Laclos’ «Les Liaisons dangereuses» - Spiegel der Gesellschaft des Ancien Régime?

Versuch einer literatursoziologischen Annäherung


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
27 Seiten, Note: 1,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das 18. Jahrhundert- Entstehungszeitraum der „Liaisons dangereuses“
2.1 Die politische und soziale Entwicklung im Ancien Régime
2.2 Divergierende Wertesysteme
2.3 Die Literatur des 18. Jahrhunderts
2.3.1 Die Geburt des Briefromans

3 Laclos’ „Liaisons dangereuses“- Spiegel der Gesellschaft des Ancien Régime?
3.1 Die Vorzüge der neuen Gattung und wie Laclos sie zu nutzen wusste
3.2 Zum Inhalt
3.2.1 Die Hauptfiguren und ihre soziale Herkunft
3.2.2 Themen und Diskurse in den „Liaisons dangereuses“
3.3 Zur Form: Laclos’ Schreib- und Kompositionsstil
3.3.1 Besonderheiten der Komposition
3.3.2 Sprachgebrauch in den „Liaisons dangereuses“
3.4 Zur Rezeption: Laclos’ Briefroman in der Kritik

4 Schlusswort

Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Inmitten der Umbruchstimmung eines vorrevolutionären Frankreichs erzielt der ehemalige Armeeleutnant Choderlos de Laclos mit seinem 1782 publizierten Briefroman „Les Liaisons dangereuses“ einen regelrechten Skandalerfolg. Die zahlreichen Abhandlungen über den officier-po ète und seinen großen, zugleich aber auch einzigen literarischen Erfolg sowie etliche an den berühmten Roman angelehnte Verfilmungen[1] bezeugen das umfassende, bis in die Gegenwart reichende Interesse sowie die Neugier über Motivation und Hintergründe dieses vieldeutigen und stilistisch erstklassigen Werkes. Auf der Grundlage verschiedenen Textmaterials über die „Liaisons dangereuses“ und die zeitgenössischen politischen und sozialen Verhältnisse im Frankreich des 18. Jahrhunderts soll in der vorliegenden Arbeit der Frage nachgegangen werden, inwieweit der Roman als Spiegelbild des Ancien Régime gelesen und interpretiert werden kann. Dies geschieht in Form einer Gegenüberstellung der zu Grunde liegenden Interpretationsansätze und einer kritischen Erörterung der darin aufgeführten Thesen. Schlussendlich soll die Frage beantwortet werden, ob der Verfasser mit seinem Werk eine moralische Absicht verfolgte. Ein historischer Abriss über die gesellschaftspolitischen Verhältnisse zur Zeit des Ancien Régime (Kap. 2) wird einleitend dazu dienen, einen Überblick über den Entstehungszeitraum des Romans zu liefern, die Lebensumstände und bestehenden Machtverhältnisse in den einzelnen sozialen Schichten Frankreichs sowie einzelne literarhistorische Entwicklungsschritte (Kap. 2.3/ 2.3.1) beleuchten und die Epoche als eine Vorphase grundlegender politischer Umwälzungen und divergierender Wertesysteme charakterisieren (Kap. 2.2). In einem zweiten Hauptteil (Kap. 3) werden daraufhin die verschiedenen Bezüge zur historischen Wirklichkeit in dem untersuchten Briefroman aufgezeigt. Methodisch bedeutet dies, sowohl Aspekte des Schreib- und Kompositionsstils Laclos’ und der Funktion und Charakterisierung einzelner Figuren anhand konkreter Textbeispiele zu untersuchen als auch rezeptionsästhetische Gesichtspunkte in die Analyse einzubeziehen. Ebenso erfolgt eine Darstellung der in den „Liaisons dangereuses“ auftretenden Diskurse (Kap. 3.2.2). Im Hinblick auf eine denkbare moralische Intention, die Laclos mit dem Verfassen seines Romans in einer politisch so heiklen Phase verfolgte, können insbesondere eine Auseinandersetzung mit seiner Biografie und der Rezeptionsgeschichte seines umstrittenen Werkes aufschlussreich sein (Kap. 3.4).

