Wie effektiv ist die kognitive Verhaltenstherapie bei der Behandlung einer Schizophrenie bei Erwachsenen? Im ersten Teil der Arbeit sollen die Grundlagen der Schizophrenie anhand der Diagnosekriterien der ICD-10 thematisiert und drei Untergruppen der Schizophrenie vorgestellt werden. Anschließend werden die Merkmale der kognitiven Verhaltenstherapie dargestellt. In Kapitel 4 wird schließlich der Stand der Forschung anhand von vier Studien vorgestellt. In diesem Kapitel wird sich auf den Einfluss der KVT zum einen auf die Reduktion der Negativsymptomatik, zum anderen auf die Reduktion der Positivsymptomatik fokussiert. Abschließend erfolgt in Kapitel 4 die Betrachtung des Einflusses der KVT auf die nicht-symptomatischen Ereignisse, wie beispielsweise der Leidensdruck. Zuletzt wird sich dem Fazit gewidmet, um mithilfe dessen die Fragestellung der Arbeit zu beantworten. Zudem wird ein Ausblick gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Schizophrenie
2.1 Diagnostik einer Schizophrenie
2.2 Untergruppen einer schizophrenen Störung
3 Kognitive Verhaltenstherapie
4 Stand der Forschung
4.1 Die Reduktion der Negativsymptomatik
4.2 Reduktion der Positivsymptomatik – eine Metaanalyse
4.3 Metaanalyse und Betrachtung nicht-symptomatischen Ereignisse
5 Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) als alternative oder ergänzende Behandlungsform zur pharmakologischen Therapie bei Erwachsenen mit einer diagnostizierten Schizophrenie. Das primäre Ziel ist es, auf Basis aktueller Studienauswertungen zu klären, inwieweit die KVT zur Reduktion von Positiv- und Negativsymptomen sowie zur Verbesserung nicht-symptomatischer Bereiche wie Lebensqualität und Funktionsfähigkeit beitragen kann.
- Grundlagen und Diagnosekriterien der Schizophrenie gemäß ICD-10
- Charakterisierung der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)
- Evidenzbasierte Untersuchung der Reduktion von Negativsymptomen
- Wirksamkeit der KVT bei der Behandlung von Positivsymptomatik
- Analyse des Einflusses auf nicht-symptomatische Ereignisse (Leidensdruck, Lebensqualität)
Auszug aus dem Buch
3 Kognitive Verhaltenstherapie
Der Gedächtnis- und Wahrnehmungspsychologe Ulric Neisser verfasste 1967 das erste Lehrbuch mit dem Namen Cognitive Psychology (Lück, 2020, S. 953).
Die Grundannahme der kognitiven Verhaltenstherapie „ist, dass Denkprozesse gestört werden und [dadurch] dysfunktionale Verhaltensweisen und Emotionen“ (Gazzaniga et al., 2017, S. 814) hervorgebracht werden können. So wird in der kognitiven Verhaltenstherapie angenommen, dass sich Personen ihrer eigenen Denkprozesse bewusst sind oder sich diese bewusst machen können (Gazzaniga et al., 2017, S. 814).
Zu den grundlegenden Schritten der KVT gehören einerseits das Erkennen dysfunktionaler automatischer Gedanken, zum Beispiel durch Rollenspiele, durch Selbstbeobachtungen der negativen Gedanken oder mittels einer Reflexion der Bedeutungszuschreibungen. Das Realitätstesten dient andererseits zur Erarbeitung von Denkgewohnheiten und alternativer Kognitionen, um diese schließlich im Alltag anzuwenden. Ein weiteres Ziel der KVT ist es, die dysfunktionalen Einstellungen, die fehlerhaften Denkweisen und die verzerrten Wahrnehmungen zu identifizieren (Wirtz, 2020, S. 952).
