Die Tabakfabrik Linz als Zentrum für Events und Kreativwirtschaft. Auswirkungen der Neugestaltung auf ihren Bekanntheitsgrad


Seminararbeit, 2018

29 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Table of Contents

Mindmap

Abstract - Deutsch

Abstract - English

Inhaltsverzeichnis

Einleitung 1 Die Tabakfabrik: 2009 - heute

1.1 Die Gebäude und bereits bestehende Projekte
1.1.1 Das Konzept der Zwischennutzung
1.1.2 Bau 1
1.1.3 Bau 2
1.1.4 Brandland und Bau 3
1.1.5 Magazine
1.1.6 Kraftwerk ihren Bekanntheitsgrad?
1.2.1 Pläne und Entwicklungen seit 2009
1.2.2 IMAS Umfrage

2 Welche Auswirkungen könnten die zukünftigen Projekte auf den Bekanntheitsgrad haben?
2.1 Linzer Seilbahn
2.2 Neue Straßenbahnachse
2.3 NeuBau 3
2.4 Strada del StartUp „5x5“
2.5 Axis

Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abstract - Deutsch

Seit ihrer Schließung im Jahre 2009 befindet sich die Tabakfabrik in einem stetigen Wandel. Das Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden inwiefern sich dadurch der Bekanntheitsgrad der Tabakfabrik verändert hat und wird. Der erste Teil dieser wissenschaftlichen Arbeit behandelt die architektonischen Merkmale der einzelnen Gebäudekomplexe und deren Nutzungskonzept. Im Mittelpunkt steht hierbei die Frage ,Welche Auswirkung hatte die Neugestaltung der Tabakfabrik seit 2009 auf ihren Bekanntheitsgrad?‘ Im zweiten Teil der Arbeit wird die Zukunft der Tabakfabrik thematisiert. Angehende Projekte die das Areal um den Komplex und dadurch die Stadt Linz betreffen sind der Schwerpunkt. Dieser Teil behandelt die Frage ,Welche Auswirkungen könnten die zukünftigen Projekte auf den Bekanntheitsgrad haben?‘. Dadurch stellt sich die Frage ob die Tabakfabrik seit 2009 generell einen steigenden Bekanntheitsgrad verzeichnet hat und dementsprechend verzeichnen wird.

Abstract - English

Since its closing in 2009 the factory of tobacco has been going through a continuous development. The aim of this scientific paper is to find out how much impact the process has had on its popularity and in which ways it can be increased. The first part of this paper is about the individual buildings and their concept of use. The main point of this part is the question ‘Which effects did the redesigning of the factory of tobacco have on the popularity since 2009?'. The aim of the second part is to focus on new projects which may have a huge impact on the areal. The question ‘Which effects might new projects have on the popularity of the factory of tobacco?'. These two questions open another pivotal question:

Einleitung

Die Tabakfabrik diente bis 2009 zur Herstellung von Zigaretten und war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber. Verschiedenste Branchen haben den Platz der Zigarettenproduktion seit 2009 eingenommen. Die größte Veränderung die für die Öffentlichkeit zugänglich ist: Die Tabakfabrik als innovative und kulturelle Eventlocation. Seit dem Jahr 2009 wird das Areal um die Tabakfabrik zu einem vielfältigen Zentrum ausgebaut. Einzelne Gebäude die den Komplex der Tabakfabrik ausmachen dienen zur neuen Funktion als Veranstaltungsraum. Messen verschiedenster Art, Konzerte, Ausstellungen und als Arbeitsplatz erleben in der Tabakfabrik deren Boom. Start-Up Unternehmen gewinnen immer mehr an Bedeutung und erzeugen dadurch ein familiäres und effektives Arbeitsklima. Um die Erreichbarkeit des östlichen Teils von Linz - und daher der Tabakfabrik - zu erleichtern, wurde die Planung der

Schienenachse der Linie ,4‘ auf Ende 2022 gesetzt. Zusätzlich dazu plant man eine Seilbahn die in Zukunft an der Tabakfabrik vorbeiführen soll. Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die Entwicklung des Bekanntheitsgrades. Die zwei Fragen die behandelt werden lauten: ,Welche Auswirkung hatte die Neugestaltung der Tabakfabrik seit 2009 auf ihren Bekanntheitsgrad?' und Welche Auswirkungen könnten die zukünftigen Projekte auf den Bekanntheitsgrad haben?

