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Emotionale Vernachlässigung in der Kindheit als Verursacher dissoziativer Störungen

Wie kann Beziehung aus Sicht der Pädagogik zu Frauen mit Bindungsangst gestaltet werden?

Title: Emotionale Vernachlässigung in der Kindheit als Verursacher dissoziativer Störungen

Term Paper , 2021 , 27 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Instructor Plans: Pedagogy / Education / Consultation
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Wie der Titel schon deutlich macht, geht es in dieser Arbeit um schwerwiegende Verletzungen in der Kindheit, die dissoziative Störungen im Erwachsenenalter hervorrufen können.
Diese gilt es näher zu betrachten, um Aufschluss über das Denken, Fühlen und Handeln der betroffenen Personen zu gewinnen. Mit Hilfe der gesammelten Informationen soll die Frage beantwortet werden, wie aus der Sicht der Pädagogik Beziehung zu Frauen, die an Bindungsangst leiden, gestaltet werden kann.
Im Rahmen dieser Arbeit wird die emotionale Gewalt, in Form von Vernachlässigung und Misshandlung thematisiert. Auf sexualisierte oder körperliche Gewalterfahrungen wird verzichtet. Zudem beschränkt sich die Gruppe von Betroffenen auf das weibliche Geschlecht.

“Der Körper vergisst nicht. Wird die Erinnerung an ein Trauma im Körper in Form herzzerreißender und qualvoller Erinnerungen, Autoimmunkrankheiten und muskulo-skelettaler Probleme enkodiert, und ist andererseits die Kommunikation zwischen Geist, Gehirn und Körper der Königsweg zur Emotionsregulation, so müssen wir die Voraussetzungen unseres therapeutischen Handelns radikal überdenken und verändern.“ (Bessel van der Kolk)
Jeder kennt emotionale Verletzungen, sie begegnen jedem von uns, sind unvermeidbar und allgegenwärtig. Oft kommt es zu Situationen, in denen man sehr emotional reagiert und man gar nicht genau weiß, warum man sich gerade so schlecht fühlt. Diese Erlebnisse ziehen sich meist wie ein “roter Faden“ durch unser Leben, die Beziehungen erschweren oder sie zum Scheitern verurteilen (Firus, 2018).
Grund dafür sind meistens negative Beziehungserfahrungen unserer Kindheit. Laut der polizeilichen Kriminalstatistik gab es 2020 3.758 Fälle von Kindesmisshandlung (§225 StGB). Obwohl die Aufklärungsrate bei 96, 6 % lag, muss von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen werden, da in vielen Fällen, die Kinder noch zu klein und hilflos sind, um diese Straftat zur Anzeige zu bringen. Zudem ist es schwer, emotionale Misshandlung zu erkennen, obwohl sie genauso häufig vorkommt, wie sexualisierte und körperliche Gewalt und genauso strafbar ist (Polizeiliche Kriminalprävention, 2020).

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Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. EMOTIONALE GEWALT

2.1 DEFINITION EMOTIONALER VERNACHLÄSSIGUNG

2.2 FORMEN EMOTIONALER VERNACHLÄSSIGUNG

2.3 FOLGEN EMOTIONALER VERNACHLÄSSIGUNG

2.4 INTERVENTIONSMÖGLICHKEITEN

2.5 PRÄVENTION

2.6 ZAHLEN UND FAKTEN

3. DISSOZIATIVE STÖRUNG

3.1 DEFINITION DISSOZIATIVER STÖRUNG

3.2 DISSOZIATIVE IDENTITÄTSSTRUKTUR

3.3 DISSOZIATIVE IDENTITÄTSSTÖRUNG

4. BEZIEHUNGSGESTALTUNG

4.1 DEFINITION BINDUNG UND BINDUNGSTHEORIE

4.2 DIE PROFESSIONELLE PÄDAGOGISCHE BEZIEHUNG

4.3 PÄDAGOGISCHES HANDELN ALS AKZEPTIERTER BEEINFLUSSUNGSVERSUCH

5. DER FALL KATHARINA

5.1 ERSTE INTERVENTION: BEZIEHUNGSARBEIT

5.2 ZWEITE INTERVENTION: RESILIENZFÖRDERUNG

5.3 DRITTE INTERVENTION: DIE PSYCHOTHERAPEUTISCHE BEHANDLUNG

6. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit und der Entstehung dissoziativer Störungen im Erwachsenenalter. Ziel ist es, auf Basis pädagogischer Konzepte Handlungsmöglichkeiten für die Beziehungsgestaltung zu Frauen aufzuzeigen, die aufgrund solcher Traumatisierungen an Bindungsangst leiden.

  • Psychologische Auswirkungen emotionaler Gewalt und Vernachlässigung
  • Klinische Aspekte dissoziativer Störungen und Identitätsstrukturen
  • Grundlagen professioneller pädagogischer Beziehungsgestaltung
  • Methoden der Resilienzförderung und Beziehungsarbeit

Auszug aus dem Buch

3.3 Dissoziative Identitätsstörung

Gemäß des ICD-11 (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin, o.J.) werden zwei verschiedene Arten von dissoziativer Identitätsstörung, kurz DIS, unterschieden: die partielle und die vollständige Form. Partiell bedeutet teilweise, das heißt bei dieser Störung spalten sich nur Anteile der Persönlichkeit ab. Es kommt aber auch vor, dass sich Teilidentitäten ausbilden, die die Alltagspersönlichkeit mit Erinnerungen und Erfahrungen belästigen.

