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Sportmanager in schwedischen Vereinen

Tätigkeiten, Qualifikationen und Rekrutierungswege

Title: Sportmanager in schwedischen Vereinen

Diploma Thesis , 2005 , 116 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom Sportwissenschaftler Michael Hambloch (Author)

Sport - Sport Economics, Sport Management
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Die Anforderungen an Sportmanager in Sportvereinen der heutigen Sportlandschaft werden immer komplexer und die wirtschaftliche Bedeutung immer größer (vgl. WEBER 1995; NICHELMANN 1999, 287; MEYER/AHLERT 2000). WEBER ermittelte im Jahr 1995, dass der Anteil des Sports am Bruttosozialprodukt bei 1,4 Prozent (15 Mrd. €) liegen und die sportbezogenen Ausgaben privater Haushalte 16 Mrd. € betragen würden. Damit liegt die wirtschaftliche Bedeutung des Sports nach WEBER in Bereichen der Landwirtschaft bzw. der Körperpflege- oder Tabakwarenindustrie. MEYER/AHLERT prognostizieren für das Jahr 2010 einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion von Gütern und Dienstleistungen von 1,4 auf 2,5 Prozent. Dieser Trend wird mit der Fußballweltmeisterschaft im Jahre 2006 und mit weiteren Investitionen in Ostdeutschland in Verbindung gebracht. Jedoch wird er sich vermutlich nicht mit dieser Dynamik über das Jahr 2010 hinaus weiterentwickeln. Des weiteren hängt diese Entwicklung mit der Kommerzialisierung und Professionalisierung des Sports zusammen. Kommerzialisierung meint, dass etwas zu einer Ware, die auf Märkten mit dem Ziel Profit zu erwirtschaften, angeboten wird (vgl. HEINEMANN, 1995). Kommerzialisierung ist somit Voraussetzung der Professionalisierung, d.h. der Arbeitsteilung. Fast täglich sind diesem Thema Artikel der Tagespresse zu entnehmen. Eine zunehmende Professionalisierung breitensportlicher Vereine wird unter den Wissenschaftlern jedoch kontrovers diskutiert. Während einige Wissenschaftler eine weitere Professionalisierung positiv bewerten, betrachten sie Andere als eine Gefahr für die Vereine die Gemeinnützigkeit, und somit Steuerprivilegien, zu verlieren (vgl. HEINEMANN 1990; SCHAIBLE 1990). Dementsprechend müsse man einen solchen Verlust vermeiden und sich wieder auf traditionelle Mitarbeitsformen konzentrieren und den kommerziellen Sportanbietern die Verberuflichung überlassen (vgl. WAGNER 1988, 171 f.). Was sind jedoch Indikatoren für solch einen Prozess der Professionalisierung im Sportmanagement, in dem eine eigene Profession bislang lediglich in Ansätzen existiert?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Relevanz des Projektes

