden Antikapitalismus geprägt als die 1950 geborene Streeruwitz und erlebte folglich auch die Anfänge der Neuen Frauenbewegung mit, was die Radikalität und die marxistische Einfärbung ihrer feministischen Äußerungen erklärt. Berg ist 1962 in Weimar geboren, erlebte die Neue Frauenbewegung nicht mehr als Erwachsene mit, wurde dafür durch die Popkultur beeinflusst. Von Jelinek soll das Werk

„Lust“ von 1989 analysiert werden, weil sein Plot durch die Referenz auf die Verbreitung des HIV-Virus auf die 80er Jahre datierbar19 und somit mit denen der Werke Streeruwitz’ und Bergs vergleichbar ist, die ebenfalls in den 80er Jahren20 beziehungsweise 90er Jahren21 spielen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die jeweiligen literarischen Umgangsweisen der Texte mit soziokulturell konstruierten Geschlechterbildern herauszuarbeiten, sie miteinander zu vergleichen und die Unterschiede herauszustellen.

1. Geschlechterbilder in Jelineks ,Lust’

Die Figuren in ,Lust’ stellen keine realistischen Charaktere dar. Das auktoriale, nicht-diegetische Erzählmedium gibt sich von Beginn an als Schöpfer der dargestellten Welt zu verstehen, ruft dem Leser den Fiktionscharakter immer wieder in Erinnerung, z. B. wenn es sagt: „Ich möchte das jetzt an dieser Stelle neu in Worte kleiden!“ (L 20) oder „Heute haben wir einmal Sonne, bestimme ich jetzt.“ (L 164). Von den Protagonisten, dem Fabrikanten-Ehepaar Hermann und Gerti sowie ihrem Geliebten, dem sportlichen Jurastudenten Michael, erfährt der Leser keine Nachnamen, keine Vorgeschichten, wenig persönliche Eigenschaften. Er erhält kaum Hinweise über das Aussehen der Figuren, kann sich von ihnen kein klares Bild machen kann. Die Vornamen, die der Leser vom Direktoren- Ehepaar erst nach einem Fünftel des Buches erfährt, sind beliebig.22 Der Name bezeichnet „nicht mehr die Person oder eine Identität“23, sondern lediglich die Geschlechtszugehörigkeit einer Figur, wie Matthias Luserke hervorhebt. So wird der Name Gerti von der Erzählstimme mit dem Namen Brigitte verwechselt, Hermann lässt sich als Zusammensetzung von „Herr“ und „Mann“ lesen.

Nicht nur auf inhaltlicher, auch auf erzähltechnischer Ebene wird die Möglichkeit einer Identifizierung mit den Figuren verhindert. Wie Jutta Schlich feststellt, dominiert zwar die „personale Erzählsituation“24, in denen die Vorgänge und inneren Regungen der Figuren durch Erzählerbericht, inneren Monolog und erlebte Rede zum Ausdruck kommen, doch fungiert die Erzählstimme „besonders in Bezug auf Michael und Hermann nicht lediglich als echtes Sprachrohr der Charaktere, etwa als die Stimme ihrer kollektiven Erfahrung und Weltanschauung“25. Stattdessen werden die Ansichten der Figuren auf ironische Weise durch auktoriale Reflexionen und Kommentierungen vermittelt.26 Selbst wenn das Erzählmedium das Geschehen durch einen Gedankenbericht aus der Perspektive einer Figur schildert: „[…] die Frau [merkt], daß ihr ein fester Halt fehlt […]“ (L 11) – webt es doch immer seine eigenen, bewertenden ironischen Worte mit ein27 – „[…] eine Haltestelle, wo das Leben warten könnte.“ (Ebd.) Ansgar und Vera Nünning weisen darauf hin, dass vor allem bei einer gender - orientierten Erzähltextanalyse eine Figurendarstellung als „subjektiv gebrochen“28 durch die Erzählinstanz betrachtet werden müsse. Die ausgeprägt subjektive Erzählweise bei ,Lust’ betont auch Klaus-Peter Philippi in einer Zeitungs- rezension: „Der Roman ist bei allem perspektivischen Wechsel zwischen den Figuren, vor allem zornige ,Rede’ der Sprecherin, die ,auch’ erzählt.“29 Philippi bemerkt zwar, dass sich das Erzählmedium auch ganz allgemein mit Menschen identifiziert, vernachlässigt dies aber.30 Harald Tanzer spricht ebenfalls von einer weiblichen Erzählinstanz.31 Das Erzählmedium ordnet sich durch das Pronomen „wir“ jedoch nicht nur dem weiblichen Geschlecht, sondern auch dem männlichen Geschlecht zu. Die Geschlechtszugehörigkeit des Erzählmediums kann aufgrund des Perspektivwechsels nicht so eindeutig festgelegt werden, wie bei Jelineks späterem Werk ,Gier’32, in dem die Perspektive als weiblich angenommen werden kann.33