Zuerst werden die einzelnen Gebäude der Tabakfabrik näher herangeführt und aufbauend darauf werden die dazugehörigen bis jetzt stattgefundenen Veranstaltungen thematisiert. Im Anschluss werden neue Projekte präsentiert die durch wirtschaftliche und kulturelle Auswirkungen den Bekanntheitsgrad betreffen könnten. Um diese Veranschaulichung zu erleichtern wird die wissenschaftliche Arbeit wird mit Abbildungen und Tabellen unterstützt.

1 Die Tabakfabrik: 2009 - heute

Bei der Linzer Tabakfabrik handelt es sich um einenin den Jahren 1929 -1935 errichteten Industriekomplex, zur Produktion von Tabak. Große Teile des von Peter Behrens und Alexander Popp geplanten ersten Stahlskelettbaus Österreichs sind auf Grund ihrer architektonischen Wertigkeit denkmalgeschützt. Aufgrund fehlender Ausbaumöglichkeiten und daraus folgender schlechter Konkurrenzfähigkeit wurde die Produktion von Tabak im Jahre 2009 nach mehreren Besitzwechseln endgültig eingestellt (vgl. Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH, o.J.).

Ende 2009 wurde der Komplex durch die Stadt Linz vom damaligen Besitzer, dem , Japan Tobacco International' Konzern, zurückgekauft. Das Motiv dazu wurde in der , Vorstudie zur kulturellen Nutzung des Areals der Austria Tabak Werke Linz' (2009) mit folgenden Worten beschrieben: „Der Erwerb der Tabakfabrik durch die Stadt Linz eröffnet eine außergewöhnliche Chance, die Attraktivität von Linz als Lebens- und Wirtschaftsraum zu erhöhen, indem das ATW Areal als Ort für Kreativität und Bildung kulturell genutzt wird.“

Im Jahre 2010 folgte die Übergabe an die Stadt Linz und seit 2012 wird stetig daran gearbeitet, das 80,000 Quadratmeter große Areal zu einem Zentrum der oberösterreichischen Kreativwirtschaft auszubauen. Dabei stehen den Verantwortlichen viele Möglichkeiten offen: Großveranstaltungen, Konzerte, Workshops, Ausstellungen, Produktpräsentationen, Tagungen, Messen Symposien, Seminare, Theater und Tanz (vgl. Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH, o.J., b).

Inwiefern diese Möglichkeiten in den letzten Jahren genutzt wurden und welche Auswirkungen dies auf das Bild der Tabakfabrik in den Köpfen der Bevölkerung hatte, wird in den folgenden Kapiteln beschrieben.

1.1 Die Gebäude und bereits bestehende Projekte

Die Tabakfabrik besteht, wie auf der untenstehenden Abbildung, aus sechs einzelnen Gebäudekomplexen: Dem Zigarettenfabrikationsgebäude (Bau 1), dem

Pfeifentabakfabrikationsgebäude (Bau 2), dem Kraftwerk, den Magazinen, sowie dem Brandland und dem Bau 3 (Endverpackung und Verwaltung), welche oft als ein Gebäudekomplex angesehen werden (vgl. Steininger, 2011). In den folgenden Absätzen werden die einzelnen Gebäude vorgestellt. Es wird beschrieben wie sie seit der

Neugestaltung genutzt werden und wurden, im Hinblick darauf wie sie die öffentliche

Wahrnehmung beeinflusst und verändert haben.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Die verschiedenen Gebäude der Tabakfabrik