2 Das 18. Jahrhundert- Entstehungszeitraum der „Liaisons dangereuses“

2.1 Die politische und soziale Entwicklung im Ancien Régime

Schon die heute gängige Bezeichnung „Ancien Régime“, welche die letzten Jahrzehnte der R égence vor der Großen Revolution 1789 als „alte und nicht mehr zeitgemäße Regierungsform“[2] beschreibt, scheint per se bezeichnend für den baldigen Zerfall der totalitären Staatsordnung in Frankreich und somit indirekt auch den Ausklang bisheriger geistig-kultureller Wertesysteme und eine darauf folgende Neuorientierung anzukündigen. Als der Tyrannei unter Ludwig XIV. mit seinem Tod 1715[3] ein erlösendes Ende gesetzt worden war, hatte die Gewaltherrschaft des selbst ernannten Sonnenkönigs bereits deutliche Spuren hinterlassen[4]. Die verschwenderische Hofhaltung und die ausgeprägte Kriegsbereitschaft des Despoten hatten eine Papiergeldinflation und 1720 einen Staatsbankrott ausgelöst[5], ein Großteil der Bevölkerung war mittlerweile völlig verarmt. Dazu beigetragen hatten u.a. das mangelnde organisatorische Geschick in der Verwaltung des Königreichs[6] sowie ein kompliziertes und unübersichtliches Steuersystem. Hinzu kam, dass sich der Monarch aufgrund des steigenden Finanzbedarfs bald gezwungen sah, die Steuern von privaten Steuerpächtern einzuholen, welche bei den aus dem Volk stammenden Steuerzahlern einen schlechten Ruf besaßen, da sie ihre Position nicht selten ausnutzten. Die Möglichkeit des Ämterkaufs führte indessen zu einer erhöhten Korruptionsbereitschaft und zu einer Überbesetzung vieler Ämter, wodurch sich die Unbeliebtheit des souveränen Sonnenkönigs und die allgemeine Unzufriedenheit des Volkes über seine sorglose Staatsführung allmählich auch in bürgerlichen und adeligen Kreisen breit machten. Ludwig XIV. hatte sich überaus unbeliebt gemacht, was zwar der König selbst nicht mehr zu seinen Lebzeiten, dafür aber nachfolgende Generationen der Monarchie zu spüren bekommen sollten. Philippe von Orléans, ein Neffe Ludwigs XIV., der nach dem Tod des roi-soleil die Regentschaft an der Seite Ludwigs XV. übernahm, sorgte für eine Verlagerung des königlichen Hofes von Versailles nach Paris. Ebenso wie dem jungen Thronfolger waren ihm übertriebene Etikette und Prunk zuwider und er bevorzugte ein intimeres und zurückgezogeneres Leben in höfischen Kreisen. Auf politischer Ebene galt als sein oberstes Ziel, dem Hochadel wieder zu mehr Macht zu verhelfen, denn dieser hatte während der Regierungszeit Ludwigs XIV. einen Großteil seiner administrativen Verantwortung einbüßen müssen, da der König die hohen Ämter am Hof vorzugsweise mit Angehörigen der noblesse de robe (Amtsadel) und des hohen Klerus besetzt hatte. Jedoch musste Philippe von Orléans bald feststellen, dass der Hochadel das Interesse an Regierungstätigkeiten weitgehend verloren und sich an ein Leben mit geringerer politischer Verantwortung gewöhnt hatte. Entgegen aller Bemühungen des neuen Regenten, die Rearistokratisierung gezielt einzuleiten und somit auch die Stände wieder stärker voneinander zu isolieren, zeigten die Aristokratie und die höhere Bourgeoisie nach der Schreckensherrschaft Ludwigs XIV. nunmehr eine konformistische und zunehmend anti-monarchistische Haltung. Auch das kulturelle Leben hatte sich jetzt vom Hof entfernt und zerstreute sich in den unzähligen Salons, die sowohl von Adeligen als auch von Angehörigen der Bourgeoisie besucht wurden. Durch diese Zusammenkünfte formte sich mit der Zeit eine breitere Gebildetenschicht, la cour et la ville, die sich als neue „Trägerschicht einer öffentlichen Meinung“[7] herausbildete und als deren diskursive Plattform fortan die aufblühende Pressewelt diente. Des Weiteren sorgte die u.a. von Diderot angeregte Herausgabe der Encyclop édie für eine rasche Popularisierung aufklärerischer Ideen[8].

