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Zur Shop-Startseite › Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts

Der Ursprung abstrakter Ideen

Die Beziehungen zwischen Sprache und abstrakten Ideen bei George Berkeley

Titel: Der Ursprung abstrakter Ideen

Hausarbeit , 2007 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lutz Spitzner (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Hausarbeit soll die Verbindung zwischen Sprache und abstrakten Ideen bei George Berkeley betrachtet werden. Dazu werden besonders die §§ 18 – 25 der Einleitung der ‚Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis‘ behandelt, jedoch werden auch andere Abschnitte des Werkes zum besseren Verständnis herangezogen,da Berkeley auf diese zum Teil aufbaut. Zunächst soll dazu an Hand von Berkeleys Einleitung zu den Prinzipien erläutert werden, was abstrakte Ideen sind, welche Arten es gibt und unter welchen Umständen sie gebildet werden können. Anschließend soll auf den Ursprung dieser abstrakten Ideen eingegangen und die Frage geklärt werden, auf welche Weise es überhaupt zur Bildung von abstrakten Ideen, bzw. wie es zu dem Glauben, der menschliche Geist sei in der Lage, abstrakte Ideen bilden zu können, kam. Schließlich soll auch Berkeleys Herangehensweise zur künftigen Vermeidung der Probleme mit abstrakten Ideen dargestellt werden. Dabei werden insbesondere die Vorteile, welche sich Berkeley von seiner Methode mit Ideen verspricht, erläutert – ohne dabei jedoch die damit einhergehenden Schwierigkeiten zu vernachlässigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abstrakte Ideen

2.1 Inakzeptable Abstraktionsformen

2.2 Akzeptable Abstraktionsformen

3 Der Ursprung abstrakter Ideen

3.1 Sprache als Ursprung

3.2 Aufgaben der Sprache

4 Nichtsprachliche Erkenntnis

4.1 Vorteile

4.2 Voraussetzungen und Schwierigkeiten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die kritische Auseinandersetzung George Berkeleys mit dem Konzept abstrakter Ideen und analysiert, inwiefern die menschliche Sprache als Ursprung für die Bildung dieser aus seiner Sicht irrtümlichen Vorstellungen fungiert. Dabei wird erörtert, welche methodischen Ansätze Berkeley zur Vermeidung dieser erkenntnistheoretischen Probleme vorschlägt und ob eine nichtsprachliche Erkenntnisform als Lösung dienen kann.

  • Die Differenzierung zwischen akzeptablen und inakzeptablen Abstraktionsformen bei Berkeley.
  • Die Rolle der Sprache als zentrale Ursache für den Glauben an abstrakte Ideen.
  • Die Erweiterung des Sprachzwecks über die reine Mitteilung hinaus.
  • Methoden und Herausforderungen eines nichtsprachlichen Zugangs zu Erkenntnis.

Auszug aus dem Buch

3.1 Sprache als Ursprung

Bei der Frage, was denn der Ursprung der abstrakten Ideen sei, fasst Berkeley die Sprache ins Auge. Diese sei der Grund für die Entstehung der Lehre von abstrakten Ideen, da abstrakte Begriffe zur Benennung gebildet werden und dies wiederum ohne eine Sprache nicht vorstellbar wäre.1 Die Entstehung abstrakter Ideen führt Berkeley auf die, seiner Meinung nach falsche, Annahme zurück, dass jeder Name genau eine einzige bestimmte Bedeutung habe. Daher habe man auch geglaubt, dass es gewisse abstrakte Ideen gebe, welche einem allgemeinen Namen ebenfalls nur eine einzige Bedeutung zuweisen und dieser wiederum damit Einzeldinge bezeichnen könne.

Dem hält Berkeley jedoch entgegen, dass es „eine einzelne und genau bestimmte Bedeutung“2 für allgemeine Namen nicht geben kann, da diese schließlich alle eine Vielzahl einzelner Ideen beschreiben können.3 Berkeley demonstriert diese Auffassung, dass ein allgemeiner Begriff keine festgelegte Idee bezeichnen kann, an der Definition eines Dreiecks: Dieses habe eine ebene Fläche und werde von drei Linien begrenzt. Da jedoch in diesem allgemeinen Begriff eines ‚Dreiecks‘ keinerlei Aussagen über Farbe, Größe, Seitenlänge, Seitenverhältnis und die Winkel gemacht werden, impliziert diese Definition eines Dreiecks eine sehr große Vielfalt an Einzelideen. Mit einem solch allgemeinen Begriff immer wieder die selbe Idee bezeichnen zu wollen sei „unnütz und undurchführbar“4.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in Berkeleys Kritik am Materialismus und den falschen Gebrauch der Vernunft ein, wobei das doppelte Ziel der Irrtumsaufklärung und der Skeptizismus-Bekämpfung skizziert wird.

