Menschenrechte und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit. Ein aktueller Diskurs


Hausarbeit, 2019

9 Seiten, Note: 1

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichtliche Entwicklung des heutigen Menschenrechtsverständnisses

3. Menschenrechte beruhen auf Menschenwürde

4. Die Bedeutung der Menschenrechte für die Soziale Arbeit in Bezug auf das Gerechtigkeitskonzept von Silvia Staub-Bernasconi

5. Der aktuelle Stellenwert und die Wahrung der Menschrechte in der Sozialen Arbeit

6. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Menschenrechte schützen die Würde des Menschen und sind unveräußerlich und unteilbar (vgl. Mührel/ Röh, 2013: 92). Die Entwicklung der Menschenrechtsidee rührt vor allem aus unvorstellbarem menschlichen „Leiden, Not und Unrechtserfahrungen aufgrund von meist kulturell legitimierten Ungerechtigkeitsordnungen und Herrschaftsverhältnissen (Sklaverei, Inquisition, Ausbeutung, Krieg, königliche Despotie u.a.m.)“ (Staub-Bernasconi, 2006: 7). Auch heute sind Menschenrechte ein wichtiger Bestandteil moralischer, sowie politischer und internationaler Diskussionen und Argumentationen, wobei eine verbindliche Verwirklichung in vielen Bereichen noch aussteht. Auch die Soziale Arbeit orientiert sich an den Menschenrechten und wird von führenden Vertretern der Wissenschaft der Sozialen Arbeit als eine Menschenrechtsprofession bezeichnet (vgl. Mührel/ Röh, 2013: 89).

Diese Arbeit beschäftigt sich zunächst mit der geschichtlichen Entwicklung des heutigen Menschenrechtsverständnisses. Anschließend wird der Zusammenhang zwischen den Menschenrechten und der Würde des Menschen erläutert. Im nachfolgenden Kapitel wird die Bedeutung der Menschenrechte für die Soziale Arbeit in Bezug auf das Gerechtigkeitskonzept von Silvia Staub- Bernasconi behandelt und zum Ende dieser Arbeit werden zwei Texte, die sich auf die Menschenrechte in der Sozialen Arbeit beziehen, miteinander verglichen und auf Aktualität hin geprüft.

2. Geschichtliche Entwicklung des heutigen Menschenrechtsverständnisses

Die Menschenrechte regen seit Mitte des neunzehnten Jahrhunderts eingehende Diskurse in Hinsicht auf ihrer Bedeutung für die Theorie und Praxis Sozialer Arbeit an. Die Thematik um die Menschenrechte ist heutzutage in zahlreichen internationalen, sowie nationalen und politischen Diskursen vertreten und hat eine tiefgreifende Bedeutung für viele Lebensbereiche. Dabei hat die Entstehung der Menschenrechte eine lange Geschichte, in der insbesondere die Menschenwürde einen wichtigen Bezugspunkt darstellt.

Nach dem politischen Philosophen Norberto Bobbio, lässt sich die Entwicklung der Menschenrechte in drei Entwicklungsphasen einteilen. In der ersten Phase der Entwicklung tauchen Menschenrechte in den Ideen antiker Philosophen, insbesondere der philosophischen Schule Stoa, die 300 v. Chr. gegründet wurde, auf (vgl. Mührel/ Röh, 2013: 90). Eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Schule ist, dass die Vernunft des Menschen „der Schlüssel des Zusammenlebens und der friedlichen Koexistenz der Menschheit, (…) über die Grenzen der Völker hinweg“ (Mührel/ Röh, 2013: 91) darstellt. 1500 Jahre später entwickelt sich aus dieser Idee, das Naturrecht des Menschen auf Freiheit und Recht, das als grundlegender Wert Einfluss auf die zukünftige Gesetzgebung nimmt (vgl. ebd.).

Daran schließt sich, nach Bobbio, die zweite Phase der Entwicklung der Menschenrechte. In dieser Phase stellen die Menschenrechte den Ausgangspunkt des Rechtssystems dar. Zunächst sind diese modernen Rechtssysteme jedoch auf wenige Staaten und ihre Bürger begrenzt, so dass sie als Bürgerrechte bezeichnet werden (vgl. ebd.).

An die zweite Phase schließt sich die dritte Phase der Entwicklung der Menschenrechte an, die 1948 mit der Erklärung der Menschenrechte beginnt. Die Bürgerrechte weiten sich zu universalen Menschenrechten aus. Die Rechte eines jeden Weltbürgers sind somit beschrieben, es bleibt jedoch offen, wer sie auch über alle Staatsgrenzen hinweg umsetzt. Es wurden dafür bereits Instanzen, wie 1954 der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und 1993 der Internationale Gerichtshof für Kriegsverbrecher in Den Haag, gegründet. Dennoch wirken diese Instanzen angesichts einzelner Staaten, dessen Regierungen willkürlich und menschenrechtsverletzend handeln, machtlos. Die Menschenrechte, als unbedingtes, einklagbares Recht eines jeden Weltbürgers, bleiben „ein Ziel, das eventuell am Ende der von Bobbio beschriebenen dritten Phase erreicht werden mag“ (Mührel/ Röh, 2013: 92). Somit ist die Entwicklung der Realisierung der Menschrechte noch nicht abgeschlossen.

3. Menschenrechte beruhen auf Menschenwürde

In der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die 1948 verfasst wurde, ist schon zu Beginn die Würde des Menschen erwähnt, die in direktem und untrennbarem Zusammenhang mit den Menschenrechten steht. Der Begriff der Menschenwürde hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen meint er, den Wert eines Menschen, den er durch seinen Gegenwert für die Gesellschaft erlangt. Diese Bedeutung der Würde bezeichnet den äußeren Wert des Menschen für die Gesellschaft, der an Bedingungen geknüpft ist (vgl. Mührel/ Röh, 2013: 94). Die zweite Bedeutung des Begriffs der Menschenwürde bezieht sich auf den inneren Wert des Menschen, der an keinerlei Bedingung geknüpft ist und unabhängig zum äußeren Wert für die Gesellschaft besteht (vgl. ebd.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Menschenrechte und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit. Ein aktueller Diskurs
Hochschule
Alice-Salomon Hochschule Berlin
Note
1
Jahr
2019
Seiten
9
Katalognummer
V1194567
Sprache
Deutsch
Schlagworte
menschenrechte, bedeutung, soziale, arbeit, diskurs
Arbeit zitieren
Anonym, 2019, Menschenrechte und ihre Bedeutung für die Soziale Arbeit. Ein aktueller Diskurs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1194567

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