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Die Perspektive ehemaliger Kandidaten von Castingshows. Die Bedeutung der Teilnahme für die Identitätsentwicklung

Title: Die Perspektive ehemaliger Kandidaten von Castingshows. Die Bedeutung der Teilnahme für die Identitätsentwicklung

Presentation (Elaboration) , 2017 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Özge Sakalar (Author)

Social Work
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Die vorliegende Arbeit stellt eine Referatsausarbeitung dar. Das Referat wurde im Rahmen des Seminars "Die Bedeutung von Castingshows für die Lebensphase Kindheit und Jugend" am 22.11.2016 gehalten. Zur Annäherung an die vorgegebene Thematik, Castingshows aus der Perspektive von ehemaligen Kandidatinnen und Kandidaten zu beleuchten, werden empirische Befunde herangezogen. Musik-Castingshows sind seit dem Jahr 2000 ein fester Bestandteil der deutschen Fernsehlandschaft und werden zukünftig – in angesichts der zunehmenden Digitalisierung – nicht an Bedeutung verlieren. Die Referenzliteratur "Sprungbrett oder Krise? – Das Erlebnis Castingshow-Teilnahme" beschreibt demnach eine Studie, die insbesondere der Frage nachgeht, ob die Teilnehmenden einer Castingshow diese als eine persönliche Aufstiegschance wahrnehmen oder ob die Teilnahme in einen Zustand mündet, in dem psychische Schäden vorauszusehen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Methode und das humanistische Menschenbild

3. Die Bedeutung der Castingshow-Teilnahme für die Identitätsentwicklung

3.1 (Sieben) Typen der Verarbeitung

3.2 Krisenpotenziale

3.3 Empfehlungen

4. Schlussteil

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Basis empirischer Studien die Auswirkungen einer Castingshow-Teilnahme auf die Identitätsentwicklung ehemaliger Kandidatinnen und Kandidaten. Dabei steht insbesondere die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob die Teilnahme als persönliche Aufstiegschance wahrgenommen wird oder ob sie in psychische Belastungen und Krisen mündet.

  • Analyse verschiedener Verarbeitungsmuster ehemaliger Castingshow-Teilnehmender
  • Identifikation spezifischer Krisenpotenziale während und nach der Teilnahme
  • Untersuchung des Spannungsverhältnisses zwischen Medieninszenierung und Selbstbild
  • Entwicklung von Empfehlungen für einen verantwortungsvolleren Umgang des Mediensystems mit jungen Teilnehmenden

Auszug aus dem Buch

3.1 (Sieben) Typen der Verarbeitung

Typ 1 beschreibt die professionellen Musiker_innen, welche die Castingshow-Teilnahme als Chance bzw. als „[…] Sprungbrett“ (ebd.: 103, Hervorheb. im Original) nutzen. Das Sich-Präsentieren und die dadurch erlangte Bekanntheit sind von ca. einem Drittel der Befragten ausgenutzt worden. Die Teilnahme wird im Nachhinein als ein Erlebnis gedeutet, an dem sie gewachsen sind, was durch die Aussage einer Kandidatin bewiesen wird: „Ich bin erwachsener geworden – mein Leben hat sich seither total verändert!“ (Woszczek, zit. n. ebd.: 103, Hervorheb. im Original). Der Prototyp Behnam Moghaddam zeigt durch die späteren Interpretationen seines musikalischen und menschlichen Lerngewinns die Fähigkeit zum produktiven Umgang mit gewissen Herausforderungen und damit schließlich die Kompetenz zur „[…] ‚professionellen Selbstpositionierung‘ […]“ (ebd.: 107).