Doch immer wieder traten zwischen Adel und Bürgertum auch Feindseligkeiten auf, ausgelöst durch die vom König ausgehenden Beschwichtigungsversuche beim Hochadel, die u.a. zur Folge hatten, dass das Bürgertum seit einem 1781 erlassenen Edikt vom gesamten militärischen Dienst ausgeschlossen wurde. Dennoch gewann die Bourgeoisie durch die Einnahme hoher Positionen in Industrie und Handel fortwährend an materiellem Reichtum und die zuvor privilegierte Aristokratie erlitt allmählich so gewaltige Machtverluste, dass sie schließlich im Bürgertum einen ernstzunehmenden Rivalen erkannte und bittere Macht- und Prestigekämpfe waren die Folge. Doch der Aufstieg des strebsamen Bürgertums schien nicht mehr aufzuhalten. Von nun an dominierten bürgerliche Werte das öffentliche Leben. An die Stelle eines zuvor merkantilistischen[9] Wirtschaftsprinzips trat jetzt ein individualistisches, bürgerliches Prinzip. Ähnlich verhielt es sich auch in den bildenden Künsten: Das Bürgertum verdrängte die repräsentative höfische Kunst und fand neue Ausdrucksformen, die v.a. der stärkeren Forderung nach Subjektivismus und Liberalismus nachkamen. Politisch gipfelte diese gesamtgesellschaftliche -geistige wie politische- Bewegung in der offenen Auflehnung aller Stände gegen die Monarchie. Erfolgreich wurden im Zuge der Französischen Revolution wichtige Wegbereiter der Demokratie wie die Aufhebung der Vorrechte des Adels, die Erklärung der Menschenrechte, die Gewaltenteilung und die Ausrufung der Republik durchgesetzt. Bis heute gilt die Stürmung der Bastille am 14. Juli 1789 als markantes Sinnbild der einsetzenden Revolution, geistesgeschichtlich erreichte sie in den aufklärerischen Schriften Voltaires und Rousseaus ihren Höhepunkt.

2.2 Divergierende Wertesysteme

Zur Beschreibung der divergenten geistigen Strömungen im Ancien Régime und insbesondere der letzten Jahrzehnte vor Ausbruch der Revolution, ist zunächst eine Differenzierung der Interessen innerhalb adeliger und bürgerlicher Kreise notwendig[10]. Denn die Bevölkerung ließ sich nicht nur in drei Stände mit jeweils festgelegten Rechten und Pflichten gliedern, sondern darüber hinaus in soziale Schichten innerhalb ihres jeweiligen Standes. Die drei Stände sind somit als heterogene soziale Klassifizierung zu verstehen, innerhalb derer sowohl reiche und angesehene als auch weniger vermögende Angehörige einer Ständekategorie vertreten waren. So gehörten etwa dem Ersten Stand nicht nur wohlhabende Geistliche des „hohen Klerus“[11] an, die zumeist adeliger Abstammung waren, sondern ebenfalls mittellose Dorfpfarrer, die in ähnlicher Weise Not litten wie die Bauern des Dritten Standes. Die Aristokratie als Zweiter Stand, welche für unsere Untersuchung von besonderem Interesse sein wird, war im 18. Jahrhundert in zwei größere Gruppen zu unterteilen, deren Lebensstil und gesellschaftliche Stellung sich ebenfalls deutlich voneinander unterschieden. Neben den Angehörigen des alten Geburtsadels (frz. noblesse d’ep ée), die unter Ludwig XIV. ein sorgloses Leben führten, zumeist einflussreiche Stellungen am königlichen Hof inne hatten und zahlreiche steuerliche und rechtliche Privilegien genossen, mussten die ehemals aus dem Bürgertum stammenden Neuadeligen (frz. noblesse de robe) sich ihre gesellschaftliche Position und ihren finanziellen Wohlstand erst erkämpfen und sich gegenüber dem traditionell gefestigten Geburtsadel behaupten. Denn aus heutiger Sicht gilt das 18. Jahrhundert v.a. als die Zeit eines mit aller Kraft vordringenden Bürgertums, nachdem über Jahrhunderte an einem souveränen Staatsprinzip festgehalten worden war und außer dem königlichen Oberhaupt allenfalls Adel und Geistlichkeit etwas zu sagen hatten. Angetrieben vom Fortschrittsglauben und aufklärerischen Idealen sorgte das Bürgertum jetzt dafür, dass in allen Bereichen des öffentlichen Lebens ein „neuer, progressiver Wind“ wehte.

