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Die ewige Jugend. Strategien der Altersvermeidung in "De retardatione accidentium senectutis"

Title: Die ewige Jugend. Strategien der Altersvermeidung in "De retardatione accidentium senectutis"

Seminar Paper , 2021 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kim Schröder (Author)

History - Miscellaneous
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De retardatione accidentium senectutis, verfasst von Roger Bacon (gest. 1292/1294), enthält wichtige Informationen über den mittelalterlichen Grundgedanken über das Altern und der dazugehörigen Diätetik. Diese Arbeit versucht, die Methoden der Altersvermeidung und die Intention der Wiederherstellung des jugendlichen Körpers anhand Roger Bacons einschlägigem Werk herauszuarbeiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Das Alter(n): Konzepte, Charakteristika und Probleme

3. De retardatione accidentium senectutis

3.1 De cibis et potibus

3.2 Occulta

4. Conclusio

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

5.1 Quellen

5.2 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die mittelalterlichen Strategien zur Altersvermeidung sowie das Konzept der „ewigen Jugend“ anhand des Werkes De retardatione accidentium senectutis von Roger Bacon. Ziel ist es, die spezifischen medizinischen Vorstellungen und Diätetiken des 13. Jahrhunderts zu analysieren, um herauszuarbeiten, wie der Wunsch nach Verjüngung und der Erhalt des jugendlichen Körpers innerhalb der damaligen Wissensordnung konzeptualisiert wurde.

  • Historische Alterskonzepte und Begrifflichkeiten im Mittelalter.
  • Die Rolle der Humoralpathologie bei der Diätetik des Alterns.
  • Analyse der von Roger Bacon identifizierten "occulta" (okkulte Heilmittel).
  • Die soziale Relevanz von Lebensverlängerung als Herrschaftslegitimation.

Auszug aus dem Buch

3.2 Occulta

Roger Bacon beendet sein Werk nach unzähligen Auflistungen über die Ursachen des Alter(n)s und der richtigen Diätetik mit der Nennung von sieben occulta. Nachdem alles was bereits bekannt war lediglich zusammengefasst wurde, scheint der Franziskaner zum Abschluss die wahren Heilmittel der Altersvermeidung zu enthüllen. Zudem deklariert er die Offenbarung als absolute Innovation. Bemerkenswert ist, dass Roger Bacon nicht wie gewohnt die Heilmittel nennt, sondern in Rätseln spricht. Über das gesamte Werk nennt er folgende occulta: 1. Sonnenmineral (sol mineralis), 2. Medizin die im Meer versteckt ist (item medicina que a mari prohicitur est), 3. eine Beschaffenheit die kriecht (de genere repentium), 4. etwas, das in der Luft wächst (quod vegetatur in aere), 5. Mineral des edlen Tieres (minera nobilis animalis), 6. das langlebige Tier (animalis longe vite) und 7. die indische Pflanze (planta Indie). In der Forschung herrscht Uneinigkeit über die Zuschreibung der jeweiligen Heilmittel. Gemäß Little und Withington seien zumindest Gold, Ambra oder Perlen, Schlangengift, Rosmarin, und Aloeholz zu entnehmen. Diese Zuteilung erhält breite Zustimmung aus der aktuellen Forschung. Allerdings gibt es Diskrepanzen über das minera noblis animalis und animalis longe vite. Demnach könnte mit dem langlebigen Tier das Blut eines Menschen gemeint sein oder das Herz eines Hirsches. Zudem ordnen Little und Withington den Stoff des edlen Tieres zu den sieben occulta ein, während Peter Dilg davon abweicht. Gemäß Dilg gäbe es sieben Stoffe, wobei noch ein achtes nicht stoffliches Heilmittel hinzugefügt wird – das minera nobilis animalis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz des Alterns und führt in das Werk Roger Bacons ein, um das Spannungsfeld zwischen mittelalterlicher Altersforschung und dem Wunsch nach Verjüngung zu skizzieren.

