Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Geography / Earth Science - Cartography, Geographic Information Science and Geodesy

Karteninterpretation: Blatt L 8524, Lindau (Bodensee)

Title: Karteninterpretation: Blatt L 8524, Lindau (Bodensee)

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Doreen Flegel (Author)

Geography / Earth Science - Cartography, Geographic Information Science and Geodesy
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

1. Einordnung und Gliederung des Kartenblattes

Die vorliegende topographische Karte L 8524 zeigt in einem Maßstab von 1:50.000 Lindau (Bodensee). Das Kartenblatt zeigt den Ausschnitt mit den Rechtswerten von 35 50 bis 35 76 und den Hochwerten von 52 51 bis 52 74. Die topographische Karte wurde 1988 vom Bayerischen Landesvermessungsamt München herausgegeben. Im Norden schließt sich das Blatt L 8324 Wangen im Allgäu, im Osten das Blatt L 8526 Immenstadt im Allgäu und im Westen das Blatt L 8522 Kressbronn am Bodensee an. Eine Besonderheit des Kartenblattes besteht darin, dass es sowohl Süddeutschland als auch Österreich zuzuordnen ist, wobei sich die Staatsgrenze im nördlichen Teil des Kartenausschnittes befindet. Der in Deutschland liegende Teil zeigt den süd-südwestlichen Ausschnitt des Bundeslandes Bayern mit der Stadt Lindau, während der südliche Bereich dem österreichischen Bundesland Vorarlberg zuzuordnen ist. Die westlich verlaufende Staatsgrenze teilt den Bodensee in einen nördlichen deutschen und einen südlichen österreichischen Teil.
Die topographische Karte zeigt einen Ausschnitt des Bodenseebeckens; außerdem das südlich gelegene Rheintal und im östlichen Teil das Alpenvorland mit dem westlichen Allgäu. Im Süden befindet sich der Bregenzer Wald, der sich bis zum Alpenrand erstreckt; allerdings wird dieser auf dem vorliegenden Kartenblatt nicht mehr abgebildet.
Das Alpenvorland zeigt hier Höhen von 319m ü NN bis 1741m ü NN und stellt den Anschluss an die Süddeutsche Schichtstufenlandschaft dar. Wir haben es daher vor allem mit geologischen Vorgängen des Tertiärs und der Eiszeiten sowie der Alpenauffaltung zu tun.
Dementsprechend wurde das Kartenblatt in vier Teilräume gegliedert:

Legende
1. Östliches Bodenseebecken
2. Vorarlberger Rheintal
3. Westliches Allgäuer Alpenvorland
4. Bregenzer Wald

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einordnung und Gliederung des Kartenblattes

2. Interpretation der Teilräume

2.1 Östliches Bodenseebecken (Teilraum 1)

2.1.1 Topographie

2.1.2 Hydrographie

2.1.3 Tieferer Untergrund

2.1.4 Boden

2.1.5 Vegetation

2.2 Vorarlberger Rheintal (Teilraum 2)

2.2.1 Topographie

2.2.2 Hydrographie

2.2.3 Tieferer Untergrund

2.2.4 Boden

2.2.5 Vegetation

2.3 Westliches Allgäuer Alpenvorland (Teilraum 3)

2.3.1 Topographie

2.3.2 Hydrographie

2.3.3 Tieferer Untergrund

2.3.4 Boden

2.3.5 Vegetation

2.4 Bregenzer Wald (Teilraum 4)

2.4.1 Topographie

2.4.2 Hydrographie

2.4.3 Tieferer Untergrund

2.4.4 Boden

2.4.5 Vegetation

3. Siedlungsgeographie

4. Synthese

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das topographische Kartenblatt L 8524 (Lindau am Bodensee) einer detaillierten geographischen Interpretation zu unterziehen, um die naturräumliche Gliederung sowie die siedlungsgeographischen Strukturen des Raumes zu erschließen.

  • Analyse der naturräumlichen Gliederung in vier spezifische Teilräume.
  • Untersuchung der geomorphologischen und hydrologischen Beschaffenheit der Region.
  • Auswertung von Bodenbeschaffenheit und Vegetationsformen als Indikatoren für den Naturraum.
  • Interpretation der Siedlungsentwicklung und der siedlungsgeographischen Prägungen durch Ortsnamenkunde.
  • Erfassung der verkehrsgeographischen Erschließung und touristischen Bedeutung des Gebietes.

