Rahmentrainingsplan Baseball/Softball


Hausarbeit, 2008

24 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Anforderungsprofil
2.1 Kraft
2.2 Schnelligkeit
2.3 Ausdauer
2.4 Beweglichkeit
2.5 Mentales Training

3 Langfristiger Leistungsaufbau
3.1 Grundsätze zum langfristigen Leistungsaufbau
3.2 Allgemeine vielseitige Grundausbildung
3.3 Grundlagentraining
3.4 Aufbautraining
3.4.1 Aufbautraining 1
3.4.2 Aufbautraining 2
3.5 Anschlusstraining
3.6 Hochleistungstraining
3.7 Fazit

4 Anhang

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Im Rahmen der Vorlesung Kraft- und Ausdauertraining soll zum Abschluss des Trimesters, ein Rahmentrainingsplan, vom Kind zum Leistungssportler, in einer beliebigen Sportart erarbeitet werden.

Mit dieser Hausarbeit soll aufgezeigt werden, dass die in der Vorlesung vermittelten Grundsätze im Bereich Konditionstraining verstanden wurden und man weiß wie diese umzusetzen sind. So dass man sich mit diesem ausgearbeiteten Trainingsplan erfolgreich als Konditionstrainer in einem Verein der jeweiligen Sportart bewerben könnte. Dies alles geschieht in Vorbereitung auf das Hauptdiplom.

Die Sportart meines Trainingsplanes ist das Schlag- und Laufspiel Baseball, welches in Deutschland leider immer noch den Status einer Randsportart besitzt (vgl. Owassapian, 1993, S.8)

2 Anforderungsprofil

Als Voraussetzungen der Spielleistung im Baseball wären auf der einen Seite Faktoren, die ein Spieler selbst bereits besitzt bzw. bei ihm zu einem gewissen Grad bereits vorhanden sind. Diese sind: Konstitution, Koordination und Persönlichkeit.

Und auf der anderen Seite stehen die Faktoren, die trainierbar sind und gezielt durch Training verbessert werden können. Diese sind: Kondition, Technik und Taktik.

Diese einzelnen Faktoren bauen auf einander auf. Sprich, die Kondition ist Voraussetzung um die Technik zu erlernen z.B. wenn ich kaum Kraft habe den Baseballschläger zu halten, werde ich auch nicht in der Lage sein einen ordentlichen, technisch sauberen Schlag am Mal zu Stande zu bringen. Und erst wenn ich die Technik des Schlagens beherrsche, kann ich die taktischen Aspekte mit ins Spiel einfließen lassen bspw. wenn ich sehe, der Rightfielder steht zu weit draußen und hat sich nicht verschoben, schlage ich den Ball direkt in die entstandene Lücke zwischen Centerfielder und Rightfielder.

Genauso bauen die „mitgebrachten“ Faktoren auf einander auf. Die körperlich-kognitiv-seelische Struktur des Menschens, als Konstitution, ist Voraussetzung um den Körper, wie Hand und Auge, zu koordinieren. Sind die körperlichen Voraussetzungen für die Koordination gegeben, tragen diese indirekt durch die dadurch erzielten Erfolgserlebnisse im Spiel zur Entwicklung der Persönlichkeit, z.B. Aufbau des Selbstvertrauens, mit bei.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Im Rahmen der Hausarbeit wird im Folgenden nur auf die Anforderungen im Bereich der Kondition eingegangen.

2.1 Kraft

Bevor man auf die Anforderungen im Kraftbereich einer Sportart eingehen kann, sollte man sich im Klaren darüber sein, was genau den Begriff Kraft ausmacht. Hierfür eine Definition für Kraft:

Sportliche Leistungen sind ohne motorische Kraft nicht zu verwirklichen.

„Kraft im Sport ist die Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems, durch Innervations- und Stoffwechselprozesse mit Muskelkontraktionen Widerstände zu überwinden, ihnen entgegenzuwirken bzw. sie zu halten.“ (Grosser, 2008, S. 40)

Basis für diese Fähigkeit stellt die Maximalkraft dar. Diese wird in die drei Subkategorien Schnellkraft, Reaktionskraft und Kraftausdauer unterteilt.

