Das Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines ganzheitlich orientierten Bewegungskonzeptes für die Zielgruppe Senioren bei einem Bewegungsanbieter. Das Bewegungskonzept wird auf Grundlage der typischen Zivilisationskrankheiten und gesundheitlicher Probleme im Alter erstellt. In Anlehnung an die Möglichkeiten zur günstigen Beeinflussung von Risikofaktoren durch Bewegung und Sport soll das Konzept für Senioren mit gesundheitlichen Problemen entwickelt werden. Durch eine ausführliche Analyse der Rahmenbedingungen des Bewegungsanbieters, die Darstellung der notwendig werdenden Ressourcen sowie der Berechnung der Konzeptkosten wird das fertig geplante Bewegungskonzept für Senioren dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG
2 ZIELSETZUNG
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND
3.1 Aktuelle soziodemographische Daten zur Altersstruktur
3.2 Begriffserklärung ‚Senioren‘
3.3 Typische Zivilisationskrankheiten
3.3.1 Entstehung von Zivilisationskrankheiten
3.3.2 Beschreibung und Definition von Zivilisationskrankheiten
3.3.3 Daten zu Zivilisationskrankheiten
3.4 Typische gesundheitliche Probleme im Alter
3.4.1 Demenz
3.4.2 Depression
3.4.3 Chronische Erkrankungen
3.4.4 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
3.4.5 Infektionen
3.4.6 Sarkopenie
3.5 Bewegungsfaktoren
3.5.1 Körperliche, sportliche und gesundheitswirksame körperliche Aktivität
3.5.2 Unterschied zwischen sitzendem Verhalten, körperlicher Aktivität und Training
3.5.3 Bewegungsempfehlungen und Bewegungsverhalten bei Senioren
3.6 Möglichkeiten der günstigen Beeinflussung von Risikofaktoren durch Bewegung und Sport
3.6.1 Trainingsaufbau ‚warm up‘ und ‚cool down‘
3.6.2 Positive Effekte von Bewegung und Sport
3.6.3 Positive Effekte von Bewegung auf das Herz-Kreislauf-System
3.6.4 Positive Effekte von Bewegung auf den Bluthochdruck
3.6.5 Positive Effekte von Bewegung auf das Muskel-Skelettsystem (Osteoporose/ Sarkopenie)
3.6.6 Positive Effekte von Bewegung auf chronische Rückenschmerzen
3.6.7 Positive Effekte von Bewegung auf den Kohlenhydratstoffwechsel (Diabetes)
3.6.8 Positive Effekte von Bewegung auf die Körperzusammensetzung und das Körpergewicht (Übergewicht/Adipositas)
3.6.9 Positive Effekte von Bewegung auf das Immunsystem
3.6.10 Positive Effekte von Bewegung auf die mentale und seelische Gesundheit
3.7 Risiken, Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen
4 METHODIK
4.1 Zielgruppe
4.2 Struktur und Zielsetzung des Bewegungskonzeptes
4.3 Analyse der Rahmenbedingungen bei dem Bewegungsanbieter hinsichtlich der Anforderungskriterien an ein Bewegungskonzept für die Zielgruppe Senioren
4.3.1 Finanzierung und Kosten
4.3.2 Kooperationspartner
4.3.3 Infrastruktur
4.3.4 Information und Motivation
4.3.5 Räumlichkeiten und Sicherheit
4.3.6 Zeit und Ansprechpartner
4.3.7 Übungsleiter und Nachhaltigkeit
4.3.8 Inhalte des Bewegungsangebots und sozialer Austausch
4.4 Personelle und materielle Ressourcen
4.5 Konzeptkosten und Break-Even-Analyse
4.6 Evaluation
5 ERGEBNISSE
5.1 Grobplanung des Bewegungskonzeptes
5.2 Darstellung des Bewegungskonzeptes
5.3 Erläuterung des Bewegungskonzeptes
5.4 Eingliederung in die Angebotsstruktur
6 DISKUSSION
6.1 Vergleich der Ergebnisse mit der aktuellen Studienlage
6.2 Umsetzungsprobleme, Lösungsstrategien und weiterführende Maßnahmen
7 ZUSAMMENFASSUNG
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit hat zum Ziel, ein ganzheitlich orientiertes Bewegungskonzept für Senioren zu erstellen, das auf typischen Zivilisationskrankheiten und altersbedingten gesundheitlichen Herausforderungen basiert, um durch gezielte sportliche Interventionen Risikofaktoren positiv zu beeinflussen.
- Analyse demografischer Daten zur Altersstruktur in Deutschland
- Untersuchung typischer Zivilisationskrankheiten und Altersbeschwerden
- Darstellung der positiven Effekte von Sport auf physische und psychische Ressourcen
- Erstellung eines konkreten, 8-wöchigen Bewegungsprogramms für Vereine
- Evaluation von Kosten, Ressourcen und operativen Rahmenbedingungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Aktuelle soziodemographische Daten zur Altersstruktur
„Unter soziodemographischen Daten versteht man Informationen, die mit Methoden aus der empirischen Sozialforschung gewonnen werden. Es werden im Rahmen von Marktforschungaktionen Stichproben aus der Grundgesamtheit der Bevölkerung gezogen, um Aussagen über die Verteilung von Bevölkerungsmerkmalen treffen zu können.“ (prospega.de, 2021). Durch den demographischen Wandel, welcher in Deutschland dadurch gekennzeichnet ist, dass seit der 1970-er Jahre die Geburtenrate niedriger als die Sterberate ist, verändert sich die Altersstruktur der Bevölkerung (Bundeszentrale für politische Bildung, 2016). Außerdem erwähnt die Bundeszentrale für politische Bildung, dass ein weiterer Aspekt für den demographischen Wandel die höhere Lebenserwartung der Bevölkerung ist. Bei sinkender Geburtenrate führt dies zu einem größeren Anteil der älteren Bevölkerung im Verhältnis zum Anteil der jüngeren Bevölkerung (Bundeszentrale für politische Bildung, 2016).
