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Montessoripädagogik bei Schülern mit geistiger Behinderung

Title: Montessoripädagogik bei Schülern mit geistiger Behinderung

Term Paper , 2004 , 22 Pages

Autor:in: Stefan Hirsch (Author)

Pedagogy - Reform Pedagogics
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[...] Als Sonderpädagogikstudent ist mir natürlich auch bald aufgefallen, dass diese Pädagogik eine nicht zu erreichende Homogenität der Schülerschaft ablehnt und sich deren Heterogenität sogar zum Vorteil macht. So schien mir MONTESSORIs Ansatz wie gemacht für die gemeinsame Unterrichtung von Schülern mit und ohne Behinderung. Auf der Suche nach entsprechender Literatur bin ich meist nur auf solche aus und für die Praxis gestoßen. Wissenschaftliche Arbeiten zur Kombination von Montessoripädagogik und geistiger Behinderung schien es dagegen nur wenige zu geben. Das wunderte mich und weckte mein Interesse, mich näher mit diesem Problem auseinander zu setzten und es zum Thema dieser Arbeit zu wählen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Persönlicher Zugang

2. Montessoripädagogik

2.1. Maria MONTESSORI

2.2. Das pädagogische Konzept Maria MONTESSORIs

2.2.1. Der geistige Embryo und die Entwicklungsphasen des Kindes

2.2.2. Immanenter Bauplan und sensible Phasen

2.2.3. Die Lernmaterialien und die vorbereitete Umgebung

2.2.4. Freiarbeit und der „neue“ Lehrer

2.2.5. Polarisation der Aufmerksamkeit

2.2.6. Rhythmus des Lernens

3. Geistige Behinderung

3.1. Begriffsklärungsansätze

3.2. Besondere pädagogische Handlungsformen

4. Montessoripädagogik bei Schülern mit geistiger Behinderung

4.1. Besondere pädagogische Handlungsformen und Montessoripädagogik

4.2. Das Lernverhalten von Schülern mit geistiger Behinderung in der Montessoripädagogik

5. Montessoripädagogik und Integration – Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung der Montessoripädagogik für die schulische Bildung und Förderung von Kindern mit geistiger Behinderung zu untersuchen und aufzuzeigen, wie dieses reformpädagogische Konzept erfolgreich in integrativen Settings Anwendung finden kann.

  • Grundlagen der Montessoripädagogik und ihrer zentralen Konzepte
  • Definition und pädagogische Herausforderungen bei geistiger Behinderung
  • Analyse der Montessoripädagogik hinsichtlich spezifischer pädagogischer Handlungsformen bei Behinderung
  • Empirische Erkenntnisse zum Lernverhalten geistig behinderter Schüler in Montessori-Klassen
  • Potenziale der Montessoripädagogik für den integrativen Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.2.3. Die Lernmaterialien und die vorbereitete Umgebung

Um den kindlichen Lerneigenschaften gerecht zu werden, fordert MONTESSORI die Schaffung einer vorbereiteten Umgebung. Dazu zählt zum Einen das besondere didaktische Montessorimaterial, zum Anderen dessen strukturierte Anordnung und die gesamte Einrichtung der Lern- und Lebensräumlichkeiten, sowie die ständige Hinterfragung, ob diese Umgebung auch den Bedürfnissen und Interessen der jeweiligen Kinder gerecht wird.

Das Montessorimaterial entspricht in seiner Klarheit, Strukturiertheit und Sachlogik den sensiblen Entwicklungsphasen des Kindes. Es bietet dem Kind die Möglichkeit, unverarbeitete Sinneseindrücke zu ordnen, zu strukturieren und zu einem ganzheitlichen System zu verknüpfen und Selbständigkeit im Umfeld zu erlangen. Nach anfänglicher Einführung durch eine erziehende Person im Rahmen einer so genannten Lektion nutzt das Kind das Material eigenständig und experimentiert damit.

Typisch für das Material ist sein starker Aufforderungscharakter, die Isolierung von Schwierigkeiten und eine eingebaute Fehlerkontrolle. Außerdem sind die einzelnen Materialien aufeinander aufgebaut bzw. stehen zueinander in Beziehung. Zu den Materialien zählen Gegenstände zur Übung des täglichen Lebens, Sinnes-, Mathematik- und Sprachmaterialien wie auch Materialien für den Bereich der „kosmischen Erziehung“ (Natur- und Gesellschaftswissenschaften).

Im Raum ist das Material in einer didaktischen Logik gut sichtbar in flachen Regalen angeordnet. Es gibt Tische, Teppiche, um auf dem Boden zu arbeiten, einige Nischen und genügend Platz für Aktivitäten unterschiedlicher Art. Trotz der Fülle an Materialien sollte der Raum einer klaren Gliederung unterliegen, eine entspannte Atmosphäre erzeugen und Möglichkeiten zur individuellen Veränderung (z.B. Stuhlkreis) offen halten.

