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Austritt aus dem Intermediate-Range Nuclear Forces (INF) Vertrag. Eine Untersuchung der Gründe der USA aus neorealistischer und konstruktivistischer Perspektive

Título: Austritt aus dem Intermediate-Range Nuclear Forces (INF) Vertrag. Eine Untersuchung der Gründe der USA aus neorealistischer und konstruktivistischer Perspektive

Trabajo Escrito , 2019 , 22 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Moritz Kinskofer (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Als Forschungsgegenstand der vorliegenden Arbeit ergibt sich die Frage, warum die USA aus dem INF-Vertrag ausgestiegen sind. Dieses Thema wird anhand zweier Theorien der internationalen Beziehungen zu beantworten versucht. Der Schwerpunkt der Arbeit wird dabei auf den Erklärungsansatz aus neorealistischer Perspektive gelegt, da diese mit Blick auf einen Vertrag, der eine quantitative Verringerung der militärischen Kapazitäten beziehungsweise das Verbot des Tests und Stationierung bestimmter Waffen der zwei größten Nuklearmächte regelt, am geeignetsten erscheint. Zuvor sollen jedoch kurz der Inhalt des INF-Vertrags dargelegt und der Hintergrund seiner Entstehung erläutert werden, um so ein besseres Verständnis für aktuelle Entscheidungen der USA und die denen vorausgehenden Russlands in diesem Kontext zu vermitteln. Als Grundlage der Untersuchung werden die neorealistische Theorie John Mearsheimers und die konstruktivistische Theorie Alexander Wendts herangezogen, aus denen zur Beantwortung der Forschungsfrage jeweils eine Hypothese abgeleitet wird, die es dann im Hauptteil durch Analyse des Sachverhalts zu überprüfen gilt.

Nach dem Austritt der USA aus dem Intermediate-range Nuclear Forces (INF) Vertrag könnten Trumps Drohgebärden künftig leichter durchzusetzen sein, da mit dem New Strategic Arms Reduction Treaty (New-START) nur noch eine einzige völkerrechtliche Limitation des amerikanischen nuklearen Waffenarsenals existiert, welche aber 2021 auslaufen wird, und nach dem Streit um die Verantwortung für das Ende des INF-Vertrags eine Verlängerung des New-START unwahrscheinlich erscheint. Fraglich ist also, ob die USA den INF-Vertrag tatsächlich mit der Intention aufgekündigt haben, in Zukunft mehr oder weniger uneingeschränkt ihre militärischen Kapazitäten aufrüsten und davon Gebrauch machen zu können, oder ob der Austritt lediglich eine Warnung an Russland darstellen und als Aufruf zur Schließung eines effektiveren Vertrags dienen soll.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Thema

2. Literaturbericht

3. Überblick über den INF-Vertrag

4. Theorien

4.1 Neorealismus

4.2 Konstruktivismus

5. Der Austritt aus dem INF-Vertrag aus neorealistischer und konstruktivistischer Sicht

5.1 Notwendige Abschreckung gegenüber Russland und China?

5.1.1 Erwiderung russischer Aufrüstung befreit von vertraglicher Einschränkung

5.1.2 Austritt als längst überfälliger Schritt zur Anwort auf wachsenden Einfluss Chinas

5.2 Schlechte Erfahrungen mit Russland?

5.2.1 Austritt als Reaktion auf Russlands anhaltenden Vertragsbruch

5.2.2 Austritt als ultima ratio der vertragstreuen USA

6. Fazit und Gründe für den Austritt der USA aus dem INF-Vertrag

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe der USA für den Austritt aus dem INF-Vertrag. Dabei wird der Fokus auf die Frage gelegt, inwiefern neorealistische und konstruktivistische Erklärungsansätze das Handeln der USA angesichts russischer Vertragsverstöße und des wachsenden Einflusses Chinas nachvollziehbar machen.

  • Analyse der neorealistischen Theorie von John Mearsheimer im Kontext des INF-Vertrags.
  • Untersuchung der konstruktivistischen Perspektive von Alexander Wendt zur Identitäts- und Interessensbildung.
  • Bewertung des russischen Vertragsbruchs als Katalysator für den US-Austritt.
  • Einordnung des US-Ausstiegs in die strategische Rivalität mit China und das Konzept des "Pivot to Asia".
  • Diskussion der sicherheitspolitischen Konsequenzen für das globale Rüstungskontrollregime.

