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Der Transfer von Personalpraktiken in multinationalen Konzernen

am Einzelfallbeispiel eines Schweizer Logistikkonzerns und der deutschen Tochtergesellschaft

Titel: Der Transfer von Personalpraktiken in multinationalen Konzernen

Magisterarbeit , 2007 , 173 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Markus Pietsch (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie wird das Personalwesen durch einen nationalen Rahmen beeinflusst? In welchem
Ausmaß können Personalpraktiken innerhalb multinationaler Unternehmen1 (im
Weiteren als MNUs bezeichnet) in Abhängigkeit nationaler Rahmen in ausländische
Tochtergesellschaften übertragen werden? Inwieweit beeinflussen die Industriellen
Beziehungen2 die Personalentwicklung, die betriebliche Mitbestimmung und die
Entgeltsysteme innerhalb einer MNU sowie den Transfer dieser Personalpraktiken in
ausländische Tochtergesellschaften? Oder beeinflusst eine MNU den
grenzüberschreitenden Transfer durch die Unternehmensstruktur und -richtlinien, den
Transfer von Fach- und Führungskräften oder Bestpractice3 selber? Dieses sind nur
einige Fragen, die sich stellen, wenn man sich mit dem Transfer von Personalpraktiken
innerhalb von MNU beschäftigt. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Rahmen

