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Mann gegen Mann. Eine Filmanalyse zum Männerbild im Western

Title: Mann gegen Mann. Eine Filmanalyse zum Männerbild im Western

Bachelor Thesis , 2021 , 51 Pages

Autor:in: Alexandra Rischard (Author)

Communications - Movies and Television
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Um die Entwicklung des Männerbildes im Westernfilm aufzuzeigen, soll der Zeitraum der letzten 80 Jahre dienen. Vorab wird in dieser Bachelorarbeit daher eine Einführung in die theoretischen Grundlagen erfolgen. Um zu verstehen, wie sich das Männerbild verändert hat, muss zunächst versucht werden, Männlichkeit als solche zu definieren. Als übergeordneter Rahmen soll daher das Konzept der Soziologin Raewyn Connell dienen, die sich mit Formen von Männlichkeiten auseinandergesetzt hat und sie in Hegemonie, Unterordnung, Komplizenschaft und Marginalisierung gliedert.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Männlichkeit

2.1 Ein Definitionsversuch

2.2 Männlichkeit nach Connell

2.2.1 Hegemonie

2.2.2 Komplizenschaft

2.2.3 Unterordnung

2.2.4 Marginalisierung

2.2.5 Zwischenfazit

3. Der filmische Western

3.1 Grundzüge zur Entstehung und Veränderung

3.2 Der Code des Westens

3.3 Der Westernheld

3.4 Männlichkeit und Heldentum

4. Filmanalyse zum Männerbild

4.1 Methodisches Vorgehen

4.1.1 Die soziologische Film und Fernsehanalyse – Makroebene

4.1.2 Figurenanalyse nach Jens Eder

4.2 Männlichkeiten im klassischen Westernfilm: Stagecoach

4.3 Männlichkeiten im modernen Westernfilm: News of the World

4.4 Vergleichsanalyse anhand ausgewählter Motive

4.4.1 Psychische Merkmale

4.4.2 Physische Merkmale

4.4.3 Beziehungen der Figuren: Mann/Mann und Mann/Frau

4.4.4 Kampf und Wettbewerb

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung des Männerbildes im Westernfilm über einen Zeitraum von 80 Jahren, indem sie klassische und moderne Repräsentationen des Genres gegenüberstellt und mithilfe soziologischer Konzepte analysiert.

  • Männlichkeitsforschung nach Raewyn Connell
  • Geschichte und Wandel des Westerngenres
  • Kontrastive Filmanalyse von Stagecoach und News of the World
  • Konstruktion von Heldentum und Männlichkeit
  • Einfluss soziokultureller Kontexte auf Filmfiguren

Auszug aus dem Buch

3.1 Grundzüge zur Entstehung und Veränderung

Die Anfänge des Westerngenres finden sich in der Literatur. Lee Clark Mitchell sieht die literarischen Western daher als Vorreiter der Filmwestern an (vgl. Mitchell 1996: S. 161). Die Bücher von James Cooper zwischen 1827 und 1841 galten als die großen Romane der Vereinigten Staaten, die sich erstmals mit der amerikanischen Geschichte des 18. und 19. Jahrhunderts befassten. Somit formten diese sowie weitere literarische Werke gemeinsam mit der Malerei, der Musik oder den Wild-West-Shows von Buffalo Bill die Grundlage für die ersten Filme (vgl. Brunow 2013: S. 41). André Bazin merkte in den 1950ern dazu an: „Der Western ist das einzige Genre, dessen Anfänge mit denen des Kinos überhaupt fast identisch sind“ (Bazin 1975: S. 111). Nachdem Annie Oakleys Schießkunst zu den ersten Kurzfilmen zählt, die sich mit dem Leben im Western beschäftigten, ist die Geburt des Genres mit der Publikation des Films The Great Train Robbery im Jahr 1903 zu datieren. Edwin S. Porter schuf mit diesem Werk den ersten kreativ-dramatischen Film, der die grundlegenden Handlungsstränge für Variationen und Nachahmungen des Genres vorgab. Überfälle, Verfolgungsjagden und Shoot-outs bestimmten fortan den Inhalt der Westernfilme (vgl. Seeßlen 2011: S. 19f.), welche die Filmindustrie von Amerika boomen ließen. Es entstanden zahlreiche Filmgesellschaften, die zum Großteil von Western-Produktionen mit nur geringen Investitionen lebten. Somit überragte die Anzahl an inszenierten Verbrechen bald die der tatsächlich stattgefundenen und darüber hinaus die Menge an Western der gesamten 30er-Jahre (vgl. Hanisch 1986: S. 24f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, stellt die Forschungsfrage nach dem Wandel des Männerbildes im Western und erläutert die methodische Herangehensweise anhand soziologischer Männlichkeitstheorien.