Welche Kraftfaktoren werden im Baseball benötigt?

Zum einen ist bei diesem Sport auf Grund der Peitschbewegung beim Werfen eine hohe Ausprägung der Maximalkraft erforderlich. Der Ball muss maximal schnell, hart und präzise von A nach B geworfen werden können (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S. 25).

Zum anderen muss durch die Wurfbewegung dem Baseball eine hohe Endgeschwindigkeit gegeben werden, dies ist für das Pitching unerlässlich, genauso wie beim Double Play, damit der Ball rechtzeitig beim Basemann ist (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S.40).

Disziplinspezifische Kraft wird in dieser Sportart nicht nur im Oberkörper verlangt, ebenfalls ist eine kräftige Hüft- und Gesäßmuskulatur zur Mitarbeit beim Werfen durch den hinteren Fuß wichtig (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S. 28).

Nicht nur beim Werfen ist dies von Bedeutung; ähnlich verhält es sich auch beim Fangen von Bällen, wo man um das Gleichgewicht halten zu können eine gewisse Standkraft erforderlich ist.

Ebenso spricht man im Baseball vom „Momentum“, was so viel bedeutet wie den Einsatz und die Übertragung aller Kräfte in eine Richtung. Welches speziell vom Pitcher abverlangt wird, wenn er Richtung Homeplate wirft (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S.57). Genauso wie vom Batter, dieser benötigt eine ausreichend ausgeprägte Unterarmmuskulatur für einen harten Schlag (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S.73). Als Paradebeispiel hierfür wäre der ehemalige Homerun-König der St. Louis Cardinals „Big Mac“ Mark McGwire mit seinen enormen Unterarmen.

Beim Schlagen ist vor allem eine besondere Körperspannung von großer Bedeutung, gerade dann wenn es darum geht einen Bunt gezielt zu platzieren (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, 82). Des Weiteren wird die Körperspannung vom Catcher beim Blocken von auf den Boden gegangenen Bällen benötigt (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S.63).

So wichtig die Körperspannung ist, ist auch die Entspanntheit der Muskeln. Damit eine 100%ige Bewegungsfreiheit garantiert ist, denn Anspannung behindert die Muskulatur beim Schlagen und Bases stehlen (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S.96).

Neben der benötigten Kraft zum Werfen und Schlagen der schweren Keule, ist die Kraft zum Sprinten zwischen den Bases unverzichtbar. Man muss schnell starten, sprinten und stoppen können (vgl. Niedliche, 1993, S.77, 80).

Zu guter Letzt muss ein Spieler in der Lage sein die gesamten Techniken unter Belastung anwenden zu können (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S.33). Die Kraftausdauer darf hier nicht vernachlässigt werden.

2.2 Schnelligkeit

Schnelligkeit wird in die elementaren Erscheinungsformen wie Reaktionsschnelligkeit, Sequenzschnelligkeit und Frequenzschnelligkeit differenziert (vgl. Grosser, 2008, S.87). Schnelligkeit als azyklische Bewegung ist identisch mit der Schnellkraft (z.B. Absprung). Schnelligkeit als zyklische Bewegung zeigt sich im Lauf (Grundschnelligkeit und Schnelligkeitsausdauer) (vgl. Stübing, 1978, S.15).

In welchen Bereichen spielen die Komponenten der Schnelligkeit beim Baseballsport eine Rolle?

Ganz gleich ob es um das Timing beim Schlagen, die guten Reflexe zum Fangen von unberechenbaren Groundballs und Bunts oder das Umschalten vom erfolgreichen Schlag auf Baserunning geht, die bedeutendste Rolle für das Agieren und Reagieren spielt die Reaktionsschnelligkeit (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S.66).

Ganz besonders betroffen davon ist der Catcher, in Hinsicht auf Wild Pitches, Passed Balls und Bases stehlen. Hier muss er blitzschnell eine Entscheidung treffen, ob er wirft oder nicht. Auch für den Pitcher ist Schnelligkeit beim Wurf ausschlaggebend (vgl. Niedliche, 1993, S.77, 80).

