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Friedrich der Große und sein Verhältnis zur Religion

Title: Friedrich der Große und sein Verhältnis zur Religion

Essay , 2007 , 8 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Philipp vom Stein (Author)

History of Europe - Modern Times, Absolutism, Industrialization
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„Gretchens Frage: ‚Wie hast du’s mit der Religion?’, hätte auch Friedrich den Großen in Verlegenheit gestürzt“ (Samerski). Man wird ihm im Hinblick auf seine persönliche Glaubensüberzeugung auch vorhalten können: „Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“ Hinsichtlich seines Verhaltens gegenüber der Bevölkerung gilt allerdings auch: „Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.“ Seine viel beschriebene religiöse und konfessionelle Indifferenz beruhe, so Samerski, stärker auf den aufgeklärten Grundsätzen der politischen Praxis als auf der Negierung des Transzendenten, die er tatsächlich nie durchgehalten habe.
In seinem „Testament Politique“ von 1752 bespricht Friedrich in dem Kapitel „Die Geistlichen und die Religionen“ seine Einstellung als Herrscher zu denselben. Über den Glauben seines Vaters Friedrich Wilhelm I. weiß Clark in seinem Werk „Preußen“ zu berichten, dass er im Alter von 20 Jahren, nach dem Tod seines ersten Sohnes, eine „Bekehrung“ erlebt habe, die seinem Glauben eine zutiefst persönliche Dimension verliehen habe. Doch an den Sohn hat er lediglich die reformierte Ausrichtung vermittelten können, so dass dieser in dem Schlusskapitel des Testaments dem Thronnachfolger anordnet, sich zur reformierten Konfession zu bekennen, die der Glaube seiner Väter sei.
Der Kurfürst Johann Sigismund führte 1613 die calvinistische Ausrichtung des Hauses Hohenzollern ein, die sich jedoch hauptsächlich auf eine politische Elite beschränkte und so eine „Hofreformation“ blieb. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Friedrich, nun sag, wie hast du’s mit der Religion?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis von Friedrich dem Großen zur Religion und analysiert, wie er als aufgeklärter Herrscher seine religiöse Indifferenz mit der staatspolitischen Praxis in Einklang brachte.

  • Die persönliche religiöse Einstellung Friedrichs im Kontext der Aufklärung.
  • Die Rolle der Religion als Instrument der Staatsführung und Stabilität.
  • Friedrichs Umgang mit verschiedenen Konfessionen, insbesondere Juden, Katholiken und Jesuiten.
  • Die Instrumentalisierung von Kirchen und Geistlichen als Staatsbeamte.
  • Religiöse Toleranz als politisches Kalkül und Ziel zur wirtschaftlichen Förderung.

Auszug aus dem Buch

Friedrich, nun sag, wie hast du’s mit der Religion?

„Gretchens Frage: ‚Wie hast du’s mit der Religion?’, hätte auch Friedrich den Großen in Verlegenheit gestürzt“ (Samerski). Man wird ihm im Hinblick auf seine persönliche Glaubensüberzeugung auch vorhalten können: „Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“ Hinsichtlich seines Verhaltens gegenüber der Bevölkerung gilt allerdings auch: „Will niemand sein Gefühl und seine Kirche rauben.“ Seine viel beschriebene religiöse und konfessionelle Indifferenz beruhe, so Samerski, stärker auf den aufgeklärten Grundsätzen der politischen Praxis als auf der Negierung des Transzendenten, die er tatsächlich nie durchgehalten habe.

In seinem „Testament Politique“ von 1752 bespricht Friedrich in dem Kapitel „Die Geistlichen und die Religionen“ seine Einstellung als Herrscher zu denselben. Über den Glauben seines Vaters Friedrich Wilhelm I. weiß Clark in seinem Werk „Preußen“ zu berichten, dass er im Alter von 20 Jahren, nach dem Tod seines ersten Sohnes, eine „Bekehrung“ erlebt habe, die seinem Glauben eine zutiefst persönliche Dimension verliehen habe. Doch an den Sohn hat er lediglich die reformierte Ausrichtung vermittelten können, so dass dieser in dem Schlusskapitel des Testaments dem Thronnachfolger anordnet, sich zur reformierten Konfession zu bekennen, die der Glaube seiner Väter sei.

Zusammenfassung der Kapitel

Friedrich, nun sag, wie hast du’s mit der Religion?: Der einleitende Teil analysiert Friedrichs Haltung zur Religion im Spannungsfeld zwischen aufgeklärter Philosophie und der pragmatischen Notwendigkeit staatlicher Stabilität. Dabei wird insbesondere sein Umgang mit der konfessionellen Vielfalt Preußens und seine Sicht auf religiöse Institutionen als Staatsorgan beleuchtet.

Schlüsselwörter

Friedrich der Große, Preußen, Religion, Aufklärung, Toleranz, Testament Politique, Jesuiten, Staatskirche, Konfession, Glaubensfreiheit, Bevölkerungspolitik, Säkularisierung, Religionspolitik, Landesherr, Pietismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Verhältnis Friedrichs des Großen zur Religion, seiner persönlichen Einstellung dazu und seinem pragmatischen, politisch motivierten Umgang mit den verschiedenen Konfessionen in Preußen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die preußische Religionspolitik des 18. Jahrhunderts, die Rolle des Herrschers als „Papst der Lutheraner“, der Einfluss der Aufklärung auf die Kirchenstruktur sowie das ökonomische Kalkül hinter religiöser Duldung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Friedrich der Große religiöse Fragen nicht aus spiritueller Überzeugung, sondern primär nach Maßstäben der politischen Zweckmäßigkeit und staatlichen Stabilität behandelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung von Primärquellen wie dem „Testament Politique“ sowie einschlägiger fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Friedrichs spezifischen Umgang mit den jüdischen Untertanen, sein distanziertes Verhältnis zum Papsttum und den Jesuiten sowie seine Strategie, Geistliche in den preußischen Staatsdienst einzubinden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Aufklärung, Toleranz, Staatskirche, preußische Religionspolitik und pragmatischer Herrschaftsstil.

Wie bewertete Friedrich das Papsttum?

Er sah das Papsttum als politisch bedeutungslos gewordenes, verstaubtes Relikt an und begegnete insbesondere den Jesuiten aufgrund ihrer Nähe zu Österreich mit großem Misstrauen.

Warum förderte Friedrich die Ehescheidung?

Die Erleichterung der Ehescheidung diente primär dem bevölkerungspolitischen Ziel, die Population zu erhöhen, da Friedrich die Ehe als rein bürgerlichen Vertrag betrachtete.

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Details

Title
Friedrich der Große und sein Verhältnis zur Religion
College
University of Wuppertal
Course
Friedrich der Große
Grade
1,7
Author
Philipp vom Stein (Author)
Publication Year
2007
Pages
8
Catalog Number
V119351
ISBN (eBook)
9783640234592
Language
German
Tags
Friedrich Große Verhältnis Religion Friedrich Große
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp vom Stein (Author), 2007, Friedrich der Große und sein Verhältnis zur Religion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119351
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