1.1.1 Das Konzept der Zwischennutzung

Bis heute wird in vielen Teilen der Gebäude das Konzept der Zwischennutzung angewandt, ehe sie für ihre endgültige Verwendung vorbereitet werden. Dies geschieht sowohl durch Einzelveranstaltungen als auch durch längerfristige Mietverträge. Die Gründe dafür reichen von Förderung der öffentlichen Wahrnehmung etwa durch Ausstellungen, über finanziell wichtige zusätzliche Einnahmequellen bis hin zur Auslotung des Nutzungspotenzials der Flächen (vgl. Tabakfabrik Linz Entwicklungs­und Betriebsgesellschaft mbH, o.J., a)

1.1.2 Bau 1

Mit einer Länge von 226m, einer Höhe von 28m und einer Breite von 16,5m handelt es sich um den wohl markantesten Gebäudeteil der Tabakfabrik. Aufgrund der Verhältnisse der Grundstücksgrenzen und dem Streben das Areal ideal zu nutzen kam das Gebäude zu seiner gebogenen Form (vgl. Steininger, 2011). Wo früher die Fertigung von Zigaretten aus Fülltabak stattfand, haben heute (Stand 2015) 70 Startup Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Medienagenturen und Kulturinitiativen ihren Sitz. Bereits zu diesem Zeitpunkt arbeiteten 320 Menschen in verschiedenen Bereichen im Bau 1 (vgl. Fuchs, 2015). Mit Sommer 2017 wurde der Startup Campus der Factory 300 AG eröffnet.

Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Business Angel-Netzwerk 1, welches durch seine Erfahrung im diesem Bereich, Startup Unternehmen unterstützt (vgl. Fuchs, 2017, a).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Bau 1 (ehern. Zigarettenfabrikationsgebäude)

Momentan wird an der sogenannten „Strada del Startup“ gearbeitet. Diese wird Dabei handelt es sich um eine Art Produktionsstraße für potenziell erfolgreiche Startup Unternehmen, bestehend aus Büro und Werkstatträumen aber auch verschiedener Dienstleishingen, wie etwa die Bereitstellungen von Mentoren sowie Hilfestellung bei Treffen mit Investoren (vgl. Fuchs, 2017, b). Auf dieses Projekt wird in Kapitel 2.4 näher eingegangen.

1.1.3 Bau 2

Bei Bau 2 handelt es sich wie bei Bau 1 um einen Stahlskelettbau unter Denkmalschutz. Er ist seit Ende 2013 vollständig saniert und wird international als sogenanntes „Best Practice“ Beispiel hoch gelobt (vgl. Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH o.J., a). Aufgrund der maroden Fassade und einer sein lärmintensiven Lage wurde eine Box-in-Box-Konstruktion realisiert. Dabei wurde jede Etage innen mit einer Glaskonstruktion ausgestattet, welche den Raum von den Außenwänden trennt, um eine bessere Lärm- und Temperahuiegelung zu gewährleisten (vgl. Fuchs, 2016).

Die Räumlichkeiten beherbergen in etwa 200 Mitarbeiter mehrerer Finnen Tabakfabiik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH (o.J., a):

Im Erdgeschoss besiedeln beispielsweise Salon Hochstetter (Möbeldesign), Küchenwerk (Catering) und Robert Gortana (Fotografie). Die Besonderheit liegt hierbei an der gegenseitigen Unterstützung bei Projekten wie das folgende Beispiel von Fuchs (2016) zeigt: „Werden im Salon Hochstetter die neuesten Designprodukte präsentiert, setzt Robert Gortana diese medial in Szene, wählend das Küchenwerk für das leibliche Wohl der Gäste sorgt.“

Ebenfalls beheimatet im Bau 2 ist das „Coworking Loft” Axis, wo beispielsweise die Erfolgsgeschichte des verpackungsfreien Supermarktes Holis seinen Anfang nahm, die Digitalagentur „Neutral (Digital Media in Excellence), sowie das Aichitekturbüro Kleboth Lindinger Dollnig (vgl. Fuchs, 2016), welches die Planung der Neugestaltung des Bau 2 durchgefuhrt hatte (vgl. Burger, 2017). Am Beispiel des Bau 2 ist bereits erkennbar, dass sich hinsichtlich des Erfolges der einzelnen Unternehmen, die Förderung der Kreativwirtschaft bezahlt macht (vgl. Fuchs 2016).1