Unter dem Einfluss dieser bürgerlichen Emanzipationsbewegung wurden auch innerhalb adeliger Kreise erstmals aufklärerische Tendenzen sichtbar. Doch aus der oben beschriebenen Heterogenität der Adelsschicht und den Rivalitäten zwischen Geburts- und Amtsadel resultierten notwendigerweise auch unterschiedliche Lebens- und Wertvorstellungen und die geistesgeschichtliche Epoche der Aufklärung brachte innerhalb der Aristokratie verschiedene Wertesysteme hervor. So war das Konzept der Libertinage v.a. in den Kreisen der noblesse d’ep ée verbreitet, stellt aber ebenso wie das Konzept der „Empfindsamkeit“ (frz. sensibilit é), das eher der aus dem Bürgertum aufgestiegenen noblesse de robe zuzurechnen ist, eine Strömung der Aufklärungsepoche dar. Beide basieren auf dem aufklärerischen Streben nach Individualität und stehen sich dennoch unvereinbar gegenüber. Der Ursprung des libertinen Denksystems geht bis in die Freigeister- Philosophie des 16. Jahrhunderts zurück. Nach der Auffassung eines Libertins gilt die Ehe nicht mehr als heilige Institution, er zeichnet sich durch seine in jeder Hinsicht von moralischen Grundsätzen befreite Denkweise aus. Aufgrund dieser Eigenschaft wurden die libertinen Charaktere in der Literatur (etwa bei Molière) i.d.R. moralisch verurteilt, ästhetisch aber insgeheim geschätzt. Für den Leser lag der besondere Reiz einer Schurkengeschichte in der Faszination des sittlich Verwerflichen und Unanständigen, denn dieser vermochte zu tun, was man sich selbst aufgrund der eigenen moralischen Konstruktion nicht erlaubte. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und möglicherweise aufgrund des zunehmenden Machtverlusts[12], ist innerhalb der hohen Aristokratie eine Wiederbelebung dieser Philosophie zu verzeichnen, die sich insbesondere in dem überaus freizügigen Umgang mit Sexualität sowie einer bis ins kleinste Detail geplanten Verführungsstrategie zeigte. Der Erfolg und das Ansehen eines Libertins bemaß sich an der Anzahl seiner geglückten sexuellen Eroberungen. Als besonders reizvoll galten die der libertinen Denkweise abgeneigten, sich für besonders tugendhaft haltenden und verheirateten Frauen. Mit Hilfe verschiedener Strategien der Manipulation und Täuschung, beispielsweise durch die Aneignung und Instrumentalisierung der empfindsamen Redeweise, näherte sich der Libertin dem von ihm auserkorenen Opfer, bis dieses sich ihm schließlich hingab, ohne zu wissen, dass es danach ohne Bedauern wieder verlassen und mit großer Lust öffentlich bloßgestellt würde. An der leidvollen Erfahrung des seelischen wie körperlichen Missbrauchs, die eine dem Libertin zum Opfer gefallenen Frau machte, empfand der Libertin seinerseits einen nahezu sadistischen[13] Genuss. Im Gegensatz zu seinem Opfer verschmähte er Gefühle der Zuneigung, für ihn ein Zeichen der Schwäche und der Abhängigkeit, und brachte es in seinen Kreisen gerade dadurch zu Ruhm, dass er seine Emotionalität lediglich suggeriert und mit Hilfe von strategischem Können und vorgespielter Galanterie eine Frau schwach werden lässt. Diese Lebensweise führte zu einer stark verbreiteten Unbeliebtheit des Hochadels besonders bei Vertretern der Empfindsamkeit und der Kirche. Nachdem der Geburtsadel über mehrere Jahrhunderte die kulturtragende Schicht gewesen war, an deren Lebensstil sich auch das aufsteigende Bürgertum orientiert hatte, schien sich das Blatt nun zu wenden: Das Bürgertum wurde jetzt zum kulturellen Vorbild und die libertine Lebensführung der noblesse d’ep ée galt bald in den bürgerlichen und neuadeligen Kreisen als äußerst dekadent und unsittlich.

[...]