Die Psychologie der Figuren steht aufgrund ihres Fiktionscharakters nicht Vordergrund, spielt entgegen Osinskis Behauptung34 dennoch eine Rolle. Die sarkastischen und ironisierenden Kommentare des geschlechtlich nicht einzuordnenden Erzählmediums bewerten nicht nur das Verhalten und die Gedanken der Figuren, sie geben auch Aufschluss über ihre wahren Motivationen. Maja Sibylle Pflügers Aussage, dass in den Texten Jelineks „keine souveränen Subjekte, sondern […] andere Texte und Diskurse [sprechen]“35 bedeutet auf ,Lust’ bezogen, dass die Einstellungen und das Verhalten der Figuren repräsentativ für vorherrschende gesellschaftliche Gedankenkonstrukte und Praktiken sind. Die fortwährende synonyme Verwendung der Bezeichnungen „Dieser Mann“ und „Der Mann“ für Hermann sowie „Die Frau“ und „Diese Frau“36 für Gerti lassen darauf schließen, dass die Protagonisten für Repräsentanten ihres Geschlechts stehen sollen. Bestätigt, relativiert und ergänzt werden diese Geschlechterbilder durch einen Vergleich mit den übrigen Mitgliedern der im Buch dargestellten Gesellschaft.

1.1 Der machtgierige, gewalttätige, sexsüchtige Patriarch

Der Protagonist Hermann ist als Leiter der einzigen in Dorfnähe angesiedelten Fabrik Arbeitgeber für fast alle Bewohner, hat eine königsgleiche Position im Dorf inne. Seine Frau, die er nach „möglichst guter Herkunft“ (L 10) und guter Figur ausgesucht hat, ist wegen seiner Anstellung mit in den kleinen Alpen-Skiort gezogen. Hermann ist ein Patriarch. Er verlangt von Frau und Kind, dass sie seinen Befehlen Folge leisten, am Abend auf ihn warten. Für die Versorgung und Pflege des Kindes macht Hermann die Frau mit der Begründung verantwortlich, dass ein Kind seine Mutter brauche. Das Haus wird zwar von einer Haushaltshilfe sauber gehalten, für Gerti bleibt dennoch Hausarbeit übrig. Außerdem muss sie kochen und Herman am Tisch bedienen. Das Einkaufen und das Einrichten des Hauses obliegen ebenfalls Gerti, doch kontrolliert Hermann ihr Wirtschaftskonto und ist geizig. Seine Arbeiter tyrannisiert der Fabrikleiter, indem er sie mit Kündigungsandrohungen zum Eintritt in den von ihm dirigierten Werkschor zwingt. Diesen Zwang rechtfertigt er damit, dass er die Arbeiter, die er als Tiere ansieht, mit Gesangeskunst zu Menschen erziehe: „Nur mit Gewalt sind sie nicht Tiere geworden, leben aber so, wir ihr Vorgesetzter zu seiner Frau sagt.“ (L 127) Seinen Sohn zwingt er zum Geigenunterricht, obwohl es diesen offensichtlich stark belastet. Hermann ist ein familiärer Gewaltherrscher: Er genießt es, das Kind zu schlagen, wenn es nicht genug Geige übt. Neben der klassischen Musik ist für den Patriarchen Allgemeinbildung wichtig, beim Abendessen blättert er in einem Taschenlexikon. Natur ist für ihn bedeutungslos: „Nicht liebt er Wildes, der stumme Wald sagt ihm gar nichts.“ (L 15). Dafür ist er technisch interessiert, „schreibt sich als Hobby die Programme selbst“ (L 15). Von seinem Arbeitsalltag entspannen kann der Direktor nur beim Sex. Die sexuellen Wünsche verfolgt er ebenso obsessiv wie die betriebliche Gewinnmaximierung.37 Wie im Beruf will er beim Geschlechtsverkehr ,Leistung’ zeigen und misst sie an der Größe seines Gliedes, seiner Potenz und der Menge seines Samens: „[…] Wie könnte [die Frau] nicht gerührt sein von diesem Strahl. Ja, jetzt erhält sie den ganzen Mann […]“ (L 25). Die Auslebung seines Geschlechtstriebes bestätigt Hermann in seiner Identität.38 Eigentlich erhebt der Direktor Anspruch auf Vielfalt bei der Wahl von Sex-Partnerinnen, ging früher ins Bordell und veranstaltete Swinger-Partys. Durch gesellschaftliche Umstände – die Verbreitung des HIV-Virus – ist er gezwungen, sich auf seine Frau zu beschränken, da er den Gebrauch eines Kondoms kategorisch ablehnt. Hermann betrachtet seine Samen als zu wertvoll, um sie mit Verhütungsmitteln unwirksam zu machen.