2. Männlichkeit: Dieses Kapitel definiert Männlichkeit als soziales Konstrukt und führt das Konzept der hegemonialen Männlichkeit nach Raewyn Connell ein, um Machtstrukturen innerhalb der Geschlechterrollen zu erklären.

3. Der filmische Western: Es wird ein Überblick über die Genese des Westerns, den spezifischen Code des Westens und das Idealbild des Helden gegeben, wobei der Fokus auf dem Wandel der Erzählstrukturen liegt.

4. Filmanalyse zum Männerbild: Der analytische Hauptteil kombiniert soziologische Filmanalyse und Figurenanalyse nach Jens Eder, um die Entwicklung der Männlichkeitsdarstellung anhand von Stagecoach und News of the World zu vergleichen.

5. Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und zeigt, wie sich die Darstellung des Helden von einer körperbetonten, hegemonialen Figur hin zu einer differenzierteren, emotional zugänglicheren Rolle gewandelt hat.

Schlüsselwörter

Westernfilm, Männlichkeit, Raewyn Connell, Filmheld, Stagecoach, News of the World, Filmanalyse, Geschlechterrolle, Heldentum, Code des Westens, Revisionismus, Soziologie, Männlichkeitsforschung, Identitätsbildung, Hollywood

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Konstrukt der Männlichkeit in amerikanischen Westernfilmen über einen Zeitraum von 80 Jahren verändert hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Männlichkeitsforschung nach Raewyn Connell, die Genre-Geschichte des Westerns und die vergleichende Analyse spezifischer Filmbeispiele.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Wandel vom klassischen Westernhelden, der durch körperliche Überlegenheit und strikte Codes definiert ist, hin zum modernen, psychologisch komplexeren Helden zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert die soziologische Film- und Fernsehanalyse mit der Figurenanalyse nach Jens Eder für eine tiefgehende Untersuchung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Rahmen zu Männlichkeit und Western-Genre sowie einen umfangreichen analytischen Teil, der Stagecoach (1939) und News of the World (2020) vergleicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Westernfilm, Männlichkeit, hegemoniale Männlichkeit, Filmheld und Revisionismus charakterisieren.

Warum wurde ausgerechnet der Film "Stagecoach" gewählt?

Stagecoach gilt als Klassiker des Genres, der als ideale Projektionsfläche für traditionelle Männlichkeitsentwürfe und soziale Hierarchien der damaligen Zeit dient.

Welche Rolle spielt Johanna im Film "News of the World"?

Johanna fungiert als Katalysator für die Entwicklung des Helden Kidd, dessen Vaterrolle und emotionale Offenheit den Wandel zum modernen Männerbild verdeutlichen.

Wie unterscheidet sich der Kampfbegriff zwischen den beiden Filmen?

Während im klassischen Western das Duell zur Bestätigung der eigenen Ehre und Männlichkeit dient, nutzt der moderne Held Gewalt nur zur Verteidigung und zeigt stattdessen mentale Stärke.

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Details

Title
Mann gegen Mann. Eine Filmanalyse zum Männerbild im Western
College
University of Siegen
Author
Alexandra Rischard (Author)
Publication Year
2021
Pages
51
Catalog Number
V1193837
ISBN (PDF)
9783346635594
ISBN (Book)
9783346635600
Language
German
Tags
mann eine filmanalyse männerbild western
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexandra Rischard (Author), 2021, Mann gegen Mann. Eine Filmanalyse zum Männerbild im Western, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1193837
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