Ein wichtiger Bestandteil der vorbereiteten Umgebung ist auch die Einrichtung von Mehrjahrgangsklassen. Sinnvoll ist dabei die Zusammenlegung von Kindern einer Entwicklungsperiode, also Lerngruppen mit drei- bis sechsjährigen Kindern und Kindern der Klassenstufen 1 bis 3, 4 bis 6 und 7 bis 10 (oder 7/8 und 9/10). Durch jahrgangsdurchmischte Klassen werden viele soziale Komponenten gefördert, wird das Lernen durch die Hilfe Älterer erleichtert und Wissen durch Erklären (Reproduzieren) überprüft und gefestigt. Auf der Basis der Heterogenität der Schülerschaft ist es dann auch kein großer Schritt bis zur Integration von Schülern mit Behinderung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Persönlicher Zugang: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Themenwahl, ausgehend von seinem Studium der Sonderpädagogik und dem Wunsch nach effektiven Unterrichtsformen in heterogenen Klassen.

2. Montessoripädagogik: Dieses Kapitel führt in das Leben und Wirken von Maria Montessori ein und erläutert ihre zentralen reformpädagogischen Konzepte wie die vorbereitete Umgebung, Freiarbeit und die Polarisation der Aufmerksamkeit.

3. Geistige Behinderung: Hier werden unterschiedliche Begriffsklärungsansätze und die aus pädagogischer Sicht notwendigen Handlungsformen beim Umgang mit Schülern mit geistiger Behinderung diskutiert.

4. Montessoripädagogik bei Schülern mit geistiger Behinderung: Dieses Kapitel prüft, inwiefern die Prinzipien der Montessoripädagogik die spezifischen Förderbedarfe von Kindern mit geistiger Behinderung decken und analysiert empirische Beobachtungen zum Lernverhalten in diesem Setting.

5. Montessoripädagogik und Integration – Schlusswort: Die Arbeit schließt mit der Einschätzung, dass der Montessori-Ansatz ideale Voraussetzungen für die gelungene Integration von Kindern mit und ohne Behinderung in einer gemeinsamen Klasse bietet.

Schlüsselwörter

Montessoripädagogik, geistige Behinderung, Integration, Freiarbeit, vorbereitete Umgebung, sonderpädagogische Förderung, individuelles Lernen, Lernmaterialien, Inklusion, pädagogische Handlungsformen, heterogene Lerngruppen, soziale Kompetenz, Reformpädagogik, Lernrhythmus, Entwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie die Prinzipien der Montessoripädagogik gezielt eingesetzt werden können, um die Bildung und Erziehung von Schülern mit geistiger Behinderung zu unterstützen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte Maria Montessoris, die Definition und pädagogische Begleitung von geistiger Behinderung sowie die Schnittmenge beider Bereiche im Kontext der schulischen Integration.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob sich die Montessoripädagogik aufgrund ihrer spezifischen Struktur und Methoden für den Unterricht und die Förderung von Schülern mit geistiger Behinderung eignet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich primär um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit empirischen Beobachtungen (insbesondere von Gottfried Biewer).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Montessori-Konzepts, eine Diskussion über geistige Behinderung als pädagogische Aufgabe sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Montessori-Methode mit speziellen Fördererfordernissen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Montessoripädagogik, geistige Behinderung, Freiarbeit, vorbereitete Umgebung, integrative Erziehung und individuelles Lernverhalten.

Warum spielt die Freiarbeit eine so entscheidende Rolle für geistig behinderte Schüler?

Die Freiarbeit ermöglicht es den Schülern, in ihrem eigenen Tempo und nach ihren Bedürfnissen zu lernen, was eine individuelle Förderung und die Entfaltung der Persönlichkeit ohne Überforderung ermöglicht.

Welchen Einfluss hat die „vorbereitete Umgebung“ auf den Lernprozess?

Die strukturierte Umgebung bietet den Schülern Sicherheit und Klarheit. Durch das didaktische Material wird ein handlungsorientiertes Lernen angeregt, das die Selbstständigkeit fördert und Fehler als Teil des Lernprozesses begreift.

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Details

Title
Montessoripädagogik bei Schülern mit geistiger Behinderung
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut Rehabilitationswissenschaften)
Course
HS Zur Professionalisierung von Rehabilitationspädagog(inn)en
Author
Stefan Hirsch (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V119256
ISBN (eBook)
9783640228416
ISBN (Book)
9783640230334
Language
German
Tags
Montessoripädagogik Schülern Behinderung Professionalisierung Rehabilitationspädagog(inn)en
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Hirsch (Author), 2004, Montessoripädagogik bei Schülern mit geistiger Behinderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119256
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