Sex ist für ihn kein partnerschaftliches Vergnügen, der Frauenkörper nur Mittel zur Selbstbefriedigung: „Dieser Mann ist immer bereit und freut sich auf sich.“ (L 16). Seine Frau Gerti behandelt er wie eine Sklavin: Sie soll zu Hause bleiben, wo er sie jederzeit anrufen kann. Hermann betrachtet Gerti als einen Gebrauchsgegenstand, den er erworben hat.39 Als Gertis Besitzer glaubt Hermann das Recht zu haben, ihr die Kleidung vorzuschreiben: Sie muss weiblich und gleichzeitig zum Sex schnell auszuziehen sein. Manchmal muss Gerti auch Reizwäsche tragen oder ihn nackt empfangen: „ihr Körper soll sich jeden Tag ordentlich zum Dienst melden“ (L 34). Das Ausmaß Hermanns sexuellen Verlangens ist extrem: Er fasst Gerti sogar im Beisein des Kindes und beim Abendessen mit Gästen an den Geschlechtsteilen an oder bestellt sie sich zum Geschlechtsverkehr wie eine Pizza ins Büro. Mit Willeke formuliert: Gerti wird von Hermann „auf ihre Geschlechtsmerkmale reduziert“ und „zum Instrument der Lustbefriedigung degradiert.“40 Am liebsten hätte Hermann es, wenn sich Gerti wie die Frauen in pornografischen Filmen selber körperlich anbieten würde. Da sie es aber nicht tut, sieht er sich dazu berechtigt, den Sex mit Gewalt einzufordern. Die sexuelle Fügsamkeit sieht Hermann als vom „Gesetz“ (L 46) im „Ehevertrag[ ]“ (L 26) verbindlich vorgeschriebene Pflicht der Frau an und setzt sie als zur Rechfertigung mit Liebe gleich: „Nicht will an seinem Strahl sie sich laben, aber sie muß, die Liebe verlangt’s“ (L 40). Wie es in pornografischen Filmen vorgezeigt wird, redet sich Hermann ein, dass die Frau sich „doch gewi[ss] nur zum Schein“ (L 18) wehre.

Hermanns Brutalität ist grenzenlos: „Er zieht in ihren Arsch ein und schlägt vorn ihr Gesicht gegen den Badewannenrand.“ (L 27) Die Entwürdigung der Frau sieht er gemäß pornographischer Phantasien als „letzte[n] Schliff“ (L 24) an, der ihren Status als sein Eigentum festigt. Er realisiert immer neue sadistische Demütigungsphantasien, die er sich aus Pornofilmen abguckt. Zum Beispiel „drückt [er] der Frau das Haar in seinen Erguß […], den ihre einfältigen Augen erblicken sollen“ (L 39). Mit der von ihm konstatierten Geistlosigkeit der Frau wird der Bruch ihres Willens legitimiert. Als Ausgleich für die Brutalität, die Gerti erduldet, kauft er ihr Kleider, Möbel, Schmuck, Kosmetik. Durch Gertis finanzielle Abhängigkeit fühlt er sich ihrer sicher. Sexuelle Lust, Machtgier und Wut sind alles, was Hermann empfindet. Seine Bildung hat keinen kontrollierenden Einfluss auf seinen sexuellen Trieb und seine Aggressivität. Hermann hält Kultur – Ausdrücke von Menschlichkeit – hoch und ist gleichzeitig unmenschlich gewalttätig, weshalb er Leopold Federmair „an das bekannte Stereotyp vom SS-Offizier [erinnert], der im Vernichtungslager nach getanem Tagewerk Schubert spielt.“41

