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Fehlmengenkosten: Abgrenzung und Bedeutung im Logistikcontrolling

Title: Fehlmengenkosten: Abgrenzung und Bedeutung im Logistikcontrolling

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jörg Hartenauer (Author)

Business economics - Controlling
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In einer Umfrage zum Thema „Bestandteile der Logistikkosten“ gaben rund 27% der befragten Unternehmen an, Fehlmengenkosten als Kostenart zu erfassen. Dies erscheint gerade in der heutigen Zeit, in der Kostensenkungspotenziale in allen Unternehmensbereichen im Kampf um Wettbewerbsfähigkeit und um das wirtschaftliche Überleben immer mehr an Bedeutung gewinnen, sehr gering. In dieser Arbeit soll zunächst geklärt werden, welche Kosten unter dem Begriff Fehlmengenkosten verstanden werden; insbesondere die Unterschiede der verschiedenen Definitionen sollen beleuchtet werden. Fehlmengensituationen sind ein klassisches Problem der Logistik. Durch die zunehmende Globalisierung und die wachsende Zahl von Unternehmensnetzwerken sollte auch die Logistik nicht mehr so stark unternehmensintern aufgestellt sein wie früher. Daher wird auch eine Definition der betrieblichen Logistik erfolgen, bevor das Logistik-Controlling über die klassischen Controllingansätze abgegrenzt und erläutert wird. Abschließend wird die Bedeutung von Fehlmengenkosten im Rahmen des Logistik-Controllings dargestellt; auch die Probleme, die bei dem Versuch einer exakten Ermittlung auftreten, werden nicht vernachlässigt. Schließlich werden noch Beeinflussungsmöglichkeiten und Handlungspotenziale für das Logistik-Controlling aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorgehensweise

2 Fehlmengenkosten

2.1 Definitionen der Literatur

2.2 Bestandteile von Fehlmengenkosten

2.2.1 Zusätzliche Kosten

2.2.2 Reduzierte Erlöse

2.2.3 Entgehende Deckungsbeiträge

2.3 Eigene Definition

3 Logistik-Controlling

3.1 Betriebliche Logistik

3.2 Grundsätzliche Controllingansätze

3.3 Aufgaben und Ziele des Logistik-Controllings

4 Fehlmengenkosten im Logistik-Controlling

4.1 Einordnung der Fehlmengenkosten

4.1.1 Kostenrechnerische Erfassung

4.1.2 Probleme der Ermittlung

4.2 Lieferbereitschaftsgrad und Fehlmengenkosten

4.3 Beeinflussungspotenziale des Logistik-Controllings

4.3.1 Verbesserung des Planungssystems

4.3.2 Supply Chain Controlling

4.3.3 Prozessoptimierung

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Definition, Abgrenzung und praktische Bedeutung von Fehlmengenkosten innerhalb des Logistik-Controllings, um Ansätze für deren effiziente Steuerung und Minimierung aufzuzeigen.

  • Analyse und Vergleich verschiedener Definitionen von Fehlmengenkosten in der Fachliteratur.
  • Klassifizierung der Kostenbestandteile wie zusätzliche Kosten, entgangene Erlöse und Deckungsbeiträge.
  • Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Lieferbereitschaftsgrad und Fehlmengenkosten.
  • Darstellung der Rolle des Logistik-Controllings bei der Identifikation und Steuerung dieser Kosten.
  • Diskussion von Beeinflussungspotenzialen durch Prozessoptimierung und moderne Supply-Chain-Ansätze.

Auszug aus dem Buch

2.2 Bestandteile von Fehlmengenkosten

Generell lassen sich die Fehlmengenkosten in drei Kategorien teilen (vgl. auch Abb. 1): Zusätzliche Kosten, reduzierte Erlöse und entgehende Deckungsbeiträge (DB). Einige Bestandteile der Fehlmengenkosten können verhältnismäßig leicht erfasst werden (als Beispiel seien hier Überstundenzuschläge in der Produktion oder zusätzliche Portokosten für Eilfrachten u. ä. genannt), wohingegen andere sich einem direkten Zugang verschließen.

Die Bestimmung der direkt im Unternehmen (sowohl in der Logistik als auch in anderen Bereichen) anfallenden zusätzlichen Kosten ist nicht immer unproblematisch und eindeutig. So kann beispielsweise die Umstellung des Produktionsprogramms auf Grund fehlenden Materials bei Vollbeschäftigung andere – tendenziell höhere – Kostenwirkungen als zu Zeiten der Unterbeschäftigung haben. Aber auch die Kosten für Eilfrachten oder höhere Preise bei höherwertigen Gütern als üblicherweise beschafft sind von Fall zu Fall unterschiedlich und können in der Regel auch nicht bereits ex ante ermittelt oder als Durchschnittskosten den richtigen Kostenstellen und -trägern zugeordnet werden. Lediglich vertraglich fixierte Konventionalstrafen können verhältnismäßig problemlos ermittelt werden. Bei eventuell anfallenden Schadensersatzforderungen ist nicht nur deren Höhe sondern auch ihr tatsächliches Eintreten ungewiss und zum Teil mit lang andauernden gerichtlichen Verfahren verbunden, so dass eine kostenrechnerische Berücksichtigung schwierig ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorgehensweise: Die Einleitung erläutert die Relevanz von Fehlmengenkosten im Wettbewerb und definiert den methodischen Rahmen sowie die Zielsetzung der Hausarbeit.

