Die vorliegende Arbeit zum Thema „Selbstgesteuertes Lernen – Motivationale und
emotionale Aspekte“ besteht aus drei Teilbereichen. Der erste Teil beschäftigt sich auf theoretischer Basis mit dem Thema Selbstgesteuertes Lernen mit Neuen Medien. Behandelt werden hier im Einzelnen die Ausprägungen und Besonderheiten des selbstgesteuerten Lernens, die Vorgehensweise bei selbigem, die Bedingungen, unter denen dieses Lernen ausgeführt werden kann sowie die Anwendung des selbstgesteuerten Lernens auf Neue Medien. Dabei soll auch auf Probleme und Schwierigkeiten eingegangen werden, welche durch diese Lernart entstehen und bewältigt werden müssen. In allen genannten Bereichen wird versucht, auf das selbstgesteuerte Lernen einer Einzelperson sowie auf das selbstgesteuert-kooperative Lernen in Gruppen einzugehen und diese Ausprägungen auf solche Weise in direkten Vergleich zu setzen. Im Folgenden werden ebenfalls theoretisch die motivationalen und emotionalen Aspekte, die das selbstgesteuerte Lernen maßgeblich beeinflussen, vorgestellt. Der zweite Teil der vorliegenden Arbeit befasst sich zum Einen mit der praktischen Anwendung
des selbstgesteuerten Lernens auf Neue Medien und zum anderen mit Lernumgebungen. Dabei wird das im ersten Teil erarbeitete theoretische Wissen in praktischen Bezug gesetzt und an Beispielen weiter verdeutlicht. Auch hierbei sollen Besonderheiten, Vorgehensweisen und Bedingungen, aber auch Probleme herausgestellt werden. Während dazu im ersten Teilbereich der Umgang mit neuen Medien sowie die Gestaltung des Lernens mit Neuen Medien im Vordergrund stehen, werden im zweiten Teilgebiet an konkreten Praxisbeispielen sowohl offene als auch geschlossene Lernumgebungen vorgestellt. Den beiden genannten Teilen, der Theorie und der Praxis, schließt sich letztlich nochmals
eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten in der vorliegenden Arbeit genannten
Aspekte an. Hierbei wird ebenfalls ein Ausblick auf den heutigen Forschungsstand in Bezug auf das selbstgesteuerte Lernen gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Selbstgesteuertes Lernen mit Neuen Medien
1.1 Ausprägungen des selbstgesteuerten Lernens
1.1.1 Definition
1.1.2 Unterschiede der Lernarten
1.1.3 Aufbau selbstgesteuerten Lernens – Schwerpunkte motivationale und emotionale Aspekte
1.2 Vorgehensweise beim Lernen
1.3 Bedingungen des selbstgesteuerten Lernens
1.4 Anwendung auf neue Medien
1.4.1 Chancen für den Lernenden
1.4.2 Probleme und Schwierigkeiten bei selbstgesteuertem Lernen
1.4.3 Förderung und Hilfestellungen bei selbstgesteuertem Lernen
2 Motivationale und emotionale Aspekte
2.1 Motivationale Aspekte
2.1.1 Die Auswirkungen motivationaler Aspekte
2.1.2 Die Arten der Motivation
2.1.3 Komponenten von Motivation
2.1.3.1 Strukturelle Komponenten von Motivation
2.1.3.2 Prozessuale Komponenten von Motivation
2.2 Emotionale Aspekte
3 Anwendung des selbstgesteuerten Lernens auf Neue Medien
3.1 Der Umgang mit Neuen Medien
3.1.1 Die Medienkompetenz
3.2 Die Gestaltung des Lernens mit Neuen Medien
3.2.1 Die Motivation
3.2.2 Die Fähigkeit zur Kooperation in Bezug auf das selbstgesteuert-kooperative Lernen
4 Lernumgebungen
4.1 Die offene Lernumgebung am konkreten Beispiel
4.1.1 Bereich Schule
4.1.2 Bereich Universität
4.2 Die geschlossene Lernumgebung am konkreten Beispiel
5 Fazit
5.1 Motivationale Aspekte des selbstgesteuerten Lernens
5.2 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das selbstgesteuerte Lernen im Kontext neuer Medien unter besonderer Berücksichtigung motivationaler und emotionaler Einflussfaktoren, um deren Bedeutung für den Lernerfolg sowie die Notwendigkeit gezielter Förderung aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen des selbstgesteuerten und selbstgesteuert-kooperativen Lernens
- Motivationale Komponenten und deren Auswirkung auf den Lernprozess
- Emotionale Aspekte und deren Einfluss auf die Lernsteuerung
- Praktische Anwendung in offenen und geschlossenen Lernumgebungen (Schule und Universität)
- Herausforderungen und Förderstrategien beim E-Learning
Auszug aus dem Buch
1.1.2 Unterschiede der Lernarten
Beim selbstgesteuerten Lernen unterscheidet die Forschung zwei Lernarten. Hierbei handelt es sich zum Einen um das selbstgesteuerte Lernen und zum Anderen um das selbstgesteuert-kooperative Lernen.