Hermann muss sich im Konzern zwar den Wünschen „seine[r] Eigner“ (L 143) beugen, ist aber Teil der „Männerwelt, die circa zweitausend Personen aus Sport, Politik, Wirtschaft, Kultur faßt, in denen die anderen baden gehen dürfen“ (L 116) – der Gruppe von Männern, die den Rest der Gesellschaft unterdrückt. Die genannten Bereiche, vor allem Sport und Politik, sind in der dargestellten Welt für alle Männer erstrebenswerte Einflussbereiche. Neben dem Streben nach Macht ist auch das Bedürfnis der Unterdrückung der Erzählerstimme zufolge in allen Männern vorhanden: Sie „[…] werden mit der Scheibe in der Brust schon geboren und lassen sich von ihren Vätern über die Berge schicken, nur um wieder andre abzuschießen“ (L 72). Die Arbeiter und Arbeitslosen, die aufgrund ihrer sozialen Position keine gesellschaftliche Macht haben, können nur physisch unterdrücken, und zwar ihre Familie. Sie schlagen und vergewaltigen ihre Frauen, um Frust abzubauen und sich selbst zu bestätigen. Männer in gehobenen Positionen haben Sex, um „sich wieder [zu] sammeln und anschließend ihre Geschäftspartner aufs Kreuz legen zu können.“ (L 35) Ihre Freizeit erlaubt ihnen, den Geschlechtsverkehr wie Hermann zu zelebrieren, z.B. mit sadomasochistischen Praktiken. Ihre Potenz ist diesen Männern so wichtig, dass sie sich dafür „sogar Spritzen wie der Blitz verabreichen […], damit sie es länger aushalten […].“ (L 35). Von Männern aller Schichten wird es als normal empfunden, Sex gewaltsam zu erzwingen. Michael, der ironischerweise „ein Studium der Gerechtigkeit“ (L 89) absolviert hat, vergewaltigt Gerti gemeinsam mit seinen Freunden, schaut bei einer Vergewaltigung Gertis durch Hermann zu und befriedigt sich selbst dabei:

„Von der Hüfte abwärts gehören wir Männer eben zusammen“ (L 244). Es ist nicht nur Hermanns sexuelles Begehren, „seine Lust, die im Buch stellvertretend für die männliche Lust steht [und das weibliche Begehren] beherrscht, unterdrückt und ignoriert […]“42, wie Willeke in ihrer Rezension feststellt. Diese ist aufgrund seiner guten Lebenssituation besonders ausgeprägt, weil er keine Sorgen hat und „im Gegensatz zur arbeitenden Klasse Zeit [hat], sich der „Arbeit der Geschlechter“ (L 249) zu widmen.“43 Neben dem Drang zur Triebbefriedigung sind es die Gier nach Macht und die Gewaltbereitschaft, die stellvertretend für alle Männer in ,Lust’ stehen und die Gefühle der Frauen ignorieren, unterdrücken und verletzen.

1.2 Das konsumgierige „Gefühlswesen“ Frau

Das Leben der Protagonistin Gerti ist durch „materielle Sättigung“44 gekennzeichnet. Früher hat sie der Wohlstand glücklich gemacht, nun ist sie unglücklich wegen „diesen Makeln, die auf ihrem Leben lasten: Mann und Sohn“ (L 9). Hermanns Potenz- und Machtdemonstrationen empfindet Gerti als lächerlich: „Die Frau lacht nervös, als sich der Mann […] gezielt vor ihr entblößt“ (L 16) und bei gemeinsamen Einkaufen kann sie „gar nicht genug lachen über seine pedantischen Patriarchen Gespinste, in denen sein Hirn klirrt, wenn er der Kassiererin auf die Finger schaut.“ (L 77). Der Sex mit Hermann ist ihr unangenehm: „Die Mutter sucht, den Verkehr mit Vaters Geschlecht zu vermeiden“ (L 232). Dass die sadomasochistischen Praktiken, die Hermann mit ihr zusammen realisiert, nicht wie von Osinski behauptet ein „lustvolles Spiel, in dem beide aufgehen“45 ist, kann am deutlichsten mit folgender Szene belegt werden: „Er drückt ihren Kopf in die Badewanne und droht, die Hand in ihr Haar gekrallt, da[ss] wie man sich bettet so liebt man. Nein, weint die Frau, an ihr hängt keine Liebe“ (L 38). Gerti leidet darunter, dass das geliebte Kind sich von ihr abnabelt, ihre Liebe und erzieherischen Bemühungen abwehrt und wie der Vater seine Mitmenschen tyrannisiert. Seitdem der Sohn keine Aufsicht mehr braucht, muss sie die Vergewaltigungen ihres Mannes noch häufiger erleiden.