Bei der vollen Form der dissoziativen Identitätsstörung übernehmen vollständig ausgeprägte Teilpersönlichkeiten das Bewusstsein und agieren völlig autonom. Teilidentitäten, die sich aufgrund von traumatischen Erlebnissen gebildet haben, können affektive Zustände hervorrufen und das Bewusstsein mit Impulsen und Handlungen bedrängen (Huber, 2021, S. 3).

Menschen, die an einer DIS leiden haben zusätzlich eine erworbene Bindungsstörung. Dies resultiert daraus, dass ihre primären Bezugspersonen, seien es Eltern oder andere Erziehungsberechtigte, sie im Sich gelassen haben. Urvertrauen ist Urmisstrauen gewichen. Oft finden negative Übertragungen statt, sodass die betroffenen Personen ihr Gegenüber als kalt, mitleidlos, unzuverlässig, unnahbar und verständnislos einschätzen (Huber, 2021, S. 7). Daher ist es für pädagogisches Fachpersonal besonders schwierig, mit Menschen in Beziehung zu treten, die an einer dissoziativen Identitätsstörung leiden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der emotionalen Vernachlässigung und Definition der zentralen Forschungsfrage zur Beziehungsgestaltung.

2. EMOTIONALE GEWALT: Definition, Formen und Folgen emotionaler Vernachlässigung sowie Darstellung von Interventions- und Präventionsmöglichkeiten.

3. DISSOZIATIVE STÖRUNG: Theoretische Auseinandersetzung mit dissoziativen Störungen, der Identitätsstruktur und der dissoziativen Identitätsstörung (DIS).

4. BEZIEHUNGSGESTALTUNG: Erläuterung bindungstheoretischer Grundlagen sowie der Anforderungen an professionelle pädagogische Beziehungen und pädagogisches Handeln.

5. DER FALL KATHARINA: Praxisbezogene Fallstudie, in der verschiedene Interventionsschritte bei einer Klientin mit DIS dokumentiert werden.

6. FAZIT: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Reflexion über die Komplexität der pädagogischen Arbeit mit traumatisierten Frauen.

Schlüsselwörter

Emotionale Vernachlässigung, Kindeswohlgefährdung, Dissoziative Störung, DIS, Bindungsangst, Pädagogische Beziehung, Empowerment, Resilienzförderung, Trauma, Salutogenese, Beziehungsarbeit, Psychische Gesundheit, Identitätsstruktur, Kindesmisshandlung, Soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die langfristigen Folgen emotionaler Vernachlässigung in der Kindheit, insbesondere die Entstehung dissoziativer Störungen bei Frauen und wie pädagogische Fachkräfte eine professionelle Beziehung zu diesen traumatisierten Personen gestalten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind emotionale Gewalt in der Erziehung, die klinische Definition der dissoziativen Identitätsstörung, Bindungstheorie sowie pädagogische Interventionsstrategien wie Resilienzförderung und Empowerment.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, fundierte Strategien für pädagogisch Handelnde zu erarbeiten, um trotz der Schwierigkeiten durch Bindungsängste und traumatische Vorerfahrungen einen gelingenden Beziehungsaufbau zu Klientinnen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse zu pädagogischen und psychologischen Konzepten, die durch eine praxisorientierte Fallstudie (Fall Katharina) ergänzt und veranschaulicht wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung von emotionaler Gewalt, die Erläuterung dissoziativer Krankheitsbilder, die Darlegung der Grundlagen pädagogischer Beziehungsgestaltung und die konkrete praktische Anwendung in Form einer Fallanalyse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich geprägt durch Begriffe wie emotionale Vernachlässigung, dissoziative Identitätsstörung (DIS), Bindungstheorie, Resilienzförderung und professionelle pädagogische Beziehungsarbeit.

Warum ist das Thema "emotionale Vernachlässigung" so schwer zu fassen?

Es ist oft unsichtbar, da es im Gegensatz zu körperlicher Gewalt keine äußeren Verletzungen hinterlässt und auf einer persönlichen, emotionalen Ebene stattfindet, was die Identifikation und Anzeige von Straftaten erheblich erschwert.

Welche Rolle spielt das Fallbeispiel "Katharina"?

Das Fallbeispiel dient als praktische Demonstration, wie theoretische Ansätze zur Beziehungsarbeit, Resilienzförderung und therapeutischen Stabilisierung bei einer Frau mit diagnostizierter dissoziativer Identitätsstörung erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können.

Wie unterscheidet sich die pädagogische Beziehung von anderen Beziehungsformen?

Die pädagogische Beziehung ist partikular und zielgerichtet auf den Hilfeprozess ausgerichtet; sie erfordert ein professionelles Verhältnis von Nähe und Distanz sowie Authentizität, unterscheidet sich jedoch bewusst von rein privaten, liebevollen oder freundschaftlichen Bindungen.

Was ist das Prinzip "Stabilisieren – Prozessieren – Integrieren" in der Therapie?

Dies ist ein therapeutisches Stufenmodell, das zunächst die Stabilisierung der Klientin in den Vordergrund stellt, bevor traumatisches Material in einem geregelten Prozess bearbeitet und schließlich in die Identität integriert wird.

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Details

Title
Emotionale Vernachlässigung in der Kindheit als Verursacher dissoziativer Störungen
Subtitle
Wie kann Beziehung aus Sicht der Pädagogik zu Frauen mit Bindungsangst gestaltet werden?
College
(International University of Applied Sciences)
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
27
Catalog Number
V1192251
ISBN (PDF)
9783346631015
ISBN (Book)
9783346631022
Language
German
Tags
emotionale vernachlässigung kindheit verursacher störungen beziehung sicht pädagogik frauen bindungsangst
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Emotionale Vernachlässigung in der Kindheit als Verursacher dissoziativer Störungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192251
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