Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Wechselwirkungen zwischen neuen Medien und Religion bestehen. Inwiefern sind diese bildungsrelevant und wie sollte die Religionspädagogik darauf antworten? Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Chancen und Risiken der Medien für die Religionspädagogik zu erkennen und unter Abwägung dieser, den Ansatz einer Lösung für die Zukunft zu erstellen. Dazu nutze ich als Methode die Sekundärforschung. So wird diese Arbeit sich auf die Forschungsergebnisse vorhandener literarischer Werke stützen und auf diese Weise zu einem neuen individuellen Ergebnis führen.
Zu Beginn der Arbeit werden erst einmal die wichtigsten Begriffe erklärt und in den Kontext der Arbeit eingeordnet, um eine Art gedankliches Grundgerüst zu schaffen. Im dritten Kapitel folgt der Hauptteil der Arbeit, in welcher das Verhältnis der Medien und der Religion zueinander genauer beleuchtet wird. Das dritte Kapitel ist in zwei Unterkapitel geteilt, welche noch mal zwei beziehungsweise drei eigene Unterkapitel haben. Im ersten Schritt wird die Religiosität in den Medien untersucht. Es wird beleuchtet, wo Religion in den Medien anzutreffen ist wie und in welchem Verhältnis die evangelische und katholische Kirche zu Medien steht. Daran anschließend folgt eine Darstellung der Verwendung religiöser Bilder und in diesem Teil soll auch die Flut an Bildern, die durch die sozialen Medien auf jeden Nutzer einprasselt, thematisiert werden. Als Abschluss des Unterkapitels wird die Entwicklung der Medien bis zum aktuellen Stand dargestellt und die sich parallel mit verändernden religiösen Strukturen. Im zweiten Unterkapitel werden dann die sich kontinuierlich verändernden Strukturen der Religionspädagogik thematisiert. Dabei sind die Auswirkungen der Medien das Kernproblem dieser veränderten Strukturen und so wird als Teil dieses Kapitels auch ein Vorschlag zur Einbindung der neuen Medien in den Religionsunterricht geboten. Zum Schluss dieses Unterkapitels wird die Entwicklung bis zum aktuellen Stand begutachtet. Das vierte Kapitel stellt eine kritische Gegenüberstellung der Pro- und Kontra-Argumente zur Medienbildung dar. Für das Forschungsergebnis ist es essenziell zu erkennen welche Aspekte überwiegen. [...]
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinition
2.1 Mediendidaktik
2.2 Mediatisierung
2.3 Social Media
3. Das Verhältnis zwischen Religion und Medien
3.1 Religion in Fernsehen, Social Media und Co.
3.1.1 Verwendung Religiöser Bilder
3.1.2 Entwicklung bis zum aktuellen Stand
3.2 Veränderung Religionspädagogischer Strukturen
3.2.1 Auswirkungen der Neuen Medien auf die Religionspädagogik
3.2.2 Vorschlag zur Einbindung neuer Medien in den Unterricht
3.2.3 Entwicklung und aktueller Stand
4. Kritische Gegenüberstellung der Pro- und Kontra-Argumente zur Mediennutzung
5. Ursachen und Einflussfaktoren
6. Lösungsansatz
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Bachelorarbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen neuen Medien und Religion, um die Relevanz der Medienbildung im religionspädagogischen Kontext zu bestimmen. Ziel ist es, Chancen und Risiken zu identifizieren und Lösungsansätze für eine zukunftsorientierte Bildungsvermittlung zu entwickeln.
