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Lagerbestandsmanagement

Title: Lagerbestandsmanagement

Seminar Paper , 2002 , 35 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Stephan Wolter (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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Summary Excerpt Details

In einer Zeit, in der viel von Lean-Production und Just-in-Time-Konzepten die Rede ist, darf man nicht übersehen, dass in jeder Organisation in irgendeiner Form Lager gehalten werden. Lagerorganisation und -disposition stellen somit nicht nur im produzierenden Gewerbe eine essentielle Planungsaufgabe dar. Dabei sind mehrere Entscheidungen zu treffen. In der Planung des Lagers selbst sind u.a. Größe, Standort und Art des Lagers festzulegen. Die Betreibung des Lagers stellt vor allem die Anforderung der Festlegung von Bestellmengen und –zeitpunkten für definierte Bedarfspunkte logistischer Systeme, um deren mengen-, termin- und qualitätsgerechte Versorgung mit Materialen und Erzeugnissen sicherzustellen.
Gegenstand dieser Seminararbeit ist es, einen Überblick über das Bestandsmanagement bzw. die Materialdisposition in Lagern zu geben. Die Arbeit beschäftigt sich vor allem mit der Versorgungsfunktion eines Lagers. Zu beantworten soll sein, wie viel zu welcher Zeit beschafft werden soll und wie lange Güter gelagert werden müssen. Dazu beachtet man in der Regel Losgrößen- bzw. Bestellmengenmodelle unter bestimmten Annahmen und unter Beachtung von Nebenbedingungen. Ablauforganisatorisch ist zu klären, wie der Ablauf innerhalb eines Lagers bei Bestellung, Lieferungseingang, Verbrauch der Güter aussieht. In diesem Zusammenhang werden Lagerhaltungspolitiken (Dispositionsregeln) dargestellt, die festlegen, wann und in welchem Umfang in einem Lager Beschaffungsvorgänge ausgelöst werden.
Lagerplanung und Lageroptimierung wurden aus theoretischer Sicht ausgiebig behandelt. Die ersten Arbeiten darüber gehen bereits in das 19. Jahrhundert zurück, vgl. zur geschichtlichen Entwicklung, z.B. Fratzl (1992, S.22). Umso erstaunlicher ist, dass sich gerade im Lagerbestandsmanagement die Kluft zwischen Theorie und Praxis besonders deutlich zeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Lager

2.1 Definition und Einordnung in den Supply Chain

2.2 Ablauforganisatorische Aspekte - Lagerhaltungspolitiken

3 Losgrößen- und Bestellmengenplanung

3.1 Grundlagen

3.1.1 Grundproblem

3.1.2 Ziele des Bestandsmanagements

3.1.3 Informationsgrad der Daten und zeitliche Entwicklung der Parameter

3.1.4 Materialanalyse und Bedarfsbestimmung

3.1.5 Charakterisierung der Kosten

3.1.6 Weitere Klassifizierungsmerkmale

3.2.7 Merkmale stochastischer Lagerhaltungsmodelle

3.2 Deterministische Modelle

3.2.1 Das klassische Bestellmengenmodell

3.2.2 Verallgemeinerungen des klassischen Bestellmengenmodells

3.2.3 Wagner-Within-Modell

3.3 Stochastische Modelle

4 Abschließende Bemerkungen

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen fundierten Überblick über das Bestandsmanagement und die Materialdisposition in Lagern zu geben, indem verschiedene Modelle der Losgrößen- und Bestellmengenplanung unter Berücksichtigung ihrer theoretischen Annahmen analysiert werden.

  • Grundlagen und Definition der Lagerhaltung im Kontext der Supply Chain.
  • Darstellung deterministischer Modelle zur Losgrößen- und Bestellmengenoptimierung.
  • Analyse stochastischer Modelle am Beispiel des Newsboy-Problems.
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit theoretischer Modelle in der betrieblichen Praxis.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Das klassische Bestellmengenmodell

Das klassische Bestellmengenmodell, welches auch als Economic Order Quantity Model (EOQ-Modell) in die Literatur eingegangen ist, stellt das grundlegende statisch-deterministische und einstufige Einproduktbestellmengenmodell dar. Trotz seiner einschränkenden Annahmen vermittelt dieses Grundmodell einen recht guten Einblick in die Effekte, die von Lager- und Bestell-/Rüstkosten auf die Losgröße ausgehen. Folgende Annahmen werden getroffen:

• Disposition eines Gutes

• Keine Bestelldauer (Lieferfristen)

• Unendliche Lagerauffüllgeschwindigkeit

• Kontinuierliche Nachfrage mit konstantem Bedarf pro ZE

• Unendlicher Planungshorizont

• Unveränderliche fixe Bestellkosten und lineare Lagerhaltungskosten

• Keine Kapazitätseinschränkung

• Keine Fehlmengen

• Zeitinvariante Kostensätze und Einstandspreise

Unter diesen Umständen können entweder große Mengen in langen Zeitabständen oder kleine Mengen in kurzen Zeitabständen bestellt werden. Die Bestellmenge q oder die Zyklusmenge r ist damit die Variable des Modells. Abb. 3.2 zeigt den Lagerbestandsverlauf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung definiert die Relevanz des Lagerbestandsmanagements als zentrale Planungsaufgabe und steckt den Rahmen der Seminararbeit ab.

2 Das Lager: Dieses Kapitel erläutert die Funktion des Lagerns innerhalb der Materialwirtschaft sowie die verschiedenen Lagerhaltungspolitiken.

3 Losgrößen- und Bestellmengenplanung: Hier werden theoretische Modelle zur Bestimmung optimaler Losgrößen und Bestellmengen unter deterministischen sowie stochastischen Annahmen hergeleitet.

4 Abschließende Bemerkungen: Das Fazit fasst die Bedeutung der untersuchten Modelle für die Praxis zusammen und betont die Notwendigkeit einer maßgeschneiderten Anwendung.

Schlüsselwörter

Lagerbestandsmanagement, Materialdisposition, Losgrößenplanung, Bestellmengenmodell, EOQ-Modell, Supply Chain Management, Lagerhaltungspolitik, Fehlmengenkosten, Stochastische Modelle, Deterministische Modelle, Bestelldauer, Lagerkosten, Lieferbereitschaft, Materialbedarfsplanung, Wagner-Within-Modell.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen fundierten Planung von Lagerbeständen und der Anwendung mathematischer Modelle zur Optimierung der Materialbereitstellung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Materialdisposition, die Bestimmung optimaler Bestellmengen und -zeitpunkte sowie die Analyse verschiedener Lagerhaltungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, einen Überblick über mathematische Modelle zur Losgrößenoptimierung zu geben und deren theoretische Herleitung sowie praktische Relevanz aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden überwiegend mathematische Optimierungsverfahren, insbesondere die Differentialrechnung zur Kostenminimierung in Lagerhaltungsmodellen, angewandt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl deterministische Ansätze (wie das klassische Bestellmengenmodell und das Wagner-Within-Modell) als auch stochastische Verfahren (wie das Newsboy-Problem) detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Lagerbestandsmanagement, Losgrößenplanung, EOQ-Modell, Lieferbereitschaft und Materialdisposition.

Wie unterscheidet sich die (r,q)-Politik von der (s,q)-Politik?

Die (r,q)-Politik basiert auf festen Zeitintervallen, während die (s,q)-Politik auf dem Unterschreiten eines definierten Meldebestandes s als Auslöser für eine Bestellung basiert.

Warum ist das "Newsboy-Problem" für das Bestandsmanagement relevant?

Das Newsboy-Problem dient als klassisches Beispiel für Einperiodenmodelle unter Unsicherheit, bei denen eine Nachfrageprognose mit dem Risiko von Fehlmengen oder Überbeständen abgewogen werden muss.

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Details

Title
Lagerbestandsmanagement
College
http://www.uni-jena.de/  (Wirtschaftswissentschaftliche Fakultät, ABWL, insb. Betriebswirtschaftliche Entscheidungsanalyse)
Course
Modelle und Methoden der Logistikplanung
Grade
1,3
Author
Stephan Wolter (Author)
Publication Year
2002
Pages
35
Catalog Number
V11942
ISBN (eBook)
9783638179775
Language
German
Tags
bestellmengenmodell lagerplanung lager lagerbestandsplanung logistikplanung logistik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephan Wolter (Author), 2002, Lagerbestandsmanagement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11942
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