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Die Liberale Eugenik am Beispiel von Keimbahneingriffen. Kann Sie im Verständnis des Transhumanismus zu einem guten Leben beitragen?

Titel: Die Liberale Eugenik am Beispiel von Keimbahneingriffen. Kann Sie im Verständnis des Transhumanismus zu einem guten Leben beitragen?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 27 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: David Renz (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Die immer rasanter werdende biotechnologische Entwicklung und die daraus folgenden neuen Methoden erwecken den Anschein, dass gentechnisch bald alles möglich sei – Szenarien von Dystopien bzw. Utopien, die bei vielen Angst, und bei einigen Hoffnung auslöst. Speziell die Transhumanist*innen könnten solch einen Fortschritt propagieren, da erst damit – zukünftig – ein gutes Leben möglich sei. Aber können diese Utopien überhaupt einen Beitrag zu einem guten Leben leisten?

Diesem möglichen Horizont der Transhumanist*innen soll hier nachgegangen werden. Hierfür wird zunächst in Kapitel zwei der eigentliche in Raum, aus dem die Utopien stammen, also die sogenannte liberale Eugenik, näher betrachtet. Daraufhin soll eine spezielle Utopie – die auf Eingriffen in die Keimbahn basiert – in ihren Risiken und ihrem Potenzial in Kapitel drei analysiert werden. Den Abschluss bilden dann eine Reflexion in Kapitel vier und die Beantwortung der Ausgangsfrage in Kapitel fünf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eugenik und Transhumanismus

2.1 Die klassischen Grundzüge der Eugenik

2.2 Eugenik im Kontext der heutigen Humangenetik

2.3 Das transhumanistische Verständnis von Eugenik

3 Eingriffe in die Keimbahn

3.1 Das Eingreifen in die Keimbahn: an Embryonen

3.2 Das Eingreifen in die Keimbahn: an Keimzellen

3.3 Das Eingreifen in die Keimbahn: an Stammzellen

4 Die Bewertung der liberal-eugenischen Eingriffe in die Keimbahn

4.1 Das Prinzip der „Verbesserung“ im Verständnis des Transhumanismus

4.2 Der gesellschaftliche Nutzen

4.3 Der Utilitarismus

5 Fazit: Kann die liberale Eugenik zu einem guten Leben beitragen?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die im Transhumanismus propagierten Eingriffe in die menschliche Keimbahn – unter dem Konzept der liberalen Eugenik – tatsächlich einen Beitrag zu einem „guten Leben“ leisten können oder ob sie lediglich ein fragwürdiges Optimierungsideal verfolgen.

  • Historische und theoretische Einordnung der Eugenik und ihre Verbindung zum Transhumanismus.
  • Analyse biotechnologischer Methoden wie CRISPR/Cas9 und SCNT bei Eingriffen in die Keimbahn.
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem transhumanistischen Begriff der „Verbesserung“ und dem Streben nach Selbsttranszendenz.
  • Ethische Bewertung der Eingriffe unter utilitaristischen Gesichtspunkten und im Hinblick auf den gesellschaftlichen Nutzen.
  • Reflexion über die Bedeutung von Begrenztheit und Kontingenz für ein gelingendes menschliches Leben.

Auszug aus dem Buch

3.2 Das Eingreifen in die Keimbahn: an Keimzellen

Keimzellen bzw. Geschlechtszellen sind spezielle Zellen – Eizelle und Spermium –, die bei einer stattfindenden Befruchtung zu einer Zygote verschmelzen, die man dann in den weiteren Entwicklungsphasen als Embryo bezeichnet. In diesem entstehen im Laufe der weiteren Entwicklung wiederum neue Keimzellen. Eine solche Periode wird im allgemeinen als Keimbahn bezeichnet. Wichtig ist hierbei, Keimzellen (unspezifische Zellen) von den spezifizierten (somatischen) Zellen und befruchteten Stammzellen zu unterscheiden, die für die Ausbildung von funktionalem Gewebe und Organen nötig sind, wohingegen einzig durch die Keimzellen eine Fortpflanzung ermöglicht wird.

