Diese Exegese behandelt den Psalm 121 und nimmt neben einer formalen und inhaltliche Analyse auch den Gegenwartsbezug in den Blick.
Inhaltlich wird genauer auf verschiedene Elemente des Psalms geschaut und so herausgearbeitet, warum Gott als ein zugewandter Menschenfreund zu verstehen ist.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Formale Analyse
2.1 Kontext
2.2 Aufbau des Psalters
2.3 Gattung und Sitz im Leben
3. Sprachliche Analyse
3.1 Übersetzungsvergleich und syntaktischer Aufbau
4. Inhaltliche Analyse und Gegenwartsbezug
4.1 Inhaltliche Analyse
4.2 Gegenwartsbezug
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der exegetischen Analyse des Psalms 121, um dessen Bedeutung als Zuspruch und trostspendendes Gebet in der heutigen Zeit zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie der Psalm durch verschiedene Bibelübersetzungen interpretiert wird und welche Rolle er in der seelsorgerlichen Begleitung sowie im interreligiösen Kontext spielt.
- Exegese und Analyse von Psalm 121
- Vergleichende Untersuchung verschiedener Bibelübersetzungen
- Die Bedeutung von Gottesbild und Behütung im Psalter
- Relevanz des Psalms für die heutige Seelsorge
- Interreligiöse Aspekte und die Bedeutung von Gebet
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
Für die vorliegende Exegese habe ich mir Psalm 121 ausgesucht. Als Grundlage habe ich mich für die Lutherbibel 2017 entscheiden. Der Psalm begleitet mich seit meiner Kindheit. Die Verse 5 und 6 sind mein Taufspruch: “Der Herr behüte dich: der Herr ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts.“
Psalmen als Lieder, Bitt-, Lob- und Trostgebete spielen in der Liturgie unserer Gottesdienste eine wichtige Rolle. Viele Psalmworte sind bekannt, einprägsam und oft im hohen Alter noch präsent. Psalmworte werden gerne als Tauf- oder Konfirmations- und Segenssprüche genutzt. In seelsorgerlichen Gesprächen, in der Sterbebegleitung und der Trauerbegleitung können sie eine wichtige Grundlage sein.
Psalmen sind im Psalter im Alten Testament gesammelt. Das Wort „Psalm“ kommt von dem griechischen Verb psallo – die Saiten zupfen. Das liegt daran, dass die Psalmen nicht nur gesprochen, sondern auch gesungen und mit einem Zupfinstrument begleitet wurden. Die Psalmen sind im Psalter nur mit Text und nicht mit Melodie versehen. Vertonungen von Psalmliedern finden sich beispielsweise in unseren Gesangbüchern. Getragen sind die Psalmen von der Grundannahme, dass Gott mit den Israeliten einen Bund geschlossen und sie zu seinem Volk erwählt hat. Wichtige Fragen und Gedanken der Menschen, wie ihr Gottesbild, die persönliche Beziehung zu Gott und das persönliche Glaubensverständnis werden hier bedacht.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Verfasserin führt in die persönliche Relevanz des Psalms 121 ein und erläutert dessen Bedeutung als Gebetstext in den Weltreligionen.
2. Formale Analyse: Dieses Kapitel betrachtet den Kontext, den Aufbau des Psalters sowie die Gattung und den "Sitz im Leben" des Psalms.
3. Sprachliche Analyse: Es erfolgt ein detaillierter Vergleich der Übersetzung und des syntaktischen Aufbaus von Psalm 121 anhand der Lutherbibel, der Bibel in gerechter Sprache und der Elberfelder Bibel.
4. Inhaltliche Analyse und Gegenwartsbezug: Dieser Abschnitt analysiert den Inhalt des Psalms und stellt Bezüge zur heutigen Zeit, zur Seelsorge und zu interreligiösen Erfahrungen her.
5. Fazit: Die Ergebnisse der Exegese werden zusammengeführt, wobei der Psalm als zeitloses, trostvolles Zeugnis für einen menschenfreundlichen Gott hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
Psalm 121, Exegese, Bibelübersetzung, Gottesbild, Seelsorge, Sterbebegleitung, Wallfahrtslied, Behütung, interreligiöser Dialog, Liturgie, Trost, Psalter, Glaube, Vertrauen, Religionsübergreifend.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung von Psalm 121 unter Berücksichtigung unterschiedlicher Bibelübersetzungen und dessen Anwendung in der heutigen Zeit.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die biblische Exegese, die Analyse des Gottesbildes im Psalm sowie die praktische Relevanz des Textes in der Seelsorge und im interreligiösen Kontext.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Bedeutung von Psalm 121 als Zuspruch zu analysieren und zu zeigen, wie dieser Psalm in verschiedenen Lebenskrisen und im interreligiösen Dialog als verbindendes Element wirken kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine formale, sprachliche und inhaltliche Exegese auf Basis von Vergleichstexten (Lutherbibel, Bibel in gerechter Sprache, Elberfelder Bibel) angewandt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine formale Analyse des Textkontextes, einen detaillierten Übersetzungsvergleich der acht Verse sowie eine inhaltliche Reflexion und deren Bezug zur Gegenwart.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Psalm 121, Exegese, Seelsorge, Behütung und interreligiöser Dialog charakterisiert.
Warum wird Psalm 121 häufig in der Sterbebegleitung verwendet?
Aufgrund seiner tröstenden Wirkung und der Zusage Gottes, den Menschen stets zu behüten, nimmt er Ängste vor dem Tod und dem Ungewissen, was ihn zu einem wichtigen Begleiter in schwierigen Lebensphasen macht.
Welche Unterschiede zeigen sich bei den Gottesbezeichnungen in den verschiedenen Übersetzungen?
Während die Lutherbibel und die Elberfelder Bibel den "HERRN" verwenden, setzt die "Bibel in gerechter Sprache" auf eine weiblich konnotierte Gottesanrede ("die Ewige"), was die Vielfalt der Gottesbegegnung unterstreicht.
- Quote paper
- Karoline Winkens (Author), 2019, Exegese zu Psalm 121, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1192791