Gerti unterliegt einem Ordnungszwang. Zwar lacht sie selber darüber „voll Scham“ (L 59), doch ist sie nicht in der Lage, sich diesem Zwang zu entziehen, denn „es bleibt ihr nichts [anderes].“ (L 59). Sie leidet außerdem unter Essstörungen und ist kaufsüchtig und Alkoholikerin.

Von den Dorfbewohnerinnen wird Gerti um ihre Figur, ihre Kleidung und ihre Haushaltshilfe beneidet – aber auch gemieden, weil sie trinkt und „sich immer absondert.“ (L 60) Über Gerti wird gelästert. Was sie von den anderen Frauen im Dorf am deutlichsten unterscheidet, ist dem Erzählmedium zufolge ihre Flucht in

„Gefühlsamkeiten“ (L 97). Als sie auf den attraktiven Studenten Michael trifft, wird sie von ihren Gefühlen ,übermannt’ und verliebt sich: „Mit dem jungen Mann ist endlich einer, der der größte Intellektuelle sei könnte, in ihr Leben getreten. Jetzt wird alles anders […]“ (L 107 f.). Sie strebt „nach dem Götterbild Michael, das ihr auf Fotos, die ihm ähnlich sehen, verheißen worden ist“ (L 118), sieht in ihm „einen möglichen Erlöser“46 aus ihrem trostlosen Leben. Das Erzählmedium deutet auf die auf die vorprogrammierte Desillusionierung an:

„Gerti wird der Stoff, aus dem ihre Träume waren, von den Schultern gerissen und im Bodenraum zusammengeknüllt“ (L 102) – „Die Hände in ihr Haar gekrallt, fickt der Student die Frau rasch durch, ohne die Welt dabei anzuschauen […]“ (L 113). Christian Jägers These, dass Gerti nur „dem Mann zu Liebe die Lust mitmacht, um sich dessen Liebe zu versichern“47, kann allerdings dadurch widerlegt werden, dass Gerti beim Geschlechtsverkehr auch Erregungen empfindet: „Sie preßt diesen Menschen […] an sich […] Sie schreit.“ (L 116);

„Sie hat die Augen nach oben verdreht“ (L 121). Sie kommt zum Orgasmus:

„Langsam beruhigt sich das Zucken der Frau, das der Student in dieser Form bezweckt hat.“ (L 114) Hartwigs These, dass das weibliche Begehren als Sujet in ,Lust’ nicht vorkomme48, muss dahingehend relativiert werden, dass Frauen in ,Lust’ den Wunsch nach Sexualität nicht ohne Hinter- oder Folgegedanken hegen.49 Gerti empfindet nicht den Wunsch nach Sexualität körperlich, sondern nur den Geschlechtsverkehr selbst. Lieber als dieser ist ihr allerdings die Selbstbefriedigung – mit einem Vibrator oder ihrer Hand:

„Das Geschlecht ist zwar unbestritten unser Zentrum, aber wir wohnen dort nicht. Wie ziehen es vor, geräumiger und mit Zusatzgeräten, die wir nach Belieben einschalten und abschalten können, zu logieren. Schon strebt diese Frau innerlich in ihren heimischen Schrebergarten zurück, wo sie selbst die Glühbirnen von ihrer Muschi pflücken und innerhalb der gelben Leidlinien mit eigener Hand herumfuhrwerken kann.“ (L 110)