Somit kann diese Therapie mittels der zuvor genannten Schritte auch bei einer Schizophrenie angewandt werden, um beispielsweise das Hauptmerkmal einer schizophrenen Störung, die Denkstörungen umzustrukturieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der medikamentösen Schizophreniebehandlung ein und stellt die KVT als alternative Therapiemöglichkeit mit ihrer zentralen Forschungsfrage vor.
2 Schizophrenie: Dieses Kapitel erläutert die klinischen Merkmale, diagnostischen Kriterien nach ICD-10 sowie die verschiedenen Untergruppen der schizophrenen Störung.
3 Kognitive Verhaltenstherapie: Es werden die theoretischen Grundlagen und die wesentlichen methodischen Schritte der KVT sowie deren Anwendung im Kontext psychotischer Erkrankungen dargelegt.
4 Stand der Forschung: Dieser Hauptteil analysiert anhand von vier ausgewählten Studien und Metaanalysen die Wirksamkeit der KVT hinsichtlich der Reduktion von Positiv- und Negativsymptomatik sowie nicht-symptomatischer Lebensbereiche.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, beantwortet die Forschungsfrage und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der KVT als Behandlungsalternative.
Schlüsselwörter
Schizophrenie, kognitive Verhaltenstherapie, KVT, Psychotherapie, Positivsymptomatik, Negativsymptomatik, Denkstörungen, Patienten, Studienauswertung, Wirksamkeit, Behandlungsmethode, ICD-10, Lebensqualität, Funktionsfähigkeit, Rückfallprophylaxe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirksamkeit der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) als alternative oder ergänzende Methode zur Behandlung von Erwachsenen mit Schizophrenie.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Arbeit behandelt die klinischen Grundlagen der Schizophrenie, die theoretischen Ansätze der KVT sowie den aktuellen wissenschaftlichen Forschungsstand zur Wirksamkeit dieser Therapieform.
Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Fragestellung lautet: „Wie effektiv ist die kognitive Verhaltenstherapie bei der Behandlung einer Schizophrenie bei Erwachsenen?“
Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Beantwortung genutzt?
Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse, in der sie verschiedene Studien, Metaanalysen und systematische Reviews zum Thema KVT bei Schizophrenie systematisch auswertet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis der KVT und eine detaillierte Auswertung von Forschungsergebnissen zur Reduktion von Positiv- und Negativsymptomen sowie zum Einfluss auf die Lebensqualität der Patienten.
Welche Schlüsselwörter beschreiben die Arbeit am besten?
Zu den Kernbegriffen zählen Schizophrenie, Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), Negativsymptomatik, Positivsymptomatik, Therapieeffektivität und psychologische Interventionen.
Warum wird die KVT als mögliche Alternative zu Antipsychotika diskutiert?
Da viele Patienten aufgrund von Nebenwirkungen oder Unwirksamkeit eine pharmakologische Behandlung ablehnen oder abbrechen, wird nach Alternativen gesucht, die dysfunktionale Denkprozesse nachhaltiger adressieren können.
Welche Ergebnisse liefert die Forschung zu den nicht-symptomatischen Ereignissen?
Die Ergebnisse zeigen, dass die KVT nur sehr geringe oder statistisch nicht signifikante Effekte auf Bereiche wie Lebensqualität, Leidensdruck oder langfristige Funktionsfähigkeit hat.
Was empfiehlt die Autorin für die Zeit nach der Therapie?
Abschließend wird empfohlen, ein Achtsamkeitstraining in den Alltag zu integrieren, um durch die bessere Wahrnehmung früher Symptome einem Rückfall prophylaktisch entgegenzuwirken.
Welche Bedeutung hat die Abbruchquote in den untersuchten Studien?
Die Abbruchquote wird als Indikator für die Akzeptanz der Therapiemethode gewertet, wobei insbesondere bei der Behandlung der Positivsymptomatik höhere Abbruchraten verzeichnet wurden.
- Quote paper
- Lisa Schulz (Author), 2022, Die kognitive Verhaltenstherapie bei einer Schizophrenie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193828