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Erwiderung russischer Aufrüstung befreit von vertraglicher Einschränkung

Nachdem Donald Trump bereits im Oktober 2018 öffentlich einen Austritt aus dem INF-Vertrag zur Sprache gebracht hatte (vgl. Simmons et al. 2018), erklärten die USA am zweiten Februar 2019 ihren Rücktritt, der mit einer sechsmonatigen Frist am zweiten August in Kraft trat (vgl. Pompeo 2019). Als Begründung verwiesen sowohl der Direktor des amerikanischen Nachrichtendienstes Daniel Coats bereits 2018 als auch Außenminister Michael Pompeo bei Stellungnahme zum Austritt auf Vertragsverletzungen Russlands (vgl. Coats 2018; Pompeo 2019). Inhaltlich beruhen die Vertragsverstöße russischer Seite auf der Produktion, der Durchführung von Testläufen und der Stationierung von Marschflugkörpern des Raketensystems vom Typus SSC-8 (vgl. Coats 2018) mit einer Reichweite von 2600 Kilometern (vgl. Richter 2019: 21).

Damit fallen diese unter die Bestimmungen des INF-Vertrags, welcher jegliche Verwendung oder Tests ballistischer Geschosse mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern untersagt (vgl. Goldsmith 2019: 55). Ferner führte Coats (vgl. 2018) aus, dass der Vertragsbruch Russlands das Ziel verfolgt, ungehindert Raketen zu entwickeln, die essentielle militärische und wirtschaftliche Objekte europäischer Verbündeter in Gefahr bringen können, während gleichzeitig die USA durch die Regeln des INF-Vertrags daran gehindert sind, selbiges zu tun, womit die NATO und damit die USA unter Druck gesetzt werden und auch deren Sicherheitsinteresse unterminiert wird (vgl. Pompeo 2018; 2019).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Thema: Einleitung in die Problematik der Aufkündigung des INF-Vertrags und Formulierung der zentralen Forschungsfrage.

2. Literaturbericht: Überblick über den aktuellen Forschungsstand zur Bedeutung des INF-Vertrags und den Auswirkungen seines Endes.

3. Überblick über den INF-Vertrag: Historische Kontextualisierung und Erläuterung der Bestimmungen des INF-Vertrags.

4. Theorien: Einführung in die neorealistischen Annahmen von John Mearsheimer und die konstruktivistischen Konzepte von Alexander Wendt.

5. Der Austritt aus dem INF-Vertrag aus neorealistischer und konstruktivistischer Sicht: Detaillierte Analyse der Beweggründe der USA unter Anwendung der beiden gewählten Theorien.

6. Fazit und Gründe für den Austritt der USA aus dem INF-Vertrag: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Sicherheitsarchitektur.

Schlüsselwörter

INF-Vertrag, USA, Russland, China, Rüstungskontrolle, Neorealismus, Konstruktivismus, Sicherheitspolitik, Mittelstreckenraketen, John Mearsheimer, Alexander Wendt, Nukleare Aufrüstung, Geopolitik, Internationale Beziehungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sicherheitspolitischen und strategischen Gründe, die zum Austritt der USA aus dem INF-Vertrag geführt haben.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Rüstungskontrolle, das nukleare Wettrüsten, die Rolle Chinas in der globalen Sicherheitsarchitektur sowie die Dynamik der US-russischen Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Austritt der USA theoretisch fundiert zu erklären, indem er durch die Brille des Neorealismus und des Konstruktivismus betrachtet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine theoriegeleitete Analyse von Primärquellen staatlicher Behörden, Presseberichten und aktueller wissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil überprüft Hypothesen zur notwendigen Abschreckung gegenüber Russland und China sowie die Rolle vergangener Interaktionserfahrungen für die amerikanische Entscheidungsfindung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie INF-Vertrag, Neorealismus, nukleare Abrüstung, China-Politik und Rüstungswettlauf beschreiben.

Warum spielt China bei der Argumentation des Autors eine wichtige Rolle?

China wird als strategischer Faktor angeführt, da die USA durch den INF-Vertrag in ihrer Handlungsfähigkeit in Asien eingeschränkt waren, während China als Nicht-Vertragspartner sein Raketenarsenal ungehindert ausbauen konnte.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle Russlands?

Russland wird primär als Akteur gesehen, dessen Vertragsbrüche bezüglich des Systems SSC-8 den USA den Anlass gaben, sich aus der rechtlichen Bindung zu lösen, um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Austritt aus dem Intermediate-Range Nuclear Forces (INF) Vertrag. Eine Untersuchung der Gründe der USA aus neorealistischer und konstruktivistischer Perspektive
Universidad
University of Regensburg  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Einführung in die Internationale Politik
Calificación
1,0
Autor
Moritz Kinskofer (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
22
No. de catálogo
V1192700
ISBN (PDF)
9783346633682
ISBN (Libro)
9783346633699
Idioma
Alemán
Etiqueta
USA Russland INF-Vertrag Neorealismus Konstruktivismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Moritz Kinskofer (Autor), 2019, Austritt aus dem Intermediate-Range Nuclear Forces (INF) Vertrag. Eine Untersuchung der Gründe der USA aus neorealistischer und konstruktivistischer Perspektive, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192700
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