Die Zielsetzung des vorliegenden Projektes ist, zu untersuchen, ob es in der Stadt Osnabrück möglich ist, eine Ausbildungsmesse zu organisieren, um den Schulabgängern die Möglichkeit eines solchen Informationsforums zu bieten. Analysiert werden alle wesentlichen Punkte einer Messekonzeption, die auf der Basis einer Machbarkeitsstudie als Unternehmensgründung erstellt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Projekthintergrund
1.1 Projektidee / Zielsetzung
1.2 Definitionen
1.3 Berufsausbildung
1.3.1 Ausbildungssituation in Deutschland
1.3.2 Ausbildungssituation in Osnabrück (Stadt und Landkreis)
1.3.3 Das System der Berufsausbildung in Deutschland
1.3.3.1 Schulische Berufsausbildung
1.3.3.2 Betriebliche Berufsausbildung: das duale System
1.4 Ausbildungsvermittlung und – betreuung
1.4.1 Aufgaben des Arbeitsamtes
1.4.2 Aufgaben der Kammern
1.5 Ausbildungsmessen
1.5.1 Nationale Ausbildungsmessen
1.5.2 Regionale Ausbildungsmessen
1.5.3 „Mein Beruf“ 1992, 1993 und 1995 in Osnabrück
1.6 Projektförderer / Initiatoren
1.6.1 Schirmherrschaft
1.6.2 Ideelle Träger / Messebeirat
1.6.3 Sponsoren
1.7 Projektkosten
2. Standortanalyse
2.1 Standort Osnabrück
2.1.1 Allgemeines
2.1.2 Geografische Lage
2.1.3 Demografie
2.1.4 Wirtschaft
2.2 Standortanforderungen
2.3 Mögliche Standorte
2.3.1 Stadthalle Osnabrück
2.3.2 Halle Gartlage
2.3.3 Salzmarkthalle
2.3.4 Fachhochschule Osnabrück
2.3.5 Sonstige
2.4 Standortentscheidung
2.5 Kosten
3. Marktanalyse
3.1 Definition des angestrebten Messeradiuses
3.2 Marktpotential
3.3 Marktsegmentierung
3.4 Konkurrenzanalyse
3.4.1 Lingen, Meppen und Papenburg
3.4.2 Bersenbrück
3.4.3 Melle
3.5 Alleinstellung / Überlegenheit der Ausbildungsmesse
4. Zielgruppenanalyse
4.1 Definition der Zielgruppen
4.1.1 Potentielle Aussteller
4.1.2 Potentielle Besucher
4.2 Erhebungsverfahren
4.3 Informationsgewinnung /-quellen
4.3.1 Sekundärforschung
4.3.2 Primärforschung
4.4 Die Befragung
4.4.1 Auswahl der Befragungsart
4.4.2 Der Fragebogenaufbau
4.4.3 Befragungsergebnisse
4.4.3.1 Potentielle Aussteller
4.4.3.2 Potentielle Besucher
5. Marketingkonzept
5.1 Marketingstrategie
5.1.1 Ziele der Strategie
5.1.2 Messerelevante Eigenschaften
5.2 Marketing-Mix
5.2.1 Leistungspolitik
5.2.2 Preispolitik
5.2.3 Kommunikationspolitik
5.2.3.1 Messelogo, Messemonat und Messedauer
5.2.3.2 Ausstellerakquisition
5.2.3.3 Besucherwerbung
5.2.3.4 Internet / Homepage
5.2.3.5 Pressearbeit und Public Relations
5.2.4 Distributionspolitik
5.3 Rahmenprogramm
5.4 Sponsoring
5.5 Marketingkosten
6. Dienstleistungskosten für den Veranstalter
6.1 Katalog
6.2 Standarten
6.3 Fachliches Rahmenprogramm
6.4 Möblierung
6.5 Catering
6.6 Sonstiges
7. Hallenplanung
7.1 Allgemeine Anforderungen
7.2 Sicherheitsaspekte
7.3 Planung und Layout
7.4 Kosten
8. Organisation, Gemeinkosten und Human Resources
8.1 Wahl der Gesellschaftsform
8.2 Organisationsstruktur
8.3 Abteilungen
8.3.1 Geschäftsführung
8.3.2 Service
8.3.2.1 Ausbildung und Qualifikation
8.3.2.2 Arbeitsbereich
8.4 Lohn- / Gehaltskosten
8.4.1 Geschäftsführung
8.4.2 Servicekräfte
8.4.2.1 Gesetzliche Regelungen für geringfügig Beschäftigte
8.4.2.2 Personal- und Arbeitsbedarf
8.5 Büro- / Geschäftsräume
8.6 Versicherungen
8.7 Kosten
9. Projektplanung und Implementierung
10. Finanzierung
10.1 Budget
10.2 Projektfinanzierung
10.2.1 Eigenkapital
10.2.2 Fremdkapital
10.3 Break-Even-Analyse
11. Wirtschaftliche Bewertung
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Machbarkeit einer regionalen Ausbildungsmesse in Osnabrück, um Schulabgängern eine bessere Orientierung und Unternehmen eine Plattform zur effektiven Nachwuchsgewinnung zu bieten. Auf Basis einer durchgeführten Marktanalyse und einer Befragung potentieller Akteure soll ein tragfähiges Konzeptionsmodell erstellt werden.