Gerti erhofft sich dennoch eine leidenschaftliche Affäre zur Abwechslung ihrer trostlosen Ehe, wie sie sie in Liebesromanen vorgeführt bekommt. Während die Dorffrauen ihr Alter und ihre abnehmende Attraktivität akzeptieren, bildet sich Gerti ein, mit ihrer Persönlichkeit und ihrer teuren Aufmachung einen jungen Mann von sich überzeugen zu können. Selbst nachdem Gerti von Michael und seinen Freunden vergewaltigt wurde, hält sie an ihrer ,Liebe’ zu ihm fest. Gerti flieht zweimal zu Michael, Hermann holt sie immer wieder zurück. Schließlich ist Gerti wieder vollständig in das verhasste Ehe- und Familienleben integriert. Als sie die Stabilität dieses Abhängigkeitsverhältnisses realisiert und ihre Träumereien als nicht erfüllbar erkennt, erstickt sie ihren Sohn, den „kleine[n] Kriegsgott“ (L 254), mit einer Plastiktüte und lässt seine Leiche im Bach verschwinden. Sie wird selbst zur Täterin50, indem sie den „Nachfolger des Täter-Vaters“51 ertränkt und somit dessen Wiederkehr verhindert.52 Das Bedürfnis nach Rache an ihrem Unterdrücker, dem sie durch den Mord an ihrem gemeinsamen Kind seinen Lebenssinn beraubt, ist bei ihr größer als ihre eigene Liebe zum Kind.

Wie Gerti heiraten fast alle in ,Lust’ dargestellten Frauen. Sie bilden sich ein, verliebt zu sein, doch werden die Männer eigentlich „nach Vermögen ausgesucht“ (L 66) beziehungsweise von den Mädchen der höheren Schicht auch nach „seiner Frisur, seiner Bekleidung und seinem Fahrwerk“ (L 199). Mit der Eheschließung befinden sich die Frauen in einem finanziellen Abhängigkeitsverhältnis zu ihren Männern. Zwar gibt es Frauen, die selber arbeiten und noch nicht Mutter werden wollen, doch sind die Arbeitsplätze im Dorf stark begrenzt: Sie können nur im Supermarkt, in Kaufhäusern oder als Haushaltshilfen bei wohlhabenden Familien arbeiten. In der Papierfabrik haben sie keine gesicherte Zukunft: Der Direktor entlässt bei schwacher Konjunktur erst die Frauen, „damit die Männer wenigstens bei der Arbeit entlastet sind. Und damit die Männer was haben, wohin sie sich entladen können […]“ (L 161). Den Frauen wird die Möglichkeit, eigenes Geld zu verdienen, um nicht heiraten zu müssen, systematisch verwehrt.

Außer Gerti müssen alle Ehefrauen im Dorf fürchten, für jüngere, attraktivere Frauen verlassen zu werden. Unter den Frauen gibt es keine Solidarität. Sie gönnen sich gegenseitig nichts und sind schadenfroh, wenn eine andere Frau von Männern schlecht behandelt wird. Als die betrunkene Gerti von Männern in der Kneipe unsittlich berührt wird, reagieren ihre Ehefrauen mir „ein[em] Schwall von Gelächter“ (L 211). Michaels Freundinnen, Mädchen höherer Bildungsschichten, betrinken sich wie ihre männlichen Freunde und werden zu Mittäterinnen bei der gemeinschaftlichen Vergewaltigung Gertis. Später, so sagt es das Erzählmedium voraus, werden sie „einander verleumden [ ], wenn sie nach ihrer Promotion als Konkurrenten in die Ämter springen.“ (L 195).

Die Dorffrauen werden im Alter dick – obwohl sie von ihren mühevoll bereiteten Speisen selbst nichts essen, weil sie Diät machen. Sie „leben von der Erinnerung“ (L 17), trauern wie Gerti um ihre Jugend und werden wie sie unzufrieden mit ihrem Leben als Hausfrauen und Mütter. Sie entwickeln alle Zwänge, „zählen die Esslöffel, mit denen [sie] [sich] verausgaben.“ (L 93) So wie Gerti den Sex erträgt, um Konsumgüter zu erhalten, provozieren die Dorffrauen den Sex, den sie selber nicht genießen, „damit sie etwas geschenkt bekommen, ein neues Kleid für ihre Belanglosigkeit.“ (L 224) Viele Dorffrauen tolerieren, dass ihre Männer fremdgehen, manche bringen sich aus Verzweiflung um. Den Grad der Verinnerlichung ihrer Pflichten als ordentliche Hausfrau kommt drastisch darin zum Ausdruck, dass sie ihr „Feiertagsgewand“ anziehen und „für drei Tage vor[kochen]“ (L 93).