Selbstgesteuertes Lernen wird als das Lernen einer Einzelperson verstanden, was durch folgendes Zitat verdeutlicht werden kann:
„Selbst gesteuertes Lernen wird dabei als das Ausmaß definiert, ‹in dem eine Person fähig ist, ihr eigenes Lernen – ohne Hilfe anderer Instanzen – zu steuern und zu kontrollieren›“8
Bei dieser Art des Lernen ist viel Eigenverantwortung gefordert. Dies wird auch in dem aufgeführten Zitat deutlich und im späteren Verlauf der vorliegenden Arbeit nochmals näher betrachtet.
Die zweite hier angesprochene Lernart ist die des selbstgesteuert-kooperativen Lernens. Dieses wird in Gruppen durchgeführt, unterscheidet sich aber in Bezug auf die Aufgaben und deren Durchführung nur unwesentlich vom selbstgesteuerten Lernen, weshalb es in der vorliegenden Arbeit auch an einigen Stellen, die sich hierzu anbieten, in direkten Vergleich zu Letzterem gesetzt und so näher erläutert werden kann. Folgendes Zitat verdeutlicht die Arbeits- und Vorgehensweise beim selbstgesteuerten-kooperative Lernen:
„Selbst gesteuert und kooperativ lernen bedeutet, dass die Gruppe autonom arbeitet und Aufgaben eigenständig löst.“9
Zusammenfassung der Kapitel
1 Selbstgesteuertes Lernen mit Neuen Medien: Einführung in die Grundlagen des selbstgesteuerten Lernens und dessen Anwendung im Bereich digitaler Medien, inklusive der Gegenüberstellung von individueller und kooperativer Lernweise.
2 Motivationale und emotionale Aspekte: Analyse der internen Faktoren, die den Lernprozess steuern, unterteilt in strukturelle Bedürfnisse sowie prozessuale Strategien zur Selbstregulation.
3 Anwendung des selbstgesteuerten Lernens auf Neue Medien: Praktische Betrachtung der notwendigen Medienkompetenz und Gestaltungsmöglichkeiten für erfolgreiches selbstgesteuertes und kooperatives Lernen.
4 Lernumgebungen: Vorstellung konkreter Fallbeispiele in Schule und Universität zur Veranschaulichung offener und geschlossener Lernsysteme.
5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der zentralen Einflussfaktoren und ein Ausblick auf den steigenden Stellenwert der Vermittlung selbstgesteuerter Lernkompetenzen.
Schlüsselwörter
Selbstgesteuertes Lernen, Neue Medien, Motivation, Emotion, Selbstwirksamkeit, Kooperatives Lernen, Lernumgebungen, Medienkompetenz, Lernstrategien, E-Learning, Autonomie, Volitionale Strategien, Bildungspsychologie, Lernprozess, Wissensmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung des selbstgesteuerten Lernens, wobei der Fokus gezielt auf den motivationalen und emotionalen Einflussfaktoren liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die Definition von Lernarten, die Rolle der Motivation, den Einfluss von Emotionen sowie die Gestaltung digitaler Lernumgebungen in Schulen und Universitäten ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Komplexität des selbstgesteuerten Lernens aufzuzeigen und zu demonstrieren, wie motivationale und emotionale Aspekte maßgeblich über den Erfolg oder Misserfolg des Lernens entscheiden.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse und den Vergleich etablierter psychologischer Konzepte sowie die Auswertung von Praxisberichten und empirischen Untersuchungen.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Block zu motivationalen Komponenten und einen praxisorientierten Teil, der mittels konkreter Beispiele (Schule/Universität) den Umgang mit neuen Medien beleuchtet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Zu den zentralen Begriffen zählen Selbstgesteuertes Lernen, Motivation, Medienkompetenz, Lernumgebungen und metakognitive Lernhilfen.
Welche Rolle spielt die Kooperation beim selbstgesteuerten Lernen?
Kooperation wird als eine erweiterte Form des Lernens definiert, bei der neben der Eigenverantwortung auch Integrationsbereitschaft und asynchrone Kommunikation für den Erfolg entscheidend sind.
Wie unterscheiden sich offene und geschlossene Lernsysteme?
Während offene Systeme (wie das Internet) kaum vorstrukturiert sind, bieten geschlossene Systeme (wie Simulationen oder CBTs) eine automatisierte Rückmeldung und eine begrenzte, spezifisch aufbereitete Wissensumgebung.
Welchen Einfluss haben metakognitive Lernhilfen laut der zitierten Untersuchung?
Die Untersuchung zeigt, dass solche Hilfen zwar das Lernverhalten und die Lösung von Transferaufgaben verbessern, jedoch nicht zwangsläufig das reine Faktenwissen steigern.
Was bedeutet "Selbstbehinderung" im Lernkontext?
Es handelt sich um eine Strategie, bei der Lernende Hindernisse errichten, um im Falle eines Scheiterns ihr Selbstkonzept zu schützen und eine negative Attribution auf das eigene Können zu vermeiden.
- Quote paper
- Lutz Spitzner (Author), 2008, Selbstgesteuertes Lernen - Motivationale und emotionale Aspekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119440