Auszug aus dem Buch

2.1.3 Tieferer Untergrund

Der Bodensee ist ein eiszeitlich geprägter Zungenbeckensee, der während der Riss- und Würm-Eiszeit durch tektonische Vorgänge entstanden ist und anschließend vom Rheingletscher ausgeschürft wurde. Der Rückzug des Gletschers führte zur Verfüllung des ausgeschürften Bodenseebeckens mit Wasser, was heute darauf schließen lässt, dass auf dessen Grund vor allem pleistozäne Schotter zu finden sind. Weitere Hinterlassenschaften der Vereisung sind hügelige Jungmoränen, Drumlins (zum Beispiel der Hoyerberg bei R 35 51, H 52 70 und westlich von Schönau bei R 35 52, H 52 71) und die Niederterrassenschotter im nördlichen Bereich des Bodensees. Anhand des Reliefs kann man allerdings erkennen, dass die Materialhügel der Jungmoränenlandschaft nur relativ flach und verhältnismäßig sanft ausgebildet sind.

Aufgrund der zahlreichen Gewässer haben wir es hier mit einem undurchlässigen Untergrund zu tun, dessen Kiese sich nahe an der Oberfläche befinden. Daher treten auf den westlichen und östlichen Randgebieten der Hohlform nördlich des Bodensees tertiäre Gesteinsformationen wie Molasse und Konglomerate (Nagelfluh) auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einordnung und Gliederung des Kartenblattes: Das Kapitel führt in das Kartenblatt L 8524 ein, beschreibt dessen räumliche Lage an der Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich und gliedert den Ausschnitt in vier naturräumliche Teilräume.

2. Interpretation der Teilräume: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der vier Teilräume hinsichtlich ihrer Topographie, Hydrographie, Geologie, Bodenbeschaffenheit und Vegetation.

3. Siedlungsgeographie: Dieses Kapitel untersucht die Dichte und Art der Besiedlung sowie die historische Entwicklung durch Siedlungsnamen und infrastrukturgeographische Gegebenheiten.

4. Synthese: Die Zusammenführung der Ergebnisse verdeutlicht das Zusammenspiel von Alpenauffaltung, eiszeitlicher Formung und menschlicher Nutzung des Raumes im Bereich des Bodensees.

Schlüsselwörter

Bodensee, Lindau, Vorarlberg, Alpenvorland, Geomorphologie, Jungmoränenlandschaft, Hydrographie, Siedlungsgeographie, Molasse, Nagelfluh, Topographische Karte, Bregenzer Wald, Rheintal, Eiszeit, Landnutzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine geographische Interpretation des topographischen Kartenblattes L 8524 (Lindau am Bodensee) und analysiert dessen naturräumliche und siedlungsgeographische Merkmale.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der naturräumlichen Gliederung, den geologischen Entstehungsprozessen, der Gewässernetzstruktur sowie der historischen und aktuellen Siedlungsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen physisch-geographischen Bedingungen des Untersuchungsraumes zu erfassen und zu erklären, wie diese die Siedlungsstruktur und Flächennutzung beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kartenbasierte Analyse angewendet, bei der topographische Merkmale (Isohypsen, Gewässernetz) und Ortsnamen interpretiert werden, um auf geologische Untergründe und historische Besiedlungsmuster zu schließen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Untersuchungsraum in vier Teilbereiche (Bodenseebecken, Rheintal, Allgäuer Alpenvorland, Bregenzer Wald) und analysiert diese jeweils hinsichtlich ihrer Geologie, Bodenkunde und Vegetation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bodensee, Alpenvorland, Jungmoränenlandschaft, Siedlungsgeographie und Molasse.

Wie lässt sich die Siedlungsentwicklung anhand der Karte ablesen?

Die Arbeit leitet Siedlungszeiträume aus spezifischen Ortsnamenendungen ab, wie etwa "-weiler" für die karolingische Ausbauperiode oder "-ried" und "-reute" für Gebiete, die durch Rodung erschlossen wurden.

Warum ist das Verkehrsnetz in diesem Gebiet so ausgeprägt?

Das Verkehrsnetz ist eine Anpassung an die naturräumlichen Gegebenheiten, insbesondere die Streichrichtung der Gebirgszüge, wobei Autobahnen, Bahnlinien und Seilbahnen das Gelände erschließen.

Welche geologische Rolle spielt der Rheingletscher für die heutige Landschaft?

Der Rheingletscher war maßgeblich für die Ausschürfung des Bodenseebeckens und die Ablagerung von Jungmoränen und Schottern verantwortlich, die das heutige Relief und die Bodenverhältnisse prägen.

Excerpt out of 16 pages  - scroll top

Details

Title
Karteninterpretation: Blatt L 8524, Lindau (Bodensee)
College
University of Trier  (Universität)
Course
Interpretation topographischer Karten
Grade
2,0
Author
Doreen Flegel (Author)
Publication Year
2008
Pages
16
Catalog Number
V119486
ISBN (eBook)
9783640226368
Language
German
Tags
Karteninterpretation Blatt Lindau Interpretation Karten Topographische Karte Blatt L 8524 Bodensee TK L8524
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doreen Flegel (Author), 2008, Karteninterpretation: Blatt L 8524, Lindau (Bodensee), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/119486
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint