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Zwischen Manipulation und Wirklichkeit: Inwieweit weisen Digital-Fotografien Authentizität auf?

Über den Authentizitätsbegriff der Digital-Fotografie anhand der Fotografie "S#12" von Beate Gütschow

Título: Zwischen Manipulation und Wirklichkeit: Inwieweit weisen Digital-Fotografien Authentizität auf?

Trabajo Escrito , 2020 , 17 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Constanze Zilke (Autor)

Arte - Fotografía y filme
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Müssen Fotografien echt und authentisch sein oder ist es viel mehr die Wirkung des Authentischen, das sie interessant machen? Um dem auf den Grund zu gehen, bedarf es nun eine ausführliche Analyse.

Die Photographie scheint zwei Aspekte zu vereinen: das künstlerische Tun und das Abbilden von Realitäten. Was der Photographin im realen Leben vor die Linse springt, wird festgehalten. Im Gegensatz zu weitaus älteren Künsten, wie der Malerei, zeigt die Photographie das, was ist und nicht das, was sein könnte. Oder doch nicht?

Schon seit dem Beginn der Photographie im 19. Jahrhundert steht die Erfindung im Schatten der Frage nach Wirklichkeit und Symbolik. Sie stellt die Realität dar und verweist gleichzeitig auf gesellschaftliche Konstruktionen. Besonders die Digital-Fotografie mag auf letzteres zurückgreifen: Gesellschaftliche Phänomene und Problematiken werden von Künstlern und Künstlerinnen, wie Andreas Gursky oder Beate Gütschow, aufgegriffen und kommen in ihren Digital-Fotografien zum Ausdruck.
Vielleicht nicht auf den ersten, aber auf den zweiten Blick wirken Digital-Fotografien künstlich, surreal und spiegeln dennoch Realitäten. Die Frage nach Authentizität und Glaubwürdigkeit wird in ein neues Licht gerückt. Diese neue Ansichtsweise wird in der vorligenden Arbeit anhand der Fotografie S#12 von Beate Gütschow untersucht. Es wird herausgearbeitet, wie die digitale Fotografie Realität darstellt, bzw. wie sich Realität zeigt, wenn es in der Welt Kunst gibt – um es mit den Worten Wudkes zu beschreiben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Hauptteil

2.1 Theoretischer und historiographischer Hintergrund

2.1.1 Theorie und Geschichte der Digital-Fotografie

2.1.2 Der Authentizitätsbegriff in der Photographie

2.2 Analyse

2.2.1 Digital-Fotografie S#12 von Beate Gütschow

2.2.1.1 Bildstruktur und -aufbau

2.2.1.2 Schwarz-Weißbild, Schatten und Schärfe

2.2.2 Authentizitätswirkung

2.2.2.1 Fotografie S#12

2.2.2.2 Gesellschaftliche Zusammenhänge

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Manipulation und Wirklichkeit in der modernen Digital-Fotografie. Im Zentrum der Forschungsfrage steht die Analyse, inwiefern digital konstruierte Bilder trotz ihrer offensichtlichen Fiktionalität Authentizität vermitteln und als Abbild gesellschaftlicher Realitäten fungieren können.

  • Theoretische Grundlagen und historische Entwicklung der Digital-Fotografie
  • Wandel des Authentizitätsbegriffs durch digitale Bildbearbeitung
  • Analyse der konstruierten Bildwelten am Beispiel der Serie S von Beate Gütschow
  • Die Rolle von Montage, Licht und Schärfe für die Wahrnehmung von Echtheit
  • Reflexion über das Verhältnis von dubitativen Bildern zur gesellschaftlichen Wirklichkeit

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1 Bildstruktur und -aufbau

Die Photographien wurden von analogen Groß- und Kleinbildkameras aufgenommen, anschließend digitalisiert und letztendlich im Großformat analog per LightJet gedruckt. Das Bild weist somit zwei Strukturen auf: eine Analoge und eine Digitale. Die einzelnen Photographien sind analoger Natur und bei genauem Hinsehen ist auch die Körnung zu erkennen. Diese Körnung ist der Technik der Analog-Kameras zu verdanken und verteilt sich über den Film in der Kamera auf die Photographie. Durch die Digitalisierung der Photographien verändert sich die Struktur der Bilder. Sie bestehen nun aus Pixeln und können dementsprechend neu zusammengesetzt werden. Aus der natürlichen Struktur der Lichteinschreibung wird eine mathematische Struktur, die der Scanner berechnet. Photographien, die ursprünglich in verschiedenen Lichtverhältnissen, Schärfen und Kontrasten photographiert wurden, bekommen die Gemeinsamkeit des Digitalen und unterscheiden sich in ihren Bestandteilen, den Pixeln, nicht. Somit entsteht aus den vielen verschiedenen Photographien ein neues Ganzes. Das Ergebnis bekommt durch das Drucken per LightJet wieder einen analogen Charakter, denn wie in der Analog-Photographie, trifft hier Licht auf das Fotopapier. „[A]us binären Codes wird [durch den Druck] ein materiell fassbares und per Definition analoges Bild“, das für den Betrachter nicht nur visuell, sondern auch haptisch wahrnehmbar wird.

