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Die Geschichte der Polizei der BRD. Entwicklung der Polizei auf sozialhistorischer Ebene

Titel: Die Geschichte der Polizei der BRD. Entwicklung der Polizei auf sozialhistorischer Ebene

Hausarbeit , 2020 , 19 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Kevin Malchow (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, dem Leser vor Augen zu führen, welche Evolution die Polizei der Bundesrepublik Deutschland ab dem Zeitpunkt der Nachkriegszeit vollzogen hat, welche Herausforderungen und Probleme sich auf dem Weg zu einer bürgernahen Polizei herauskristallisiert haben und wie diese bewältigt wurden. Und ob die Polizei heute ihren Platz als bürgerorientierte Schnittstelle zwischen dem Staat und der Bevölkerung gefunden hat.

Es ist augenscheinlich, dass die Polizei der Bundesrepublik Deutschland sich in einem immerwährenden Wandel befindet. Wenn man sich das letzte Jahrhundert vor Augen führt, ist festzustellen, dass sich die Institution, die die Schnittstelle zwischen Staat und Gesellschaft darstellt, erheblichen Veränderungen ausgesetzt sah. Es ist natürlich allein schon aus dem Umstand herzuleiten, dass sich auch Deutschland an sich in der Vergangenheit in einem konstanten Umschwungs- und Entwicklungsprozess wiederfand. Allein Zäsuren, wie der Übergang der Weimarer Republik in das Dritte Reich, oder der Übergang des Dritten Reiches in die nachkriegszeitliche Bundesrepublik Deutschland, unter dem Besatzungsstatut der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs, hielten sie sinnbildlich in einem konstanten Prozess der aufgezwungenen Neudefinierung eingekerkert. Somit kann man festhalten, dass eine Analyse der sozialhistorischen Entwicklung der deutschen Polizei Hand in Hand mit einer Analyse des Landes einhergeht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die Ausbildung

2.1.1 Die Ausbildung während der frühen Nachkriegszeit und der 1960er Jahre

2.1.2 Die Ausbildung während der 1970er und 1980er Jahre

2.1.3 Die Ausbildung während der 1990er Jahre bis heute

2.2 Aufgaben

2.2.1 Aufgaben während der frühen Nachkriegszeit und der 1960er Jahre

2.2.2 Aufgaben während der 1970er Jahre bis heute

2.3 Auftreten

2.3.1 Das Auftreten während der frühen Nachkriegszeit bis heute

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die sozialhistorische Evolution der Polizei in der Bundesrepublik Deutschland seit der Nachkriegszeit nachzuzeichnen und zu untersuchen, wie sich die Institution von einer vormals militarisierten Struktur zu einer bürgerorientierten Schnittstelle zwischen Staat und Gesellschaft gewandelt hat.

  • Wandel der polizeilichen Ausbildungsstrukturen und Lehrinhalte
  • Entwicklung des polizeilichen Aufgabenfeldes im Kontext der Gewaltenteilung
  • Einfluss gesellschaftlicher Protestbewegungen auf das polizeiliche Auftreten
  • Auswirkungen der Kasernierung und des militärischen Habitus auf die Polizeikultur
  • Transformation der Polizei zu einer bürgerorientierten Institution

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die Ausbildung während der frühen Nachkriegszeit und der 1960er Jahre

Während der frühen Nachkriegszeit orientierte sich die Ausbildung des Polizeibeamten immer noch stark an den Ausbildungskonzepten der Weimarer Republik. Hauptmerkmal dieses Konzeptes war die Kasernierung. Theorie, Training und Praxis waren schon damals die tragenden Säulen der Ausbildung. Anders als bei der heutigen Ausbildung, werden diese Schwerpunkte jedoch anders gewichtet. Vorrangig sollte körperliche Leistungsfähigkeit gefördert werden und eine völlige Beherrschung der Einsatzmehrzweckmittel etabliert werden. Erst dann verlagert sich der Schwerpunkt auf Fachunterricht und Praktikum. Jedoch war ein Aspekt damals ebenso gewichtet, die Erziehung des jungen Polizisten. Hand in Hand mit der Kasernierung gingen demnach auch festgelegte Tagesabläufe und erzieherische Normen. Das morgendliche Aufstehen, das abendliche Zubettgehen, sowie Sauberkeits- und Ordnungsnormen wurden durch die Lehrenden vorgeschrieben und aktiv überprüft. Durchaus gewollte Nebenfolge der Kasernierung war gleichzeitig die Gemeinschaftsetablierung unter den Beamten.

