Der Autorin wurde aufgetragen, sich gedanklich in die Rolle einer BGM-Expertin zu versetzten, welche in einem IT-Unternehmen einen Vortrag über Bewegungsmangel und dessen Folgen zu halten hat. In dem Vortrag soll es außerdem um Methoden gehen, mit deren Hilfe die Beschäftigten bei sich selbst Bewegungsmangel feststellen können. Außerdem wird dargelegt, was Chefs und Angestellte tun können, um dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziele
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Bewegungsmangel durch reine Büroarbeit und dessen Folgen
2.1 Gesundheit bei der Arbeit
2.2 Definition Bewegungsmangel
2.3 Bewegungsmangel im Büro
2.3.1 körperliche Inaktivität
2.3.2 Sedentäres Verhalten
2.3.3 körperliche Inaktivität und sedentäres Verhalten
2.4 Folgen und Gesundheitsrisiken aufgrund mangelnder Bewegung
2.4.1 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
2.4.2 Übergewicht und Adipositas
2.4.3 Muskel-Skelett-Erkrankungen
2.4.4 Mortalität
2.4.5 Psyche
2.5 Feststellung des Bewegungsmangels
2.5.1 Global Physical Activity Questionnaire (GPAQ)
2.5.2 Akzelerometer (Beschleunigungssensor)
3 Möglichkeiten zur Risikoreduzierung – Anwendungsteil
3.1 Allgemeines
3.2 Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) Maßnahmen
3.2.1 Verhaltenspräventive Maßnahmen
3.2.1.1 Betriebssport
3.2.1.2 Mitarbeitersportfeste
3.2.1.3 Bewegungspausen am Arbeitsplatz
3.2.1.4 Individuelle Beratung/spezifische Verhaltenstrainings
3.2.1.5 Integration in Trainings- und Bildungsmaßnahmen der Personalentwicklung
3.2.1.6 Finanzielle Anreize
3.2.1.7 Informationen zur körperlichen Aktivität
3.2.1.8 Rückenschulen
3.2.1.9 Motivierende Hinweisschilder (z.B. zur Treppennutzung, Liftfreier Tag)
3.2.2 Verhältnispräventive Maßnahmen
3.2.2.1 Bereitstellen von ergonomischen Bürostühlen
3.2.2.2 Bereitstellen von höhenverstellbaren Schreibtischen
3.2.2.3 Kooperationen mit Sportvereinen
3.2.2.4 Kooperationen mit Fitnessstudios
3.2.2.5 Vorhandensein von Duschen, Fahrradständern und Schließfächern
3.3 Individuelle Maßnahmen
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Gesundheitsrisiken zu definieren, die durch Bewegungsmangel bei der Büroarbeit entstehen, und konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten, um diese Risiken im betrieblichen Kontext zu minimieren.
- Ursachen und physiologische sowie psychologische Folgen von Bewegungsmangel
- Methoden zur Identifikation und Messung von Bewegungsmangel (GPAQ und Akzelerometer)
- Strategien des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
- Unterscheidung und Anwendung von verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen
Auszug aus dem Buch
2.4.1 Herz-Kreislauf-Erkrankungen
„Herz-Kreislauf-Krankheiten sind häufig Folgeerkrankungen einer Verengung der Arterien […].“19 Sie treten unter anderem in Folge von Bewegungsmangel auf.20 Zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehört die Arteriosklerose der Herzkranzgefäße. Sie wird koronare Herzkrankheit genannt. In etwa die Hälfte der Patienten, welche an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sterben, sterben an der Folge einer koronaren Herzkrankheit und dabei ist der Herzinfarkt die häufigste Todesursache. Ein Herzinfarkt liegt dann vor, wenn eines oder mehrere Herzkranzgefäße vollkommen verschlossen sind. Dadurch wird der Teil des Herzmuskels, welcher durch diese Arterie versorgt wird nicht mehr mit genug Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dies kann sollte dies über Stunden geschehen zu einer unwiderruflichen Schädigung führen. Die Folge daraus sind Atemnot, starke Schmerzen und Todesangst.21 „Ist der betroffene Teil des Herzmuskels groß oder liegt er in einem für die Pumpaktion des Herzens wichtigen Bereich, kann es zur Herzschwäche (verringerte Pumpleistung des Herzens) oder zu Rhythmusstörungen kommen. Beide können zum Herzstillstand und damit zum Tod führen.“22
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Problemstellung einer IT-Firma dar, definiert die Ziele der Arbeit und gibt einen Überblick über den inhaltlichen Aufbau.