- Analyse der regionalen Ausbildungssituation und des Informationsbedarfs
- Untersuchung von Standortvoraussetzungen und Rahmenbedingungen in Osnabrück
- Zielgruppenanalyse durch Primär- und Sekundärforschung unter Ausstellern und Schulen
- Entwicklung eines Marketingkonzepts inkl. Preis- und Kommunikationsstrategien
- Erstellung einer wirtschaftlichen Bewertung und Kalkulation der Projektkosten
Auszug aus dem Buch
1.1 Projektidee / Zielsetzung
Jedes Jahr schließen deutschlandweit Tausende von Jugendlichen die Schule ab. Spätestens dann müssen sie sich mit der Frage beschäftigen, wie sie ihre berufliche Zukunft gestalten wollen. Je nach schulischer Vorbildung kann zwischen verschiedenen Möglichkeiten gewählt werden: eine weiterführende Schule, eine schulische oder betriebliche Berufsausbildung oder ein Studium an einer Berufsakademie, Fachhochschule oder Universität.
Zur Berufsorientierung werden zahlreiche Hilfen angeboten: In vielen Schulen wird das Fach „Arbeit, Wirtschaft, Technik“ unterrichtet, das den Jugendlichen die Entscheidungsfindung vereinfachen soll; auch Praktika sollen bei der Berufswahl helfen; die Arbeitsämter bieten mit ihren Berufsinformationszentren (BIZ) umfangreiche Informationen rund um das Thema „Beruf“ an. Zusätzlich unterstützen Bücher wie „Beruf aktuell“ oder „Studien- und Berufswahl“, die jedes Jahr aktualisiert erscheinen, die bestehenden Informationsmöglichkeiten. Zu ausgesuchten Berufen können so genannte „Blätter zur Berufskunde“ mittels einer, den Büchern beiliegenden, Postkarte bestellt werden. Trotzdem können nur in begrenztem Umfang Informationen zu einzelnen Berufen und Studiengängen gegeben werden, da diese auf ein Minimum an Informationen reduziert sind, um die Vielfalt der Berufe widerspiegeln zu können.
Ergänzend zu den Büchern gibt es seit einigen Jahren auch einige bundesweite, kostenlose Zeitschriften, die versuchen, den Informationsfluss zu verbessern und die Lücke zu schließen. „UNICUM Abi“, herausgegeben vom UNICUM Verlag, Bochum, erscheint zehnmal pro Jahr und wird kostenlos in Schulen ausgelegt. Die Zeitschrift „AUDIMAX Reifeprüfung“ vom AUDIMAX-Verlag, Nürnberg, richtet sich ebenfalls an die Zielgruppe der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten und informiert zweimal jährlich sowohl über Studien- als auch Berufsmöglichkeiten. Für die gleiche Zielgruppe ist „EINSTIEG Abi“ von EINSTIEG Event GmbH, Köln, konzipiert. Die Bundesanstalt für Arbeit produziert „Abi“ auch für diese Zielgruppe. Zusätzlich wird auf den Homepages der jeweiligen Arbeitsämter ein interaktives Programm namens „Mach’s richtig“ zur Vorbereitung auf die Berufswahl angeboten, das sich an Haupt- und Realschüler oder deren Eltern und Lehrer richtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Projekthintergrund: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage, die Zielsetzung des Vorhabens und bietet einen Überblick über bestehende Berufsorientierungsmöglichkeiten und nationale Ausbildungsmessen.