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Bau 2 (ehern. Pfeifentabakfabrikationsgebäude)

1.1.4 Brandland und Bau 3

Brandland und Bau 3 wurden in diesem Absatz gemeinsam angeführt, da in vielen Arbeiten sowie teilweise auf der Homepage der Tabakfabrik die beiden Komplexe stellvertretend mit Bau 3 angesprochen werden.

Das sogenannte Brandland winde in den Jahren 1981 und 1993 errichtet und ist neben Teilen des Magazins der einzige Bau der Tabakfabrik welcher nicht unter Denkmalschutz steht (Tabakfabrik Linz Entwicklungs- mid Betriebsgesellschaft mbH o.J., b). Hier wurden in den letzten Jahren Ausstellungsgrößen wie die Ferdinand Porsche Ausstellung (2012) (vgl. Diesenreiter, 2012), Terracotta Armee (2013) (vgl. Jungmaier, 2013), Tutanchamun (2014) (vgl. Tabakfabrik Linz Entwicklungs- mid Betriebsgesellschaft mbH O.J., c), Körperwelten (2015) (vgl. ebd. o.J., d), Titanic (2016) (vgl. ebd. o.J., e). Die Étage Lumière und das Quadrom2 können auch heute zu Veranstaltungszwecken gemietet werden (vgl. ebd. o.J., b).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Brandland und Bau 3 (ehern. Endverpackung mid Verwaltung)

Im Bau 3 beherbergt sind unter anderem der Tanzverein Red Sapata und die gemeinnützige Dachorganisation Creative Region Linz & Upper Austria. Letztere unterstützen alle kreativen Unternehmen, welche sich auf dem Areal der Tabakfabrik angesiedelt haben mit der Förderung von Netzwerken und Kooperationen aber auch mit einem Angebot an Workshops und Coachings (vgl. ebd. o.J., a). Im Kapitel 2.3 wird die Zukunft dieses Gebäudes näher behandelt.2

1.1.5 Magazine

Bei dem Gebäudekomplex der Magazine handelt es sich strenggenommen um fünf Magazine. Die auf der Abbildung befindlichen Teile werden mit Magazin 1, 2 und 3 angesprochen. Sie machen den von Peter Behrens geplanten Teil der Magazine aus und stehen unter Denkmalschutz. Aufgrund von Platzmangel mid Umbaumaßnahmen winde dieser Teil im Jain 1969 um die Magazine A und B erweitert, welche in den Freiräumen zwischen Magazin 1 mid 2 sowie 2 mid 3 errichtet wurden. Diese beiden Magazine sind vom Denkmalschutz ausgenommen (vgl. Fuchs, 2016).

[...]


1 Ein Business-Angel ist ein erfahrener Unternehmer, der angehende Entrepreneure mit finanziellen Mitteln und Praxiserfahrungen unterstützt (vgl. Gründerzsene. o.J.)

2 Dabei handelt es sich um Gebäudeteile des Komplexes

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Die Tabakfabrik Linz als Zentrum für Events und Kreativwirtschaft. Auswirkungen der Neugestaltung auf ihren Bekanntheitsgrad
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Note
1
Autor
Jahr
2018
Seiten
29
Katalognummer
V1191927
ISBN (Buch)
9783346641632
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tabakfabrik, Kreativwirtschafts, Events, Denkmalschutz, Linz, IMAS
Arbeit zitieren
Axel Kolbeinsson (Autor:in), 2018, Die Tabakfabrik Linz als Zentrum für Events und Kreativwirtschaft. Auswirkungen der Neugestaltung auf ihren Bekanntheitsgrad, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1191927

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