Ein Eingriff in Keimzellen kann man sich so vorstellen, dass gewisse vorausgewählte Keimzellen einem GE unterzogen werden, mit welchem fehlerhafte oder potenziell problematische Genabschnitte – die nicht zu einer „Verbesserung der Spezies“ beitragen – schon vor der Befruchtung entfernt werden. Das hat den Vorteil gegenüber den anderen hier betrachteten KE-Varianten, dass eine sog. Mosaikbildung, wie in Kap. 3.1 erläutert, reduziert oder verhindert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung skizziert die rasante biotechnologische Entwicklung und führt die zentrale Forschungsfrage ein, ob die transhumanistische Utopie der „Verbesserung“ des Menschen durch Keimbahneingriffe zu einem guten Leben beitragen kann.

2 Eugenik und Transhumanismus: Dieses Kapitel arbeitet die historischen Grundlagen der klassischen Eugenik auf und setzt sie in den Kontext der modernen Humangenetik sowie der transhumanistischen Ideologie.

3 Eingriffe in die Keimbahn: Hier werden verschiedene technische Verfahren, wie Genom-Editing an Embryonen, Keimzellen und Stammzellen, auf ihre Möglichkeiten und Risiken hin untersucht.

4 Die Bewertung der liberal-eugenischen Eingriffe in die Keimbahn: Das vierte Kapitel widmet sich der normativen Bewertung, indem es den Begriff der „Verbesserung“ hinterfragt, den tatsächlichen gesellschaftlichen Nutzen prüft und utilitaristische Argumente kritisch beleuchtet.

5 Fazit: Kann die liberale Eugenik zu einem guten Leben beitragen?: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der transhumanistische Optimierungsansatz die Bedeutung des sozialen Kontextes und der menschlichen Begrenztheit vernachlässigt.

Schlüsselwörter

Transhumanismus, Liberale Eugenik, Keimbahneingriffe, Genom-Editing, CRISPR/Cas9, Verbesserung, Enhancement, Gutes Leben, Humangenetik, Utilitarismus, Ethik, Selbsttranszendenz, Anthropologie, Stammzellen, Reproduktionsmedizin.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die ethischen und praktischen Dimensionen von Keimbahneingriffen im Rahmen einer sogenannten „liberalen Eugenik“, die von Transhumanisten zur Optimierung des Menschen propagiert wird.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle zwischen Biotechnologie (Genom-Editing), transhumanistischer Philosophie, historischer Eugenik-Kritik und der Frage, was ein „gutes Leben“ ausmacht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, ob die Vorstellung, dass eine genetische Aufwertung (Enhancement) zwangsläufig zu einem besseren Leben führt, ethisch tragfähig ist oder ob sie grundlegende Aspekte des Menschseins missachtet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretisch-philosophischen Analyse. Sie reflektiert den aktuellen Stand der Biotechnologie und bewertet diesen anhand normativer ethischer Prinzipien sowie utilitaristischer Argumentationsmodelle.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine Darstellung technischer Verfahren (Eingriffe an Embryonen, Keimzellen, Stammzellen) und eine kritische ethische Bewertung der normativen Zielsetzungen des Transhumanismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Kernbegriffe sind Transhumanismus, liberale Eugenik, Keimbahn, Genom-Editing, Verbesserung (Enhancement) und das „gute Leben“.

Warum ist das "starke" Verständnis des Transhumanismus problematisch?

Das „starke“ Verständnis zielt auf die volle Ausschöpfung biologischer Potenziale jenseits therapeutischer Notwendigkeiten ab, was den Menschen zum bloßen Optimierungsobjekt macht und die Würde des Individuums gefährden kann.

Welche Rolle spielen gesellschaftliche Werte im Fazit des Autors?

Der Autor betont, dass eine rein genetische Definition des „guten Lebens“ unzureichend ist und dass gesellschaftliche Normen wie die Menschenwürde entscheidend sind, um den Eigenwert heranwachsender Menschen vor Fremdbestimmung zu schützen.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Liberale Eugenik am Beispiel von Keimbahneingriffen. Kann Sie im Verständnis des Transhumanismus zu einem guten Leben beitragen?
Hochschule
Hochschule für Philosophie München
Note
1,0
Autor
David Renz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
27
Katalognummer
V1195237
ISBN (PDF)
9783346637574
ISBN (Buch)
9783346637581
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eugenik Transhumanismus Ethik Keimbahneingriffe Liberale Eugenik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
David Renz (Autor:in), 2022, Die Liberale Eugenik am Beispiel von Keimbahneingriffen. Kann Sie im Verständnis des Transhumanismus zu einem guten Leben beitragen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195237
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Leseprobe aus  27  Seiten
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