Im Folgenden wird die Digital-Fotografie S#12 inhaltlich näher untersucht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung führt in die Problematik ein, dass Digital-Fotografien einerseits künstlich wirken, andererseits aber gesellschaftliche Realitäten spiegeln, und formuliert die Fragestellung zur Authentizität anhand des Werkes von Beate Gütschow.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Geschichte der digitalen Fotografie und eine detaillierte Analyse der Serie S von Beate Gütschow, wobei insbesondere die ästhetischen Mittel und deren Wirkung auf den Betrachter untersucht werden.

3. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Authentizität moderner Fotografien weniger in der faktischen Echtheit liegt, sondern in ihrer Wirkung und der Fähigkeit der Künstlerin, durch einen Bildgenerierungsprozess gesellschaftliche Diskurse und Wahrnehmungen abzubilden.

Schlüsselwörter

Digital-Fotografie, Authentizität, Beate Gütschow, Manipulation, Wirklichkeit, Bildgenerierungsprozess, dubitatives Bild, Fotomontage, S-Serie, Analog-Digital, Bildstruktur, moderne Gesellschaft, Ästhetik, Kunst, Dokumentarische Fotografie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie digitale Fotografien trotz technischer Manipulierbarkeit ein Gefühl von Authentizität erzeugen und welche Rolle dabei die Konstruktion von Wirklichkeit spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Geschichte der digitalen Bildtechnik, der Wandel des Authentizitätsverständnisses und die ästhetische Analyse von fiktiven Bildwelten in der zeitgenössischen Kunstfotografie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, am Beispiel der Fotografie S#12 von Beate Gütschow aufzuzeigen, wie durch digitale Montageprozesse ein neues Bild der Realität entsteht, das den Betrachter zwischen Vertrauen und Skepsis schwanken lässt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine kunstwissenschaftliche Bildanalyse, kombiniert mit einer theoretischen Einbettung in medienhistorische Kontexte und Begriffe der Fototheorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Entwicklung von der ersten Digitalisierung bis zur heutigen Bildbearbeitung, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Bildkomposition, der Lichtführung und der inhaltlichen Ambivalenzen bei Beate Gütschow.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Digital-Fotografie, Authentizität, Manipulation, Fiktion, dubitatives Bild, Bildgenerierungsprozess und die gesellschaftliche Rolle der modernen Fotografie.

Warum ist für Gütschow der „Bildgenerierungsprozess“ so wichtig?

Dieser Prozess beschreibt die geistige Auseinandersetzung des Betrachters mit den Oberflächen des Bildes. Die Künstlerin möchte, dass der Betrachter seine Erwartungen an das, was er zu sehen glaubt, selbst hinterfragt.

Wie verändert die Digitalisierung das Verständnis der Fotografie?

Die Digitalisierung löst die Fotografie von der bloßen Abbildung der Wirklichkeit. Während analoge Fotos als Beweis galten, werden digitale Bilder als konstruierte "dubitative" (zweifelhafte) Bilder wahrgenommen, die ihre eigene Manipulierbarkeit thematisieren.

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Detalles

Título
Zwischen Manipulation und Wirklichkeit: Inwieweit weisen Digital-Fotografien Authentizität auf?
Subtítulo
Über den Authentizitätsbegriff der Digital-Fotografie anhand der Fotografie "S#12" von Beate Gütschow
Universidad
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Theater- und Medienwissenschaft)
Calificación
1,0
Autor
Constanze Zilke (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
17
No. de catálogo
V1195779
ISBN (PDF)
9783346640710
Idioma
Alemán
Etiqueta
Fotografie Authentizität Medienwissenschaft Digital Fotografie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Constanze Zilke (Autor), 2020, Zwischen Manipulation und Wirklichkeit: Inwieweit weisen Digital-Fotografien Authentizität auf?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195779
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