Dem Statistischen Bundesamt zufolge ist jede zweite Person älter als 45 Jahre und jede fünfte Person älter als 66 Jahre (Statistisches Bundesamt, 2021d). Andererseits, aufgrund der starken Zuwanderung junger Menschen in den letzten Jahren, steigt die Geburtenrate seit 2012. Nichtsdestotrotz unterstreicht das Statistische Bundesamt: „Die Anzahl der Personen im Alter ab 70 Jahren ist zwischen 1990 und 2019 von 8 auf 13 Millionen gestiegen. Bei den höheren Altersklassen wird deutlich, dass mittlerweile nicht nur Frauen, sondern auch Männer ein höheres Lebensalter erreichen.“ (Statistisches Bundesamt, 2021d).
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG UND PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung thematisiert den demografischen Wandel und die damit verbundene Zunahme altersbedingter gesundheitlicher Probleme sowie das steigende Interesse an Sportkonzepten für Senioren.
2 ZIELSETZUNG: Das Kapitel definiert das Ziel der Arbeit, ein ganzheitliches Bewegungskonzept für Senioren auf Basis aktueller gesundheitlicher Kenntnisse zu entwickeln.
3 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: Es erfolgt eine Analyse soziodemografischer Daten, typischer Zivilisationskrankheiten im Alter sowie der gesundheitsfördernden Potenziale und Kontraindikationen von Bewegung.
4 METHODIK: Dieser Teil beschreibt die Zielgruppendefinition, die Rahmenbedingungen bei einem Bewegungsanbieter sowie die erforderlichen Ressourcen und eine Break-Even-Analyse für das Konzept.
5 ERGEBNISSE: Hier werden die Grobplanung und das konkrete Bewegungskonzept inklusive der methodischen Erläuterungen für die praktische Umsetzung dargestellt.
6 DISKUSSION: Die Arbeit reflektiert die Ergebnisse kritisch im Vergleich zur aktuellen Studienlage und erörtert mögliche Umsetzungsprobleme und Lösungsansätze.
7 ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse aus den vorangegangenen Kapiteln zur Erstellung des Bewegungskonzepts.
Schlüsselwörter
Senioren, Bewegungsprogramm, Zivilisationskrankheiten, Krafttraining, Ausdauertraining, Gesundheitsförderung, Demografischer Wandel, Altersstruktur, Sportökonomie, Bewegungsanbieter, Prävention, Lebensqualität, Muskelmasse, Koordination, Wirbelsäulengymnastik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines ganzheitlichen Bewegungsprogramms für Senioren, das in einem Vereinsumfeld umgesetzt werden soll, um gesundheitliche Herausforderungen im Alter präventiv anzugehen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen sind der demografische Wandel, die Analyse typischer Alterskrankheiten (z.B. Sarkopenie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen) und die gesundheitswissenschaftliche Fundierung von Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines praxisnahen, ganzheitlichen Bewegungskonzepts, das auf wissenschaftlichen Grundlagen basiert und ökonomisch sowie organisatorisch in die Struktur eines Bewegungsanbieters eingegliedert werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur Fundierung des theoretischen Kenntnisstands sowie einen konzeptionellen Ansatz, um basierend auf Rahmenbedingungen und Kostenanalysen ein 8-wöchiges, strukturiertes Bewegungsprogramm zu planen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die gesundheitlichen Grundlagen von Bewegung bei Senioren als auch die spezifische methodische Planung des Kurses, inklusive Ressourcenbedarf, Trainingsaufbau (Warm-up, Hauptteil, Cool-down) und Kostenkalkulation, detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Senioren, Prävention, Zivilisationskrankheiten, Bewegungsprogramm, Gesundheitsförderung und sportökonomische Planung.
Welche Bedeutung kommt der "J-Kurve" im Kontext der Arbeit zu?
Die "J-Kurve" beschreibt den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und dem Immunsystem; sie verdeutlicht, dass ein moderates Aktivitätsniveau die Abwehrkräfte stärkt, während Inaktivität oder Überlastung gesundheitliche Risiken bergen.
Welche Rolle spielt die Muskelfunktionsdiagnostik für das Bewegungskonzept?
Sie dient als Evaluationsmethode, um den Leistungsstand der Teilnehmer zu Beginn und nach Abschluss des 8-wöchigen Programms objektiv zu messen und den Erfolg des Trainings in Bezug auf die Beweglichkeit zu belegen.
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- Giuliano Errico (Author), 2022, Bewegungskonzept für Senioren bei einem Bewegungsanbieter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192756