- Einfluss der Mediatisierung auf religiöse Strukturen und Lebenswelten Jugendlicher
- Religionspädagogische Herausforderungen im digitalen Zeitalter
- Verwendung und Wirkung religiöser Symbole in Medien, Film und Werbung
- Konzeptentwicklung für den Religionsunterricht (Blended-Learning)
- Kritische Reflexion der Mediennutzung und Medienkompetenz
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Verwendung Religiöser Bilder
Apps wie Instagram und Snapchat basieren auf einem Geschäftsmodell, welches Kommunikation mittels Bilder unterstützt. Das Erfolgsgeheimnis solcher „Social Media“ Plattformen wie Instagram ist unter anderem in der menschlichen Natur begründet, da visueller Content auf emotionaler Ebene wirkt und eine Verbindung zum Rezipienten schafft. Das menschliche Gehirn verarbeitet visuelle Informationen rund 60.000 Mal schneller als das geschriebene Wort. Ein weiterer Grund für den Erfolg ist die Struktur der Plattform, dem Benutzer wird jeweils nur ein Foto im Feed angezeigt, es wird auf große Werbebanner verzichtet und es werden minimalistische Buttons und gedeckte Farbtöne verwendet.20 Beim Öffnen dieser Apps wird der Benutzer sofort mit Bildern konfrontiert, von Freunden, Bekannten aber auch von völlig fremden Menschen und Prominenten. Nach diesem Prinzip entstand auch ein neuer Beruf, der des „Influencers“. „Influencer“ sind Personen mit einer Vielzahl von Abonnenten, welche als eine Art menschliche Werbetafel fungieren. Sie haben gewisse Kooperationen mit Firmen und werben die Produkte dieser Firmen mit Bildern oder „Stories“ an. Es ist nicht verwunderlich, dass viele Jugendliche diesen Beruf mit wenig Arbeit assoziieren und es sich somit zum Ziel machen Influencer zu werden. Der „pictorial turn“ beschreibt das Phänomen der Bilderlastigkeit der heutigen Zeit, in dem er die Prävalenz des Bildes dem geschriebenen Wort gegenüber konstatiert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der Mediendidaktik vor dem Hintergrund der Pandemie und der Allgegenwärtigkeit neuer Medien für Jugendliche ein.
2. Begriffsdefinition: Zentrale Konzepte wie Mediendidaktik, Mediatisierung und Social Media werden definiert, um ein theoretisches Fundament für die weitere Untersuchung zu schaffen.
3. Das Verhältnis zwischen Religion und Medien: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Religion in Medien erscheint, analysiert religiöse Bildwelten und diskutiert die notwendige Anpassung religionspädagogischer Strukturen.
4. Kritische Gegenüberstellung der Pro- und Kontra-Argumente zur Mediennutzung: Eine Analyse der Chancen (Toleranz, Informationszugang) und Gefahren (Identitätskrisen, Cyber-Mobbing) im virtuellen Raum wird durchgeführt.
5. Ursachen und Einflussfaktoren: Es werden soziologische und mediale Faktoren untersucht, die den Wandel religiöser Strukturen und das Verhalten Jugendlicher beeinflussen.
6. Lösungsansatz: Die Arbeit schlägt Blended-Learning und die Förderung von Medienkompetenz als Weg vor, um Religion zeitgemäß und auf Augenhöhe zu vermitteln.
7. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Medien und Religion eng verwoben sind und plädiert für eine aktive, reflektierte Medienerziehung im religiösen Kontext.
Schlüsselwörter
Medienbildung, Religionspädagogik, Mediatisierung, Social Media, Mediendidaktik, Digital Natives, Religion, Digitale Medien, Identitätsbildung, Blended-Learning, Medienkompetenz, Religion in den Medien, Religiöse Symbole, Bildkommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen neuen Medien und Religion sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die religionspädagogische Praxis.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit thematisiert die Mediatisierung der Gesellschaft, die Rolle von Social Media für Jugendliche, die Präsenz von Religion in modernen Medien und die Entwicklung von Medienkompetenz.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet, welche Wechselwirkungen zwischen neuen Medien und Religion bestehen, wie diese bildungsrelevant sind und wie die Religionspädagogik auf diese Veränderungen reagieren kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt die Methode der Sekundärforschung, indem sie vorhandene Forschungsergebnisse und Literatur systematisch analysiert und zusammenführt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Verhältnis von Religion und Medien, untersucht die Verwendung religiöser Bilder, betrachtet die veränderten religionspädagogischen Strukturen und stellt Pro- und Kontra-Argumente der Mediennutzung gegenüber.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Medienbildung, Religionspädagogik, Mediatisierung, Social Media, Identitätsbildung und Medienkompetenz.
Wie bewertet die Arbeit den Einsatz von Online-Unterricht während der Pandemie?
Die Arbeit sieht den Online-Unterricht als wichtige, aber unzureichende Alternative zum Präsenzunterricht, da der persönliche Kontakt für die psychische Entwicklung von Jugendlichen unerlässlich bleibt.
Welchen Lösungsansatz schlägt die Autorin für den Religionsunterricht vor?
Die Autorin empfiehlt ein Blended-Learning-Modell, das die Vorteile von Präsenzphasen mit digitalen Lerneinheiten verbindet, um Medienkompetenz und religiöses Lernen effektiv zu fördern.
- Arbeit zitieren
- B.A. Julietta Meholli (Autor:in), 2020, Die Auswirkungen der Medien auf die Religion. Die Relevanz der Medienbildung im religionspädagogischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195764