3. Zu den Bergriffen „Sportmanager“ und „Euro-Manager“

4. Forschungsstand

5. Methodischer Zugang

6. Das schwedische Sportmodell

7. Tätigkeitsforschung

8. Interkulturelle Notwendigkeit für Manager in Schweden

9. Vereinssituation in Deutschland

10. Angebote einer universitären Sportmanagementausbildung in Deutschland und in Schweden

11. Erstellung des Befragungsinstrumentes

12. Profildaten der befragten Personen und Organisationen

12.1 Positionsbezeichnungen

12.2 Beschäftigungsverhältnisse

12.3 Geschlecht und Alter

12.4 Anzahl der Vereinsmitglieder

12.5 Rolle des Hochleistungssports im Vergleich zum Breiten- und Freizeitsport

12.6 Anzahl der ehrenamtlichen bzw. hauptamtlichen Mitarbeiter

12.7 Bezahlte Führungskräfte

12.8 Beruf vor der bezahlten Vereinstätigkeit bzw. neben der ehrenamtlichen Tätigkeit

12.9 Bildungsabschluss

13. Tätigkeiten

13.1 Vergleich zum selbstverwaltendem Sport in Deutschland

13.2 Formalisierungsgrad

13.3 Vergleich zum selbstverwaltendem Sport in Deutschland

14. Qualifikationen

14.1 Vergleich zum selbstverwaltendem Sport in Deutschland

14.2 Weiterbildungsbedarf

14.3 Geforderte Qualifikationen für die Sportmanager der Zukunft

15. Rekrutierung

15.1 Vergleich zum selbstverwaltendem Sport in Deutschland

15.2 Sportbezug

15.3 Vergleich zum selbstverwaltendem Sport in Deutschland

16. Zum Professionalisierungsgrad des selbstverwaltendem Sport

16.1 Argumente, die für das Einstellen neuer Hauptamtlicher sprechen

16.2 Vergleich zum selbstverwaltendem Sport in Deutschland

16.3 Argumente, die gegen das Einstellen neuer Hauptamtlicher sprechen

16.4 Vergleich zum selbstverwaltendem Sport in Deutschland

17. Ziele, Organisationsformen und Rahmenbedingungen

17.1 Vergleich zum selbstverwaltendem Sport in Deutschland

18. Hauptamtliche und Führungsaufgaben

19. Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Berufsfeld schwedischer Sportvereinsmanager durch eine quantitative Analyse, um Tätigkeiten, Qualifikationen und Rekrutierungswege zu erfassen. Durch einen Vergleich mit dem selbstverwaltenden Sport in Deutschland wird die Frage nach der Möglichkeit einer einheitlichen europäischen Sportmanagementausbildung ("Euro-Manager") erörtert.

  • Strukturanalyse des schwedischen Sportmodells
  • Vergleich der Aufgabenfelder und Qualifikationsprofile
  • Professionalisierungsgrad schwedischer Sportvereine
  • Harmonisierung der universitären Ausbildung in Europa
  • Rekrutierungsmechanismen im Sportmanagement

Auszug aus dem Buch

8 Interkulturelle Notwendigkeit für Manager in Schweden

Für die Befähigung länderübergreifend als „Euro-Manager“ arbeiten zu können ist es von besonderer Bedeutung nicht nur die spezifischen Qualifikationsanforderungen des Berufsfeldes, sondern auch die interkulturellen Rahmenbedingungen und Entwicklungen des jeweiligen Landes zu kennen. Im folgenden Absatz soll der Frage nachgegangen werden, welche Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden hinsichtlich der Rahmenbedingungen bestehen. Vorab sei darauf hingewiesen, dass die Gemeinsamkeiten beider Länder deutlich überwiegen:

Offenkundig herrschen klimatische Unterschiede. Während in Deutschland ein gemäßigtes Klima vorherrscht, bestimmen Eis und Schnee von Oktober bis April das Landschaftsbild Schwedens. Eine Konsequenz daraus ist beispielsweise, dass die Fußballsaison nur in den Frühlings- und Sommermonaten (April bis September) und nicht wie in Deutschland, abgesehen von einer kurzen Winterpause, ganzjährig ausgetragen werden kann.

Ein zweiter wichtiger Unterschied liegt in der Bevölkerungsdichte. Während Deutschland stark besiedelt ist, verteilen sich 8,9 Millionen Schweden auf eine Landesfläche von 450.000 km². Davon leben 85% im südlichen Teil des Landes. Daraus resultiert ein starkes demographisches Ungleichgewicht innerhalb Schwedens und könnte auch die große Anzahl an kleinen Vereinen begründen. Nur etwa 500 der 22.000 Sportvereine haben mehr als 1.000 Mitglieder. Ferner verfügt der schwedische Sport über eine breite Basis.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der wachsenden Komplexität und wirtschaftlichen Bedeutung des Sportmanagements sowie der Relevanz einer wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem Berufsfeld.

2. Relevanz des Projektes: Erörterung der Notwendigkeit einer transparenten und vergleichbaren Sportmanagementausbildung vor dem Hintergrund europäischer Harmonisierungsbestrebungen.

3. Zu den Bergriffen „Sportmanager“ und „Euro-Manager“: Definition der in der Studie verwendeten Begrifflichkeiten zur Abgrenzung des Forschungsgegenstandes.

4. Forschungsstand: Überblick über bisherige Studien zur Berufsfeldforschung im Sportmanagement mit Fokus auf Deutschland und internationalen Bezügen.