2 Abstrakte Ideen: Das Kapitel differenziert zwischen inakzeptablen Abstraktionsformen, die als Irrtumsquelle gelten, und akzeptablen Formen der gedanklichen Trennung oder Verallgemeinerung.

3 Der Ursprung abstrakter Ideen: Hier wird analysiert, wie Berkeley die Sprache als Hauptursache für den fehlerhaften Glauben an abstrakte Ideen identifiziert und die verschiedenen Funktionen von Sprache kritisch beleuchtet.

4 Nichtsprachliche Erkenntnis: Berkeley schlägt als Lösung für die Erkenntnisproblematik eine Trennung von Wort und Idee vor, diskutiert jedoch zugleich die erheblichen praktischen Schwierigkeiten dieses Ansatzes.

5 Fazit: Das Kapitel fasst zusammen, dass die Identifizierung einer Idee als „abstrakt“ bereits ihre Widerlegung impliziert und Berkeleys methodische Forderung nach nichtsprachlicher Erkenntnis ein zentrales, wenn auch schwieriges Ziel darstellt.

Schlüsselwörter

George Berkeley, Abstrakte Ideen, Sprachphilosophie, Erkenntnistheorie, Immaterialismus, Abstraktion, Vernunftgebrauch, Allgemeinbegriffe, Nichtsprachliche Erkenntnis, Irrtumslehre, Subtraktion, Bewusstsein, Semantik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Berkeleys Philosophie, insbesondere seine Kritik an der Existenz abstrakter Ideen und deren Ursprung in der menschlichen Sprache.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Abstraktionslehre, die kritische Sprachphilosophie und der Versuch einer nichtsprachlichen Erkenntnisgestaltung nach Berkeley.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es zu erläutern, wie Berkeley die Verbindung zwischen Sprache und abstrakten Ideen herstellt und welche Lösung er zur Vermeidung kognitiver Irrtümer anbietet.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine philosophische Textanalyse, die Berkeleys Einleitung zu „Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“ (§§ 18-25) sowie ergänzende fachwissenschaftliche Literatur heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Typen der Abstraktion, die Rolle der Sprache als Ursprung falscher Annahmen und die Möglichkeit einer Erkenntnis, die losgelöst von sprachlichen Konzepten stattfindet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zentrale Begriffe sind George Berkeley, Abstraktion, Sprache, Erkenntnistheorie, Immaterialismus und der richtige Gebrauch der menschlichen Vernunft.

Warum hält Berkeley abstrakte Ideen für gefährlich?

Er sieht in ihnen eine „Quelle aller Irrtümer“, da sie den Geist mit Vorstellungen verstricken, die in der Realität nicht existieren können und somit das wahre Verständnis der Welt behindern.

Was meint Berkeley mit der „nichtsprachlichen Erkenntnis“?

Berkeley fordert, Ideen „entblößt und nackt“ zu betrachten, also eine gedankliche Auseinandersetzung ohne die begleitenden, oft irreführenden sprachlichen Bezeichnungen zu vollziehen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Ursprung abstrakter Ideen
Untertitel
Die Beziehungen zwischen Sprache und abstrakten Ideen bei George Berkeley
Hochschule
Hochschule Mannheim  (Philosophische Fakultät, Lehrstuhl Philosophie I )
Veranstaltung
Proseminar: Berkeleys „Prinzipien der menschlichen Erkenntnis“
Note
1,3
Autor
Lutz Spitzner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
15
Katalognummer
V119415
ISBN (eBook)
9783640228836
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ursprung Ideen Proseminar Berkeleys Erkenntnis“
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lutz Spitzner (Autor:in), 2007, Der Ursprung abstrakter Ideen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119415
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Leseprobe aus  15  Seiten
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