Organisatorisch formal festgelegte Gruppen, wie Kursklassen, Hundertschaften, o.ä., außenvor gelassen, bildeten sich aufgrund der Umstände Stubengemeinschaften, Tischgruppen und ähnliches. Man war nie alleine und immer Teil einer gewissen Gruppe, was den Individualitätsgeist unterdrückte und eine Mentalität, getrieben von Gruppendynamik, schon in der Ausbildung autonom aber gewollt manifestierte. Demzufolge entwickelte sich jedoch, schon während der Ausbildung, der Polizist fortwährend zu einem Mitglied einer Subkultur der deutschen Gesellschaft. Nämlich die Subkultur der Polizei. Er war fast ausschließlich unter seinesgleichen. Diese Begebenheiten sollten das Formen der jungen Männer zu teamfähigen und funktionsfähigen Mitgliedern der Polizei ermöglichen. Es galt, den Polizeianwärter zu schmieden, auf dass er Teil des „homogenen Körpers“, genannt Polizei, wird. Die Umsetzung eines solchen Lehrplans forderte natürlich von den Lehrenden ein autoritäres, militärorientiertes Lehrverhalten. Drill war an der Tagesordnung und fast jeder Aspekt des Alltags vorgeschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den historischen Wandel der deutschen Polizei ein und begründet die Notwendigkeit, das Rollenverständnis von der NS-Zeit bis zur demokratischen Gegenwart zu analysieren.

2. Hauptteil: Der Hauptteil untersucht detailliert die Evolution der Polizeiausbildung, die Anpassung der Aufgabenfelder und die Veränderung des öffentlichen Auftretens im zeitlichen Verlauf.

2.1 Die Ausbildung: Dieses Kapitel betrachtet die Transformation der polizeilichen Lehrmethoden von militärischer Kasernierung hin zur akademischen Ausbildung an Fachhochschulen.

2.2 Aufgaben: Das Kapitel analysiert die Neudefinition des polizeilichen Zuständigkeitsbereichs und die Wiederherstellung der Gewaltenteilung nach dem Ende des NS-Regimes.

2.3 Auftreten: Dieser Abschnitt beschreibt das öffentliche Bild der Polizei und die Herausforderungen bei der Interaktion mit der Bevölkerung im Zuge gesellschaftlicher Umbrüche.

3. Fazit: Das Fazit resümiert die erfolgreiche Transformation der Polizei zu einer bürgerorientierten und rechtssouveränen Institution in der modernen Bundesrepublik.

Schlüsselwörter

Polizei, Bundesrepublik Deutschland, Sozialgeschichte, Polizeiausbildung, Kasernierung, Entnazifizierung, Bürgerorientierung, Polizeiaufgaben, Demonstrationen, Studentenbewegung, Rechtsstaat, Polizeikultur, Gewaltenteilung, Demokratisierung, Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialhistorischen Entwicklung der Polizei in der Bundesrepublik Deutschland und deren Wandel von einer vormals militarisierten Institution hin zu einer bürgerorientierten Polizeiarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit gliedert sich in die drei Hauptbereiche: Wandel der Ausbildung, Anpassung der Aufgabenfelder sowie die Veränderung des Auftretens der Polizei gegenüber der Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Polizei Herausforderungen durch gesellschaftliche Veränderungen bewältigt hat und ob sie heute ihre Rolle als bürgernahe Schnittstelle erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine historische Literaturrecherche sowie die Analyse von Archivmaterialien, offiziellen Erlassen und zeitgenössischen Presseberichten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Reformen der Ausbildung (vom Drill zur Hochschule), die rechtliche und funktionale Neuausrichtung der Polizeiaufgaben sowie die historische Entwicklung des polizeilichen Habitus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Sozialgeschichte, Polizeiausbildung, Entnazifizierung, Bürgerorientierung und Demokratisierung.

Warum war die Kasernierung ein zentraler Aspekt der frühen Ausbildung?

Die Kasernierung sollte durch ständige Gruppendynamik und Drill einen „homogenen Körper“ schaffen und die angehenden Polizisten von der restlichen Bevölkerung isolieren, um Gehorsam und militärisches Verhalten zu festigen.

Welche Rolle spielten die Studentenproteste für die Reform der Polizei?

Die Studentenproteste legten durch die Überforderung der Polizei und die öffentliche Kritik an der harten Vorgehensweise die Schwachstellen des alten militärischen Ausbildungssystems offen und beschleunigten den gesellschaftlichen Druck zu Reformen.

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Details

Titel
Die Geschichte der Polizei der BRD. Entwicklung der Polizei auf sozialhistorischer Ebene
Note
1.3
Autor
Kevin Malchow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
19
Katalognummer
V1191942
ISBN (PDF)
9783346635051
ISBN (Buch)
9783346635068
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Polizei Historie Geschichte BRD Weimarer Republik Nachkriegszeit Ausbildung Soziologie Kasernierung RAF Blutsonntag Spiegelaffäre Mauerfall
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kevin Malchow (Autor:in), 2020, Die Geschichte der Polizei der BRD. Entwicklung der Polizei auf sozialhistorischer Ebene, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1191942
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Leseprobe aus  19  Seiten
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