Des Weiteren kommt der azyklischen Bewegung beim Schrittrhythmus eine große Bedeutung zu.

Schnelle Beinarbeit beim Umsetzen vom Fangen zum Weiterwerfen, beim Umsetzen vom hinteren auf den vorderen Fuß, ist hier elementar.

Nicht nur die Schnelligkeit der Beine, auch ein schneller Balltransfer bzw. schnelle Hände (beim Umschalten von fangen zu werfen) sind unentbehrlich (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S. 31f).

Im Bereich der zyklischen Bewegungen tritt hier das Starten, Sprinten und Stoppen sowohl beim Baserunning, als auch beim Feldspielen in den Vordergrund (vgl. Niedliche, 1993, S.77, 80).

Der Baseballsport stellt nicht nur hohe Anforderung an die Reaktionsschnelligkeit, sondern auch an die Antizipations- und Wahrnehmungsschnelligkeit als informationelle Kompetenzen (vgl. Bull/ Huhnholz, 2006, S.106).

2.3 Ausdauer

Allgemeine Ausdauer bezeichnet die Fähigkeit, bei andauernder Belastung mittlerer Intensität Bewegungsleistungen ohne Ermüdung durchzuführen (Ermüdungswiderstandsfähigkeit). Abhängig ist diese von der Funktionstüchtigkeit des Herz-Kreislaufsystems, Nervensystems und Stoffwechsels.

Unterschiedne wird zwischen allgemein aerober, anaerober Ausdauer und lokaler Muskelausdauer (vgl. Stübing, 1978, S.14).

Die Ausdauer im Baseball äußert sich im speziellen beim Angriff im Warten bzw. Konzentrieren auf die eigene Chance am Schlagmal, genauso wie die Konzentration auf den nächsten Batter und die Runner die sich vor einem auf den Bases befinden. In Abhängigkeit aus dem aktuellen Spielstand (wieviele Strikes/ Balls, Strikeouts, Inning und Punktestand) ergeben sich daraus die möglichen Spielzüge.

In der Verteidigung ist die Ausdauer so fern von Bedeutung, dass es gilt sich über die gesamten neun Innings als Feldspieler ebenfalls zu konzentrieren und zu warten. Auf alles gefasst zu sein, um plötzlich schnell agieren und reagieren zu können, den Ball sicher zu fangen und zu werfen (vgl. Niedlich, 1993, S.77, 80).

2.4 Beweglichkeit

„Beweglichkeit ist eine motorische Fähigkeit. Sie ist gekennzeichnet durch die Amplitude, die durch innere oder mit Hilfe äußerer Kräfte in der Endstellung des Gelenks erreicht werden kann.“ (Grosser, 2008, S. 152).

Die Beweglichkeit kann in eine allgemeine und spezielle Beweglichkeit, sowie eine aktive und passive, genauso wie eine dynamische und statische Beweglichkeit unterteilt werden.

Doch welche Bereiche sind nun für den Baseballsport Ausschlag gebend?

[...]

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Rahmentrainingsplan Baseball/Softball
Hochschule
Universität der Bundeswehr München, Neubiberg  (Institut für Sportwissenschaften und Sport)
Veranstaltung
Trainingswissenschaften
Note
1,7
Autor
Jahr
2008
Seiten
24
Katalognummer
V119237
ISBN (eBook)
9783640233359
ISBN (Buch)
9783640233540
Dateigröße
459 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Entstanden als Hausarbeit im Bereich Trainingswissenschaften. Die Aufgabenstellung lautete einen Rahmentrainingsplan für eine beliebige Sportart gemäß den Anforderungen sowie Grundsätzen des Konditionstrainings zu verfassen.
Schlagworte
Rahmentrainingsplan, Baseball/Softball, Trainingswissenschaften
Arbeit zitieren
Katharina Kochinke (Autor), 2008, Rahmentrainingsplan Baseball/Softball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119237

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