In dieser Einsendeaufgabe geht es um das Berufsfeld der Weiterbildung. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Lernen und Bildung aufgezeigt und herausgearbeitet, welche Themen die Persönlichkeit prägen. Zudem werden die Fragen geklärt, ob sich geschlechtsspezifische Lernstile unterscheiden lassen und inwiefern Lernen im Erwachsenenalter ein „innerer Monolog“ ist. Abschließend werden Beispiele für die Lernstile nach David Kolb vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
Einsendeaufgabe 1: Anekdote des Ballonfahrers aus konstruktivistischer Sicht
Einsendeaufgabe 2: Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Lernen und Bildung
Einsendeaufgabe 3: Prägung der Persönlichkeit
Einsendeaufgabe 4: Geschlechtsspezifische Lernstile
Einsendeaufgabe 5: Lernen im Erwachsenenalter als „innerer Monolog“
Einsendeaufgabe 6: Lernstile nach D. Kolb.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich grundlegend mit den theoretischen Fundamenten der Erwachsenenbildung auseinander, wobei der Fokus auf der konstruktivistischen Perspektive auf Lernprozesse, der Differenzierung zwischen Lernen und Bildung sowie der Entwicklung von Persönlichkeit und geschlechtsspezifischen Lernstilen liegt.
- Konstruktivistische Erkenntnistheorie und ihre Bedeutung für Lernprozesse
- Konzeptionelle Abgrenzung und Zusammenhänge von Lernen und Bildung
- Einflussfaktoren der Persönlichkeitsentwicklung auf das lebenslange Lernen
- Analyse geschlechtsspezifischer Differenzen in Lernstilen und Weiterbildung
- Anwendung des Lernstil-Modells nach D. Kolb auf praktische Lehr-Lern-Szenarien
Auszug aus dem Buch
Lernen im Erwachsenenalter als „innerer Monolog“
Bei erwachsenen Menschen handelt es sich um autonome Subjekte mit einer selbstgesteuerten und reflektierenden Lebensführung. Sie sind Konstrukte aus Deutungs- und Emotionsmustern, die ihre Identität bilden. Diese Deutungs- und Emotionsmuster wurden durch Lebenserfahrungen und soziale Kontakte über ihre Biographie ausgebildet. (vgl. Siebert 2015: Studienbrief EB0330, S. 5 f.)
Die Erwachsenen nehmen die Umweltveränderungen durch ihre Sinne und ihre Erfahrungen wahr. Sie bilden sich ihr individuelles Konstrukt. Ihr Gehirn prüft, ob diese Wahrnehmungen mit den bisher eingespurten Deutungs- und Emotionsmustern vereinbar sind und plausibel erscheinen. Wenn das Neue dabei besonders viele Anschlussmöglichkeiten zu schon Vorhandenem findet, also in das Weltbild des Erwachsenen passt, verläuft der Lernprozess, so geht man davon aus, schneller. (vgl. ebd., S. 5 f.) Wie durch die Hirnforschung begründet, kommuniziert „das Gehirn als geschlossenes System […] vorwiegend mit sich selbst, sodass Lernen prinzipiell selbst gesteuert ist.“ (ebd., S. 7)
„Die Kindheit hinterlässt „Spuren“; es bilden sich relativ früh sensorische und mentale „Strukturen“, die das Lernen im Lebenslauf prägen.“ (Bloß o.D.)
Im Erwachsenenalter verfügen die Subjekte über mehr Deutungsmuster und vernetzte Nervenzellen innerhalb des Gehirns. Diese sind noch stärker verknüpft und ausdifferenzierter, wodurch man als Erwachsener anders lernt als im Kindheits- und Jugendalter. (vgl. Siebert 2015: Studienbrief EB0330, S. 6 ff.)
Zusammenfassung der Kapitel
Einsendeaufgabe 1: Anekdote des Ballonfahrers aus konstruktivistischer Sicht: Dieses Kapitel erläutert anhand einer Fallstudie, dass Realität individuell durch kognitive und emotionale Deutungsmuster konstruiert wird.
Einsendeaufgabe 2: Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Lernen und Bildung: Hier werden die Begriffe Lernen als aktiver Prozess und Bildung als übergeordneter Entwurf der Persönlichkeitsentwicklung voneinander abgegrenzt.
Einsendeaufgabe 3: Prägung der Persönlichkeit: Dieses Kapitel untersucht, wie Identität, Charakter und soziale Erfahrungen das Lernverhalten und die Lernmotivation eines Individuums beeinflussen.
Einsendeaufgabe 4: Geschlechtsspezifische Lernstile: Es erfolgt eine Analyse potenzieller Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Lernstrategien und Teilnahmemotivation an Weiterbildungsangeboten.
Einsendeaufgabe 5: Lernen im Erwachsenenalter als „innerer Monolog“: Dieses Kapitel begründet aus hirnphysiologischer Sicht, warum Lernprozesse stets selbstgesteuert sind und auf biographischen Vorprägungen basieren.
Einsendeaufgabe 6: Lernstile nach D. Kolb.: Hier werden die vier Lernstiltypen nach Kolb vorgestellt und deren Relevanz für verschiedene Tätigkeitsfelder und Lernumgebungen diskutiert.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Konstruktivismus, Lernprozess, Bildung, Persönlichkeitsentwicklung, Deutungsmuster, Lebenslanges Lernen, Lernstile, David Kolb, Selbststeuerung, Kognition, Emotion, Identität, Sozialisation, Weiterbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit grundlegenden theoretischen Aspekten der Erwachsenenpädagogik, insbesondere mit der Art und Weise, wie Erwachsene lernen und sich entwickeln.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der Konstruktivismus, die begriffliche Differenzierung von Lernen und Bildung, die Rolle der Persönlichkeit sowie die Analyse von Lernstilen und geschlechtsspezifischen Unterschieden.
Was ist das primäre Ziel der Ausführungen?
Ziel ist es, die theoretischen Konzepte der Erwachsenenbildung zu erläutern und ihre praktische Relevanz für das Verständnis individueller Lernprozesse zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung auf Basis fachspezifischer Studienbriefe und erziehungswissenschaftlicher Literatur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aufgabenstellungen, die Themen wie die konstruktivistische Sichtweise, Persönlichkeitsprägung, Geschlechterrollen beim Lernen und Modelle wie den Lernkreislauf nach Kolb abdecken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Konstruktivismus, Erwachsenenbildung, Deutungsmuster, Selbststeuerung und Lernstile.
Was bedeutet das Konzept des „inneren Monologs“ im Kontext des Lernens?
Es beschreibt, dass das Gehirn Informationen als geschlossenes System nach eigener Logik verarbeitet, weshalb Lernen prinzipiell ein selbstgesteuerter, interner Prozess ist.
Wie unterscheiden sich die Lernstiltypen nach Kolb in der Praxis?
Sie unterscheiden sich in der bevorzugten Art der Informationsaufnahme und -verarbeitung, etwa durch Experimentieren, abstraktes Konzipieren oder konkrete Erfahrung, was sich in unterschiedlichen Berufsfeldern widerspiegelt.
- Quote paper
- Vanessa Gisch (Author), 2019, Lernen und Bildung im Erwachsenenalter. Lernstile nach David Kolb, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195043