[...]


1 De Beauvoir, Simone: Le Deuxième Sexe. Paris: 1949.

2 Ebd., S. 334.

3 Liska, Vivian: Eine kritische Bestandsaufnahme: Von feministischer Literaturwissenschaft zur kulturwissenschaftlichen Gender Studie. In: Baisch, Katharina u.a. (Hrsg.): Gender revisited: Stuttgart/ Weimar: Metzler 2002, S.5.

4 Vgl. Gnüg, Hiltrud; Möhrmann, Renate (Hrsg.):Frauen Literatur Geschichte, hrsg. von Hiltrud Gnüg und Renate Möhrmann, Stuttgart: Metzler 1985 sowie Brinker-Gabler (Hrsg.): Deutsche Literatur von Frauen (2 Bde.), München: Beck.

5 Vgl. Bovenschen, Silvia: Die imaginierte Weiblichkeit. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1979.

6 Stephan, Inge; Weigel, Siegrid (Hrsg.). Die verborgene Frau. Sechs Beiträge zu einer feministischen Literaturwissenschaft. Berlin: Argument-Verlag 1983.

7 Vgl. Vertreterinnen des French Feminism: Hélène Cixous (1975), Luce, Irigaray, Julia Kristeva.

8 Osinski, Jutta: Einführung in die feministische Literaturwissenschaft. Berlin: Schmidt 1998, S. 127.

9 Ebd., S. 105 f.

10 Vgl. ebd., S. 127.

11 Ebd., S. 106.

12 Vgl. ebd.

13 Jelinek, Elfriede: Lust. Hamburg: Rowohlt 1989 (11. Auflage: Oktober 2004).

14 Streeruwitz, Marlene: Verführungen. 3. Folge Frauenjahre. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1996 (2. Auflage: April 2004)

15 Berg, Sibylle: Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot. Leipzig: Reclam 1997.

16Vgl. z. B. Jelinek, Elfriede: Der Sinn des Obszönen. In: Gehrke, Claudia (Hrsg.), Frauen & Pornographie, Konkursbuch extra, Tübingen o. J. (ca. 1988), S. 102-103.

17 Vgl. Streeruwitz, Marlene: Sein. Und Schein. Und Erscheinen. Tübinger Vorlesungen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1997; sowie Streeruwitz, Marlene: Können. Mögen. Dürfen. Sollen. Wollen. Müssen. Lassen. Frankfurter Poetikvorlesungen. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1998.

18 Vgl. z. B. Berg, Sibylle: Frau 2000 oder Das Scheitern eines Traums. In: Weltwoche Nr. 2 (11.01.2001).

19 Vgl. Hartwig, Ina: Sexuelle Poetik: Proust, Musil, Genet, Jelinek. Frankfurt a. M.: Fischer 1998, S. 234.

20 Laut Klappentext spielt der Roman im Jahr 1989.

21 In Bergs Werk wird, wie in Popliteratur typisch, auf zeitgenössische Filmschauspieler und Musiker angespielt (Vgl. Berg, Sybille: Ein paar Leute, S.

22 Vgl. Luserke, Matthias: Ästhetik des Obszönen: Elfriede Jelineks 'Lust' als Protokolle. Mikroskopie des Patriarchen. In: Arnold, Heinz Ludwig (Hrsg.): Elfriede Jelinek. München: Edition Text + Kritik 2007 (3. Auflage), S. 96.

23 Ebd.

24 Schlich, Jutta: Phänomenologie der Wahrnehmung von Literatur. Am Beispiel von Elfirede Jelineks „Lust“ (1989). Tübingen: Niemeyer 1994, S. 114.

25 Ebd.

26 Vgl. ebd., S. 112.

27 Vgl. ebd., S. 136.

28 Nünnig, Vera und Ansgar (Hrsg.): Erzähltextanalyse und Gender Studies. Stuttgart: Metzler 2004, S. 135.

29 Philippi, Klaus-Peter: Sprach-Lust, Körper-Ekel. In: Bartsch, Kurt; Höfler, Günther A.: Elfriede Jelinek. Graz-Wien: Droschl 1991, S. 236 f.

