Wie muss ich als Lehrkraft vorgehen, um alle Kinder anzuregen und auch Schüler*innen mit Blockaden zum Schreiben zu bewegen? Kann das Konzept des kreativen Schreibens auf jeden Schüler angewendet werden?
Kreatives Schreiben ist ein didaktisches Konzept des Schreibunterrichts, dass in vielen Grundschulen Anwendung findet. Es soll den Kindern Freude am Schreiben vermitteln und ihre Schreibkompetenz fördern. Jeder hat aus seiner Schullaufbahn Erinnerungen daran, Aufgaben zum kreativen Schreiben umzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zum Gegenstand kreatives Schreiben
2.1 Was ist Kreativität?
2.2 Was ist kreatives Schreiben?
3. Zugänge zum kreativen Schreiben
3.1 Struktureller Rahmen und Vorgehensweise
3.2 Schreibimpulse
4. Beispiel Schreibimpuls
5. Fazit und Reflexion
6. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das didaktische Konzept des kreativen Schreibens im Grundschulunterricht, wobei der Fokus auf der Förderung von Schreibfreude und Schreibkompetenz liegt. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, wie Lehrkräfte heterogene Klassen anregen und auch Kinder mit Schreibblockaden effektiv zum Schreiben motivieren können, ohne dabei den individuellen kreativen Prozess durch starre Bewertungskriterien zu ersticken.
- Grundlagen der Kreativitätsforschung und Definition des kreativen Schreibens
- Strukturelle Anforderungen an eine lernförderliche Unterrichtsgestaltung
- Methodische Vielfalt durch den Einsatz von Schreibimpulsen
- Bedeutung der Binnendifferenzierung und Feedbackkultur
- Kritische Reflexion der Leistungsbewertung bei kreativen Texten
Auszug aus dem Buch
2.1 Was ist Kreativität?
Um die Frage zu beantworten, wie kreatives Schreiben differenziert im Unterricht umgesetzt werden kann, muss zunächst geklärt werden, was unter Kreativität und kreativem Schreiben zu verstehen ist. Im Alltag wird der Begriff Kreativität inflationär mit unklarer Bedeutung genutzt. Oft wird er mit „Nichtstun“ gleichgesetzt und als nicht willentlich beeinflussbar betrachtet. Kreativität geht auf das lateinische Wort „creare“ (erschaffen, hervorbringen) zurück. Heute wird darunter die „Fähigkeit zu originellen, produktiven und nützlichen Leistungen“ verstanden. Der Psychologe Paul J. Guildford sprach von flüssigem, flexiblen und originellem Denken, in Form von divergentem Denken, um Aufgaben zu lösen, im Gegensatz zu konvergentem, d. h. logischem, schlussfolgerndem Denken. Reckwitz betont bei Kreativität die Schaffung etwas Neuen, etwas Innovativen: „Kreativität bevorzugt das Neue gegenüber dem Alten, das Abweichende gegenüber dem Standard, das Andere gegenüber dem Gleichen.“ Dabei geht es nach ihm nicht nur um die technische Produktion von Neuem, sondern um einen permanenten sinnlich-ästhetischen Reiz, der durch das Neuartige ausgelöst wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die persönliche Motivation der Autorin und die Relevanz des kreativen Schreibens zur Überwindung von Schreibblockaden bei Grundschülern.
2. Zum Gegenstand kreatives Schreiben: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Kreativität und kreatives Schreiben unter Bezugnahme auf psychologische und pädagogische Forschungsergebnisse.
3. Zugänge zum kreativen Schreiben: Hier werden strukturelle Rahmenbedingungen wie die Gestaltung des Klassenraums sowie Methoden zur Binnendifferenzierung und Leistungsbewertung diskutiert.
4. Beispiel Schreibimpuls: Dieses Kapitel stellt ein konkretes Praxisbeispiel vor, bei dem Farben als Ausgangspunkt für einen Schreibprozess dienen.
5. Fazit und Reflexion: Das Fazit fasst die Bedeutung von prozessorientiertem Lernen zusammen und plädiert kritisch gegen eine klassische Notengebung bei kreativen Arbeiten.
6. Literaturverzeichnis: Dies ist das systematische Verzeichnis der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Kreatives Schreiben, Grundschule, Schreibkompetenz, Schreibimpulse, Divergentes Denken, Schreibblockaden, Binnendifferenzierung, Schreibdidaktik, Kreativität, Prozessorientierung, Lernmotivation, Bildungsarbeit, Schreibaufgabe, Literaturdidaktik, Selbstwirksamkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Implementierung des kreativen Schreibens in der Grundschule und wie dieses Konzept zur Förderung individueller Schreibkompetenzen beitragen kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Kreativität, die Gestaltung motivierender Schreibumgebungen sowie der Umgang mit Leistungsbewertungen in kreativen Schreibprozessen.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Autorin untersucht, wie Lehrkräfte durch gezielte Schreibimpulse alle Kinder anregen können und wie Schüler mit Schreibblockaden zum produktiven Schreiben bewegt werden können.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Erörterung fachdidaktischer Positionen und der Reflexion von Fallbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsdefinition von Kreativität, die Erläuterung methodischer Zugänge zum kreativen Schreiben sowie die Vorstellung eines konkreten Praxisbeispiels.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Kreatives Schreiben, Schreibkompetenz, Schreibimpulse, Schreibblockaden und Prozessorientierung charakterisiert.
Wie bewertet die Autorin die Benotung kreativer Texte?
Die Autorin steht der Benotung kritisch gegenüber, da sie der Meinung ist, dass ein klassisches Bewertungssystem den prozessorientierten Grundgedanken und die Motivation der Kinder bei kreativen Aufgaben eher hemmt.
Welche Rolle spielen „Übergangsobjekte“ im Schreibprozess?
Übergangsobjekte dienen als materialisierte Anreize, die den Übergang von der Realität in die Welt der Imagination erleichtern und so den Zugang zum kreativen Schreiben für Kinder öffnen.
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- Bachelor of Arts Annegret Vogel (Author), 2020, Zugänge zum kreativen Schreiben für alle Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1194171