[1] Vgl. Hagen, Kirsten von (2002): Intermediale Liebschaften: Mehrfachadaptationen von Choderlos de Laclos’ Les liaisons dangereuses. In: Siegener Forschungen zur romanischen Literatur- und Medienwissenschaft, Bd. 15. Tübingen: Stauffenberg-Verlag. S. 1.

[2] Zit. aus: Duden- Das große Fremdwörterbuch (2000), 2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Mannheim: Dudenverlag.

[3] Vgl. Köhler, Erich (1983): Frühaufklärung. Vorlesungen zur Geschichte der französischen Literatur. Stuttgart: Verlag W. Kohlhammer GmbH. S. 12.

[4] Die nachstehend angeführten Daten und Informationen zur sozialen und politischen Entwicklung im Ancien Régime entstammen sinngemäß folgender Quelle: Hauser, Arnold (1973): Sozialgeschichte der Kunst und Literatur. München. S. 513-599.

[5] Vgl. Dtv-Atlas Weltgeschichte (32. Auflage April 1998), Band 1. München: Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG. S. 281.

[6] Zur gesellschaftlichen Entwicklung nach der Herrschaft Ludwigs XIV. vgl. Büttner, Sabine: I. Monarchie und Absolutismus. Aus: Die Französische Revolution- eine Online- Einführung: Hintergründe. In: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/393/ (zuletzt eingesehen am 26.09.2008).

[7] Zit. aus: Köhler, Erich (1983): Frühaufklärung. S. 13.

[8] 1789 war man bei einer Auflagenhöhe von ca. 14-16.000 Exemplaren angelangt. Vgl. Büttner, Sabine: IV. Aufklärung. Die Französische Revolution- eine Online- Einführung: Hintergründe. In: historicum.net, URL:

http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/446/ (zuletzt eingesehen am 26.09.2008).

[9] Merkantilismus: fr. mercantilisme, „Wirtschaftspolitik im Zeitalter des Absolutismus, die bes. den Außenhandel u. damit die Industrie förderte, um den nationalen Reichtum u. die Macht des Staates zu vergrößern.“ Zit. aus: Duden. Das große Fremdwörterbuch. (2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2000). Mannheim: Dudenverlag. S. 860.

[10] Auf eine Erläuterung der sozialen Zusammensetzung des Dritten Standes wird an dieser Stelle verzichtet, da dieser in Laclos’ Roman durch keine der Figuren vertreten ist, wie es bei den Erzählungen des 18. Jahrhunderts noch die Regel war.

[11] Vgl. Büttner, Sabine: II. Ständische Ordnung. Aus: Französische Revolution- eine Online- Einführung: Hintergründe, in: historicum.net, URL: http://www.historicum.net/no_cache/persistent/artikel/444/ (zuletzt eingesehen am 26.09.2008).

[12] Vgl. Graeber, Wilhelm: (1991): Schriftsteller, Jakobiner, General unter Bonaparte: Laclos, Repräsentant einer Zeit der Widersprüche. In: M. Engelbert/ M. Knauf (Hgg.): Romanistik und Französische Revolution. Bochum: AKS-Verlag. S. 125.

[13] Sadismus: frz. sadisme, „[…] nach dem frz. Schriftsteller Marquis de Sade (1740-1814) a) das Empfinden von sexueller Lust, Erregung beim Ausführen körperlicher od. seelischer Misshandlungen der Sexualpartnerin, des Sexualpartners; b) Lust am Quälen, an Grausamkeiten; c) sadistische Handlung; vgl. Masochismus“. Zit. aus: Duden. Das große Fremdwörterbuch. (2., neu bearbeitete und erweiterte Auflage 2000). Mannheim: Dudenverlag. S. 1188.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Laclos’ «Les Liaisons dangereuses» - Spiegel der Gesellschaft des Ancien Régime?
Untertitel
Versuch einer literatursoziologischen Annäherung
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Seminar für Romanische Philologie)
Veranstaltung
Briefromane des 18. Jahrhunderts
Note
1,3
Jahr
2008
Seiten
27
Katalognummer
V119360
ISBN (eBook)
9783640234639
Dateigröße
543 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Laclos’, Liaisons, Spiegel, Gesellschaft, Ancien, Régime, Briefromane, Jahrhunderts
Arbeit zitieren
Anonym, 2008, Laclos’ «Les Liaisons dangereuses» - Spiegel der Gesellschaft des Ancien Régime?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119360

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