2 Fehlmengenkosten: Dieses Kapitel betrachtet verschiedene literarische Definitionen und gliedert die Fehlmengenkosten in drei Kategorien: zusätzliche Kosten, reduzierte Erlöse und entgehende Deckungsbeiträge.

3 Logistik-Controlling: Hier wird der theoretische Rahmen für die betriebliche Logistik sowie die Aufgaben und Ziele des Logistik-Controllings, insbesondere unter Berücksichtigung von Reichmanns Controllingansatz, dargelegt.

4 Fehlmengenkosten im Logistik-Controlling: Das Hauptkapitel untersucht die Einordnung der Kosten in die Logistik-KLR, die Problematik ihrer Ermittlung und die Steuerungsmöglichkeiten über den Lieferbereitschaftsgrad sowie Prozessoptimierungen.

5 Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die theoretischen Erkenntnisse zusammen und bewertet die Praktikabilität einer laufenden Erfassung von Fehlmengenkosten unter Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen im Supply Chain Management.

Schlüsselwörter

Fehlmengenkosten, Logistik-Controlling, Logistikkosten, Lieferbereitschaftsgrad, Deckungsbeiträge, Prozessoptimierung, Supply-Chain-Controlling, Bestandsmanagement, Kostenrechnung, Intangibles, Kundenkapital, Customer Lifetime Value.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition, Erfassung und Bedeutung von Fehlmengenkosten, also Kosten, die durch Mängel in der Bestandsführung oder Lieferleistung entstehen, und deren Integration in das Logistik-Controlling.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Kategorisierung von Kostenkomponenten (wie Stillstandskosten oder entgangene Deckungsbeiträge), die Rolle von Lieferbereitschaftsgraden und die Möglichkeiten zur Prozessoptimierung innerhalb der Logistik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Begriff der Fehlmengenkosten wissenschaftlich fundiert einzuordnen und aufzuzeigen, wie Logistik-Controlling dazu beitragen kann, die kostenoptimalen Logistikprozesse zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Hausarbeit, die den aktuellen Stand der Fachliteratur (z. B. Weber, Reichmann, Stölzle) sichtet, vergleicht und in ein eigenes Definitionsmodell überführt.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die theoretische Einordnung des Logistik-Controllings und die praktische Problematik der Kostenermittlung sowie Strategien zur Beeinflussung von Fehlmengensituationen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Logistik-Controlling, Lieferbereitschaftsgrad, Fehlmengenkosten, Prozessoptimierung und Supply-Chain-Management.

Wie bewertet der Autor die exakte Erfassung von Fehlmengenkosten?

Der Autor stellt fest, dass eine durchgehend exakte, standardmäßige Erfassung aufgrund der Schwierigkeit der Zurechnung und der schwer quantifizierbaren Intangibles (wie Imageschäden) oft nicht praktikabel ist und empfiehlt stattdessen eine annähernde Ermittlung.

Welche Rolle spielt die Supply Chain im Kontext der Arbeit?

Die Supply Chain wird als moderne Erweiterung der klassischen Logistik betrachtet, in der Controlling-Instrumente helfen können, Kostenverantwortung durch vertragliche Regelungen besser an die tatsächlichen Verursacher zu übergeben.

Welchen Einfluss hat der Lieferbereitschaftsgrad auf die Fehlmengenkosten?

Es besteht ein direkter Trade-off: Ein höherer Lieferbereitschaftsgrad minimiert das Risiko von Fehlmengenkosten, führt aber gleichzeitig zu höheren Lagerkosten, was eine Optimierung des Bestandsniveaus erforderlich macht.

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Details

Title
Fehlmengenkosten: Abgrenzung und Bedeutung im Logistikcontrolling
College
University of Applied Sciences Bonn-Rhein-Sieg
Course
Schwerpunktfach Controlling
Grade
1,7
Author
Jörg Hartenauer (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V119369
ISBN (eBook)
9783640234042
ISBN (Book)
9783640234363
Language
German
Tags
Fehlmengenkosten Abgrenzung Bedeutung Logistikcontrolling Schwerpunktfach Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörg Hartenauer (Author), 2006, Fehlmengenkosten: Abgrenzung und Bedeutung im Logistikcontrolling, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119369
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