Selbstgesteuertes Lernen - Motivationale und emotionale Aspekte


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008
33 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I Theorie
1 Selbstgesteuertes Lernen mit Neuen Medien
1.1 Ausprägungen des selbstgesteuerten Lernens
1.1.1 Definition
1.1.2 Unterschiede der Lernarten
1.1.3 Aufbau selbstgesteuerten Lernens – Schwerpunkte motivationale und emotionale Aspekte
1.2 Vorgehensweise beim Lernen
1.3 Bedingungen des selbstgesteuerten Lernens
1.4 Anwendung auf neue Medien
1.4.1 Chancen für den Lernenden
1.4.2 Probleme und Schwierigkeiten bei selbstgesteuertem Lernen .
1.4.3 Förderung und Hilfestellungen bei selbstgesteuertem Lernen .
2 Motivationale und emotionale Aspekte
2.1 Motivationale Aspekte
2.1.1 Die Auswirkungen motivationaler Aspekte
2.1.2 Die Arten der Motivation
2.1.3 Komponenten von Motivation
2.1.3.1 Strukturelle Komponenten von Motivation
2.1.3.2 Prozessuale Komponenten von Motivation
2.2 Emotionale Aspekte

II Praxis
3 Anwendung des selbstgesteuerten Lernens auf Neue Medien
3.1 Der Umgang mit Neuen Medien Selbstgesteuertes Lernen Inhaltsverzeichnis
3.1.1 Die Medienkompetenz
3.2 Die Gestaltung des Lernens mit Neuen Medien
3.2.1 Die Motivation
3.2.2 Die Fähigkeit zur Kooperation in Bezug auf das selbstgesteuertkooperative Lernen
4 Lernumgebungen
4.1 Die offene Lernumgebung am konkreten Beispiel
4.1.1 Bereich Schule
4.1.2 Bereich Universität
4.2 Die geschlossene Lernumgebung am konkreten Beispiel

III Zusammenfassung
5 Fazit
5.1 Motivationale Aspekte des selbstgesteuerten Lernens
5.2 Ausblick
Literaturverzeichnis
Anhang
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis

Einleitung

Die vorliegende Arbeit zum Thema „Selbstgesteuertes Lernen – Motivationale und emotionale Aspekte“ besteht aus drei Teilbereichen.

Der erste Teil beschäftigt sich auf theoretischer Basis mit dem Thema Selbstgesteuertes Lernen mit Neuen Medien. Behandelt werden hier im Einzelnen die Ausprägungen und Besonderheiten des selbstgesteuerten Lernens, die Vorgehensweise bei selbigem, die Bedingungen, unter denen dieses Lernen ausgeführt werden kann sowie die Anwendung des selbstgesteuerten Lernens auf Neue Medien. Dabei soll auch auf Probleme und Schwierigkeiten eingegangen werden, welche durch diese Lernart entstehen und bewältigt werden müssen. In allen genannten Bereichen wird versucht, auf das selbstgesteuerte Lernen einer Einzelperson sowie auf das selbstgesteuert-kooperative Lernen in Gruppen einzugehen und diese Ausprägungen auf solche Weise in direkten Vergleich zu setzen. Im Folgenden werden ebenfalls theoretisch die motivationalen und emotionalen Aspekte, die das selbstgesteuerte Lernen maßgeblich beeinflussen, vorgestellt.

Der zweite Teil der vorliegenden Arbeit befasst sich zum Einen mit der praktischen Anwendung des selbstgesteuerten Lernens auf Neue Medien und zum anderen mit Lernumgebungen. Dabei wird das im ersten Teil erarbeitete theoretische Wissen in praktischen Bezug gesetzt und an Beispielen weiter verdeutlicht. Auch hierbei sollen Besonderheiten, Vorgehensweisen und Bedingungen, aber auch Probleme herausgestellt werden. Während dazu im ersten Teilbereich der Umgang mit neuen Medien sowie die Gestaltung des Lernens mit Neuen Medien im Vordergrund stehen, werden im zweiten Teilgebiet an konkreten Praxisbeispielen sowohl offene als auch geschlossene Lernumgebungen vorgestellt.

Den beiden genannten Teilen, der Theorie und der Praxis, schließt sich letztlich nochmals eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten in der vorliegenden Arbeit genannten Aspekte an. Hierbei wird ebenfalls ein Ausblick auf den heutigen Forschungsstand in Bezug auf das selbstgesteuerte Lernen gegeben.

Teil I Theorie

1 Selbstgesteuertes Lernen mit Neuen Medien

1.1 Ausprägungen des selbstgesteuerten Lernens

Im Folgenden soll zunächst eine Definition des selbstgesteuerten Lernens gegeben werden, um anschließend auf die Unterschiede der Lernarten bei singulärem und kooperativen Lernen einzugehen.

1.1.1 Definition

Der Begriff „selbstgesteuertes Lernen“ umfasst eine ganze Reihe von verschiedenen einzelnen, jedoch oftmals aufeinander einwirkenden Aspekten.1 Zunächst einmal können diese in die beiden großen Gruppen der motivationalen einerseits und der kognitiven Komponenten andererseits eingeteilt werden. Im Laufe der vorliegenden Arbeit bildet motivationale und kognitive die erstgenannte Gruppe den zu behandelnden Schwerpunkt, weswegen auf den kognitiven Teil nicht näher eingegangen werden wird.