2.1 Institutionelle Umwelt und Organisationen

2.1.1 Institutionen und ihre Elemente – Scotts Institutionenmodell

2.1.2 Der Einfluss von Institutionen auf Organisationen - Institutioneller Isomorphismus

2.1.2.1 Isomorphismus durch Zwang

2.1.2.2 Isomorphie durch mimetische Prozesse

2.1.2.3 Isomorphismus durch normativen Druck

2.1.3 Nationale Business Systeme - Charakteristika

2.1.3.1 Das Unternehmen im Business System

2.1.3.2 Marktbeziehungen zwischen Unternehmen

2.1.3.3 Innerorganisationale Koordination und Kontrolle

2.1.4 Institutioneller Kontext des Business System - Hintergrund und unmittelbare Institutionen

2.1.4.1 Gesellschaftliche Hintergrundinstitutionen

2.1.4.2 Unmittelbare Institutionen

2.1.5 Unterschiede von Business Systemen

2.2 Der Einfluss der Industriellen Beziehung auf das Personalwesen

2.3 MNU und institutionelle Umwelt

2.3.1 MNU und Isomorphie

2.3.2 MNU und Business Systeme

2.3.2.1 Ursprungslandeffekt

2.3.2.2 Gastlandeffekt

2.3.2.3 Lerneffekt

2.4 Industrielle Beziehungen, Personalpraktiken und Ursprungs- Gastland- Lerneffekt

2.5 Konklusion

3 Arbeitshypothesen zum institutionellen Einfluss auf den Transfer von Personalpraktiken

3.1 Einbettung oder Isolation von Schweizer bzw. deutschen MNU in das jeweilige Business System?

3.1.1 Unternehmens- und Personalverflechtung deutscher und Schweizer Unternehmen

3.2 Multinationalität des Schweizer und deutschen Business Systems

3.2.1 Durchdringung von MNU in das Schweizer bzw. deutsche Business System

3.2.2 Wie international sind Schweizer und deutsche Unternehmen?

3.3 Staatliche und gesetzliche Intervention in die Industrielle Beziehungen

3.3.1 Der Einfluss des Schweizer und deutschen Staates auf die jeweiligen Industriellen Beziehungen

3.3.2 Individuelles Arbeitsrecht

3.3.3 Tarifvertragsbeziehungen

3.3.4 Deutscher Betriebsrat und Schweizer Betriebskommission

3.3.5 Zusammenfassung

3.4 Arbeitshypothesen über den Ursprungsland-, Gastland- und Lerneffekt

3.4.1 Der Transfer von Ursprungslandpersonalpraktiken in deutschen und Schweizer MNU

3.4.2 Der Lerneffekt in deutschen und Schweizer MNU

4 Transfermechanismen

4.1 Unternehmens- und Personalrichtlinien

4.2 Führungskräftetransfer

4.3 Unternehmenskultur

4.4 Bestpractice

5 Untersuchungsdesign und -ergebnisse

5.1 Entwicklung der Fragestellung - Kriterien für die Datenerhebung

5.2 Erhebungsmethode

5.3 Form der Datenerhebung

5.4 Interviewleitfaden

5.5 Auswahl des MNUs und Kontaktaufnahme

5.6 Auswahl der Interviewpartner

5.7 Auswahl der Personalbereiche und Ausbildungssysteme

5.8 Ergebnisse der Untersuchung

5.8.1 Transfermechanismen in dem Schweizer MNU

5.8.2 Der Transfer Schweizer Ursprungslandpersonalpraktiken in die deutsche Tochtergesellschaft

5.8.2.1 Personalentwicklung und Personalentwicklungspolitik

5.8.2.2 Der Entgeltsysteme und -politik

5.8.2.3 Betriebliche Mitbestimmung

5.8.3 Lerneffekt

5.9 Zusammenfassung

6 Fazit

A Zusammenfassung der Interviews

A.1 Interview I: Schweizer Zentrale, Position: Vice Präsident Personal

A.2 Interview II: Schweizer Zentrale, Position: Personaladministration weltweit

A.3 Interview III: Schweizer Zentrale, Position: Personal Mitarbeitertransfer

A.4 Interview IV: Schweizer Zentrale: Position: Vice Präsident Personal Vertretung

A.5 Interview V: deutsche Tochtergesellschaft, Position: Vice Präsident Personal Deutschland

A.6 Interview VI: deutsche Tochtergesellschaft, Position: Personalleitung Hamburg

B Interviewleitfäden

B.1 Interviewleitfaden Schweizer Zentrale

B.2 Interviewleitfaden deutsche Tochtergesellschaft

B.3 Interviewleitfaden Schweizer Tochtergesellschaft

C Transkribtion der Interviews

C.1 Interview I: Schweizer Zentrale, Position: Vice Präsident Personal

C.2 Interview II: Schweizer Zentrale, Personaladministration weltweit

C.3 Interview III: Schweizer Zentrale, Position: Personal Mitarbeitertransfer

C.4 Interview IV: Schweizer Zentrale, Position: Vice Präsident Personal Vertretung

C.5 Interview V: Tochtergesellschaft Deutschland, Position: Vice Präsident Personal Deutschland

C.6 Interview VI: Tochtergesellschaft Deutschland, Position: Personalleitung Hamburg

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Transfer von Personalpraktiken innerhalb multinationaler Unternehmen (MNUs), speziell am Beispiel eines Schweizer Logistikkonzerns und dessen deutscher Tochtergesellschaft. Ziel ist es zu analysieren, inwieweit nationale institutionelle Rahmenbedingungen und Systeme der industriellen Beziehungen den Transfer von Praktiken fördern oder behindern und ob dabei Lerneffekte in der Zentrale auftreten.

  • Institutioneller Einfluss auf organisationale Strukturen und Praktiken
  • Vergleich der industriellen Beziehungen in Deutschland und der Schweiz
  • Ursprungsland-, Gastland- und Lerneffekte beim Praktikentransfer
  • Rolle von Transfermechanismen wie Richtlinien, Führungskräftetransfer und Bestpractice

Auszug aus dem Buch

2.1.2.2 Isomorphie durch mimetische Prozesse

Orientieren sich Organisationen bei der Gestaltung von Strukturen und Prozessen an anderen Organisationen, handelt es sich um Imitation (Walgenbach 1999: 334). Sie kopieren Strukturen und Prozesse von Organisationen, die ihnen als Vorbild dienen. Ein Beispiel hierfür sind Bestpractice, die von Organisationen typischer Weise in Situationen der Unsicherheit übernommen werden (DiMaggio/ Powell 1983: 150; Hasse/ Krücken 1999: 17). In einem Umfeld heterogener Umwelterwartungen und mangelnder Problemlösungsmethoden orientieren sich Organisationen verstärkt an ihren Konkurrenten innerhalb ihrer organisationalen Felder (Hasse/ Krücken 1999: 16). Die Adaption externer Lösungstechniken innerhalb des organisationalen Feldes bietet den Akteuren eine kostengünstige und risokoaverse Form der Problemlösung (Walgenbach 2000: 41). Je größer die Umweltunsicherheit und je undefinierter die Organisationsziele sind, desto eher orientieren sich Organisationen an erfolgreichen Organisationen (Scott 1995: 47). DiMaggio/ Powell (1983: 153) nennen diesen Zusammenhang „Modeling", d.h. Akteure kopieren die modellhaften Praktiken erfolgreicher und legitimer Organisationen. Die Übernahme von Bestpractice bzw. modellhaften Praktiken hat zugleich einen symbolischen Charakter. Die Übernahme erhöht die gesellschaftliche Legitimität. Organisationen können beispielsweise durch die Übernahme allgemein anerkannter Arbeitsbedingungen demonstrieren, dass die Arbeitsbedingungen innerhalb ihrer Organisation verbessert werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Problemstellung und Forschungsinteresse bezüglich des Transfers von Personalpraktiken in MNUs werden skizziert.