Die Teilnahme wird von denjenigen ebenso als positiv und als Chance für die Identitätsentwicklung wahrgenommen, die dem Typ der „Neuentdeckung“ (ebd.: 108) (Typ 2) zugerechnet werden. Dieser lässt sich in zwei weitere Erscheinungsmuster differenzieren. Während einige Kandidat_innen die durch die Teilnahme gewonnene musikalische Bereicherung betonen, befinden sich andere noch nach der Show im Verarbeitungsprozess. Ersteres Muster zeigt, dass trotz vieler Herausforderungen auf der Bühne, das Selbst in der Lage ist, diese in seine Identität zu integrieren und sich somit der Weg zur gesunden Identität ebnet. Der Prototyp Johannes Enns hebt dabei die erlangte Reife „[…] im Umgang mit Medien […]“ (ebd.: 109, Hervorheb. im Original) hervor. Ebenso scheint er die Absichten des Systems Castingshow erkannt zu haben, weil er von einer Vermarktung als Objekt spricht und von den Juror_innen mehr Fokus auf den Gesang fordert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung bettet die Arbeit in den Kontext des Seminars ein, erläutert die Relevanz des Themas Castingshows und umreißt die methodische Herangehensweise sowie die Zielsetzung der Untersuchung.

2. Die Methode und das humanistische Menschenbild: Dieses Kapitel erläutert das Forschungsdesign, welches auf einer qualitativen Studie mittels Onlinefragebögen basiert, und verknüpft die empirische Datenerhebung mit dem theoretischen Ansatz des humanistischen Menschenbildes nach Carl Rogers.

3. Die Bedeutung der Castingshow-Teilnahme für die Identitätsentwicklung: Der Hauptteil analysiert die Auswirkungen der Show-Teilnahme auf das Selbstbild, identifiziert sieben unterschiedliche Verarbeitungstypen der Kandidatinnen und Kandidaten und leitet daraus notwendige Empfehlungen für die Praxis ab.

4. Schlussteil: Das abschließende Kapitel fasst die Studienergebnisse zusammen, reflektiert kritisch die Repräsentativität der Untersuchung und diskutiert das Spannungsfeld zwischen medienökonomischen Interessen und erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen.

Schlüsselwörter

Castingshow, Identitätsentwicklung, Identitätskrisen, Medieninszenierung, Performatives Reality TV, Verarbeitungsmuster, Selbstbild, Krisenpotenziale, Jugendmedienschutz, Medienkompetenz, qualitative Forschung, psychische Belastung, DSDS, Selbstverwirklichung, Fremdbild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen und identitätsbezogenen Folgen, die eine Teilnahme an Musik-Castingshows für junge Menschen haben kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Wahrnehmung der eigenen Inszenierung durch das Mediensystem, die Auswirkungen von Typisierungen durch Jury und Produktion sowie Strategien zur Verarbeitung dieser Erlebnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob die Teilnahme an Castingshows als Chance für die persönliche Entwicklung begriffen wird oder zu kritischen Krisen und psychischen Belastungen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Auswertung von Onlinefragebögen, in denen ehemalige Kandidatinnen und Kandidaten ihre subjektive Wahrnehmung der Teilnahme reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Typisierung der Kandidaten (sieben verschiedene Verarbeitungsmuster), die Analyse spezifischer Krisenpotenziale wie physische Belastung oder parasoziale Interaktion sowie daraus resultierende Handlungsempfehlungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Castingshow, Identitätsentwicklung, Krisenpotenziale, Medieninszenierung, Selbstbild und Medienkompetenz.

Wie unterscheidet sich die mediale Inszenierung von der Realität der Kandidaten?

Das Mediensystem nutzt medientechnische Aspekte wie Schnitt, Ton und Kameraperspektive, um Kandidaten in bestimmte Rollen zu zwingen, die oft nicht mit deren Selbstbild übereinstimmen und so Dissonanzen erzeugen.

Welche Empfehlungen geben die Autorinnen für die Praxis?

Es wird gefordert, den Selektionsprozess respektvoller zu gestalten, jugendliche Teilnehmende besser rechtlich zu schützen und eine psychologische Begleitung durch Supervisionen zu etablieren.

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Details

Title
Die Perspektive ehemaliger Kandidaten von Castingshows. Die Bedeutung der Teilnahme für die Identitätsentwicklung
Grade
1,0
Author
Özge Sakalar (Author)
Publication Year
2017
Pages
17
Catalog Number
V1194634
ISBN (PDF)
9783346639622
ISBN (Book)
9783346639639
Language
German
Tags
Identitätsentwicklung Identität Castingshows
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Özge Sakalar (Author), 2017, Die Perspektive ehemaliger Kandidaten von Castingshows. Die Bedeutung der Teilnahme für die Identitätsentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1194634
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