30 Vgl. ebd., S. 336 f.

31 Vgl. Tanzer, Harald: Die Apokalypse der Geschlechter in Elfriede Jelineks 'Lust': "Gender" als Poetik des Textes. In: Neumann-Holzschuh, Ingrid (Hrsg.): Gender, Genre, Geschlecht: sprach- und literaturwissenschaftliche Beiträge zur Gender-Forschung. Tübingen: Stauffenburg 2001, S. 153.

32 Jelinek, Elfriede: Gier. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 2000.

33 Vgl. Pontzen, Alexandra: „Beredte Scham“– Zum Verhältnis von Sprache und Sexualität bei Elfriede Jelinek und Marlene Streeruwitz. In: Bettina Gruber und Heinz-Peter Preußer (Hrsg.): Weiblichkeit als politisches Programm. Sexualität, Macht und Mythos. Würzburg: 2005. S. 33 f.

34 Osinski, Jutta: Satire auf einen Porno: "Lust" von Elfriede Jelinek. In: Kalkuhl, Christina u.a. (Hrsg.): Lustfallen: Erotisches Schreiben von Frauen. Bielefeld: Aisthesis-Verlag 2003, S. 42.

35 Pflüger, Maja Sibylle: Vom Dialog zur Dialogizität. Die Theaterästhetik von Elfriede Jelinek. Tübingen/Basel 1996, S.34.

36 Jelinek, Elfriede: Lust, S. 7 f. Im Folgenden als Sigle L mit Seitenzahl in Klammern im Text.

37 Vgl. Luserke: Ästhetik des Obszönen, S. 96.

38 Willeke, Aline: Unlust. „Lust von Elfriede Jelinek. In: Kalkuhl, Christina u.a. (Hrsg.): Lustfallen: erotisches Schreiben von Frauen. Bielefeld: Aisthesis-Verlag 2003, S. 46.

39 Vgl. ebd., S. 45.

40 Willeke: Unlust, S. 45.

41 Federmair, Leopold: Sprachgewalt als Gewalt gegen die Sprache: zu Jelineks „Lust“. In: Weimarer Beiträge 52 2006,1, S. 54.

42 Willeke: Unlust, S.45.

43 Gürtler: Die Entschleierung der Mythen von Natur und Sexualität. In: Gürtler, Christa (Hrsg.): Gegen den schönen Schein: Texte zu Elfriede Jelinek. Frankfurt: Verlag Neue Kritik 1990, S. 126.

44 Hartwig, Ina: Sexuelle Poetik : Proust, Musil, Genet, Jelinek. Frankfurt a. M: Fischer 1998, S. 233. Ebd.

45 Osinski: Satire auf einen Porno, S. 43.

46 Gürtler: Die Entschleierung der Mythen, S. 127.

47 Jäger, Christian: Marxismus, der zur Sprache kommt. Zur impliziten politischen Theorie bei Elfriede Jelinek. In: Bettina Gruber und Heinz-Peter Preußer (Hrsg.): Weiblichkeit als politisches Programm. Sexualität, Macht und Mythos. Würzburg: Königshausen & Neumann, 2005. S. 104.

48 Vgl. Hartwig: Sexuelle Poetik. S. 233.

49 Pontzen: „Beredte Scham“, S. 30.

50 Vgl. Gürtler: Die Entschleierung der Mythen, S. 127 ; sowie Hartwig: Sexuelle Poetik, S. 273.

51 Hartwig: Sexuelle Poetik, S. 276.

52 Jäger: Marxismus, der zur Sprache kommt, S. 105

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Titel
Die Darstellung und das Verhältnis der Geschlechter in ausgewählten Romanen von Elfriede Jelinek, Marlene Streeruwitz und Sibylle Berg
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Begleitseminar zur BA-Arbeit
Note
1,50
Autor
Jahr
2008
Seiten
58
Katalognummer
V119101
Dateigröße
652 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung, Verhältnis, Geschlechter, Romanen, Elfriede, Jelinek, Marlene, Streeruwitz, Sibylle, Berg, Begleitseminar, BA-Arbeit
Arbeit zitieren
Juliana Hartwig (Autor), 2008, Die Darstellung und das Verhältnis der Geschlechter in ausgewählten Romanen von Elfriede Jelinek, Marlene Streeruwitz und Sibylle Berg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119101

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