2 Theoretischer Rahmen: Darstellung der neoinstitutionalistischen Theorie sowie des Business-System-Ansatzes zur Erklärung organisationaler Anpassung.

3 Arbeitshypothesen zum institutionellen Einfluss auf den Transfer von Personalpraktiken: Herleitung von Hypothesen zur Einbettung von MNUs und den Einflüssen von Staat und industriellen Beziehungen.

4 Transfermechanismen: Erläuterung von Instrumenten wie Richtlinien, Personalaustausch und Bestpractice als Vehikel für den Wissenstransfer.

5 Untersuchungsdesign und -ergebnisse: Beschreibung der qualitativen Methodik sowie Präsentation der Erkenntnisse aus den Experteninterviews.

6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse.

Schlüsselwörter

Multinationale Unternehmen, MNU, Personalpraktiken, Ursprungslandeffekt, Gastlandeffekt, Lerneffekt, Institutioneller Isomorphismus, Industrielle Beziehungen, Business System, Transfermechanismen, Bestpractice, Mitbestimmung, Deutschland, Schweiz, Personalmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht den Transfer von Personalpraktiken innerhalb multinationaler Unternehmen, wobei sie den Fokus auf das Zusammenspiel zwischen Konzernzentrale und Tochtergesellschaften im Kontext unterschiedlicher nationaler institutioneller Rahmenbedingungen legt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die institutionelle Einbettung von Unternehmen in nationale Business-Systeme, das Management der industriellen Beziehungen und die Wirksamkeit verschiedener Transfermechanismen wie Unternehmensrichtlinien oder Bestpractice.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Neigung und Fähigkeit von Unternehmen zu analysieren, ihre im Ursprungsland geformten Praktiken in ausländische Einheiten zu übertragen und zu prüfen, inwieweit dies durch nationale Regulierungen (Gastlandeffekte) beeinflusst wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf einer explorativen Einzelfallstudie inklusive leitfadengestützter Experteninterviews mit Führungskräften der Konzernzentrale und der Tochtergesellschaft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Teil zur neoinstitutionalistischen Forschung sowie in einen empirischen Teil, in dem die gewonnenen Interviewdaten hinsichtlich der Transferprozesse und Lerneffekte ausgewertet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem der Ursprungslandeffekt, der Gastlandeffekt, der Lerneffekt, institutionelle Isomorphie und der Einfluss nationaler industrieller Beziehungen.

Welche Rolle spielt die Schweiz im Vergleich zu Deutschland?

Die Schweiz wird als Fallbeispiel für eine international ausgerichtete Zentrale genutzt, während Deutschland als Gastland mit stärker regulierten, beschränkenden industriellen Beziehungen und ausgeprägter betrieblicher Mitbestimmung dient.

Was wurde zum Lerneffekt herausgefunden?

Die Untersuchung zeigt, dass der Lerneffekt in dem betrachteten Fall weniger durch institutionalisierten Wissenstransfer als durch informelle Netzwerke und die aktive Einbeziehung von Führungskräften aus den Tochtergesellschaften in zentrale Entscheidungsprozesse erfolgt.

Ende der Leseprobe aus 173 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Transfer von Personalpraktiken in multinationalen Konzernen
Untertitel
am Einzelfallbeispiel eines Schweizer Logistikkonzerns und der deutschen Tochtergesellschaft
Hochschule
Universität Hamburg
Note
2,3
Autor
Markus Pietsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
173
Katalognummer
V119453
ISBN (eBook)
9783640226344
ISBN (Buch)
9783640227662
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transfer Personalpraktiken Konzernen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Pietsch (Autor:in), 2007, Der Transfer von Personalpraktiken in multinationalen Konzernen , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119453
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Leseprobe aus  173  Seiten
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