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Die Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 als bilanzpolitische Maßnahme

Theoretische Analyse und empirische Überprüfung am Beispiel des General Standard Index

Title: Die Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 als bilanzpolitische Maßnahme

Diploma Thesis , 2008 , 81 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Merkle (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Im Zuge der Globalisierung ist es in den letzten Jahren notwendig, dass in Europa ansässige und weltweit tätige Unternehmen sich verstärkt dem internationalen Kapitalmarkt zuwenden, um Eigen- bzw. Fremdkapital zu beziehen. Um die Konzernabschlüsse dieser Unternehmen für internationale Investoren verständlicher und akzeptabel zu machen, sind seit 2005 alle kapitalmarktorientierten, europäischen Mutterunternehmen nach einer EU-Verordnung vom Jahre 2002 verpflichtet, ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufzustellen.
1 Die Vorschriften dieser Standards sind in der Regel an den Informationsbedürfnissen des Kapitalmarkts ausgerichtet. Ein neuer Wertmaßstab in der internationalen Rechnungslegung - die Bewertung zum Fair Value2 - soll das Vermögen in der Bilanz diesen Informationsbedürfnissen entsprechend darstellen. Dabei tritt die Bewertung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten in vielen Fällen zugunsten einer Bewertung zu aktuellen Marktwerten (Fair Value) in den Hintergrund.3 In der Fachliteratur wird häufig angemerkt, dass der Fair Value (beizulegende Zeitwert) als Wertmaßstab für Vermögenswerte sowie für Schulden in der Bilanzierungspraxis zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es wird oftmals von einem Trend hin zum Fair Value Accounting aller Vermögenswerte und Schulden gesprochen.4 Eine kürzlich veröffentlichte, im Auftrag der Europäischen Kommission durchgeführte Studie über die „Implementation of IFRS and the Fair Value Directive“ bei europäischen Unternehmen kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass die Anwendung des Fair Value Accountings in der Praxis wenig umfangreich und um einiges eingeschränkter ist, als es in den meisten
Fällen angenommen wird. Insbesondere bei einem Wahlrecht zwischen der Bilanzierung zum Fair Value und der Bilanzierung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten entscheiden sich Unternehmen in der Regel für letztere Möglichkeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Ziel der Untersuchung

2 Theoretische Analyse

2.1 Bilanzierung des Sachanlagevermögens nach IAS 16

2.1.1 Definition von Sachanlagen und Anwendungsbereich des IAS 16

2.1.2 Ansatz der Sachanlagen

2.1.3 Bewertung bei Zugang der Sachanlagen

2.1.4 Folgebewertung der Sachanlagen

2.2 Bilanzierung des immateriellen Anlagevermögens nach IAS 38

2.2.1 Begriff des immateriellen Vermögenswertes und Anwendungsbereich des IAS 38

2.2.2 Ansatz der immateriellen Vermögenswerte

2.2.3 Bewertung bei Zugang der immateriellen Vermögenswerte

2.2.4 Folgebewertung der immateriellen Vermögenswerte

2.3 Die Neubewertungsmethode für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

2.3.1 Ermittlung des Fair Values

2.3.2 Verbuchung des Neubewertungsbetrages

2.3.3 Planmäßige Abschreibungen

2.3.4 Passive Steuerlatenz

2.3.5 Wertminderung und Wertaufholung

2.3.6 Anwendungs- und Buchungsbeispiel

2.4 Das bilanzpolitische Potenzial der Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 aus Sicht von kapitalmarktorientierten Unternehmen

2.4.1 Identifizierung des bilanzpolitischen Potenzials

2.4.1.1 Ziele der Bilanzpolitik

2.4.1.2 Bilanzpolitischer Gestaltungsrahmen der Neubewertung nach IAS 38

2.4.1.3 Bilanzpolitischer Gestaltungsrahmen der Neubewertung nach IAS 16

2.4.2 Analyse des bilanzpolitischen Potenzials

2.4.2.1 Das Informationsbedürfnis der Jahresabschlussadressaten

2.4.2.2 Auswirkungen der Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 auf Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung

2.4.2.3 Auswirkungen der Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 auf ausgewählte Kennzahlen

2.4.2.3.1 Auswirkungen auf die Eigenkapitalquote

2.4.2.3.2 Auswirkungen auf das Ergebnis je Aktie

2.4.2.3.3 Auswirkungen auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis

2.4.2.3.4 Auswirkungen auf die Eigenkapitalrentabilität

2.4.2.3.5 Auswirkungen auf die Gesamtkapitalrentabilität

2.4.2.3.6 Auswirkungen auf sonstige Kennzahlen

2.4.3 Aufbereitung des Konzernjahresabschluss

2.4.4 Ergebnisse aus bilanzpolitischer und bilanzanalytischer Sicht

3 Empirische Überprüfung am Beispiel des General Standard Index

3.1 Überblick bisheriger empirischer Studien

3.2 Ziele und Nutzen der Untersuchung

3.3 Untersuchungsdesign und methodisches Vorgehen

3.4 Branchenklassifizierung der untersuchten Unternehmen

3.5 Präsentation der Untersuchungsergebnisse

3.5.1 Akzeptanz der Neubewertungsrücklage

3.5.2 Anwendung der Neubewertungsrücklage bei der Schaltbau Holding AG

3.5.3 Bedeutung der Neubewertungsrücklage zur Beurteilung der Ertragslage

3.5.4 Bedeutung der Neubewertungsrücklage im Eigenkapital

3.5.5 Akzeptanz der Neubewertungsrücklage bei zusätzlicher Fremdfinanzierung

3.5.6 Transparenz der Neubewertungsrücklage

3.5.7 Branchenspezifische Untersuchungsergebnisse

3.6 Fazit der empirischen Überprüfung

4 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, ob kapitalmarktorientierte Unternehmen des General Standard Index die Neubewertungsrücklage gemäß IAS 16 und IAS 38 als bilanzpolitisches Instrument nutzen, um ihre Bilanzkennzahlen sowie Ertragslage zu beeinflussen. Hierbei wird der Frage nachgegangen, inwieweit dieses Wahlrecht in der Praxis tatsächlich Anwendung findet und wie transparent die resultierenden Effekte für Abschlussadressaten im Konzernjahresabschluss dargestellt werden.