5. Methodischer Zugang: Erläuterung des Forschungsdesigns, der Datenerhebung mittels Online-Fragebogen und der Zielgruppenwahl schwedischer Sportvereine.

6. Das schwedische Sportmodell: Beschreibung der Organisationsstruktur, der demokratischen Prinzipien und der Finanzierung des schwedischen Sportsystems.

7. Tätigkeitsforschung: Analyse der Aufgabenfelder schwedischer Sportmanager im Vergleich zu den klassischen Managementfunktionen und MINTZBERG-Rollen.

8. Interkulturelle Notwendigkeit für Manager in Schweden: Untersuchung der länderspezifischen Rahmenbedingungen, die für ein länderübergreifendes Managementverständnis essenziell sind.

9. Vereinssituation in Deutschland: Darstellung der widersprüchlichen Rahmenbedingungen und der Professionalisierungstendenzen im deutschen Sportverein.

10. Angebote einer universitären Sportmanagementausbildung in Deutschland und in Schweden: Vergleichende Analyse der Curricula zur Identifikation inhaltlicher Schwerpunkte und Unterschiede.

Schlüsselwörter

Sportmanagement, Schweden, Deutschland, Sportvereine, Berufsfeldforschung, Professionalisierung, Qualifikation, Tätigkeitsanalyse, Sportökonomie, Bologna-Erklärung, Vereinsmanagement, Ausbildung, Sportmodell, Managementrollen, Interkulturalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Berufsfeld von Sportmanagern in schwedischen Vereinen, deren Aufgaben, Qualifikationen und Rekrutierungswege.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die Professionalisierung des Vereinsmanagements, die Anforderungen an Sportmanager sowie der Vergleich zwischen der schwedischen und deutschen Sportsituation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ermitteln, ob die Voraussetzungen für eine gemeinsame universitäre Ausbildung zum "Euro-Manager" gegeben sind, der in beiden Ländern agieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung mittels eines Online-Fragebogens bei schwedischen Sportvereinen durchgeführt, ergänzt durch eine Literaturanalyse und Curricula-Vergleiche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse zu den Profildaten der Manager, deren Tätigkeiten, geforderten Qualifikationen sowie eine vergleichende Betrachtung mit deutschen Sportorganisationen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Sportmanagement, Berufsfeldforschung, Professionalisierung, Sportökonomie und europäische Harmonisierung.

Was unterscheidet das schwedische Sportmodell von der deutschen Situation?

Schweden zeichnet sich durch eine sehr hohe Anzahl kleinerer Vereine und eine starke Basisorientierung aus, während der Leistungssport oft in getrennten Sparten organisiert ist.

Warum wird das Thema der "Doppelqualifikation" hervorgehoben?

Die Analyse zeigt, dass Sportmanager sowohl betriebswirtschaftliches Wissen als auch spezifische Kenntnisse der Sportorganisation und -wissenschaft benötigen, um den Anforderungen gerecht zu werden.

Welche Rolle spielt das Ehrenamt in Schweden laut der Studie?

Das Ehrenamt bleibt das Rückgrat des schwedischen Sports, wobei jedoch aufgrund steigender Professionalisierungsbedarfe die Einbindung hauptamtlicher Kräfte zunehmend diskutiert wird.

Gibt es eine Empfehlung für die Ausbildung zukünftiger Manager?

Die Studie empfiehlt eine Kombination aus allgemeiner wirtschaftswissenschaftlicher Ausbildung und spezifischen sportmanagementorientierten Inhalten, idealerweise unter Berücksichtigung europäischer Standards.

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Details

Title
Sportmanager in schwedischen Vereinen
Subtitle
Tätigkeiten, Qualifikationen und Rekrutierungswege
College
Sport Academy Cologne  (Sportökonomie und Sportmanagement)
Grade
1,3
Author
Diplom Sportwissenschaftler Michael Hambloch (Author)
Publication Year
2005
Pages
116
Catalog Number
V119353
ISBN (eBook)
9783640228720
ISBN (Book)
9783640230464
Language
German
Tags
Sportmanager Vereinen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Sportwissenschaftler Michael Hambloch (Author), 2005, Sportmanager in schwedischen Vereinen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119353
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