2. Standortanalyse: Hier wird der Standort Osnabrück detailliert hinsichtlich seiner demografischen, geografischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten untersucht sowie verschiedene Veranstaltungsflächen bewertet.
3. Marktanalyse: Das Kapitel befasst sich mit dem Marktpotential für eine solche Messe, der Konkurrenzanalyse im regionalen Umfeld und der Frage einer möglichen Alleinstellung.
4. Zielgruppenanalyse: Diese Sektion stellt die Definition der Aussteller und Besucher dar, beschreibt die eingesetzten Befragungsmethoden und wertet die gewonnenen Erkenntnisse aus.
5. Marketingkonzept: Hier werden die strategischen Ebenen der Messeplanung, der Marketing-Mix sowie spezifische Maßnahmen zur Kommunikation und Preisgestaltung entworfen.
6. Dienstleistungskosten für den Veranstalter: Dieses Kapitel kalkuliert die operativen Kosten für Katalog, Standbau, Catering und Rahmenprogramm.
7. Hallenplanung: Der Fokus liegt auf Sicherheitsanforderungen und der physischen Raumplanung zur Umsetzung der Messe in der Stadthalle.
8. Organisation, Gemeinkosten und Human Resources: Dieses Kapitel behandelt die Wahl der Gesellschaftsform, die interne Struktur sowie Personalkosten und Versicherungsaspekte.
9. Projektplanung und Implementierung: Hier wird der zeitliche Projektablauf in einem Implementierungsplan zusammengefasst.
10. Finanzierung: Dieser Abschnitt stellt das Budget, die Projektfinanzierung und die Break-Even-Analyse zur Bestimmung der Gewinnschwelle gegenüber.
11. Wirtschaftliche Bewertung: Im Fazit wird das Gesamtergebnis der Umfragen interpretiert und die Wirtschaftlichkeit des geplanten Vorhabens beurteilt.
Schlüsselwörter
Ausbildungsmesse, Berufsorientierung, Osnabrück, Machbarkeitsstudie, Ausbildungsbetriebe, Marktanalyse, Zielgruppenanalyse, Marketingkonzept, Standplanung, Finanzierung, Break-Even-Point, Berufsausbildung, Recruiting, Projektplanung, Sponsoring.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Konzeptionierung einer regionalen Ausbildungsmesse in der Stadt Osnabrück auf der Basis einer Machbarkeitsstudie.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Standortanalyse Osnabrück, die Marktanalyse, eine detaillierte Zielgruppenbefragung, ein ausgearbeitetes Marketingkonzept sowie eine umfassende Finanz- und Kostenplanung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist zu untersuchen, ob die Durchführung einer Ausbildungsmesse in der Stadt Osnabrück realisierbar ist, um den Informationsfluss für Schulabgänger zu optimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Marktforschung, die sowohl Sekundärdaten als auch eine Primärbefragung (postalische Fragebögen) von Unternehmen, Innungen und Schulen einbezieht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Standort- und Marktanalyse, eine tiefgehende Zielgruppenuntersuchung, ein Marketingkonzept, Kalkulationen zu Dienstleistungskosten sowie die finanzielle Projektbewertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Ausbildungsmesse, Berufsfindung, Osnabrück, Machbarkeitsstudie, Marketingkonzept und Finanzplanung.
Welcher Standort wird für die Messe empfohlen?
Die Stadthalle Osnabrück wird als Veranstaltungsort gewählt, da sie trotz höherer Mietkosten eine zentrale Infrastruktur und eine repräsentative Umgebung bietet.
Wie lautet die Schlussfolgerung bezüglich der Wirtschaftlichkeit?
Auf Basis der vorliegenden Umfrageergebnisse (Best-Case) ist das Projekt aus wirtschaftlicher Sicht befürwortbar, da bei 83 Ausstellern die Gewinnschwelle erreicht wird.
- Quote paper
- Cäcilia Picker (Author), 2002, Konzeption einer regionalen Ausbildungsmesse in der Stadt Osnabrück auf der Basis einer Machbarkeitsstudie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119313