2. Das Alter(n): Konzepte, Charakteristika und Probleme: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen mittelalterlichen Definitionen von Lebensabschnitten und beleuchtet die physiologischen sowie sozialen Herausforderungen des Alterns im 13. Jahrhundert.

3. De retardatione accidentium senectutis: Das Hauptkapitel analysiert Bacons Traktat hinsichtlich seiner Quellen, der Autorenschaft und seiner medizinischen Relevanz als Kompendium zur Verzögerung von Alterserscheinungen.

3.1 De cibis et potibus: Hier werden die diätetischen Ratschläge Bacons untersucht, wobei der Fokus auf der Bedeutung von Speisen und Getränken zur Erhaltung innerer Feuchtigkeit und der Prävention von Altersbeschleunigern liegt.

3.2 Occulta: Dieser Abschnitt widmet sich den sieben geheimnisvollen Heilmitteln (occulta), die Bacon zur Wiederherstellung der Jugend anführt, und deren Interpretation im Kontext der zeitgenössischen Wissenschaft und Alchemie.

4. Conclusio: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das Werk als pseudo-baconsches Kompendium ein, das eng mit dem damaligen Verständnis von guter Herrschaft verknüpft war.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Diese Sektion listet sämtliche primären und sekundären Quellen auf, die für die wissenschaftliche Untersuchung der Arbeit herangezogen wurden.

5.1 Quellen: Aufzählung der verwendeten Originaltraktate und Editionen.

5.2 Literatur: Zusammenstellung der wissenschaftlichen Sekundärliteratur zur Gerontomediävistik.

Schlüsselwörter

Alter(n), De retardatione accidentium senectutis, Roger Bacon, Humoralpathologie, Langlebigkeit, Diätetik, Mittelalter, Jugend, okkulte Heilmittel, Gold, Lebensverlängerung, Gerontomediävistik, Medizin, Herrschaft, Alchemie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das mittelalterliche Verständnis des Alterns und die Ansätze zur Lebensverlängerung, wie sie in Roger Bacons Werk "De retardatione accidentium senectutis" dargelegt werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die medizinische Theorie des Alterns, diätetische Vorschriften zur Erhaltung der Gesundheit, alchemistische Heilmethoden und die soziale Funktion des langen Lebens für Herrscher.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, die Absichten hinter der "Wiederherstellung der Jugend" und die Wirksamkeit der von Bacon vorgeschlagenen Strategien im historischen Kontext des Mittelalters kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine historisch-analytische Methode, indem sie Primärtexte mit aktuellem Forschungsstand der Gerontomediävistik vergleicht und kritisch auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des mittelalterlichen Altersbegriffs, die diätetische Lehre Bacons (Speisen/Getränke) und die Analyse der okkulten Mittel (occulta).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie Gerontomediävistik, Humoralpathologie, Lebensverlängerung und die spezifischen Begriffe aus dem Werk, wie "occulta" und "accidentia senectutis", erschließen.

Warum schreibt Bacon in Rätseln?

Es wird vermutet, dass Bacon die okkulten Heilmittel als Rätsel darstellte, um als Franziskaner öffentliche Skandale (fama vulgi) zu vermeiden, da manche Praktiken als moralisch fragwürdig galten.

Warum war das Konzept der Jugend im Mittelalter anders als heute?

Das Mittelalter definierte Altern nicht nur biologisch, sondern eng verknüpft mit sozialem Status und der "Blütezeit des Lebens" (iuventus), wobei die Rekonstruktion jugendlicher Kraft und Weisheit im Vordergrund stand.

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Details

Title
Die ewige Jugend. Strategien der Altersvermeidung in "De retardatione accidentium senectutis"
College
University of Heidelberg  (Historisches Seminar)
Grade
1,7
Author
Kim Schröder (Author)
Publication Year
2021
Pages
21
Catalog Number
V1191042
ISBN (PDF)
9783346628831
ISBN (Book)
9783346628848
Language
German
Tags
jugend strategien altersvermeidung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kim Schröder (Author), 2021, Die ewige Jugend. Strategien der Altersvermeidung in "De retardatione accidentium senectutis", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1191042
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