Die motivationalen Komponenten lassen sich wiederum in die strukturellen und die prozessualen Aspekte untergliedern. Die jeweiligen Einzelaspekte wie Bedürfnisse, Interessen und Emotionen sollen jedoch an späterer Stelle detailliert erklärt werden.2

Selbstgesteuertes Lernen verlangt zudem einige Basisvoraussetzungen, die in dieser Intensität bei anderen Lernformen nicht gefordert sind. Zunächst einmal bedingt das selbstgesteuerte Lernen einen hohen Grad an Autonomie des Lernenden. Ob diese wirklich real besteht oder der Lernende3 zu Teilen dennoch von einem Lehrenden gesteuert wird, spielt zunächst eine untergeordnete Rolle – wesentlich wichtiger ist die subjektive Wahrnehmung der Autonomie.4 Einen weiteren wichtigen Punkt des selbstgesteuerten Lernens, welcher zugleich Chancen wie auch Gefahren in sich birgt, stellt der hohe Ein- fluss dar, den der Lernende auf sein hat.5 Zusätzlich wird vom Lernenden Lerntempo gefordert, seinen Lernprozess eigenständig zu überwachen und gegebenenfalls regulie- rend auf diesen einzuwirken.6

Die eben genannten Bedingungen sind jedoch nicht ganz unproblematisch. Schließlich sind die dafür erforderlichen Kenntnisse weder bei Kindern und Jugendlichen, noch bei Erwachsenen als gegeben voraus zu setzen, sondern müssen im Regelfall zunächst vermittelt werden.7

1.1.2 Unterschiede der Lernarten

Beim selbstgesteuerten Lernen unterscheidet die Forschung zwei Lernarten. Hierbei handelt es sich zum Einen um das selbstgesteuerte Lernen und zum Anderen um das Selbstgesteuertes Lernen wird als das Lernen einer Einzelperson verstanden, was durch folgendes Zitat verdeutlicht werden kann:

„Selbst gesteuertes Lernen wird dabei als das Ausmaß definiert, ‹in dem eine Person fähig ist, ihr eigenes Lernen – ohne Hilfe anderer Instanzen – zu steuern und zu kontrollieren›“ 8

Bei dieser Art des Lernen ist viel Eigenverantwortung gefordert. Dies wird auch in dem aufgeführten Zitat deutlich und im späteren Verlauf der vorliegenden Arbeit nochmals näher betrachtet.

Die zweite hier angesprochene Lernart ist die des selbstgesteuert-kooperativen Lernens. Dieses wird in Gruppen durchgeführt, unterscheidet sich aber in Bezug auf die Aufgaben und deren Durchführung nur unwesentlich vom selbstgesteuerten Lernen, weshalb es in der vorliegenden Arbeit auch an einigen Stellen, die sich hierzu anbieten, in direkten Vergleich zu Letzterem gesetzt und so näher erläutert werden kann. Folgendes Zitat verdeutlicht die Arbeitsund Vorgehensweise beim selbstgesteuerten-kooperative Lernen:

„Selbst gesteuert und kooperativ lernen bedeutet, dass die Gruppe autonom arbeitet und Aufgaben eigenständig löst.“9

[...]


1 Vgl. hierzu Abbildung 1.

2 Vgl. Kapitel 2.

3 Im Verlauf der gesamten vorliegenden Arbeit ist bei Begriffen wie Lernender, Schüler oder Student

stets auch immer die feminine Form mit eingeschlossen.

4 Vgl. KRAPP, Andreas und WEIDENMANN, Bernd (Hrsg.): Pädagogische Psychologie. Ein Lehrbuch. Weinheim, Basel, 2006, S. 645.

5 Vgl. FRIEDRICH, Helmut F. und MANDL, Heinz: Analyse und Förderung selbstgesteuerten Lernens.

In: WEINERT, Franz E., BIRBAUMER, Niels und GRAUMANN, Carl F. (Hrsg.): Enzyklopädie der Psychologie. Band 4, Pädagogische Psychologie. Göttingen, 1997, S.262.

6 Vgl. FRIEDRICH und MANDL (1997), S.262.

7 Vgl. KRAPP und WEIDENMANN (2006), S. 644.

8 Simons (1992), S. 251, zit. nach KOPP, Brigitta und MANDL, Heinz: Selbst gesteuert kooperativ lernen mit neuen Medien (Praxisbericht 33). München: Ludwig-Maximilians-Universität, Department Psychologie, Institut für Pädagogische Psychologie. 2006, S. 4.

9 KOPP und MANDL (2006), S. 4.

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Selbstgesteuertes Lernen - Motivationale und emotionale Aspekte
Hochschule
Universität Mannheim  (Fakultät für Sozialwissenschaften, Lehrstuhl für pädagogische Psychologie )
Veranstaltung
Seminar: Lernen und Lehren mit Neuen Medien
Note
1,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
33
Katalognummer
V119440
ISBN (eBook)
9783640231478
Dateigröße
596 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstgesteuertes, Lernen, Motivationale, Aspekte, Seminar, Lehren, Neuen, Medien
Arbeit zitieren
Lutz Spitzner (Autor), 2008, Selbstgesteuertes Lernen - Motivationale und emotionale Aspekte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119440

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