2 Bewegungsmangel durch reine Büroarbeit und dessen Folgen: Dieses Kapitel definiert Bewegungsmangel sowie sedentäres Verhalten und beschreibt die daraus resultierenden physischen und psychischen Gesundheitsrisiken sowie Methoden zu deren Erfassung.
3 Möglichkeiten zur Risikoreduzierung – Anwendungsteil: Der Anwendungsteil zeigt konkrete Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements auf, unterteilt in verhaltens- und verhältnispräventive Ansätze sowie individuelle Handlungsempfehlungen.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Bewegungsmangel ein ernstzunehmendes Problem der modernen Arbeitswelt darstellt, dem jedoch durch ein proaktives BGM und eigenverantwortliches Handeln der Mitarbeiter wirksam entgegengewirkt werden kann.
Schlüsselwörter
Bewegungsmangel, Büroarbeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement, BGM, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, körperliche Inaktivität, sedentäres Verhalten, GPAQ, Akzelerometer, Ergonomie, Gesundheitsförderung, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die gesundheitlichen Auswirkungen von Bewegungsmangel, insbesondere im Kontext von Büroarbeit, und untersucht Strategien zur Risikominimierung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Gesundheitsrisiken (z.B. Herz-Kreislauf, Rücken), der Messung von Aktivität und den konkreten Maßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Gesundheitsrisiken durch Bewegungsmangel zu definieren und Lösungsansätze zu finden, um diese Risiken in Unternehmen zu verhindern oder zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Erkenntnisse und der Darstellung von Methoden wie dem GPAQ-Fragebogen und dem Einsatz von Akzelerometern.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Definitionen und Folgen von Bewegungsmangel sowie spezifische verhaltens- und verhältnispräventive Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bewegungsmangel, BGM, Verhaltensprävention, Verhältnisprävention, sedentäres Verhalten und betriebliche Gesundheitsförderung.
Wie unterscheidet sich verhaltenspräventive von verhältnispräventiver Maßnahme?
Verhaltensprävention setzt direkt am individuellen Verhalten der Mitarbeiter an (z.B. Sportkurse), während Verhältnisprävention die Rahmenbedingungen und Arbeitsumgebung gestaltet (z.B. höhenverstellbare Schreibtische).
Warum ist der Einsatz von Akzelerometern für Unternehmen interessant?
Akzelerometer ermöglichen eine präzise objektive Messung der Dauer und Intensität körperlicher Aktivität und können somit helfen, Bewegungsmangel bei Mitarbeitern exakt zu identifizieren.
Welche Rolle spielt die Psyche bei Bewegungsmangel?
Bewegungsmangel kann zu Stress, Angstzuständen und Depressionen führen, da wichtige bewegungsbedingte Prozesse wie die Freisetzung von Neurotransmittern oder eine bessere Durchblutung des Gehirns ausbleiben.
Was ist der Unterschied zwischen körperlicher Inaktivität und sedentärem Verhalten?
Körperliche Inaktivität bezieht sich auf zu wenig Bewegung unterhalb der empfohlenen Intensität, während sedentäres Verhalten spezifisch das Sitzen bei sehr geringem Energieverbrauch beschreibt.
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- Stefanie Kunath (Author), 2022, Bewegungsmangel als Folge der Büroarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1195834