  • Bilanzierung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten nach IFRS
  • Methodische Grundlagen der Neubewertung zum Fair Value
  • Analyse des bilanzpolitischen Potenzials und Auswirkungen auf Kennzahlen
  • Empirische Untersuchung der Bilanzierungspraxis im General Standard Index
  • Beurteilung der Transparenz und Erkennbarkeit von Neubewertungsrücklagen

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Identifizierung des bilanzpolitischen Potenzials

Das primäre Ziel eines Jahresabschluss, der nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards erstellt wurde, liegt in der Vermittlung von Informationen. Den Adressaten des Jahresabschlusses soll ein Bild der tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt werden, damit sie Investitions- und Finanzierungsentscheidungen treffen können. Um dies als auch eine einheitliche, qualitative Berichterstattung zu gewährleisten, muss sich das bilanzierende Unternehmen nach den Vorschriften der IFRS richten. Diese Standards bieten den Unternehmen neben Geboten auch zahlreiche bilanzpolitische Spielräume, mit denen sie den Jahresabschluss zu ihren Gunsten gestalten können. In der Literatur wird diese Bilanzpolitik generell als „zweckorientierte, innerhalb der gesetzlichen Vorschriften zulässige Einflussnahme auf einzelne Bestandteile und die bewusste Steuerung der Wirkung auf den Bilanzadressaten“ definiert. Bilanzpolitische Spielräume ermöglichen es den Unternehmen, die Adressaten des Jahresabschluss zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen, welches den Unternehmenszielen förderlich ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Ziel der Untersuchung: Einführung in die Thematik der Fair-Value-Bewertung nach IFRS und Definition der Forschungsfrage hinsichtlich der bilanzpolitischen Nutzung der Neubewertungsrücklage.

2 Theoretische Analyse: Umfassende Untersuchung der Bilanzierungsvorschriften für Sachanlagen (IAS 16) und immaterielle Vermögenswerte (IAS 38) sowie Analyse des Einflusses der Neubewertung auf Bilanzkennzahlen.

3 Empirische Überprüfung am Beispiel des General Standard Index: Anwendung der theoretischen Erkenntnisse auf eine Stichprobe von 142 Unternehmen, um deren tatsächliche Bilanzierungspraxis hinsichtlich der Neubewertungsrücklage zu evaluieren.

4 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Untersuchung mit der Erkenntnis, dass das Neubewertungswahlrecht in der Praxis kaum genutzt wird, sowie ein Ausblick auf zukünftige Standardänderungen.

Schlüsselwörter

Neubewertungsrücklage, IAS 16, IAS 38, Bilanzpolitik, IFRS, Fair Value, Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte, Eigenkapital, Jahresabschlussanalyse, Kennzahlen, Transparenz, General Standard Index, Konzernabschluss, Bilanzierungspraxis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert die Nutzung und bilanzpolitische Bedeutung der Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 bei kapitalmarktorientierten Unternehmen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die IFRS-Bilanzierungsvorschriften für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte, das Konzept des Fair Values sowie die Auswirkungen auf verschiedene Finanzkennzahlen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Es soll ermittelt werden, ob Unternehmen die Neubewertungsmethode als bilanzpolitisches Gestaltungsinstrument nutzen, um ihre Vermögens- und Ertragslage gegenüber Investoren vorteilhaft darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der IFRS-Standards mit einer empirischen Inhaltsanalyse der Geschäftsberichte von Unternehmen des General Standard Index aus dem Jahr 2007.

Was wird im theoretischen Hauptteil detailliert erörtert?

Der Hauptteil befasst sich mit den Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach IAS 16 und IAS 38 sowie der methodischen Verrechnung von Neubewertungsrücklagen und deren Auswirkungen auf Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Neubewertungsrücklage, IFRS, Bilanzpolitik, Fair Value Accounting und Transparenz der Rechnungslegung.

Welche Rolle spielt die Schaltbau Holding AG in dieser Untersuchung?

Die Schaltbau Holding AG dient als einziges Praxisbeispiel innerhalb der untersuchten Stichprobe, welches von der Neubewertungsmethode Gebrauch gemacht hat.

Warum wird die Anwendung der Neubewertungsmethode als kritisch betrachtet?

Die Arbeit zeigt auf, dass die Neubewertung oft zu Lasten der Verlässlichkeit und Nachvollziehbarkeit des Jahresabschlusses geht und eine "Entobjektivierung der Bilanz" fördern kann.

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Details

Title
Die Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 als bilanzpolitische Maßnahme
Subtitle
Theoretische Analyse und empirische Überprüfung am Beispiel des General Standard Index
College
University of Applied Sciences Mainz
Grade
1,3
Author
Julia Merkle (Author)
Publication Year
2008
Pages
81
Catalog Number
V119222
ISBN (eBook)
9783640222292
Language
German
Tags
Neubewertungsrücklage Maßnahme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Merkle (Author), 2008, Die Neubewertungsrücklage nach IAS 16 und IAS 38 als bilanzpolitische Maßnahme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119222
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